Energiekommission
03.03.2008 Niederschrift über die Energiebeiratssitzung am 21.02.2008 um 17.00 Uhr in der König-Konrad-Halle
Nachdem die Gemeindevertretung auf Wunsch des Gemeindevorstandes der Kommission mit Entsendung von Mitgliedern der Gemeindevertretung und sachkundigen Bürgern zugestimmt hat, hat die Energiekommission ihre Tätigkeit aufgenommen. Energie ist knapp und teuer. So sucht auch die Gemeinde Villmar nach Lösungen für alternative Energieformen.
Die Energiekommission wurde von den Vertretern der Süwag, federführend Herrn Pumplun und Herrn Steinebach, über die Themen "Allgemeine Situation auf dem Strom- und Gasmarkt", "Netzaktivitäten der Süwag AG", "Energieeffizienzprogramm der Süwag Energie", "Bürgersolaranlagen" sowie das Ergebnis der Untersuchung der Wärmepumpe der König-Konrad-Halle unterrichtet. Schwerpunkt war die von der Süwag zugesagte Untersuchung der Wärmepumpe in der König-Konrad-Halle, die in diesem Jahr 25 Jahre alt wird.
Herr Jäger, als von der Süwag beauftragtes Ingenieurbüro, hat ein umfassendes Untersuchungsergebnis vorgelegt. Das Ergebnis (s. Anlage) zeigt, dass eine effiziente Nutzung aus ökonomischer Sicht nicht sinnvoll ist. Gleichzeitig wies das Untersuchungsergebnis jedoch unter einer bestimmten Variante einen ökologischen Vorteil im Hinblick auf CO2-Ausstoß hin. Das Beratungsbüro Schaffner, der als sachkundiger Bürger vertretene Wilhelm Schaffner (Mitglied der Kommission), hat ein Ergebnis der Untersuchungen der Wärmepumpe vorgelegt und kommt zu folgendem Ergebnis: Eine Wiederinbetriebsetzung kann nicht empfohlen werden.
Die viel diskutierte Abwärme der Biogasanlage Villmar wurde ebenfalls diskutiert. Die von Herrn Pohl gestellte Frage einer Vergasung und Einführung in das Gasnetz, kann aus dem heutigen Gesichtspunkte als nicht realisierbar gesehen werden, da das Netz nicht auf solche Möglichkeiten ausgelegt ist. Die Wärmeversorgung der König-Konrad-Halle mit der Abwärme bei einem Verbrauch von 150.000 kWh pro Jahr ist auf Grund der hohen Investitionskosten mit Vor- und Rücklauf derzeit nicht zu empfehlen.
Eine Überprüfung beim Endausbau des Kissels in Verbindung mit der König-Konrad-Halle, eine Wärmeversorgung auf Wohngebiete auszudehnen, wird zu gegebener Zeit in der Kommission beraten.
Erfreut zeigte sich die Kommission über das Angebot der Süwag AG, die im nächsten Jahr erforderlichen Energiepässe für zwei gemeindeeigene Hallen zu übernehmen. Hier steht Verbrauch und Effizienz als Ergebnis der Gemeinde zur Verfügung. Die König-Konrad-Halle sowie die Volkshalle in Weyer werden kostenfrei als Ergebnis der Gemeinde vorgelegt.
Straßenbeleuchtung
Auf Grund einer Vielzahl von neuen Entwicklungen in der Beleuchtungstechnik, wie z. B. neue Leuchtmittel und neue Leuchtsysteme, ergeben sich sinnvolle Möglichkeiten um einen Energieverbrauch zu senken und gleichzeitig die Beleuchtungsqualität zu verbessern. Die neue Natriumdampfhochdrucklampe, welche ohne Umbau der vorhandenen Leuchten mit Quecksilberdampfhochdrucklampen dort eingesetzt werden kann, wird in Kürze im Ortsteil Villmar flächendeckend vorgenommen.
Das Thema "Bürgersolaranlagen" wurde diskutiert und wird in der nächsten Energiekommissionssitzung als Schwerpunktthema noch einmal behandelt werden.
Kommissionsmitglieder und Vertreter der Süwag freuten sich über die rege Beteiligung an der Diskussion und sind der Hoffnung, einen Zukunftsbeitrag für die Suche nach einem Energiemix auch für Villmar beitragen zu können.
Der Bürgermeister schloss die Sitzung gegen 21.30 Uhr.
Zusammenfassung Wirtschaftlichkeitsberechnung nach VDI 2067 König-Konrad-Halle Berechnung CO2-Emissionen verschiedener Systeme
Wirtschaftlichkeitsberechnung BGH Villmar
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