Pressearchiv
NNP, 13.11.2009
Hunderte Villmarer sangen ein
Lied
Villmar. Mehrere hundert Villmarer strömten gestern
Nachmittag spontan in die König-Konrad-Halle, um sich an der Aktion «Mach
mit beim Hit» des Radiosenders HR4 zu beteiligen. Aufgerufen hatte die die
Gemeindeverwaltung, die sich das Ziel von über 1000 Teilnehmern gesetzt
hatte. Folglich herrschte seit der Frühe in der Gemeindeverwaltung reges
Treiben. Die Einsatzabteilungen der Feuerwehren wurden mit Megafonen durch
alle sechs Ortsteile geschickt, um für die «Minute X» um 17.15 Uhr
möglichst viele Menschen zu mobilisieren. Per E-Mail und übers Telefon
wurde eine Lawine gestartet. Büroleiter Thorsten Laux nutzte sogar die
Online-Plattform «Wer kennt wen?», um möglichst zahlreich Menschen in die
König-Konrad-Halle einzuladen. Als eine halbe Stunde vor dem Start der
Liveschaltung erst 342 Menschen in der Halle waren, zeigte sich
Bürgermeister Hermann Hepp immer noch optimistisch: «Wir schaffen das
noch». Am Ende waren es leider «nur» 402 Menschen, die gemeinsam live «Ein
Stern, der deinen Namen trägt» anstimmten und ihre Gemeinde vorläufig auf
Platz drei brachten. «Ich freue mich trotzdem, dass mehrere hundert
Menschen spontan mitgemacht haben», so Hepp. Klasse sei vor allem, dass
die Bürger aus den Ortsteilen mit großen Gruppen vertreten gewesen seien.
rok
NNP
09.11.2009
Antikes und Trödel fanden in Villmar reißenden Absatz
/ Wiederholung am Lahnufer geplant
Bürgermeister Hermann Hepp sprach von einer neuen Epoche: Mit dem Antik-
und Trödelmarkt will die Gemeinde Villmar eine Lücke im
Veranstaltungsspektrum schließen und eine Plattform für die gesamte
Familie bieten.
Villmar. Insgesamt hatten 37
Aussteller Spielzeug, Bücher, Porzellan und vieles mehr im Angebot, und
viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um in angenehmer Atmosphäre zu
schauen und zu stöbern. Wer nach oder während des Rundganges Hunger
verspürte, war auf der sicheren Seite, denn vom Pächter der
König-Konrad-Halle war für Verpflegung bestens gesorgt, leckerer selbst
gebackener Flammkuchen, Kaffee und Kuchen sorgten für Stärkung.
Wer Lust
auf ein Gläschen Wein verspürte, hatte am Stand von Jörg Hawig Gelegenheit
dazu, denn hier gab es köstlichen Pfälzer Wein aus St. Martin. Die Idee zu
der Ausstellung hatten die im Bauamt beschäftigte, immer rührige Ute
Schwarz und die Villmarer Standesbeamtin Ingrid Pohl. Besonders erfreut
zeigten sich die Verantwortlichen angesichts der Tatsache, dass nicht nur
zahlreiche Villmarer ausstellten, sondern auch aus Runkel, Bad Camberg,
Steinbach, Falkenbach, Weyer, Ober- und Niederbrechen sowie Aumenau
Aussteller den Weg in die König-Konrad-Halle gefunden hatten.
Ingrid
Pohl: «Ich freue mich, dass der erste hier in Villmar veranstaltete Antik-
und Trödelmarkt bei der Bevölkerung so gut angekommen ist. Ute und ich
haben diesen Versuchsballon gestartet in der Hoffnung, dass die Bürger ihn
annehmen, und dies ist zu unserer Freude der Fall. Besonders freue ich
mich auch für Marina Schäfer, die sich in unermüdlicher Weise für die
Organisation des Marktes engagierte, dies war ihr erster Einsatz dieser
Art und super gelungen.»
Aufgrund
der guten Resonanz versicherte Ingrid Pohl, dass mit Sicherheit im
nächsten Jahr eine Wiederholung stattfinden wird, dann aber entlang des
Lahnufers und wahrscheinlich schon im Frühsommer.
hvo
NNP
06.11.2009
Villmar. Die katholische
Kirchengemeinde St. Peter und Paul Villmar wird im ehemaligen
Schwesternhaus eine Kinderkrippe mit zwölf Plätzen betreiben. Dies teilte
Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) gestern Abend im Gemeindeparlament mit.
Dem
Gemeindevorstand habe ein Betreibermodell des Lahn-Krippen-Vereins und der
katholischen Kirchengemeinde vorgelegen, berichtete Hepp. Nach
«konstruktiven Verhandlungen» habe der Vorstand beschlossen, das
kirchliche Konzept zu unterstützen.
Sollten die
im ehemaligen Schwesternhaus vorgehaltenen Plätze von Villmarer Kindern
nicht vollständig besetzt werden können, wolle sich die Kirchengemeinde
bemühen, auswärtige Kinder aufzunehmen. Eine finanzielles Risiko habe die
Zivilgemeinde nicht zu tragen, erklärte Hepp. An den Kosten beteilige man
sich gleichwohl. Der Gemeindevorstand habe beschlossen, einen
Trägerzuschuss von 50 Euro pro Villmarer Kind und Monat sowie einen
Elternzuschuss in gleicher Höhe pro Villmarer Kind und Monat für die
Einrichtung zu zahlen. Weiterhin habe der Verwaltungsrat der
Kirchengemeinde beschlossen, die Einrichtung mit einem Betrag von 5000
Euro zu unterstützen. Durch Elternbeiträge nicht gedeckte Kosten wolle das
Bistum Limburg übernehmen.
Die Krippe
soll nach Hepps Angaben zunächst ein Jahr auf Probe laufen. Ein
entsprechender Vertrag zwischen Zivil- und Kirchengemeinde werde auf den
Weg gebracht. Hierin soll auch enthalten sein, dass der Marktflecken
Villmar nicht mehr die Rückbauverpflichtung der ehemals fünften Gruppe
nachzuweisen hat. «Ich denke, auch dies kann man als Erfolg werten», sagte
Hepp. goe
05.11.2009
Villmar bei hr4
(Frequenz 102,5) dabei:
Alle Einwohner zum Mitmachen aufgefordert und
ab nächste Woche hr4 zu hören!
Der Marktflecken Villmar hat
sich für die hr4-Aktion „Mach mit beim Hit“ beworben. Gewinnen kann die
Gemeinde eine eigens komponierte Hymne sowie eine hr4 Schlagerparty.
Überreicht wird der Preis am 29.11.2009 im Rahmen der Schlager-Starparade
von hr4 in der Frankfurter Festhalle. Hierzu werden 50 Einwohner der
Gewinner-Gemeinde von hr4 nach Frankfurt eingeladen.
Vom 9. bis 13. November 2009
findet täglich eine hessenweite Auslosung statt und Villmar wird an einem
dieser Tage in der Zeit von 7.00 bis 9.00 Uhr im Radio bei hr4 aufgerufen.
Sobald Villmar im Radio genannt wird, heißt unser Motto „Villmar zeigt
Flagge“. Bei Radioaufruf von Villmar ist die Tel.-Nr. 01805/544304
zu wählen. Es ist wichtig, sehr schnell nach Aufruf der Gemeinde
anzurufen, um möglichst viele Punkte zu erhalten. Je schneller für
Villmar angerufen wird, mit desto mehr Punkten startet die Gemeinde am
Morgen in die Spielrunde.
Aus diesem Grund gilt es, in
dieser Zeit und darüber hinaus den Radiosender hr4 (Frequenz 102,5)
einzuschalten.
Die König-Konrad-Halle ist ab
15.00 Uhr geöffnet. Für ausreichende Bewirtung ist gesorgt. Es ist
wichtig, dass soviel Menschen wie möglich um 16.00 Uhr in der Halle sind,
damit ein „Riesenchor“ um 17.15 Uhr live im Radio einen Schlagerrefrain
singen kann. Je mehr Leute mitmachen, umso besser. Denn pro Person erhält
die Gemeinde einen Punkt. Nach zwei Wochen steht der Sieger aus insgesamt
10 Spielorten fest. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.
Bürgermeister Hermann Hepp
bittet alle Einwohner wachsam zu sein und vom 9. bis 20.11.2009 hr4
(Frequenz 102,5) zu hören und wenn Villmar im Radio aufgerufen wird,
frühzeitig in der König-Konrad-Halle zu sein. Wenn alle mitmachen, dann
können wir´s schaffen, so Hepp, zuversichtlich.
WT, 21.10.2009
Villmar fehlt eine Million
- Starker Einbruch bei den Steuereinnahmen auch in 2010...hier
21.10.2009
Finanzen beschäftigte
Gemeindevorstand
In
seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeindevorstand sehr
ausführlich mit der gegenwärtigen Finanzsituation der Gemeinde. Nach
Vorliegen der Zahlen für das III. Quartal 2009 durch das Finanzministerium
ist bei den gemeindlichen Anteilen an der Einkommen- und
Körperschaftsteuer im laufenden Jahr mit erheblichen Einbrüchen zu
rechnen. So liegt das Defizit in diesem Bereich bei rd. 480.000 €
gegenüber dem geplanten Ansatz. Auch im Bereich der Gewerbesteuereinnahmen
wird der Marktflecken Villmar mit rd. 130.000 € weniger auskommen müssen.
Bürgermeister Hepp machte
deutlich, dass der Marktflecken Villmar – wie auch andere Kommunen – von
der Finanz- und Wirtschaftskrise spürbar getroffen wurde.
Finanzen lassen in 2010
keine Besserungen erkennen
Auch im Bereich der
Steuereinnahmen und Finanzzuweisungen im Rahmen des kommunalen
Finanzausgleiches 2010 lässt sich nach den Worten von Hermann Hepp keine
Besserung erkennen. Unterm Strich, so der Villmarer Bürgermeister, werden
wir rd. 1,0 Mio. € weniger in diesem Bereich zur Verfügung haben.
Zwar müsse die Gemeinde rd.
280.000 € weniger an Kreis- und Schulumlage zahlen, dennoch hat Villmar in
2010 bei den Schlüsselzuweisungen mit rd. 542.000 € Weniger-Zuweisungen zu
rechnen. Bei den anderen Kreiskommunen sieht Hermann Hepp eine
vergleichbare Entwicklung. In diesem Zusammenhang kritisierte der
Villmarer Bürgermeister nochmals die Kriterien des kommunalen
Finanzausgleiches. Hier könne es nicht sein, dass eine mit Villmar
vergleichbare Kommune, welche zwar ein gleich hohes Steueraufkommen hat
und ein Mehr von 1000 Einwohnern, bei den Schlüsselzuweisungen mit rd. 1,1
Mio. € höheren Zuweisungen bedacht wird. Die Einwohnerzahl, so Hermann
Hepp, kann nicht mehr neben der Steuerkraft als einziges Kriterium zur
Berechnung der Schlüsselzuweisungen herhalten. Hier ist dringend
Handlungsbedarf gegeben, was auch die Gemeindevertretung mit ihrem
Beschluss vom Juli 2009 bekräftigte. Dieser Beschluss richtete sich gegen
die von der Landesregierung geplanten Absenkungen des kommunalen
Finanzausgleiches um 400 Mio. € ab dem Jahr 2011 und machte auf eine
Reform des kommunalen Finanzausgleiches aufmerksam.
Haushaltssicherungskonzept
vorgelegt
Neben
der aktuellen Finanzsituation beschäftigte sich auch der Gemeindevorstand
mit dem von der Verwaltung erarbeitenden Haushaltssicherungskonzept.
Hierbei ging es um eine gesetzliche Vorgabe, so Bürgermeister Hermann Hepp,
welche die Gemeinde nachzukommen hat. Nicht zuletzt durch die Einführung
des neuen Rechnungswesens haben sich die Haushalte der Städte- und
Gemeinden aufgrund der Abschreibungen defizitär entwickelt. In einem
solchen Fall ist seitens der Kommune ein Haushaltssicherungskonzept der
Aufsichtsbehörde im Rahmen der Haushaltsgenehmigung vorzulegen.
Das 13 Seite umfassende Werk
beleuchtet ausführlich die Haushaltsthematik und insbesondere die
öffentlichen Einrichtungen wie Wasser, Abwasser, Bürgerhäuser, Friedhöfe
und Kindergärten. In diesem Zusammenhang wurde dem Gemeindevor-stand auch
der Finanzplanungserlass des Hessischen Innenministeriums vom 2.10.2009
vorgelegt.
Darin wird auf eine
konsolidierte Haushaltsführung hingewiesen und darauf, dass Unterdeckungen
in den Gebührenhaushalten nicht akzeptabel sind. Im Übrigen wurde
mitgeteilt, dass in den hessischen Kommunalhaushalten bis zum 31.12.2008
Fehlbeträge des Ergebnishaushaltes (früher Verwaltungshaushalt) von rd.
3,3 Mrd. € aufgelaufen sind, die in den künftigen Jahren zu decken seien.
Demnach werde der Marktflecken
Villmar nicht umherkommen, im Bereich der Wasser- und Abwassergebühren
eine hundertprozentige Kostendeckung anzu-streben. Die Kostendeckungsgrade
bewegten sich 2008 beim Wasser bei 83,9% und beim Kanal bei 84,3%. Noch
dramatischer sieht die Unterdeckung im Bereich der Bürgerhäuser aus. Hier
liegt der Kostendeckungsgrad im Schnitt zwischen 5,7 und 6,6%, so der
Bürgermeister. Hier wird die Verwaltung prüfen, die Bürgerhäuser aus dem
Haushalt auszugliedern und in einer anderen Rechtsform (GmbH,
Eigenbetrieb, Stiftung etc.) zu betreiben.
Selbstverständlich wird auch
die Ausgabenseite intensiv beleuchtet, so der Bürger-meister. Was
verwaltungsseitig gemacht werden kann, werde auch unternommen. So habe man
in den zurückliegenden Jahren den Verwaltungs- und Betriebsauf-wand
konstant gehalten. Es werde letztlich vieles auf den Prüfstein kommen
müssen, auch im Bereich der freiwilligen Leistungen der Gemeinde.
Bürgermeister Hermann Hepp
sieht sich letztlich in seinen Forderungen bestätigt, den kommunalen
Finanzausgleich zu reformieren. Denn die Kommunen besitzen nach dem
Grundgesetz und der Landesverfassung einen geschützten Anspruch auf
erforderliche Finanzausstattung. In diesem Zusammenhang unterstützt der
Villmarer Bürgermeister auch die Forderung des Hessischen Finanzminsters
Karlheinz Weimar, der eine Reform des Länderfinanzausgleiches für
ebenfalls dringend notwendig ansieht. Hessen ist im Länderfinanzausgleich
eines von vier „Geber-länder“. Im Jahr 2008 wurde von Hessen rd. 2,5 Mrd.
€ in diesen Ausgleichstopf ge-zahlt. Wenn sich hier eine Systemänderung
ergeben würde, erginge es den hessischen Städte und Gemeinden wesentlich
besser, so Hermann Hepp.
Das Haushaltssicherungskonzept
wird nunmehr den Haupt- und Finanzausschuss beschäftigen, bevor die
Gemeindevertretung hierüber zu befinden hat.
NNP,
17.10.2009
Der Kreisel am Gewerbegebiet «Brotweg» am
Ortsausgang Richtung Aumenau soll künftig kein Schandfleck mehr sein.
Villmar. Wie Bürgermeister Hermann
Hepp (CDU) gestern bei einem Ortstermin erklärte, werde ab 2010 die
Gärtnerei Rau aus Aumenau die Pflege des Kreisels übernehmen. Wie
Inhaberin Sybille Rau berichtete, werde der komplette aktuelle Bewuchs
entfernt, und im nächsten Frühjahr werde eine komplett neue Bepflanzung
vorgenommen, mit Gräsern sowie niedrig wachsenden Bäumen. Bäume, wie sie
die Gärtnerei sich hätte vorstellen können, oder ein großer Marmorstein,
den sich die Villmarer SPD-Fraktion gewünscht hätte, seien aber leider
nicht gestattet. Obwohl Sybille Rau beispielsweise Fotos von neuen
Kreiseln in Idstein mitgebracht hatte, die mit großen Steinen und sogar
indianischen Marterpfählen gestaltet sind, wiederholte Gernot Fink von der
Straßenmeisterei Brechen seine Festsellung, dass laut Richtlinien Steine
und Bäume für Kreisel außerorts wegen der davon bei Unfällen ausgehenden
Gefahren für Verkehrsteilnehmer untersagt seien. Die Stelle am Brotweg sei
gefährlich, weil dort zum Teil Autos mit noch hoher Geschwindigkeit von
außerorts in Richtung Villmar fahren würden. Wenn da jemand den Kreisel
übersehe und mitten rein fahre, müsse gewährleistet sein, dass an seinem
Fahrzeug kein übermäßig großer Schaden entstehe und eine erhebliche
Verletzung der Insassen verhindert werde. Deshalb dürfe in die
Kreiselmitte außer niederwüchsigen Pflanzen nichts hinein.
Fink begrüßte die Idee der
Gemeinde, jemanden für die Übernahme einer Patenschaft für den Kreisel zu
gewinnen. Denn die Straßenmeisterei habe nicht das Personal, um mehr als
das Nötigste an solchen Inseln zu machen. Folglich sei es gut, wenn
Kommunen selbst oder dort ansässige Firmen sich um die Kreisel kümmerten.
Hepp ist sich jedenfalls sicher, dass der Kreisel für nach Villmar herein
fahrende Gäste in Zukunft eine würdige Visitenkarte für den Marktflecken
abgeben werde. rok
08.10.2009
Villmar lädt ein zu Trödel
& Wein
Zum ersten Mal findet in
diesem Jahr am 07.11.09 ab 9 Uhr ein Antik und Trödel - Markt in der
König-Konrad-Halle Villmar statt. Für das leibliche Wohl wird bestens
gesorgt, denn passend zur Jahreszeit gibt es Flammkuchen und Wein. Die
Standanmeldungen bitte bei Marktflecken Villmar – Bauamt – Frau Schäfer
06482-607712 einreichen.
Die Standgebühr beträgt 5 €,
pro Stand gibt es zwei Tische, Aufbau Fr. ab 18.00 Uhr und Sa. ab 8.00
Uhr.
Sollte die Veranstaltung gut angenommen
werden, ist geplant, im nächsten Jahr den Flohmarkt im Sommer am Lahnufer
Villmar zu veranstalten.
Bürgermeister Hepp hofft, eine
Lücke im Veranstaltungskalender des Marktfleckens Villmar zu schließen. Er
wünscht sich reges Interesse an dem Antik- und Trödel – Markt sowie ein
positives Echo in der Bevölkerung zu erhalten.
LoRe, 01.10.2009
Neues von der Jugendpflege
Villmar
Hörspielproduktion und Selbstverteidigung für Mädchen
Nicht mit
mir! Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen im Alter von 6
bis 10 Jahren.
Mittwoch,
14. Oktober 2009 14.30–18 Uhr und Donnerstag, 15. Oktober 2009 14.30 –
18.00 Uhr
Es gibt
Situationen in denen Kinder sich behaupten müssen. Die Fähigkeit sich
gegenüber anderen durchzusetzen, spielt nicht nur in extremen Fällen eine
wichtige Rolle. Auch der ganz normale Alltag, in der Schule, unter
Freunden oder einfach nur „draußen”, beinhaltet Momente in denen es für
Kinder wichtig ist sich ihrem Gegenüber angemessen zu verhalten oder wenn
nötig, sich zu verteidigen. Der Kurs bietet speziell auf die Altersgruppe
zugeschnittene Inhalte: Selbstbehauptungstechniken,
Selbstverteidigungstechniken, Stimm- und Schreitraining, konfliktlösende
Rollenspiele zu unterschiedlichsten Gefahrensituationen. Diese
Veranstaltung ist eine Kooperation der Jugendpflege Villmar und dem
Jugendbüro Beselich. Veranstaltungsort ist das Bürgerhaus in
Niedertiefenbach, Teilnahmegebühr 20,– Euro, Maximal 6 Mädchen ab 6
Jahren.
Hilfe die
Herdmanns kommen! Hörspielproduktion für Mädchen und Jungen im Alter von 8
– 12 Jahren.
Montag, 19.
Oktober 2009 11.00 Uhr und weitere Termine.
Ich muss
euch von den Herdmanns-Kindern erzählen. Sie logen und klauten, rauchten
Zigarren - auch die Mädchen - und bei ihren Witzen fielen uns die Ohren
ab.” So geht das los. Welchen Charme die Herdmanns und ihre kleine
Geschichte am Ende doch entwickelt, werden im Rahmen eines Hörspiels zu
entdecken versucht. Das Hörspiel wird jedoch nicht gehört, sondern selbst
aufgenommen. Produziert sozusagen. Dazu bedarf es eurer Unterstützung. Es
gibt Sprechrollen zu vergeben, mit mal mehr, mal weniger Text. Und für die
Technik wäre auch Jemand von Nöten. Gerne auch ein Mädchen.
Getroffen
wird sich am Montag, 19. Okober zur Text- und Rollenvergabe und zur
Vereinbarung weiterer Aufnahmetermine. Es werden sicherlich noch zwei Tage
zum Aufnehmen benötigt. Diese liegen aber auf jeden Fall in der letzten
Herbstferienwoche. Treffpunkt ist im Jugendbüro Villmar, die Teilnahme ist
kostenlos. Maximal 8 TeilnehmerInnen. Es gibt drei weibliche und fünf
männliche Rollen.
Infos und Anmeldungen für beide
Veranstaltungen bitte bei der Jugendpflege Villmar, König-Konrad-Str. 12,
65606 Villmar. Mo. & Mi ab 10.00 Uhr.
NNP,
19.09.2009
Kapellenstraße: Leitungen
fertig
Die Sanierungsarbeiten in der Villmarer
Kapellenstraße sollen nach Angaben von Bürgermeister Hermann Hepp (CDU)
bis Ende des Jahres beendet sein.
Villmar. In der Kapellenstraße
bis zur Kapelle seien die Ver- und Entsorgungsleitungen fertiggestellt,
berichtete er. Hier sei man gerade mit der Schaffung neuer Gehwege
beschäftigt. Im Abschnitt Kapellenstraße bis Struther Weg seien die
Kanalarbeiten beendet worden. Derzeit finde eine Dichtheitsprüfung statt.
Eingebaut werden müssten noch fehlende Wasserleitungen.
Voraussichtlich übernächste Woche soll, wie Hepp erläuterte, vom
Straßenbau her die Tragdeckschicht mit dem Fertiger in der Hochstraße,
Bereich alte Schule, eingebracht werden. Nach Verdoppelung der
Arbeiterzahl würden die Tiefbauarbeiten wohl Anfang 2010 beendet sein,
denkt Hepp. Der Straßenbau werde in dem Fall etwas später beendet sein.
Reparatur am Radweg
Die
Sanierung am Radweg R7 zwischen Aumenau und Villmar ist laut Hepp
mittlerweile fast beendet. Lediglich zwei Abschnitte seien noch
nachzuarbeiten. Im Juli habe es so heftig geregnet, dass der Wegrand in
Richtung Lahn (Bereich Marina-Hof) beschädigt worden sei. Hier werde noch
bis zur nächsten Woche nachgebessert, versicherte Hepp.
Freudig
verkündete der Bürgermeister, dass die Dachdeckerarbeiten am Schlauchturm
auf dem Festplatz abgeschlossen seien. Der Bauhof werde jetzt noch die
Wand des Turmes neu streichen sowie kleine Schadstellen neu verputzen.
Übernächste Woche losgehen soll es mit der Sanierung der Hochbehälter
Langhecke und Falkenbach. Hierfür vergab der Gemeindevorstand die Arbeiten
für 67 000 Euro. Zum Austausch von Bleileitungen und zur Verlegung einer
neuen Wasserversorgung am Lahnufer teilte Hepp mit, dass die Arbeiten
voraussichtlich übernächste Woche beendet werden. Saniert wurden die
beiden Straßenzüge Brückenstraße und Galgenberg. Dabei wurde die
Oberfläche mit Druckluft gereinigt, und Bitumen auf die Oberfläche
aufgespritzt, um die Straßendecke besser zu schützen und haltbarer zu
machen. Für die energetische Sanierung der Volkshalle Weyer,
König-Konrad-Halle Villmar und Rathaus werden die Ausschreibungen
vorbereitet, damit die Arbeiten noch 2009 beginnen können.
rok
NNP,
16.09.2009
Villmar. In der alten Schule in
Villmar sollen eine Seniorenbegegnungsstätte und -beratungsstelle sowie
eine Tagesbetreuung der Caritas eingerichtet werden. Dies teilte
Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) dem Parlament mit.
Deren
Vorplanung habe auch zu einer Zeitverzögerung bei dem Schulprojekt der
Limburger Schmidt-Gruppe geführt, da umfangreiche Vorgespräche mit der
Caritas und dem Land Hessen hätten stattfinden müssen, erläuterte Hepp.
Diese hätten sich aber gelohnt, weil das Land nun eine größere finanzielle
Unterstützung zugesagt habe, wodurch eine deutliche Verbesserung des
Angebotes für Villmarer Senioren erreicht werden könne. Das genaue Konzept
werde der Öffentlichkeit demnächst vorgestellt, betonte Hepp.
Nach
Angaben des Verwaltungschefs wird das Schulgebäude nach neuesten
Anforderungen saniert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht.
Geplant sei, so Hepp, auf dem Dach und möglicherweise zusätzlich auf einer
Giebelwand eine Photovoltaikanlage zu errichten. In der alten Schule
werden nach seinen Aussagen zehn bis zwölf altersgerechte Wohnungen
entstehen, die aber keine Konkurrenz zum Seniorenheim «Haus Lahnblick»
darstellen sollten. Auf dem Gelände seien drei Bauplätze bereits verkauft.
Drei weitere (500 bis 700 Quadratmeter) seien noch zu haben.
Beschlossen
hat der Gemeindevorstand nach Hepps Aussagen auch, ein Angebot der Weyerer
Firma «Aktiv SunWind» anzunehmen und auf dem Dach des gemeindlichen
Bauhofes eine Photovoltaikanlage errichten zu lassen. Das hat für die
Gemeinde auch den Vorteil, dass die Firma das alte Dach entsorgt, erneuert
und zudem die Rodung der Fichten an der Westseite des Gebäudes übernimmt.
Die jährliche Pacht des Dachs beträgt 600 Euro, die Vertragslaufzeit
beträgt 20 Jahre. rok
NNP, 16.09.2009
Villmar. Als Sehenswürdigkeit des
Lahnmarmorweges taugt das alte Schiffswrack nicht ganz, das seit zehn
Jahren an der Villmarer Schleuse steht. In den kommenden zwei Monaten soll
es nun für immer aus dem Marktflecken verschwinden, teilte Bürgermeister
Hermann Hepp (CDU) in der jüngsten Parlamentssitzung mit. Dies habe ihm
zumindest der neue Besitzer zugesagt. Dieser benötige aber Vorlauf, da der
Transport dieses großen Schiffes mit einiger Logistikarbeit verbunden sei.
Ein solches Bauhüttenschiff habe keinen eigenen Antrieb und wurde früher
zu seinen Einsatzorten geschleppt. Es diente vor allem als Aufenthaltsraum
für Arbeiter. rok
Grußwort
anläßlich der Kirmes im Marktflecken Villmar
vom 11. – 14. September
im Jahr 2009
Liebe Mitbürgerinnen
und Mitbürger,
seit Jahrzehnten feiert
der Marktflecken Villmar seine traditionelle Kirmes. Am Wochenende ist es
nun wieder so weit. Von Freitag bis Montag wird zünftig gefeiert.
Die Kirmesburschen des
Jahrgangs 1989/90 sowie der diesjährige ausrichtende Verein, der MGV "Teutonia"
Villmar erwarten Ihren Besuch.
Nutzen Sie und alle
unsere Gäste die Kirmes 2009 als Impuls zu sehen, die in einer hektischen,
schnelllebigen Zeit in den Vordergrund tretenden Alltagssorgen für ein
paar Tage zu vergessen.
Die diesjährige Kirmes
ist ein sehr geeigneter Anlass, sich wieder einmal ganz fest vorzunehmen,
seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen. Denn die Kirmes
ist auch ein Fest gut nachbarschaftlicher Beziehungen, weil wir den
Nachbarn als Freund annehmen, um unserer eigenen Sicherheit und unseres
eigenen Friedens willen.
Dorffeste sind Beweise
gelebter Eintracht. Unsere Gemeinde ist, zumindest empfinden es die
meisten, überschaubar in Größe und Zuschnitt. Das lässt Anonymität kaum
zu, öffnet andererseits die Möglichkeiten zu Kontaktaufnahmen in Hülle und
Fülle. Dies muss nicht zwingend sein, kann aber sehr wohl den Zusammenhalt
fördern. Eine Erfahrung, die wir in der Vergangenheit in unserer Gemeinde
in sehr positiver Weise gemacht haben.
Nach dem feierlichen
Hochamt um 10.30 Uhr findet in diesem Jahr traditionell am Kirmessonntag
der Empfang der Kirmesburschen durch den Pfarrer und den Bürgermeister vor
dem Rathaus statt.
Genießen Sie den
Freitagabend ab 21.00 Uhr mit der Band "Confect", Einlass ins Zelt ist
um 20.00 Uhr. Am Samstagabend holen die Kirmesburschen um 19.00 Uhr
die Kirmes ein, danach werden sie für prächtige Stimmung sorgen.
Anschließend gibt es dann Musik und Tanz mit der Gruppe "No Limit". Der
Sonntag beginnt um 09.30 Uhr mit dem festlichen Hochamt und
anschließendem Ständchen für Pfarrer und Bürgermeister vor dem Rathaus, ab
11.00 Uhr Frühschoppen im Kirmeszelt mit dem Blasorchester der
Freiwilligen Feuerwehr, dem Männerchor und dem Frauenchor der "Teutonia"
und ab 16.00 Uhr Musik und Tanz mit der Gruppe "No Limit". Am Montag
finden wir uns dann alle ab 11.00 Uhr zum traditionellen Frühschoppen mit
den "Wolpertinger Buam" im Festzelt ein. Ab 17.00 Uhr können wir wieder zu
Musik und Tanz der Gruppe "No Limit" das Tanzbein schwingen. Die
Kirmesverlosung findet um 18.00 Uhr statt.
Die Kirmesburschen, der
MGV "Teutonia" Villmar sowie alle Beteiligten freuen sich auf Ihren
Besuch.
In diesem Sinne wünsche
ich Ihnen allen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein schönes und
harmonisches Kirmeswochenende des Jahres 2009.
Herzlichst
Ihr Bürgermeister
Hermann Hepp
Spielplatz am Lahnufer
eingeweiht
Bau des Regenrückhaltebeckens
fertiggestellt – Abwasserverband investierte 500 000 Euro
Die umfangreichen Tiefbauarbeiten im
Bereich des Spielplatzes am Lahnufer in Villmar sind abgeschlossen.
Villmar. Für den Gewässerschutz
investierte der Abwasserverband Runkel-Villmar rund 500 000 Euro in ein
unterirdisches Regenrückhaltebecken, wie der Vorsteher des
Abwasserverbandes Runkel-Villmar, Hermann Hepp, gestern Nachmittag
erläuterte. Dieser Umbau sei nach aktuellen Vorschriften ein Muss gewesen.
Dafür zahle die Gemeinde künftig keine Schmutzwasserabgabe mehr. Das Land
Hessen habe sich mit einem Zuschuss von etwas 195 000 Euro beteiligt,
erläuterte der Villmarer Bürgermeister.
Die Bauarbeiten hätten die
Neuverlegung eines etwa 28 Meter langen rechteckigen Kanalstauraums und
verschiedener weiterer Kanäle sowie den Neubau eines Regenüberlaufbauwerks
und eines Drosselschachtes umfasst. «Das neu geschaffene Stauraumvolumen
beträgt insgesamt 250 Kubikmeter», sagte Hepp. Die Bauarbeiten hätten von
Mitte Februar bis Mitte Juni gedauert. Wegen schlechten Wetters habe der
Zeitplan nicht ganz eingehalten werden können, jedoch hundertprozentig der
geplante Kostenrahmen. Nötig sei der Umbau gewesen, weil die vorhandene
Regenentlastungsanlage nicht mehr den Regeln der Technik entsprochen habe.
Durch den Umbau werde, so der Verbandsvorsteher, in Zukunft bei
Regenwetter eine geänderte Mischwassermenge zur Kläranlage in Steeden
weitergeleitet. Weiterhin werde durch die Installation einer Tauchwand die
Rückhaltung von Schwimmstoffen verbessert, so dass eine weitere Entlastung
der Lahn bei Regenwasser erreicht werde.
«Auch der Kinderspielplatz am
Lahnufer auf dem Gelände wurde im Rahmen der Baumaßnahme umgestaltet»,
sagte Hepp. Zur Überdeckung der wesentlichen Bauteile sei die vorhandene
Böschung in die Mitte des Geländes verschoben worden. Neu für die Kinder
gebe es ein Baummikado. Zudem seien in die Böschung eine Rutsche
integriert sowie neue Bäume und Sträucher gepflanzt worden. «Somit hat der
Spielplatz deutlich an Attraktivität gewonnen», so Hepp. Nebenan sei ohne
Mehrkosten noch ein Parkplatz für die Bootsanlieferer angelegt worden.
SPD zufrieden
«Das ist der bestbesuchteste
Spielplatz der Region, und so soll es auch bleiben», meinte
SPD-Fraktionsvorsitzender Ulrich Aumüller. Wenn die Kritik an den
ursprünglichen Plänen dazu geführt habe, dass der Spielplatz besonders
schön geworden sei, dann habe die SPD erreicht, was sie gewollt habe. Froh
ist Aumüller, dass auf Anregung der SPD keine Parkplätze direkt auf dem
Spielplatzgelände geschaffen wurden, sondern in Abstimmung mit der CDU
nebenan. rok
Villmar, 14.08.2009
Holzfiguren in der
Kreissparkasse Villmar
Seit 06.08.2009 läuft in der
Hauptgeschäftsstelle Villmar der Kreissparkasse Weilburg eine Ausstellung
mit Holzfiguren und Holzelementen. Engel, Zwerge, Gnome und viele weitere
Figuren beherrschen seitdem die Geschäftsstelle.
Die „Mutter“ all dieser
Figuren ist Gabriele Konrad aus Villmar-Seelbach, die sich seit über 10
Jahren mit Unterstützung ihres Mannes Rüdiger diesem Hobby widmet.
Angefangen hat alles einmal mit Tonpapier, aber schon schnell ist man auf
das Material Holz umgeschwenkt.
Mit Band- und Dekupiersäge
wird das Leimholz bearbeitet und in liebevoller Kleinarbeit bemalt. Auch
„Fundstücke“ aus Holz werden bearbeitet und neu gestaltet.
Die Arbeiten von Frau Konrad,
welche mittlerweile ihr Wissen und Können auch Schulkindern vermittelt,
sind während der Schalteröffnungszeiten (Mo-Fr 08:30-12.30, Mo+Do
14.00-18.00 und Di+Fr 14.00-16.30 Uhr) zu sehen.
Die Figuren können bei Frau
Konrad auch käuflich erworben werden.
Villmar, 06.08.2009
In seiner jüngsten Sitzung hat der
Gemeindevorstand beschlossen, in der Brühlstraße in Weyer, zwischen den
Einmündungsbereichen des Talerweges und der Wiesenstraße, einen
Fahrbahnteiler zu installieren. Hierdurch erhofft sich die Gemeinde nicht
nur eine Verkehrsberuhigung in Sachen Geschwindigkeitsreduzierung, sondern
der Fahrbahnteiler dient vielmehr auch zur Sicherheit der Grundschüler
bezüglich der Verlegung der Bushaltestelle von der Hohlstraße zum
Festplatz in der Untergasse. Wie uns Bürgermeister Hermann Hepp
mitteilte, war zunächst im Zusammenhang mit der Verlegung der
Bushaltestelle aus der Hohlstraße ein Fußgängerüberweg in der Brühlstraße
vorgesehen. Dieser lässt sich jedoch aufgrund des zu niedrigen
Verkehrsaufkommens in der Brühlstraße nicht realisieren. Seitens des
zuständigen Amtes für Straßenbau (ASV) in Dillenburg ist ein
Fußgängerüberweg nach den derzeit gültigen Bestimmungen nicht
genehmigungsfähig. Jedoch wird die Lösung eines Fahrbahnteilers vom
zuständigen Landesamt als Erfolg versprechend angesehen.
Da die Installierung des
Fahrbahnteilers noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, verschiebt sich
auch der Zeitpunkt der Verlegung der Bushaltestelle, so Bürgermeister
Hermann Hepp. Dies bedeutet, dass die Grundschüler von Weyer ab dem neuen
Schuljahr zunächst noch von der Bushaltestelle in der Hohlstraße gefahren
werden. Die Johann-Christian-Senckenberg-Schule werde dann rechtzeitig
über die neue Haltestelle informiert.
Villmar, 06.08.2009
Villmarer Fahnen beliebt
Derzeit besteht eine erhöhte
Nachfrage nach Villmarer Fahnen. Im Rahmen der 950 Jahr-Feier von Villmar
im Jahr 2003 konnten die Fahnen bei der Gemeindeverwaltung käuflich
erworben werden. Der Bestand ist jedoch aufgebraucht und da eine
Nachlieferung von einer gewissen Stückzahl abhängig ist, bittet
Bürgermeister Hepp Interessierte, sich mit der zuständigen
Sachbearbeiterin, Frau Ingrid Pohl, von der Gemeindeverwaltung (Tel.
06482/607720) in Verbindung zu setzen.
Villmar, 06.08.2009
Marmorbrücke Villmar wird überprüft
Des Weiteren hat der
Gemeindevorstand die Vergabe der Brückenhauptuntersuchung für die
Marmorbrücke Villmar beschlossen. Die Marmorbrücke, so Bürgermeister
Hermann Hepp, unterliegt nach DIN-Vorschriften einer turnusmäßigen
Überprüfung. Dieser Turnus sieht eine Untersuchung alle drei Jahre vor.
Hierbei wird die Brücke unter anderem auf Standfestigkeit und Substanz
überprüft.
Villmar, 06.08.2009
Für den ersten
Teilausbau im Baugebiet „Am Basaltbruch“ standen Haushaltsmittel
hinsichtlich der Wasserführung, Bordsteine und Gehwege an der talseitigen
Bebauung zur Verfügung. Dieser erste Ausbau ist mittlerweile abgeschlossen
und Bürgermeister Hepp wies bereits in der letzten
Gemeindevertretersitzung darauf hin, dass die zur Verfügung gestandenen
Haushaltsmittel um rd. 25.000 € überschritten wurde. Jedoch wird dies
nicht zu einer Verteuerung der geplanten Endausbaukosten führen, so der
Bürgermeister. Zum einen sei eine eingebrachte Binderschicht bereits jetzt
vorgenommen worden, welche beim Endausbau ohnehin angefallen wäre und zum
anderen sei das bereits vorhandene Regenrückhaltebecken günstiger
realisiert worden, als zunächst veranschlagt. Demnach bewege sich die
Gemeinde im Kostenrahmen. Die jetzt entstandenen Überschreitungen führten
zu unterschiedlichen Bewertungen Öffentlichkeit. Demnach habe er sich auch
in der jüngsten Gemeindevorstandssitzung verpflichtet gesehen, die
Kostenverhältnisse entsprechend darzulegen, so Bürgermeister Hermann Hepp.
Villmar, 21.07.2009
Der
Ortsteil Langhecke ist um eine weitere Natur-Informationstafel reicher
geworden. Anlässlich einer Ortsbesichtigung wurde die Tafel und der
ringsum neu gestaltete Platz beim Wasserbehälter oberhalb des Friedhofs
von Bürgermeister Hermann Hepp und Bernd Dresen, dem 1. Vorsitzenden der
Fördergemeinschaft für den Natur- und Vogelschutz Villmar, ihrem Zweck
übergeben.
Auf Betreiben des Vorstandes
der Fördergemeinschaft und mit der Unterstützung der Gemeinde Villmar und
der Revierförsterei, legten Vereinsmitglieder sowie fleißige Helfer aus
dem Ortsteil Hand an und gestalteten ein ansehnliches und naturnahes
Kleinod. Dieses soll die dort vorbei kommenden Spaziergänger über
Naturthemen informieren und zur Rast einladen.
Der 1. Vorsitzende erwähnte,
dass die Fördergemeinschaft indessen sechs Schautafeln unterhält und
erwägt, weitere an geeigneten Standorten zu errichten. Er sehe darin die
Gelegenheit, Mitbürgern die Besonderheiten der heimischen Natur nahe zu
bringen und sie für den Schutz der Natur zu gewinnen. Der Bürgermeister
stellte fest, dass hiermit ein attraktiver Trittstein mit hohem
Erlebniswert für das zu realisierende Tourismuskonzept der Gemeinde
Villmar gelegt worden ist. Hepp und Dresen dankten den Akteuren für ihre
ehrenamtlich geleistete Arbeit.
Villmar, 17.07.2009
Sanierung König-Konrad-Halle Villmar und Volkshalle Weyer
In seiner jüngsten Sitzung
beschäftigte sich der Gemeindevorstand ausführlich mit den Maßnahmen
„König-Konrad-Halle“ Villmar und „Volkshalle“ Weyer, welche mit Mitteln
des Konjunkturprogrammes II saniert werden sollen. Bevor die Sanierungen
angegangen werden können, so Bürgermeister Hermann Hepp, müssten diverse
Voruntersuchungen hinsichtlich Brandschutzkonzept, Akkustik,
Brettschichtbinder, bauphysikalische Berechnung, Statik Dachkonstruktion,
Lüftung und Elektro in der König-Konrad-Halle geleistet werden. Hierzu
vergab der Gemeindevorstand die entsprechenden Aufträge für rd. 33.500 €.
Gleiches gilt für die Volkshalle in Weyer. Hier belaufen sich die Kosten
auf rd. 13.600 €. Für das Bürgerhaus Falkenbach wurde ein Ingenieurbüro
mit der Erstellung eines Energiekonzeptes zwecks Ausstellung des
Energiepasses beauftragt.
Villmar, 17.07.2009
Feuerwehr Weyer erhält
neues Fahrzeug
Nach dem seitens des Landes
Hessen der Feuerwehr Weyer kostenlos ein Doppel-kabinenfahrgestell aus der
Landesbeschaffungsaktion zur Verfügung gestellt wurde, hat der
Gemeindevorstand nach erfolgter öffentlicher Ausschreibung nunmehr den
Fahrzeugaufbau vergeben. Im Haushalt waren 53.000 € veranschlagt und nach
Auskunft von Bürgermeister Hepp können erfreulicherweise aufgrund der
Aus-schreibung rd. 9.000 € eingespart werden.
Bei dem neuen Fahrzeug handelt
es sich um ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W). Es ersetzt das
bisherige TSF, welches 22 Jahre im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Weyer
stand. Seitens der Gemeinde und der Feuerwehr rechnet man mit der
Auslieferung des Fahrzeuges Ende diesen Jahres.
Villmar, 17.07.2009
Im Zusammenhang mit
Rückerstattungen von zu viel gezahlter Umsatzsteuer bei Rechnungen im
Rahmen von Wasserhausanschlusskosten in anderen Kommunen bezog
Bürgermeister Hermann Hepp heute Stellung für den Marktflecken Villmar. In
Villmar, so Hermann Hepp, wurde seit jeher der ermäßigte Steuersatz von 7%
an die Bürger weitergegeben. Von muss in Villmar keine Rückerstattung bei
der Gemeinde beantragt werden.
Auslöser der Diskussion war
die Forderung der Beselicher SPD, wonach betreffende
Grundstückseigentümer, die den erhöhten Umsatzsteuersatz in den Jahren
2000 bis 2008 entrichtet haben, die Rückerstattung des zu viel
entrichteten Betrages bei der Gemeinde beantragen mögen.
NNP,
04.07.2009
Gemeinde gibt Gas bei
Ortsbelebung
Jeden Freitag ist Markttag im Marktflecken
Villmar. Um den Dorfkern mit dem Brunnenplatz noch attraktiver zu machen,
will die Gemeinde weitere Händler nach Villmar holen.
Villmar. Im Rahmen ihres Programm
«Unserem Dorf mehr Leben geben» will die Gemeinde Villmar dem seit gut
drei Jahren bestehenden Markt weitere Impulse geben. Das Angebot sei mit
bis zu acht Händlern zwar schon ordentlich, sagte Bürgermeister Hermann
Hepp gestern Vormittag bei einem Pressetermin, sei aber durchaus noch
ausbaufähig. «Je größer die Vielfalt, desto größer die Attraktivität eines
Marktes, meint der Verwaltungschef. Und damit den Händlern das Feilbieten
ihrer Waren schmackhaft gemacht wird, verzichtet der Marktflecken auf
Standgebühren, sagte Hepp.
Hepp: Keinen Socken- und
Strümpfemarkt
Dabei lege
die Gemeinde wert auf ein gewisses Niveau ihrer Anbieter, wie es schon
jetzt der Fall sei. So bieten ihre Waren zum Beispiel eine
Seifenherstellerin aus Aumenau, ein Frischobst-Händler aus dem Taunus, ein
örtlicher Landwirt (Bernhard Laux), ein Imkereibetrieb (Maurer aus
Langhecke), aber auch die Villmarer Galerie «Art and Stone» (Sabine
Winkler und Axel Belke) an. Ebenfalls ist die katholische Kirchengemeinde
(Jutta Brahm) ist mit einem Stand «fair» gehandelter Waren aus
«Drittweltländern» vertreten, desgleichen die ortsansässige Bäckerei
Schmidt.
Zu kaufen gibt es neben frischem Tannenhonig und Met aus eigener
Herstellung, Blüten-Seccos, exotische Kaffee-, Kakao- und Teesorten,
«Handgebackenes» aus echter Villmarer Produktion, duftige Seifen jeder
Couleur, Glückssteine, 3-D-Bilder, frischer Käse, im Winter auch Fisch,
und vieles mehr. «Wir wollen etwas Besonderes anbieten und keinen reinen
Socken- und Strümpfemarkt in Villmar haben», erläuterte Hepp das Konzept
des Villmarer Wochenmarktes.
Es reiche
eben nicht aus, Häuser zu renovieren und zu sanieren, um ein Dorf zu
beleben. Auch Orte der Begegnung, des Zusammenlebens, müssten geschaffen
werden, meinte Hepp, der sich zufrieden zeigte mit der Entwicklung des
Villmarer Brunnenplatzes. An schönen Sommerabenden, wie beispielsweise am
Donnerstag, seien sämtliche Außenplätze des dort ansässigen Gastronomen
bis auf den letzten Platz besetzt. Hepp: «Der Brunnenplatz ist zu einem
richtigen Kommunikationszentrum geworden.»
Gleichwohl
fährt die Gemeinde fort, Sanierungsprojekte innerhalb der Ortskerne
finanziell und beratend zu unterstützen. Denn so wie viele Gemeinden des
Limburger Lands kämpft auch der Marktflecken gegen eine alternde
Gesellschaft, die eine wachsende Zahl leerstehender Häuser in den alten
Dorfkernen nach sich zieht.goe
Lokalreporter; 24.06.2009
hr3-inline Tour macht in
Villmar Halt - Mittendrinparty am 17.07.2009 auf der Struth
Villmar.
Die hr3 Inline Tour, mit mehreren hundert Teilnehmrn die weltweit größte
Inlineskating-Tour über fünf Tage wird am Freitag 17. Juli in Villmar
eintreffen und von der Gemeinde mit einem Riesenempfang auf der Struth
begrüßt werden. Unter der Federführung von Ingrid Pohl wurde ein Programm
aufgestellt, das sich sehen lassen kann. Los geht es am Freitag 17.Juli
um 15 Uhr auf der Struth mit einer Johnny-Cash-Cover Band. Zur Stärkung
ist ein großes Kuchenbüffett aufgebaut. Gegen 17 Uhr wird mit der
Einfahrt der Skater in Villmar (aus Richtung Niederbrechen kommend)
gerechnet. Ingrid Pohl: "Es wäre toll, wenn die Villmarer Bürger, die
nicht auf der Struth sind, die Skater bei der Einfahrt begrüßen würden
und ihnen einen tollen Empfang bieten. Nach ihrem Eintreffen auf der
Struth werden die Skater vom Organisator Dr. Bernhard Obst und
Bürgermeister Hermann Hepp begrüßt. Ein besonderer Leckerbissen für alle
Rock Fans wird sicherlich der Auftritt von NOISIC sein, die ab 18 Uhr für
rund drei Stunden die Struth mit hartem Rock beschallen werden. Natürlich
darf die legendäre hr3 Party nicht fehlen und so startet ab 21 Uhr die
hr3 Party mit DJ Roland Boros. Das beste ist: Bei allen Programmpunkten
ist der Eintritt Frei!
Natürlich ist
für eine reiche Auswahl an Speisen und Getränken gesorgt.
Die Inline
Skater werden in der angrenzenden Schulturnhalle und in einigen
Klassenräumen der Johann-Christian-Senckenberg-Schule übernachten und am
Samstag morgen, nachdem sie von fleißigen Helfern mit einem Frühstück
versorgt wurden in Richtung Mengerskirchen aufbrechen und von dort weiter
zum Tagesziel Herborn skaten.
Wer an dieser
Etappe teilnehmen will, kann dies als "Tagesskater"; Anmeldung hierfür bei
Ingrid Pohl.
Thorsten Laux,
der stellvertretend für Bürgermeister Hepp an dem Pressetermin teilnahm:
"Die Gemeinde Villmar ist sehr erfreut darüber, als Anlaufpunkt für dieses
Großereignis ausgewählt worden zu sein und hat ohne zu zögern gerne
zugestimmt. Besonders danken möchte ich den Villmarer Vereinen, die fast
alle bei der Veranstaltung und Versorgung der Skater tatkräftig
mithelfen und somit dazu beitragen, das die Gemeinde Villmar dieses
Großereignis ohne finanzielle Belastungen stemmen kann."
Auch der vom
Gemeindevorstand anwesende Rainer Philipp begrüßte die Wahl Villmars als
Anlaufpunkt der hr3 inline Tour und versicherte das man von Seiten der
Gemeinde alles tun werde, um als gute Gastgeber in Erinnerung zu bleiben.
Ingrid Pohl
betonte, das die Veranstaltung auf der Struth natürlich für jedermann
offen ist und nicht nur für die Skater.
Pohl: "Ich
möchte alle einladen, sich dieses einmalige Ereignis nicht entgehen zu
lassen und einmal auf der Struth vorbei zu schauen. Besonders dankbar bin
ich über die tolle Unterstützung durch die Villmarer Vereine, ohne die
eine Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht zu stemmen wäre." (hvo)
NNP, 23.06.2009
Visionen für
die Rettung der Villmarer Ortskerne wurden bei einer Ideenbörse zum
Thema «Unserem Dorf mehr Leben geben» in der König-Konrad-Halle
vorgestellt.
Villmar. Gut für den Marktflecken,
dass Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) nach Gesprächen mit dem Land
verkünden konnte, dass im Rahmen der Dorferneuerung Aumenau auch
Fördermittel für einzelne Projekte in Langhecke, Seel- und Falkenbach
möglich seien. Das könnte beispielsweise eine zukunftsweisende Idee von
Patrick Weyand vom Büro B@ugil.de-Architekten Diez realisierbar machen.
Der hat die Idee, aus der alten Brauerei in Langhecke ein
Erlebnis-Restaurant im Brauhaus-Stil mit Biergarten zu entwickeln. Dort
könnten in attraktivem Ambiente auch die Veranstaltungen der
Ortsgemeinschaft ausgerichtet werden. Ebenfalls könnte in dem Gebäude
seinen Aussagen nach ein Schiefermuseum untergebracht werden, um für
Touristen den Schinderhannes-Weg interessanter zu machen. Für die örtliche
Bevölkerung könnte in dem Gebäude außerdem ein Dorfladen eröffnet werden.
Weyand
meinte bei der Projektpräsentation, dass es wichtig sei, das Konzept auf
mehrere Standbeine zu stellen, um insgesamt wirtschaftlich arbeiten zu
können. Der Fachmann schlug vor, vom alten Gebäude des Brauhauses
allerdings nur den Keller zu erhalten, da die sonstigen Räume durch
Wasserschaden in einem sehr schlechten baulichen Zustand seien. Eine Idee,
wie man leerstehende Häuser nutzen und wieder junge Familien in die
Ortskerne bringen kann, zeigte Markus Bardenheier vom Villmarer Büro
Wolfgang Müller am Beispiel der Seelbacher Bahnhofstraße. In zwei
benachbarten Wohnhäusern schlug er vor, Wohnraum für drei Generationen zu
schaffen. In einer Zeit, in der es, so Bardenheier, die Großfamilien von
früher kaum noch gebe. Die unterschiedlichen Generationen in Bardenheiers
Mehrfamilien-Wohnprojekt müssen nicht zwangsläufig miteinander verwandt
sein. Neben den Gemeinschaftsräumen soll auch jede Generation ihren
eigenen Bereich haben.
Büroräume und Scheunencafé
Ein
ähnliches Mehr-Generationen-Projekt entwarf Architekt Stephan Dreier aus
Niederbrechen für ein früheres landwirtschaftliches Gehöft in der
Villmarer Peter-Paul-Straße. Seine Pläne für den Villmarer Brunnenplatz
stellte André Kramm vom gleichnamigen Limburger Büro vor. Dort könnte
seinen Meinung nach nicht nur neuer Wohn- und Büroräume entstehen. In
einer ehemaligen Scheune könne ebenso ein Scheunencafé eröffnet werden.
Wege, wie
man alte Wohn- und Bauernhäuser sowie Schuppen und Scheunen den
Anforderungen der Zeit entsprechenden Wohnraum zu vertretbaren Kosten
schaffen kann, zeigten ebenfalls die Architekten Patricia Wolf (Dietkrichen)
sowie Silvia Scheu-Menzer vom Hünfeldener Büro Steinberger und Scheu auf.
Scheu-Menzer schlug beispielsweise zur Finanzierung die Einrichtung von
Ferienwohnungen in einem früheren Bauernhof vor. Wolf ermunterte die
Bürger auch, auf Gestaltungsmöglichkeiten von Grundstücken zu werfen. Eine
Terrasse mit herrlichem Talblick oder ein toller Garten können Leben im
Ortskern ihrer Meinung nach interessanter machen.
Die Ortskerne beleben
Die
Dorfkerne wieder zu beleben, das sei ein vorrangiges Ziel der Gemeinde, so
Bürgermeister Hepp. Weyer habe die Dorferneuerung stark nach vorne
gebracht. Die Gemeinde fördere Baumaßnahmen in alten Ortskernen auch. So
könne jemand pro Projekt bei Baukosten von über 80 000 Euro von der
Gemeinde einen Zuschuss von bis zu 8000 Euro erhalten. Um die Bürger
wieder in die Ortskerne zu bekommen, habe das Gemeindeparlament zudem
entschieden, in Villmar die kommenden zehn Jahre keine Neubaugebiete
auszuweisen. Jede Investition in die Ortskernen helfe auch den heimischen
Handwerksbetrieben, so Hepp.
Planer Stephan Dreier sagte,
dass ein wichtiges Ziel von Investitionen auch immer sein müsse,
Energiesparmaßnahmen umzusetzen. Dennoch dürften Sanierungen in alten
Ortskernen vom Preis und der Qualität her nicht schlechter als Neubauten
sein, um die Bürger zum Mitmachen zu bewegen. Durch die demografische
Entwicklung und die Aufgabe vieler Landwirtschaften werde in Zukunft
erheblicher Leerstand in Ortskernen entstehen. Dreier sagte aber auch,
dass nicht jedes alte Haus erhalten werden könne. Leider seien viele alte
Häuser sehr klein, und die Menschen der heutigen Zeit hätten einfach
andere Ansprüche an die Größe des Wohnraums. Wer den Kauf oder den Umbau
eines alten Gebäudes vorhat, erhält beim Gemeindebauamt, Telefon: (0 64
82) 60 77 11, nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten.rok
NNP, 17.06.2009
Gemeinde Villmar präsentiert
Ideen von sechs Architekten
Sechs Architekten aus der Region haben
sich Gedanken gemacht, wie alte Häuser in den Dorfkernen des Marktfleckens
zu neuem Leben erweckt werden können. Die Ergebnisse werden kommenden
Samstag präsentiert.
Villmar. «Unserem Dorf mehr Leben
geben.» Unter diesem Leitwort steht ein Förderprogramm der Gemeinde
Villmar, das in den kommenden Jahren der Verödung von Dorfkernen
entgegenwirken soll. Ziel sei es, so Bürgermeister Hermann Hepp (CDU), vor
allem junge Familien dazu zu bringen, sich in der Ortsmitte anzusiedeln,
und nicht etwa im Neubaugebiet auf der «grünen Wiese».
Drei Problembereiche im
Marktflecken
Um dieses
Ziel zu erreichen, so die Erkenntnis, reicht eine finanzielle Förderung
der Kommune alleine nicht aus. Ideen seien gefragt, wie ältere Häuser den
modernen Wohnbedürfnisse gerecht werden können, sei es durch Anbau und
Umbau, aber manchmal auch durch Abriss und Neubau. Sechs Architekten haben
sich in den letzten Monaten Gedanken über attraktive Gestaltungsformen für
Häuser in den Villmarer Ortsteilen gemacht und ihre Ergebnisse in einer
Broschüre zusammengestellt. Öffentlich präsentiert wird sie am kommenden
Samstag, 20. Juni, von 14 bis 18 Uhr in der König-Konrad-Halle. Dazu sind
alle Bürgerinnen und Bürger von Villmar und Umgebung eingeladen.
Mit dieser
«Ideenbörse» betrete die Gemeinde Villmar durchaus Neuland, meint Hermann
Hepp. Denn damit stelle die Gemeinde Villmar nicht nur Geldmittel zur
Verfügung, sondern zeige auch Wege auf, was aus einem alten Haus alles
gemacht werden kann. Dazu haben die Architekten, die allesamt aus der
Region stammen, acht Gebäude aus allen Ortsteilen außer Weyer ausgewählt.
Zum Beispiel ein Siedlungshäuschen aus der Wingertstraße in Aumenau, das
für moderne Ansprüche eigentlich zu klein ist und dessen Wohnfläche
erweitert werden soll -- allerdings ohne dass der Charakter des aus den
50er Jahren stammenden Gebäudes verlorengeht.
Mehrgenerationenhäuser
Oder ein
landwirtschaftliches Gebäude in der Hofackerstraße in Aumenau, für das ein
Umnutzungskonzept ausgearbeitet wurde. Ebenso ein älteres Fachwerkhaus in
der Langgasse in Falkenbach, das nach Erweiterung und Umbau als Büro- und
Wohngebäude dienen könnte.
Ein
bekannter Problemfall ist das denkmalgeschützte Gebäude «alte Brauerei» in
Langhecke. Nach den Plänen eines Architekten könnte dieses Gebäude zu
einer Eventbrauerei für Veranstaltungen oder touristische Nutzungen
gestaltet werden. Allerdings müsste das vom Hausschwamm befallene Gebäude
abgerissen und durch einen baugleichen Neubau ersetzt werden.
Weitere
Umbaupläne haben die Architekten für eine große Hofanlage in der
Seelbacher Bahnhofstraße und ein unter Denkmalschutz stehendes Haus in der
Rathausstraße erarbeitet. Das seit langem leerstehende ehemals
landwirtschaftliche Anwesen, so die Vorstellung, könnte in ein
Mehrgenerationenhaus umgewandelt werden, während das Haus in der
Rathausstraße als Beispiel dafür dient, dass Erhaltung kostengünstiger
sein kann als ein Neubau.
Interessante Vorschläge gibt es auch für zwei Anwesen in der Villmarer
Peter-Paul-Straße. Ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes Haus mit
Hofanlage könnte als Restaurant genutzt werden, ein anderes hätte als
Mehrgenerationenhaus eine Zukunft. Nicht mehr benötigte Scheunen sollten
zurückgebaut werden.
Vorbilder in Weyer und Wallmerod
Noch offen
ist nach Angaben des Dorferneuerungsberaters der Gemeinde Villmar,
Architekt Stephan Dreier aus Niederbrechen, ob das Land über die laufende
Dorferneuerung in Aumenau finanzielle Mittel für besonders gefährdete
Bereiche in Seelbach, Langhecke und Falkenbach zur Verfügungstellen wird.
Vom Verfall bedroht seien die Langhecker alte Brauerei ebenso wie sieben
Häuser rechts der Bahnhofstraße in Seelbach und Teile des alten Dorfkerns
in Falkenbach, ein «altes Felsennest» über der Lahn.
Als Vorbild
dient nach Hepps Worten die Dorferneuerung in Weyer, die deutliche
Belebungsimpulse gebracht habe: So lebten dort heute ebenso viele Kinder
wie vor 15 Jahren. Auch die Erfolge der Dorferneuerung in der
Verbandsgemeinde Wallmerod (Westerwaldkreis) seien Ansporn, auf diesem Weg
fortzuschreiten. Dazu gehöre aber auch der Verzicht auf Neubaugebiete, wie
es die Gemeindevertretung seinerzeit einstimmig beschlossen habe.goe
NNP, 17.06.2009
Während
einer Ausstellung am Samstag, 20. Juni, von 14 bis 18 Uhr in der
König-Konrad-Halle Villmar präsentieren folgende sechs Architekten ihre
Ideen: Patricia Wolf (Dietkirchen), Silvia Scheu-Menzer (Dauborn), Patrick
Weyand (Diez), Stephan Dreier (Niederbrechen), Wolfgang Müller (Villmar),
André Kramm (Limburg).
Auf dem
Parkplatz vor der Halle zeigen Handwerker der Region Produkte,
Dienstleistungen und praktische Vorführungen. Es nehmen teil:
Dacheindeckung Kissel (Villmar), Natursteinbearbeitung Bellroth &
Schneider (Villmar), Tischlermeister Kremer (Villmar), Baudekoration
Werner und Baugeschäft Schermuly (beide Villmar), Fachwerk und Lehmbau
Hermann Birkenfeld (Bad Camberg), Holzbau Gero Müller (Dauborn),
Fensterhandwerker Johannes Mosler (Oberzeuzheim).
Für eine
Kinderbelustigung ist ebenfalls gesorgt. Ebenso wie für das leibliche
Wohl.
EU-2009 (8/8 Wahlbezirke,
19:27)
Wahlbet.:
34,5%
Wahlber.:
5.660
Wähler:
1.954
Gült.St.:
1.916 St.
CDU: 43,5%
(834 St.)
SPD: 27,8%
(533 St.)
GRÜNE:
9,2% (176 St.)
FDP: 9,8%
(188 St.)
REP: 1,5%
(29 St.)
DIE LINKE:
2,3% (45 St.)
Tierschutz: 0,7% (14 St.)
FAMILIE:
0,2% (4 St.)
DIE
FRAUEN: 0,3% (6 St.)
Volksabstimmung: 0,3% (6 St.)
PBC: 0,1%
(2 St.)
ödp: 0,1%
(1 St.)
CM: 0,1%
(2 St.)
DKP: 0,1%
(1 St.)
AUFBRUCH:
0,0% (0 St.)
PSG: 0,1%
(2 St.)
BüSo: 0,0%
(0 St.)
50PLUS:
0,2% (3 St.)
AUF: 0,3%
(5 St.)
BP: 0,1%
(2 St.)
DVU: 0,2%
(3 St.)
DIE
GRAUEN: 0,4% (7 St.)
DIE
VIOLETTEN: 0,2% (4 St.)
EDE: 0,0%
(0 St.)
FBI: 0,2%
(4 St.)
VOLKSENTSCHEIDE: 0,1% (2 St.)
FW FREIE
WÄHLER: 0,1% (2 St.)
Newropeans:
0,0% (0 St.)
PIRATEN:
0,8% (15 St.)
RRP: 0,2%
(4 St.)
RENTNER:
1,1% (22 St.)
Marktflecken, 03.06.2009
Sommerferienprogramm 2009
Die
Tage werden länger und langsam auch wärmer. Der Sommer steht in den
Startlöchern und die Jugendpflege Villmar hält auch in diesem Jahr ein
ansprechendes Programm zur sinnvollen und spaßigen Freizeitgestaltung
bereit.
Mit der Reihe „Der Sommer
macht schlau“ für 6 – 12 jährige Mädchen und Jungen geht es los. Gemeinsam
mit dem Referenten von „young scientists“ werden wir am 27. Juli die
Umgebung um den Leistenbach zwischen Aumenau und Langhecke genauer in
Augenschein nehmen. Vormittags gibt es eine wissenschaftliche Einheit zur
Gewässerökologie im und am Bach. Mit Lupenbecher und Gummistiefeln werden
wir schon rausfinden was da alles kreucht und fleucht. Nachmittags dann
„besiedeln“ wir den Leistenbach ganz im Sinne von großen Städtebauerinnen
und Städtebauer. Aber Vorsicht, Siedlungen zu gründen ist leicht, sie zu
erhalten viel schwieriger.
Am 28. Juli geht es weiter im
Jugendraum der König-Konrad Halle. Wir beginnen morgens mit einer Einheit
„Schiffsbau“ und werden uns dabei auch um geeignete Antriebsmöglichkeiten
für unsere selbstgebauten Schiffe kümmern. Nachmittags gibt es den großen
Wolkenkratzer-Contest. Dabei geht es darum, mit den vorgegebenen
Materialien einen Wolkenkratzer zu bauen. Aber stabil muss der auch sein
undundund.
Der 29. Juli ist reserviert
für die Schnitzeljagd mit dem Zug. Mit einer oder zwei Gruppen aus Villmar
werden wir am vectusErlebnisTag teilnehmen und einen Tag lang mit dem Zug
die Umgebung erkunden und ein Preisrätsel lösen.
Die Reihe endet am 30. Juli in
einer Kooperationsveranstaltung mit dem Rehazentrum Meuser. Am Vormittag
dreht sich alles um die Themen Ernährung (Chips oder Karotte?) und den
aufrechten Gang oder „Mein Rücken, was (er)trägt der alles?“. Nachmittags
gibt es ein Kletterworkshop an der Kletterwand und gleichzeitig ein
Geschicklichkeitparcours. Aber keine Angst, machen könnt ihr beides.
Im August dann wird es am
09.08. das nunmehr vierte Streetballturnier in Kooperation mit den
Leichtathletikfreunden Villmar geben. Hier geht es wie gehabt um Fairplay
und Spass am Sport. Wir spielen open air auf dem Vereinsgelände in zwei
Gruppen, eine Gruppe für Mädchen und Jungen unter 17 Jahren und eine
Gruppe für Jugendliche und Senioren über 17 Jahren. Der Erlös der
Veranstaltung kommt wie immer dem gemeinnützigen Verein Heim-statt
Tschernobyl zugute.
Zu guter Letzt gibt es die
traditionelle Kanutour. Zweitägig, wie schon in den Jahren zuvor, und
erstmalig in Kooperation mit der Jugendpflege Weilmünster und dem
Jugendbüro Elz. Eine neue Strecke haben wir uns diesmal auch einfallen
lassen. Wir steigen ein in Oberbiehl, paddeln am ersten Tag runter nach
Weilburg und übernachten auf dem Jugendcampingplatz. Am nächsten Tag geht
es dann weiter bis Fürfurt. Hier ist Ausstieg und weiter geht es dann mit
dem Zug nach hause. Das ganze findet in der letzten Ferienwoche statt,
genauer am 17. und 18. August und ist für Jugendliche im Alter von 12 – 15
Jahren.
Anmeldungen und weitere
Information gibt es ab Anfang Juni in den Verwaltungsgebäuden des
Marktfleckens Villmar oder direkt bei der Jugendpflege Villmar, montags
und mittwochs König-Konrad-Str. 12, 65606 Villmar. Telefon 06482 6077-17.
NNP, 03.06.2009
Das Thema der illegal errichteten Bauten
im Außenbereich ist für den Marktflecken Villmar vorerst erledigt. Das
erklärte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) in der jüngsten Sitzung des
Gemeindeparlaments.
Villmar. Die Gemeinde werde sich auch
in der Zukunft um Lösungen bemühen, sollte es bei den noch laufenden
Kontrollen des Kreisbauamts zu weiteren Beanstandungen kommen, versicherte
Hepp. Gleichwohl schränkte der Verwaltungschef ein, könnten natürlich
nicht sämtliche Außenbereichsbauten im Nachhinein legalisiert werden. Wer
in einem Obstgarten ein Wochenendhaus errichtet habe, dem nutzten auch
weitere Bebauungspläne nichts, erklärte der Bürgermeister.
Vor gut
einem Jahr hatte das Bauamt des Kreises Limburg-Weilburg in Aumenau mit
der Kontrolle von Außenbereichsbauten – dazu zählen Gartenhäuschen ebenso
wie Holzstapel, befestigte Wege, Zäune und Geräteschuppen – begonnen und
dabei 89 Verstöße gegen bestehende Bebauungspläne festgestellt. Als die
Eigentümer der betroffenen Grundstücke darüber informiert wurden, liefen
sie Sturm, zumal einem Großteil von ihnen nicht bewusst war, dass sie
gegen geltendes Baurecht verstoßen hatten. Den Kontrolleuren wurde
kleinliches Verhalten vorgeworfen.
Das
Gemeindeparlament in Villmar reagierte, indem es die Bebauungspläne so
weit veränderte, dass der größte Teil der Rechtsverstöße nachträglich
«geheilt» wurde. Auf diese Weise gelang es, die Mehrzahl der
Beanstandungen des Kreisbauamts zu legalisieren, zumindest in Gebieten, wo
Bebauungspläne existierten. Ein Vorgehen, das allerdings seinen Preis
hatte: Rund 15 000 Euro kosteten die Bebauungsplanänderungen, die von den
Grundstückseigentümern teilweise selbst zu tragen sind. Bereits in den
90er Jahre hatte der Marktflecken etwa 100 000 Mark in die Aufstellung von
Bebauungsplänen für Gartengebiete investiert.
Die Kontrollen gehen weiter
Das
Kreisbauamt hatte seinerzeit das Vorgehen gegen illegale
Außenbereichsbauten mit einer Weisung des Regierungspräsidiums Gießen
begründet, das auf Kontrollen illegaler Bauten bestanden habe. Für Ärger
hatte vor allem auch gesorgt, dass Holzstapel beanstandet wurden. Hier
zeigte sich der Kreis großzügig, indem er die Genehmigungsgrenze von 20
auf 40 Kubikmeter pro Stapel heraufsetzte.
Unterdessen
gehen, wie Bürgermeister Hepp mitteilte, die Überprüfungen der
Außenbereiche weiter. Nachdem das Kreisbauamt Aumenau und Falkenbach
überprüft hatte, ist jetzt Langhecke an der Reihe. Auch die übrigen
Villmarer Ortsteile sollen – ebenso wie sämtliche Kommunen des
Kreisgebiets -- auf eventuelle Rechtsverstöße untersucht werden.goe
Marktflecken, 15.05.2009
Christuskorpus ersetzt
Der am Wegkreuz im
Brotweg Villmar durch Unbekannte abgerissene Christuskorpus wurde ersetzt.
Der 1. Beigeordnete Thomas Werner zeigte sich bei einem Ortstermin am
Freitag hoch erfreut über die schnelle, fachgerechte und ansprechende
Ausführung durch die beiden Steinbildhauermeister Axel Belke und Alexander
Uhrig und dankte ihnen im Namen der Gemeinde Villmar dafür. Noch mehr
freute es ihn, dass diese Arbeiten vom Steinmetzbetrieb Axel Belke
komplett gespendet wurden.
Sein Dank galt
weiterhin dem Verschönerungsverein Villmar, vertreten durch den 1.
Vorsitzenden Wolfgang Schön, der den Vorfall gemeldet hatte. Der
Verschönerungsverein kümmert sich in vorbildlicher Weise ständig um die
Pflege der Wegkreuze, Bildstöcke, Bänke usw. und unterstützt so den
Gemeindebauhof in vielfältiger Art.

Das Foto zeigt von
links nach rechts:
Alexander Uhrig, Axel
Belke, Wolfgang Schön, Thorsten Laux, Thomas Werner
  
Marktflecken, 15.05.2009
Kinder freuen sich über
ungewöhnlichen Besuch!
Eine Kiste voller Bücher hat
die Volksbank Wetzlar-Weilburg verschenkt. Die Kindertagesstätte „Kleine
Raupe“ in Aumenau erhielt stapelweise Bücher für die Lese-Ecke.
Die Einrichtung wird im Rahmen
der Aktion „Leseförderung statt Streuartikel“ bedacht. Hintergrund: Die
Volksbank verzichtet seit 2005 bewusst auf die Verteilung von Kalender an
ihre Kunden, um Kindergärten in der Region mit Bücherkisten beschenken zu
können.
Insgesamt 5.000 € kommen so
jedes Jahr den kleinen „Leseratten“ zugute. Mit dieser Aktion möchte die
Volksbank den Bildungsauftrag der Kindergärten auf sinnvolle Weise
ergänzen. Nach persönlichen Anschreiben der Volksbank lagen 33 Bewerbungen
von Kindergärten vor, die gerne eine der Lesekisten im Wert von je 500 €
in Empfang nehmen würden. Die ausgewählten Einrichtungen wurden vom
Wetzlarer Zentrum für Literatur bei der Bücherauswahl beraten.
Claudia Köhler von der
Volksbank Wetzlar-Weilburg und Carina Böhm vom Zentrum für Literatur
besuchten die Kindertagesstätte in Aumenau. Nach dem die Bücherkiste
gemeinsam ausgepackt wurde, las Carina Böhm das Buch „Ophelia“ vor. Zum
Abschluss überreichten die Kinder den Gästen ein Leseratten-Lesezeichen
als Dankeschön.
Für den Marktflecken Villmar
wohnten der Erste Beigeordnete Thomas Werner sowie der büroleitende Beamte
Thorsten Laux der offiziellen Übergabe bei. Im Namen der Gemeinde Villmar
dankte Thomas Werner der Volksbank Wetzlar-Weilburg für die großzügige
Spende aber auch dem Kita-Team der „Kleinen Raupe“ für ihr Engagement.
Die Buchspenden bleiben keine
Einzelfälle, sondern werden als langfristige partnerschaftliche
Zusammenarbeit verstanden. Sollte ein Kunde der Volksbank den schönen
Kalendern nachtrauern, so sei er getröstet. Die vielen leuchtenden
Kinderaugen und die Begeisterung, mit der sich der Kinder ans Anschauen
und Lesen machten, zeugen davon, dass die Entscheidung der Volksbank
sicherlich die Richtige war!
   
Marktflecken, 04.05.2009
100. Geburtstag Pfarrer Homm
Nikolaus Homm
Kaplan
Pfarrer
Dekan
Ehrenbürger
*6. Mai 1909
Festliches Amt:
Sonntag, 10. Mai 2009, 10.00
Uhr, mitgestaltet vom Kirchenchor;
Gang zum Grab;
anschließend
Matinee im
Nikolaus-Homm-Park:
um 11.00 Uhr, mitgestaltet
vom Sakralen Blechbläserensemble und weiteren
Villmarer Künstlern
Es laden ein:
Der Marktflecken Villmar und
die Kirchengemeinde St. Peter und Paul.

Das
Foto zeigt Pfarrer Nikolaus Homm (vorne sitzend) im Kreise der
Villmarer
Gäste anlässlich seines 90. Geburtstages vor 10 Jahren.
NNP, 30.04.2009
Die Dorfjugend wie früher,
die gibt es heute nicht mehr. So lautet das Fazit von Jugendpfleger Helder
Machado nach fast vierjähriger Amtszeit in Villmar.
Villmar. Cyber-Mobbing, schwieriger
Arbeitsmarkt, aber auch wachsender Geltungsdruck, das ist laut Helder
Machado das Spannungsfeld, in dem Jugendliche auf dem Dorf heute leben.
NNP-Redakteur Rolf Goeckel sprach mit dem Jugendpfleger über seine
Erfahrungen in Villmar.
Geht es den Villmarer Jugendlichen heute besser
als vor Ihrem Amtsantritt vor rund vier Jahren?
Helder Machado: Sie haben zumindest eine
neue Ebene der Auseinandersetzung kennengelernt. Ob diese von den
Jugendlichen immer positiv oder negativ empfunden wird, sei dahingestellt.
Ich bin weder ein Kumpel noch ein Polizist. Aber die Tatsache, dass jemand
als direkter Ansprechpartner zur Verfügung steht, ist für viele
Jugendliche sicher eine Bereicherung. An mich werden viele Wünsche
herangetragen, zum Beispiel nach Alkohol in den Jugendräumen. Weil Alkohol
zu unserer Gesellschaft gehört, ist es nicht leicht, ihnen begreiflich zu
machen, Alkohol aus den Jugendräumen herauszuhalten.
Warum benötigt die Gemeinde eigentlich einen
Jugendpfleger, wo doch die Vereine ebenfalls Jugendarbeit betreiben, dazu
noch kostenlos?
Machado: Wir setzten da an, wo sich die
Ressourcen der Vereine erschöpfen. Vereine sind zweckgebunden, das heißt
Angebote von Basketballvereinen haben auch etwas mit Basketball zu tun.
Angebote der offenen Jugendarbeit sind niedrigschwelliger, weniger
spezifiziert und orientieren sich am Gesamtfeld Jugend. In diesem Rahmen
übernehmen wir als pädagogische Fachkräfte eine Vielfalt an Tätigkeiten
über Planung Koordination und Durchführung einzelner Veranstaltungen bis
hin zu Einzelfallhilfe in besonderen Fällen.
Die
kommunale Jugendpflege bedeutet indes keine Konkurrenz für die
Jugendarbeit in den Vereinen, im Gegenteil. Es gibt durchaus Vereine, die
sie als Bereicherung empfinden.
Die Generation der heute über 50-Jährigen ist
größtenteils noch ohne Jugendpfleger aufgewachsen. Was hat sich geändert,
dass Jugendliche heute betreut werden müssen?
Machado: Es gibt heute nicht mehr so wie
früher «die Dorfjugend». Die Jugendlichen leben heute in einem
Spannungsfeld, wie es früher nicht existiert hat. Vor 50 Jahren gab es
kein Internet, kein Cyber-Mobbing, keinen Geltungsdruck wie heute, keine
medial aufgebauschten Vorbilder, keinen schwierigen Arbeitsmarkt. So
versuche ich die Jugendlichen zum Beispiel darauf vorzubereiten, dass sie
sich auf eine sehr flexible Berufswelt einstellen müssen. Dass wir in
einer Dienstleistungsgesellschaft leben, ist bei vielen Jugendlichen noch
nicht angekommen, und oft existieren hinsichtlich der Berufswünsche noch
ganz klassische Rollenbilder, aus denen ich die Jugendlichen versuche,
herauszuholen.
Häufig ist vom Versagen der Eltern die Rede.
Können Sie das bestätigen?
Machado: Nein. Jugendpflege ist auch
keine Kompensation von Erziehungsversagen der Eltern. Ich würde mich als
Ergänzung sehen. Ich mache auch keine Erziehungsberatung, kann aber bei
der Suche diesbezüglich behilflich sein. Wenn den Eltern Versagen
vorgeworfen wird, muss man auch sehen, dass sie heute beruflich oft sehr
belastet sind und wenig Zeit für ihre Kinder haben. Ein afrikanisches
Sprichwort sagt: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen. Und
die Jugendpflege kann nur einen kleinen Teil dazu beitragen – mit der ihr
eigenen Fokussierung.
Inzwischen gibt es in allen Villmarer Ortsteilen
einen Jugendtreff. Wofür bedarf es da noch der Betreuung?
Spaßpädagogik stärkt den
Zusammenhalt
Machado: Jugendarbeit besteht nicht nur
aus der Bereitstellung von Räumen, sondern auch von Persönlichkeiten. Es
muss jemand da sein, der 15-Jährigen zum Beispiel sagt, dass sie keinen
Bierkasten leer trinken können. Es geht bei Jugendarbeit nicht nur darum,
sich einmal pro Woche zu treffen, sondern es muss auch jemand als
Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Zum Beispiel dann, wenn die
typischen Männer-Riten ablaufen. Das ist auch der Grund für
freizeitpädagogische Angebote. Hier geht es doch darum, bei dem einen oder
anderen schlummernde Fähigkeiten zu wecken. Deshalb geht man mit
Jugendlichen auch beispielsweise klettern.
Villmar hat kaum mehr als 7000 Einwohner. Wozu
bedarf es in einer so kleinen Gemeinde Ihrer Meinung nach einen zweiten
Jugendpfleger?
Machado: Um etwas mehr in den
Jugendräumen anzubieten und mehr Kontinuität in die Arbeit dort
hineinzubringen. Wir hätten auch viele weitere Möglichkeiten,
freizeitpädagogische Angebote zu machen, bei denen zwei Personen anwesend
sein müssen, um die Aufsichtspflicht zu gewährleisten. Auch eine bessere
Betreuung der Jugendräume wäre wünschenswert, denn die Selbstverwaltung
funktioniert dort nur zum Teil. In Weyer arbeiten deshalb jetzt zwei
Erwachsene im Jugendraumvorstand mit. Bislang kann die Jugendpflege die
Jugendräume nicht ständig betreuen, sondern allenfalls begleiten.
Andere Jugendpflegen haben ein zum Teil recht
umfangreiches Freizeitprogramm aufgestellt. Gibt es das in Villmar auch?
Machado: Wir haben auch ein
Sommerprogramm, das ich aber erst vor den Ferien herausgebe, damit die
Information noch präsent ist. Anfang des Jahres fand das
Nachtfußballturnier in Kooperation mit den Kollegen aus Runkel statt. In
den Osterferien gab es zum Beispiel einen Medientag, der eine gute
Resonanz hatte. Im Sommer kooperiere ich mit den Ferienspielen der
katholischen Kirchengemeinde. Außerdem wird es wieder ein außerschulisches
Bildungsangebot geben unter dem Motto «der Sommer macht schlau». Es gibt
Bewegungsangebote, ein Streetball-Turnier und eine Kanutour. Im Herbst
wollen wir ein Hörspiel von «Hilfe, die Herdmanns kommen» produzieren, das
wir für einen karitativen Zweck auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen wollen.
Ebenfalls in den Herbstferien, wird es einen Selbstbehauptungskurs für
Mädchen geben.
Ist solche Spaßpädagogik der richtige Weg, um
Jugendliche beispielsweise von Drogen, Alkohol oder Gewalt abzuhalten?
Machado: Sie stärkt den Zusammenhalt der
Gruppe und die individuellen Fähigkeiten des Einzelnen. Es ist ein Weg, um
Jugendlichen klarzumachen: Ich brauche Drogen oder Alkohol nicht. Kinder
und Jugendliche benötigen Freiräume, aber auch feste Strukturen, die nur
zum Teil verhandelbar sein können. Die erschließen sich nicht von selbst,
sondern müssen vermittelt werden.
Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den
Vereinen?
Machado: Sie ist gut, aber man kann sie
verbessern. Hier würde helfen, wenn die Kommune ein Programm für
Jugendliche herausgeben würde, in dem alle örtlichen Angebote für
Jugendliche enthalten sind. Sei es von den Vereinen, der Jugendpflege oder
den Kirchen.
Sie haben neben Ihrer Halbzeitstelle in Villmar
noch eine weitere Stelle in Elz. Verzetteln Sie sich nicht?
Machado: Die räumliche Entfernung ist
schon schwierig. Und ich kann nicht mehr, so wie früher, täglich in
Villmar sein. Auch das spricht für einen zweiten Jugendpfleger. Dann gäbe
es außerdem die Chance eines fachlichen Austauschs oder einer kollegialen
Beratung. Manchmal ist es für einen Jugendpfleger gut, ein Korrektiv zu
haben, eine andere Sichtweise.
Gibt es Fälle, in denen Sie als Jugendpfleger
auch kapituliert haben?
Machado: Bislang nicht, und ich sage
bewusst: bislang. Ich bin ein streitbarer Charakter, wenn es ums
Berufliche geht. Die Grenze wäre für mich dort erreicht, wenn Konflikte
bis in meinen privaten Bereich nachklingen würden. Aber normalerweise
lasse ich den beruflichen Alltag im Dorf.
Marktflecken, 22.04.2009
In seiner jüngsten Sitzung
beschäftigte sich der Gemeindevorstand ausführlich mit dem vom Landkreis
beschlossenen Modell des Jugendtaxis. Der Kreistag hatte bereits im Jahr
2008 beschlossen im Landkreis Limburg-Weilburg ein „Jugendtaxi“ als
zweijähriges Modellprojekt zur Erprobung einzuführen.
Hierbei geht es darum, dass
Jugendliche und junge Erwachsene eine Taxifahrt an Wochenenden per
Gutschein bezahlen können. Der Gutschein kostet die Jugendlichen 2,00 €,
hat allerdings einen Gegenwert von 5,00 €. Von der Differenz übernimmt die
Gemeinde 1,00 € und der Landkreis 2,00 €. Die Abwicklung des
Modellprojekts obliegt dem Jugendbildungswerk des Landkreises
Limburg-Weilburg.
Bürgermeister Hermann Hepp wie
auch der Gemeindevorstand sehen hierin eine Attraktivitätssteigerung des
Landkreises und der Kommunen und unterstützen dieses Modell. Man hofft
ferner auf eine breite Unterstützung dieses Modells von anderen Kommunen.
Ziel des Modells ist die
Unfallprävention für die jungen Fahrgäste. Das Fahren per Anhalter sowie
Unfälle wegen falscher Einschätzung des Fahrkönnens, Imponiergehabe oder
Alkohol können reduziert werden.
Durch die erhöhte Mobilität
und den vergünstigten Fahrpreis ergeben sich gleiche Chancen und
Möglichkeiten für alle Jugendlichen im Landkreis, da sie an den
Wochenenden Angebote im ganzen Kreisgebiet wahrnehmen können. Darüber
hinaus können die Eltern darauf vertrauen, dass ihre Kinder nachts sicher
nach Hause gebracht werden.
Feinabstimmungen hinsichtlich
der Abwicklung werden seitens des Marktfleckens Villmar mit dem Landkreis
bzw. dem Jugendbildungswerk noch abgeklärt, so Hermann Hepp. Man geht
davon aus, dass Villmarer Jugendliche nach den Sommerferien 2009
Gutscheine beim Marktflecken Villmar erwerben können.
Des Weiteren fand im Anschluss
an die Gemeindevorstandssitzung eine Ortsbesichtigung des
Gemeindevorstandes und der eingeladenen Fraktionsvorsitzenden sowie
interessierten Gemeindevertreter in der König-Konrad-Halle statt. Hierbei
wurde den Anwesenden vom planenden Architekten Wolfgang Müller, Villmar,
die einzelnen Erneuerungsmaßnahmen, welche durch das Konjunkturprogramm II
des Bundes und des Landes gefördert werden, detailliert vorgestellt.
Insgesamt plant die Gemeinde Villmar im Bereich der König-Konrad-Halle mit
Investitionsmittel von rund 438.000 €. Wie jedoch Herr Architekt Müller
nach Auflistung der Schäden erläuterte, werden diese Mittel bei weitem
nicht ausreichen. Insgesamt müsse mit einem Finanzbedarf von ca. 600.000 €
gerechnet werden. Bereits im Jahr 2009, so Bürgermeister Hermann Hepp,
soll mit den einzelnen Maßnahmen begonnen werden.
Marktflecken Villmar, 08.04.2009
Der Gemeindevorstand wurde vom
Sportverein Villmar über den schlechten Zustand des alten Sportplatzes auf
der Struth in Villmar unterrichtet. Aus diesem Grund fand eine
Ortsbesichtigung durch den Gemeindevorstand statt. Vor Ort könne man sich
immer ein besseres Bild machen, befand Bürgermeister Hermann Hepp. Seitens
des Gemeindegremiums wird die Notwendigkeit einer Sanierung des nicht
verpachteten Sportplatzes gesehen, allerdings möchte man keine
vorschnellen Sanierungsaktionen wie z.B. das Auffüllen mit Sand in
bestimmten Bereichen vornehmen. Vielmehr soll nunmehr seitens eines
Fachbüros für Sportplatzbau dem Gemeinde-vorstand die
Sanierungsmöglichkeiten einer mittelfristigen Lösung vorgeschlagen werden.
Marktflecken
Villmar, 08.04.2009
Villmar nutzt seinen Chancen
Des Weiteren hat sich der
Gemeindevorstand ausführlich mit der Antragstellung hinsichtlich der
Investitionen im Rahmen des Konjunkturprogrammes II beschäftigt. An
Gründonnerstag soll der entsprechende Förderantrag eingereicht werden, so
Bürgermeister Hermann Hepp. Der Gemeinde Villmar aus den
Konjunkturprogrammen des Bundes und des Landes insgesamt 675.184,00 € zur
Verfügung. Diese sollen nach Beschluss der Gemeindevertretung in
energetische Sanierungsmaßnahmen fließen. Den Schwerpunkt bildet hier die
König-Konrad-Halle, wo die Dachsanierung mit Verbesserung der Wärmedämmung
mit 438.000 € zu Buche schlägt. Des Weiteren fallen Investitionskosten von
rd. 166.000 € für energetische Sanierungsmaßnahmen an der Volkshalle Weyer
an. Der Sanierungsbedarf wurde letztlich im Rahmen der Ausstellung des so
genannten Energiepasses durch ein Ing.-Büro für Energietechnik bei den
energetischen Untersuchungen ermittelt. Abschließend stehen auch dringende
Sanierungsmaßnahmen im Rathaus für Dämmung und Heizungserneuerung von rd.
162.000 € an.
Marktflecken
Villmar, 08.04.2009
Seitens der Gemeinde Villmar
wird darauf hingewiesen, dass ab April die „Setzzeit“ der Rehe beginnt.
Aus diesem Grund werden alle Hundehalter gebeten, ihre Tiere in den
Wäldern immer angeleint auszuführen um zu verhindern, dass die
ungeschützten Jungtiere verletzt bzw. getötet werden. Des Weiteren machte
Bürgermeister Hepp gegenüber unserer Zeitung deutlich, dass sich Landwirte
darüber beklagen, dass Hundehalter ihre Tiere auf landwirtschaftlichen
Acker- und Weideflächen herumlaufen und ihre Notdurft verrichten lassen.
Es wird darauf hingewiesen, so
die Verwaltung, dass hierdurch die weidenden Tiere mit Bakterien und
Krankheiten infiziert werden können, was negative Auswirkungen auf die
Milchproduktion sowie Schlachtung hat. Bakteriell verseuchte Tiere werden
von Schlachthöfen zurückgewiesen. Aus diesem Grund werden die Hundehalter
gebeten, das Ausführen ihrer Hunde auf landwirtschaftlichen Nutzflächen
bis zum Ende der Weide- bzw. Erntezeit (Herbst) zu unterlassen.
Villmar, 04.03.2009
In seiner
Gemeindevorstandssitzung am letzten Montag beschäftigte sich der
Gemeindevorstand ausführlich mit dem aufgrund der Finanzkrise von Bund und
Land aufgelegten Konjunkturprogramm. Durch dieses Programm sollen
zusätzliche Investitionen der Kommunen und des Landes ermöglicht werden.
Das Programm, so Bürgermeister
Hermann Hepp, werde zu 76,4 % aus Landes- und zu 23,6 % aus Bundesmittel
finanziert, jedoch müsse auch die Kommune einen Anteil von den gesamt zur
Verfügung stehenden Investitionsmittel übernehmen. Für Villmar werden mit
Investitionsmittel von 681.500 € gerechnet, der gemeindliche Anteil
beträgt rd. 107.000 € und wird auf die Dauer von 30 Jahren jährlich
getilgt.
Gegenwärtig sei alles noch
taufrisch und letztlich wird derzeit auf Ministeriumsebene eine
Durchführungsverordnung erst vorbereitet, so Bürgermeister Hermann Hepp.
Allerdings müsse die Gemeinde bis Ende März 2009 durch Beschluss der
Gemeindevertretung die Mittel beantragen und auch eine Prioritätenliste
beschließen. Diese Beschlussempfehlung wird der Gemeindevertretung am
12.03.2009 seitens des Gemeindevorstandes vorgelegt und in diesem
Zusammenhang auch die Prioritätenliste.
Diese Prioritätenliste sieht
Investitionen im energetischen Bereich für die König-Konrad-Halle Villmar,
die Volkshalle Weyer, das Dorfgemeinschaftshaus in Falkenbach sowie das
Rathaus und kleinere Straßenunterhaltungsmaßnahmen vor.
Villmar, 04.03.2009
Mobile
Geschwindigkeitsmessanlage
Nachdem die mobile
Geschwindigkeitsmessanlage über einen längeren Zeitpunkt in Villmar,
Ortseingang von Runkel kommend, aufgestellt war, legte der
Gemeindevorstand nunmehr die nächsten markanten Punkten in den Ortsteilen
fest. Zunächst wird die Anlage im Ortsteil Weyer eingesetzt werden, so
Bürgermeister Hepp.
NNP, 03.02.2009
Hepp:
Förster Walter hat in Villmar Spuren hinterlassen
Villmar. Den
Wald der Gemeinde Villmar kennt er in- und auswendig. Kein Wunder, denn
knapp 31 Jahre lang war Kurt Walter Förster in dem rund 1100 Hektar
großen Revier Villmar. Seit wenigen Tagen betrachtet der altgediente
Forstmann das Geschehen im Villmarer Wald aber nur noch aus der Ferne:
Gestern wurde der 61-Jährige im Gemeindebauamt von Bürgermeister Hermann
Hepp (CDU) offiziell in den Ruhestand verabschiedet. 42 Jahre war Förster
Walter insgesamt im Dienst.
Hepp dankte
Kurt Walter für die «hervorragende Zusammenarbeit» mit einem Präsentkorb.
Und auch Ingrid Pohl überreichte dem scheidenden Förster einen Umschlag
als Dank der Kollegen aus der Verwaltung. Kurt Walter, so resümierte
Hermann Hepp, habe in seinen 31 Jahren immer schwarze Zahlen aus dem
Villmarer Wald geholt und ihn zugleich als Erholungsgebiet für die Bürger
erhalten.
«Förster
Walter hat Spuren bei uns hinterlassen und einiges bewegt», sagte Hepp.
Als Beispiele für eigene Akzente, die der Forstmann gesetzt habe, nannte
der Verwaltungschef den Aufbau eines so genannten «Arboretums» oberhalb
der «Struth», in dem der Jugend der Wald nähergebracht wird. Aber auch der
Betrieb einer Forstwerkstatt, in der Bänke und Tische für gemeindliche
Zwecke hergestellt werden, gehe auf die Initiative von Kurt Walter zurück.
Dankbar erwähnte Hepp das Aufstellen von Bänken am Lahn-Radweg R 7, die so
schwer seien, dass sie dem Vandalismus nicht zum Opfer fallen dürften.
Förster Walter, so Hepp, sei für ihn schon rein äußerlich immer der Typ
des Försters schlechthin gewesen.
Kurt Adolf Walter wurde 1947
in Gelnhausen geboren. Nach dem Schulabschluss absolvierte er ab 1966
eine Ausbildung in der Landesforstschule und war von 1974 bis 1978
Förster in Mörfelden. Am 1. März 1978 wurde er Revierförster in Villmar
beim Forstamt Weilmünster.
NNP, 31.01.2009
Betreut wohnen in alter Schule
Villmar. Vor wenigen Jahren noch
drückten die Villmarer Jungen und Mädchen hier die Schulbank, doch schon
bald sollen Senioren in das verwaiste Gebäude einziehen. Der Limburger
Investor und Architekt Hans Schmitt will die Villmarer alte Schule in der
Sudetenstraße in ein Heim für betreutes Wohnen umwandeln, wie
Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) in der jüngsten Parlamentssitzung am
Donnerstagabend in Seelbach mitteilte.
Geplant
seien maximal 14 bis 15 Wohneinheiten in Größen zwischen 40 und 60
Quadratmetern. Weiterhin werde zurzeit geprüft, ob in dem ehemaligen
Schulgebäude noch Platz für eine Kinderkrippe vorhanden ist, die die
Gemeinde Villmar gemeinsam mit Runkel, Brechen und Weinbach betreiben
könnte. Auch ein Anbau an die alte Schule sei denkbar, sagte Hepp. Die
Trägerschaft über das Krippenangebot könnte ein Verein übernehmen, dem
auch Firmen der Region beitreten könnten, die ein Interesse an der
Kinderbetreuung ihrer Mitarbeiter haben.
Auf den
verbleibenden sieben Baugrundstücken will Investor Schmitt nach Hepps
Angaben Einfamilienhäuser bauen. Angeboten werden sollen Bauplätze in
Größen zwischen 570 und 755 Quadratmeter.
Treppenhaus bleibt offen
zugänglich
Investor
Hans Schmitt erklärte auf NNP-Anfrage, dass der Charakter des
Schulgebäudes in jedem Fall bewahrt bleibt. Verändert werden sollen vor
allem die Raumaufteilung. Die Wärmedämmung werde auf den neuesten Stand
gebracht, die Fassade farblich aufgefrischt. Das Treppenhaus mit den
Lahnmarmorarbeiten und dem Brunnen blieben erhalten und würden der
Öffentlichkeit später zugänglich gemacht.
Die
Diskussion der vergangenen Monate habe gezeigt, dass viele Villmarer eine
enge emotionale Bindung an ihre alte Schule haben. Es wäre daher schön,
wenn viele, die hier früher zur Schule gegangen sind, im Seniorenalter
wohnen würden, meinte Hans Schmitt.
Die
Erhaltung der alten Schule, so Hermann Hepp, sei möglich geworden, weil es
für die Sanierung hohe staatliche Zuschüsse gibt, die das Ganze rentabel
machten. Neben der jetzt gefundenen Lösung seien bis Ende 2008 auch
Alternativen geprüft worden, wie es der Parlamentsbeschluss vom April
vorgesehen habe. Verworfen worden sei die Einrichtung von Ferienwohnungen
ebenso wie der zeitweilig diskutierte Umzug der zweigeteilten Verwaltung
dorthin. Zwar sei das Schlagwort von der Verwaltung unter einem Dach
durchaus attraktiv gewesen, sagte Hepp. Doch hätten das Rathaus und das
ehemalige Lehrerwohnhaus, in dem jetzt das Bauamt untergebracht ist,
verkauft oder vermietet werden müssen. «Ein Aufschrei wäre durch Villmar
gegangen», meinte Bürgermeister Hepp.
Erfüllt ist
nach Darstellung des Verwaltungschefs auch die wichtigste formale
Voraussetzung für eine Überschreibung des gut 7500 Quadratmeter großen
Schulgeländes an Investor Schmitt (Kaufpreis: 320 000 Euro): Die bisher
noch fehlende und vom Parlament verlangte Bankbürgschaft liege inzwischen
vor, so dass einem Grundbucheintrag von Schmitt nichts mehr im Wege stehe.
Axel Paul sieht sich bestätigt
Der Fraktionsvorsitzende der Aktiven Alternative (AAV), Axel Paul,
begrüßte gegenüber dieser Zeitung die Erhaltung der alten Schule und sah
sich in seinem Kurs bestätigt. Paul hatte sich im vergangenen Jahr strikt
gegen einen Abriss des 1955 errichteten Gebäudes ausgesprochen, konnte
sich damit allerdings im Parlament nicht durchsetzen. Die große Mehrheit
votierte für den Abriss, wenn auch mit der Einschränkung, dass zuvor
sämtliche Alternativen zu prüfen seien. Paul dankte allen Villmarer
Bürgern, die sich in unzähligen Ausschusssitzungen und mit ihren
Unterschriften ebenfalls für den Schulerhalt eingesetzt hätten.
goe
Villmar, 29.01.2009
Bürgschaft liegt vor
Bürgermeister Hepp konnte
heute vormittag aus den Händen von Herrn Schmitt jun. die Bürgschaft über
den Kaufvertrag des ehemaligen Schulgrundstückes in der Sudetenstraße in
Empfang nehmen. Somit steht einer Eigentümsübertragung auf den Investor
Schmitt nichts mehr im Wege, denn die notariellen Vertragsinhalte wurden
entsprechend erfüllt.
Nunmehr wird seitens
des Investors das Ziel verfolgt, das bestehende Schulgebäude in eine
Gebäude mit einem betreuten Wohnangebot umzuwandeln. Weiterhin wird
geprüft, ob auf Vorschlag von Bürgermeister Hepp eine ortsübergreifendes
Angebot von Kinderkrippenplätzen (Runkel, Villmar, Brechen und Weinbach)
ggf. unter einem Trägerverein verwirklicht werden kann. Entsprechende
Vorgespräche wurden bereits mit Vertretern des Jugendamtes Limburg
geführt. Die Förderkriterien liegen vor; Ge-spräche mit den Nachbarkommuen
stehen teilweise noch aus.
Villmar, 20.01.2009
Segnung der
Urnenstelen auf dem Friedhof Villmar
Am Sonntag, den 25.
Januar 2009 um 12.15 Uhr wird in einer ökumenischen Feierstunde die
kürzlich erstellte Urnenstelen-Anlage auf dem Friedhof Villmar gesegnet.
Diese Segnung wird gemeinsam von Herrn Dekan Günter Daum, Villmar, und
Herrn Pfarrer Carsten Adams, Runkel, vorgenommen.
Zu dieser Feierstunde
sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger recht herzlich eingeladen.
Die Urnenstelen-Anlage
ist nur ein Teil eines neu geplanten Grabfeldes für alternative
Bestattungsformen. Die Beisetzung ist hier auch in einer
Urnengemeinschaftsgrab-Anlage, Urnenrasengräbern (ebenerdig) sowie
Urnenreihen- und Urnenwahlgrabstätten möglich (siehe Planskizze). Die
Wegebauarbeiten (Platzgestaltung rund um die Stelen, Wasserstelle, Wege
und Pflasterung) sowie gärtnerische Anlagen (Hecke, Bäume etc.) werden im
Laufe des Frühjahres abgeschlossen sein.


Die Fotomontage zeigt die errichteten 3 mittleren Stelen, die beiden
äußeren Stelen können bei Bedarf nachgerüstet werden.
18.01.2009
Villmarer
Ergebnisse der hessischen Landtagswahl 2009
Wahlbet.: 60.4%
Wahlber.: 5.690
Wähler: 3.434
Gült.Wahlkreisst.:
3.334 St.
CDU: 47.8 % (1.592 St.)
SPD: 29.1 % (969 St.)
FDP: 10.6 % (354 St.)
GRÜNE: 5.6 % (186 St.)
DIE LINKE: 3.7 % (122 St.)
FREIE WÄHLER: 3.3 % (111 St.)
NNP, 16.01.2009
Gült.Landesst.: 3.339
St.
CDU: 42.8 % (1.429 St.)
SPD: 23.6 % (789 St.)
FDP: 15.9 % (531 St.)
GRÜNE: 8.9 % (296 St.)
DIE LINKE: 4.2 % (141 St.)
REP: 0.4 % (15 St.)
FREIE WÄHLER: 2.7 % (91 St.)
NPD: 0.8 % (26 St.)
PIRATEN: 0.4 % (14 St.)
BüSo: 0.2 % (7 St.)
Villmar. Mit einer Ideenbörse für
Architekten will die Gemeinde Villmar der Dorferneuerung wie auch der
Belebung der Ortskerne auf die Sprünge helfen. Wie Bürgermeister Hermann
Hepp (CDU) dieser Zeitung erläuterte, wurden in den Ortsteilen Villmar,
Aumenau, Langhecke, Seelbach und Falkenbach interessante Gebäude
ausgewählt, für die nun sechs Architekten Entwürfe für eine Sanierung oder
Umnutzung erstellen. Die Ideen der Architekten sollen anschließend in
einer farbigen Broschüre veröffentlicht und den Bürgern öffentlich
vorgestellt werden.
Konkret
soll interessierten Hausbesitzern gezeigt werden, wie sie ein altes
Gebäude sanieren können. Zum Verkauf stehende Gebäude sollen außerdem
einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Und schließlich erhalten
die Architekten die Möglichkeit, für ihre Leistungen zu werben, wie Hepp
erläuterte.
Flankiert
werden die Bemühungen um die Dorferneuerung und Dorfentwicklung im
Marktflecken Villmar von dem erst kürzlich neu aufgelegten Förderprogramm
der Gemeinde «Unserem Dorf mehr Leben geben». Der Marktflecken Villmar
bietet darin nicht nur eine kostenlose Beratung durch Baufachleute an,
sondern auch finanzielle Hilfen von bis zu zehn Prozent der Bausumme. Die
Sanierungsobjekte müssen allerdings in einem festgelegten Gebiet im
Ortskern liegen.
Gut
angenommen wird nach Hepps Angaben die vor rund einem Jahr begonnene
Dorferneuerung in Aumenau. Erfreulich sei vor allem das große private
Interesse: 30 Interessenten seien bereits an Ort und Stelle beraten
worden. Parallel wird derzeit ein Dorfentwicklungskonzept erarbeitet, an
dem Bürger des Ortes mit fachlicher Beratung entscheidend mitgewirkt
haben. Ende Februar soll dieses Konzept, in dem alle kommunalen
Dorferneuerungsmaßnahmen enthalten sind, erstellt und anschließend
öffentlich präsentiert werden.
Gefördert wird aber nicht nur
die Dorferneuerung in Aumenau, sonder auch in den «Satelliten-Dörfern»
Seelbach, Langhecke und Falkenbach, wie Hepp erläuterte. Nachdem das
Parlament im Dezember einen Dorferneuerungsverbund (die NNP berichtete)
gebildet hat, werden dort nun ebenfalls private und kommunale Projekte
gefördert, allerdings nur in vorher festgelegten Sanierungsschwerpunkten.
Hepp nannte als Beispiel die Seelbacher Bahnhofstraße, die zu veröden
droht und deshalb dringend der Erneuerung bedürfe. Bei den privaten
Sanierungen müsse es sich um umfassende, nachhaltig angelegte Sanierungs-
und Umnutzungsmaßnahmen handeln. Kleinere Reparatur- und
Erneuerungsmaßnahnmen, zum Beispiel der Austausch von Fenstern oder ein
neuer Anstrich der Hausfassade, reichten nicht aus, um in den Genuss
öffentlicher Fördermittel zu kommen, erläuterte Hermann Hepp.
NNP, 14.01.2009
Villmar. Die Gemeinden Villmar und
Brechen rücken näher zusammen: Ein neuer Radweg wird beide Gemeinde
voraussichtlich noch in diesem Jahr verbinden.
Wie
Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) gestern im Gespräch mit dieser Zeitung
erklärte, ist er sich mit seinem Amtskollegen Werner Schlenz darin einig,
dass ein neuer Fahrradweg von Nieder- und Oberbrechen bis zum
Lahn-Fernradweg R 7 geführt werden soll. Rechtzeitig zur Radfahrsaison im
Frühjahr/Sommer 2009 soll der neue Weg bereits fertiggestellt sein, so
Hermann Hepp.
Überwiegend
soll der künftige Radweg über bestehende Wirtschaftswege geführt werden.
Lediglich auf einer Länge von etwa 250 Metern müsse er noch befestigt
werden, und zwar mit einer so genannten wassergebundenen Decke (Schotter).
Darüber sei bereits mit heimischen Bauunternehmen gesprochen worden. Die
Kosten bezifferte Hepp auf etwa 10 000 Euro allein für die Gemeinde
Villmar. Für die Beschilderung müssten beide Gemeinden jeweils nur rund
1000 Euro zahlen.
Der Radweg
soll folgenden Streckenverlauf nehmen: Von Oberbrechen über
Wirtschaftswege nach Weyer, von dort an die Gemarkungsgrenze von Villmar
(Grenzweg). Über die Kreisstraße geht es weiter in Richtung Galgenberg, wo
ein Abzweig am Wald entlang ins Laubustal nach Münster ausgewiesen werden
soll. Vom Galgenberg aus führt der Radweg dann über die Landesstraße
Villmar–Aumenau hinweg runter an die Lahn auf den Radweg R 7.
Der
künftige Radweg soll aber erst ein Anfang sein, Villmar und die
umliegenden Gemeinden noch enger miteinander zu verknüpfen, sagte Hepp.
Und zwar nicht nur auf dem Feld des Tourismus. Auch auf anderen
Sachgebieten sieht der Verwaltungschef Möglichkeiten der engeren
Zusammenarbeit mit den Nachbarn. Derzeit werde über ein ganzes Bündel an
Maßnahmen nachgedacht, wie Villmar mit Runkel und Brechen, vielleicht aber
auch mit anderen Gemeinden zusammenarbeiten könnte. So wäre eine engere
Verzahnung der Bauhöfe ebenso denkbar wie einzelne Verwaltungsaufgaben.
Auch im Bereich der Kleinkinderbetreuung wären überörtliche
Zusammenschlüsse sinnvoll. Hepp hofft, dass es auch politische Mehrheiten
in den Parlamenten dafür geben wird.
Schon jetzt
existieren mehrere Aufgabenfelder, auf denen eine «interkommunale
Zusammenarbeit» nach Hepps Auffassung gut funktioniert. Zum Beispiel bei
den Feuerwehren, die sich im Ernstfall gegenseitig unterstützen.
Vorbildlich seien die Zusammenschlüsse in der Abwasserentsorgung und
Wasserversorgung. Die Gemeinden Villmar, Runkel und Weinbach teilen sich
außerdem schon jetzt einen Hilfspolizisten; möglicherweise komme Brechen
später noch hinzu. Hermann Hepp geht davon aus, dass der Bürger von einer
engeren Zusammenarbeit profitieren wird, indem Kosten in nicht
unbeträchtlicher Höhe eingespart würden.goe
23.12.2008
Staatssekretär Seif zeigt Villmar neue Wege in der Dorferneuerung auf
Staatssekretär Seif ist
im Rathaus Villmar ein gern gesehener Gast: Bringt er doch immer wieder
gute Neuigkeiten mit, die in dem aktuellen Fall insbesondere die kleinen
Ortsteile Seelbach, Falkenbach und Langhecke in enger Verbindung mit der
Dorferneuerung Aumenau strukturell unterstützen sollen.
Bei diesem jüngsten
Besuch hat Staatssekretär Seif in der Vorweihnachtszeit für das
Pilotprojekt Villmar eine konkrete Darlegung der Möglichkeiten, die
künftig für eine Förderung von Maßnahmen zur ortsübergreifenden
Innenentwicklung außerhalb des Förderschwerpunktes Aumenau zur Verfügung
stehen sollen, aufgezeigt.
Anlass für dieses
Gespräch sind die ab 01.04.2008 geltenden Richtlinien zur Förderung der
ländlichen Entwicklung in Hessen, worin unter Ziffer 5.4.3 u.a.
Fördermöglichkeiten bei Investitionen und Dienstleistungen zur
ortsübergreifenden Innenentwicklung festgelegt sind, die bei näherer
Betrachtung im Rahmen der Dorferneuerung Aumenau auch die kleinen
Ortsteile Seelbach, Falkenbach und Langhecke begünstigen und einbeziehen
könnten, dies sowohl auf kommunaler als auch auf privater
Investitionsebene.
Dadurch, so
Staatssekretär Seif, können z.B. gezielte kommunale Dienstleistungen als
Vorleistung für einzeln gekennzeichnete Maßnahmen privater Träger in den
Förderrahmen passen. Hierzu können neben Marketingmaßnahmen aber auch
Architektenentwürfe zur Immobilienvermarktung gehören.
Die Förderfähigkeit
privater Projekte ist nur dann gegeben, wenn diese im Rahmen der Planung
als Objekte mit dringendem Handlungsbedarf einzeln gekennzeichnet wurden.
Dies könnte in den Ortsteilen Seelbach, Falkenbach und Langhecke für die
Bereiche mit gravierendem Leerstand von großer Bedeutung sein.
Entsprechende Kartierungen wurden bereits durch das Architekturbüro Stefan
Dreier, Brechen, erstellt.
Hierbei, dies wird
ausdrücklich von Seiten des Fachministeriums betont, müsse es sich um
umfassende, nachhaltig angelegte Sanierungs- oder Umnutzungsmaßnahmen
handeln. Erneuerungsmaßnahmen an Gebäudeteilen (Austausch von Fenstern,
Fassadenanstriche, Dachsanierungen pp.) werden dagegen nicht gefördert
Bürgermeister Hepp
erläuterte bei dieser Gelegenheit ausführlich die kommunale Strategie des
Marktfleckens Villmar, nach jahrelanger, offensiver Ausweisung von
Baugebieten in allen Ortsteilen nunmehr die Ortskerne stärken zu wollen.
Er wies auf die zurzeit
in Aufstellung befindlichen Förderrichtlinien des Marktfleckens Villmar
hin und sagte angesichts dieser neuen Fördermöglichkeiten gerne zu, die
umfangreichen Aufgaben baldmöglichst zu erledigen, um dem Hessischen
Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Wiesbaden
bzw. der Investitionsbank Hessen u.a. ein auf die von Aumenau als
Förderschwerpunkt auf die kleinen genannten Ortsteile Seelbach, Falkenbach
und Langhecke in Form eines übergreifenden Entwicklungskonzeptes vorlegen
zu können.
In diesem Zusammenhang
ist ebenfalls eine kommunale Projektkoordination zu erstellen, die in das
Dorfentwicklungskonzept für die Dorferneuerung Aumenau aufzunehmen ist.
Der Marktflecken
Villmar, so betonte Bürgermeister Hepp, wird durch dieses Angebot,
Pilotprojekt für das Land Hessen im Rahmen der neuen Richtlinie zu sein,
vor eine große Herausforderung gestellt.
Der erste offizielle
Schritt zu diesem Pilotprojekt ist der Beschluss der Gemeindevertretung am
19.12.2008, einen Verbund der Dorferneuerung Aumenau mit den Ortsteilen
Seelbach, Falkenbach und Langhecke zu bilden.
Weiterhin wird die
Gemeindevertretung nochmals per Beschluss bekräftigen, für die betr.
Ortsteile Aumenau, Seelbach, Falkenbach und Langhecke für die Laufzeit der
Dorferneuerung über 9 Jahre ab 2008 keine neuen Baugebiete ausweisen zu
wollen.
An dem Gespräch im
Sitzungssaal des Bauamtes König-Konrad-Straße 12, Villmar, nahmen neben
Staatssekretär Seif und Bürgermeister Hepp außerdem teil: Herr Schüttler,
zuständiger Referent im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum
und Verbraucherschutz in Wiesbaden, Herr Dr: Mohr, Leiter der
Fachabteilung für den ländlichen Raum in Limburg, Herr Bock, Leiter der
Investitionsbank Hessen, Zweigstelle Wetzlar, Frau Kirschbaum von der
Fachabteilung für den ländlichen Raum, Limburg, Herr Dreier als
städtebaulicher Berater des Marktfleckens Villmar.
Am Ende des Termins
dankte Hepp Staatssekretär Seif ausdrücklich für dessen jahrelange
Bereitschaft, vor Ort offene Fragen praxisorientiert zu klären und neue
Wege in der Förderung der Kommunen zu unterstützen.

Die Personen von links nach rechts: Klaus Schüttler,
Referent im HMULV, Staatssekretär Seif und Bürgermeister Hepp.

Die Personen von rechts nach
links: Dorothee Kirschbaum von der Abteilung f.d. ländl. Raum beim Landrat
Limburg-Weilburg, Berater der Gemeinde: Stephan Dreier, Bürgermeister.
Hepp, Staatssekretär Seif, Referent beim HMULV, Klaus Schüttler, hartmut
Bock von der IBH Wetzlar.
23.12.2008
Villmar-Seelbach.
Als sichtbares Zeichen des Gemeinschaftsgeistes von Seelbacher
Bürgern und Vereinen soll der im Jubiläumsjahr anlässlich der ersten
urkundlichen Erwähnung des Ortes vor 850 Jahren geschaffene Dorfplatz noch
lange Bestand haben. Dies soll vor allem ein Gedenkstein aus Villmarer
Marmor garantieren, der fast fünf Jahre nach den Feierlichkeiten im Rahmen
des zur Tradition gewordenen «Weihnachtssingens» der Seelbacher Chöre
eingeweiht wurde.
Hierzu eingeladen war auch
Wolfgang Höhler vom Lahn-Marmor-Verein Villmar, der einst den Findling
besorgt hatte, in den der Steinmetz Axel Behlke das Seelbacher Logo und
die Inschrift zum Dorfjubiläum gemeißelt hat.
18.12.2008
Urnen-Stelen werden aufgestellt
Heute haben auf dem Friedhof
in Villmar die Arbeiten zur Aufstellung der Urnen-Stelen begonnen.
 
 
NNP, 10.12.2008
Altes Feuerwehrhaus
erhält neues Dach
Villmar-Weyer. Das Wahrzeichen
der Freiwilligen Feuerwehr Weyer, das alte Gerätehaus, bekommt ein neues
Dach. Dies ist auch die Erklärung dafür, warum das Gebäude vor kurzem
eingerüstet wurde. Die Sanierungsarbeiten wurden notwendig, da der in die
Jahre gekommene Langhecker Schiefer nicht mehr in Schuss war und im
Gebälk der Holzwurm nagte.
Nach den
Dachsanierungsarbeiten, die dank der Bereitstellung der finanziellen
Mittel durch die Gemeinde Villmar (15 000 Euro) noch in diesem Jahr
begonnen werden konnten, soll das zurzeit als Abstellraum genutzte alte
Gerätehaus dann im nächsten Jahr durch die Feuerwehr zur Räumlichkeit für
die Jugend- und Bambinifeuerwehr umgebaut werden. Insgesamt kostet die
Sanierung 25 000 Euro, wobei die Weyerer Feuerwehr viel Eigenleistung
erbringen will.
NNP,
24.11.2008
Villmar. Die Jubiläumsfeier «25
Jahre König-Konrad-Halle» am Samstagabend machte Laune. Keine langatmigen
Grußworte, sondern ein kurzweiliger Dia-Streifzug durch die Geschichte.
Und ein Bühnenprogramm, das sich qualitativ deutlich von vielen des
Umlandes abhob. Da machte es dem damaligen Bürgermeister Hubert Aumüller
und vielen weiteren Kommunalpolitikern der alten und neuen Garde wirklich
Spaß, dabei zu sein.
Das alles
mit Leuten, die nicht für teures Geld verpflichtet werden mussten, sondern
mit der Region verbunden sind. Was hat aber ausgerechnet die bulgarische
Akkordeonweltmeisterin Veronika Todorova mit Villmar zu tun? «Sie wohnt
zwar jetzt in Elz, aber sie probt hier in Villmar», verkündete
Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) stolz. Er sei bei bulgarischen Freunden
in Villmar abends eingeladen gewesen, habe dabei Veronika kennengelernt
und einen unvergesslichen Abend erlebt. Die 21-Jährige zeigte in
beeindruckender Art und Weise auch beim Jubiläumsabend, dass ausländische
Jugendliche durchaus eine enorme Bereicherung für unsere Gesellschaft sein
können. Die ehrgeizige Musikstudentin ist ein «Global Player», probt mit
ihrem italienischen Musiklehrer per Computerleitung.
Veronika
Todorova präsentierte sich in der König-Konrad-Halle hoch bescheiden.
Obwohl sie nach mittlerweile 15 Jahren Akkordeon vor zwei Jahren zur
Nummer eins weltweit gekürt wurde, mittlerweile fernsehbekannt ist und
gerade eine Tournee durch Bulgarien hinter sich hat. Todorovas
Markenzeichen sind beim Spielen die geschlossenen Augen. Mit ungeheuer
viel Gefühl und sensationell flinken Fingern spielte sie in Villmar ein
breit gefächertes Repertoire. Von klassischen Werken über Balkanmusik bis
zu Tango und Jazz. Sie kann sogar fliegende Insekten und rollende Züge mit
ihrem Instrument vortrefflich imitieren.
Auch die «Ordonez
Brothers» haben eine Bezug zu Villmar. Die spanischen Brüder haben in
Villmar Bruder José und ihr Studio. Sie präsentierten in gewohnter
Spielfreude bekannte Volkslieder ihrer Heimat. Unter anderem «Guantanamera»
und «Que Sera». Genauso wie die spanische Version von «My Way».
Die
«Holzheimer Schoppensänger» sind genauso in der Region eine feste Größe.
Und sie gibt es genauso wie die Halle seit genau 25 Jahren. Unter der
Leitung von Roland Röhlich sorgten sie für eine fröhliche Stimmung. Mit
einem Egerländer Potpourri, dem «Chianti-Lied» oder «Liebe Freunde, seid
gegrüßt». Bei «Es steht ein Soldat am Wolgastrand» bewies Solist Gerhard
Kraus, warum er auch bei den «Mainzer Hofsängern» eine feste Größe ist. Da
fiel es kaum auf, dass die Hälfte der «Schoppensänger» aus
Krankheitsgründen fehlte.
In seiner
Ansprache sprach Bürgermeister Hepp von der Halle als «Villmars guter
Stube» und «einem Aushängeschild des Kreises». Die Halle sei ein Ort der
Begegnung, der vor allem durch die örtlichen Vereine belebt werde.
Deswegen sei sie so etwas wie ein «Kulturtempel» für den Ort. Es sei ein
zähes politisches Ringen gewesen, bis die Halle habe gebaut werden
könnten, meinte Hepp. Mittlerweile seien alle froh, dass es sie gebe.
Ingrid
Pohl, die die Geschichte der Halle Revue passieren ließ, berichtete, dass
an dieser Stelle einmal eine Lahnmühle gestanden habe, deren älteste
urkundliche Erwähnung auf 1148 zurück datiert. Durch das Klicken der Mühle
werde die Halle heute im Volksmund noch «Klickermill» genannt. Als
direkter Vorgänger der Halle standen an dem Platz jedoch die Nassauischen
Marmorwerke Dyckerhoff & Neumann, die 1979 die Pforten geschlossen hätten.
Nach langem Ringen über einen Hallenstandort entschloss sich die
Gemeindevertretung unter dem Vorsitz von Bruno Ackermann dann 1980 den
Abriss der alten Fabrik bis auf das heute noch vorhandene und immer noch
Strom erzeugende Turbinenwerk daneben. Als Alternative für den
Hallenstandort waren laut Pohl die Fläche des heutigen Seniorenzentrums
«Lahnblick» sowie sogar der Brunnenplatz im Gespräch gewesen. Es gab sogar
Stimmen im Dorf, die lieber ein Hallenbad gehabt hätten.
200 000
Mark Zusatzkosten verursachte nach Pohls Bericht eine wegen des
Hochwasserschutzes in Lahnnähe nötige Pfahlgründung. Insgesamt waren 5,7
Millionen Mark in den Bau der von einem Architektenteam um Lothar Heil
gepanten Halle gesteckt worden. Doch die haben sich, so Hepps Fazit,
gelohnt. Denn nicht nur die örtlichen Vereine würden hier praktisch alle
ihre Kulturveranstaltungen durchführen. Die Halle werde darüber hinaus für
viele überregionale Tagungen genutzt.rok
Marktflecken Villmar,
20.11.2008
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Gäste aus Nah und Fern,
trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten,
Banken- und Regierungskrisen lassen wir uns die vorweihnachtliche Stimmung
nicht nehmen. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft. Das Miteinander auf dem
Weihnachtsmarkt trägt hier in besonderem Maße dazu bei.
Der Lichterglanz, die festliche Musik und die
beschauliche Kulisse rund um das Rathaus tragen dazu bei, eine Atmosphäre
aus feierlicher Besinnlichkeit, weihnachtlichem Ambiente, Gesang, Kultur,
vermischt mit dem Duft von Glühwein, zu vermitteln. Unser Weihnachtsmarkt,
zu dem alle Mitbürgerinnen und Mitbürger und Gäste aus Nah und Fern
eingeladen sind, wird immer wieder aufs Neue freudig erwartet.
Ich hoffe, dass die vorweihnachtliche
Stimmung durch die liebevoll aufgebauten Stände mit ihrem Schmuck und
Glanz und durch die Musik angeregt wird. Neben einer Vielzahl von
Basteleien werden Handarbeiten, kulinarische Genüsse, Holzarbeiten,
Puppenkleider, Teddybären und vieles andere mehr, angeboten. Groß und
Klein kommen voll auf ihre Kosten, ein Besuch lohnt sich.
Der diesjährige Weihnachtsmarkt findet
am Samstag, den 6. Dezember 2008 in der Zeit von 15.00 bis 21.00 Uhr
statt. Die offizielle Eröffnung ist um 16.00 Uhr.
Am Sonntag, den 7. Dezember 2008 beginnt
der Weihnachtsmarkt um 14.00 Uhr und endet um 20.00 Uhr.
Mein besonderer Dank gilt der AGV, der
Gemeindeverwaltung, dem Gemeindebauhof, vor allem den Marktbeschickern
sowie den kulturellen Vereinen, die durch ihre gute Zusammenarbeit und ihr
großes Engagement erneut zum Gelingen des Weihnachtsmarktes beitragen
werden.
Allen Gästen und Besuchern
wünsche ich einen angenehmen Aufenthalt, eine besinnliche und geruhsame
Adventszeit und frohe Weihnachten.
Herzlichst, Ihr
Hermann Hepp, Bürgermeister
NNP, 07.11.2008
Villmar-Aumenau.
«Energieeffizienz lohnt sich!», so lautet das Motto einer Ausstellung von
E.ON Mitte, die Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) am Mittwochabend
gemeinsam mit dem Leiter des Regionalzentrums Süd, Jörg Hartmann, und dem
Leiter der Mitte-Regio-Niederlassung in Wetzlar, Burkhard Meth, im
evangelischen Gemeindehaus in Aumenau eröffnet hat.
Hepp
betonte wie wichtig es in der heutigen Zeit sei, sparsam mit Energie
umzugehen. Nicht verbrauchte Energie sei immer noch die billigste. Er
zeigte sich erfreut darüber, dass die Gemeinde Villmar einen kompetenten
Ansprechpartner in Sachen Energieeinsparung habe, der allen Interessierten
zur Verfügung stehe. Hepp äußerte die Hoffnung, dass die Ausstellung auf
reges Interesse seitens der Bevölkerung stößt.
Mehr
Energieeffizienz senke die Energiekosten, ohne dass dabei auf Komfort
verzichtet werden müsse. Umweltbelastungen würden vermindert, knappe
Energievorräte geschont, und auch die regionale Wirtschaft profitiere von
mehr Energieeffizienz, fasste Hermann Hepp die Kernbotschaft der
Ausstellung zusammen. Mittels Schautafeln und Exponaten wird umfassend
darüber informiert, wie im häuslichen Bereich Energie effizienter genutzt
werden kann. An einem konkreten Beispiel eines Durchschnittshaushalts in
einem Einfamilienhaus werden die Energie-Umsätze in den verschiedenen
Verbrauchssektoren aufgezeigt und viele praktische Anregungen zur
Verbesserung der Energieeffizienz gegeben.
Die
Ausstellung ist noch bis 19. November, jeweils montags bis freitags, von
14 bis 18 Uhr geöffnet. Im Rahmen dieser Ausstellung sind alle
interessierten Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 13. November, um 19
Uhr in das evangelische Gemeindehaus zu einem Vortrag unter dem Thema
«Energieeffizienz ist mehr als Energiesparen» eingeladen. Der Vortrag wird
vom Energieberater Bernhard Noack gehalten, der an diesem Tag von 14 bis
18 Uhr für persönliche Fragen zum Thema Energieeffizienz zur Verfügung
steht.
Burghard
Meth betonte, dass sich die Ausstellung an Hauseigentümer und Mieter
richtet und auch für kommunale Einrichtungen wertvolle Anregungen zum
sinnvollen Umgang mit Energie bietet. Als besonderen Service stellt E.On
Koffer mit Energieverbrauchs-Messgeräten und verschiedenen
Energiesparlampen zum Ausleihen zur Verfügung. Der Strom- und
Wasserverbrauch der Haushaltsgeräte kann mit diesen Messgeräten direkt
überprüft werden. Messgeräte und Lampenkoffer können nach vorheriger
telefonischer Terminvereinbarung unter Telefon: (0 64 82) 9 12 10 bei der
Gemeindeverwaltung in Villmar ausgeliehen werden.hvo
NNP, 29.10.2008
Villmar. Die in der früheren
«Windgasse» in Villmar gefundenen Tonrohre stammen vermutlich aus dem 14.
Jahrhundert und sind damit deutlich älter als bisher angenommen. Zu diesem
Eregbnis kommt die Landesdenkmalpflege nach eingehender Untersuchung der
Rohre, die im Juni bei Kanalarbeiten in der Villmarer Zehntenstraße
gefunden worden waren und für Aufsehen gesorgt hatte.
Die Rohre
lagen in etwa 2,20 Metern Tiefe, rund 80 Zentimeter parallel zur alten
Friedhofskapellenmauer in Richtung Matthiaspforte (Peter-Paul-Straße).
Dieser von Fachleuten als sensationell angesehene Fund wurde von
Bürgermeister Hermann Hepp der zuständigen Bezirksarchäologin für den
Kreis Limburg Weilburg, Dr. Sabine Schade-Lindig vom Landesamt für
Denkmalpflege Hessen, gemeldet. Diese nahm jetzt die gut verwahrten
historischen Stücke in Villmar in Augenschein und freute sich insbesondere
über zwei noch völlig unversehrt erhaltene Ton-Wasserrohre, die nur einer
präzisen Bergung durch das Team der Firma Feikert mit Rainhard Stoll als
Baustellenleiter zu verdanken waren.
Die
Wissenschaftlerin stellte fest: «Es handelt sich um scheibengedrehte und
händisch nachgearbeitete Tonrohre im Tülle-Muffe-System. Die
Steckverbindung kann bei Bedarf mit Hanf abgedichtet gewesen sein. Sie
sind aus reduzierend, anschließend oxidierend gebranntem Steinzeug mit
einer partiellen Anflugglasur. Der gut aufbereitete Ton ist leicht bis
mittel gemagert bei einer Korngröße von 0,01 bis einem Millimeter.
Aufgrund der Machart des Tones ist eine Datierung in das 14. Jahrhundert
wahrscheinlich. Derartige Leitungen oder Leitungssysteme sind ein
Desiderat der Forschung und bisher nur aus der Stadt Lübeck beschrieben
worden.»
Die
Datierung der Rohre führt in eine interessante Zeit der Villmarer
Geschichte. Damals befand sich der Flecken Villmar auf dem Weg zu einer
Kleinstadt, denn 1346 erhielt Villmar bekanntlich die Stadtrechte. Die
Lage der gefundenen Tonrohre deutet nicht zuletzt auf eine für damals
moderne Wasserzufuhr zur Versorgung des nahegelegenen Klostergutes der
Trierer Mattheiser-Mönche.la
Marktflecken Villmar,
29.10.2008
Energieeffizienz lohnt sich!
Ausstellung informiert über Energieeffizienz
VILLMAR:
„Energieeffizienz lohnt sich!“ lautet das Motto einer Ausstellung, die der
Marktflecken Villmar gemeinsam mit der E.ON Mitte AG vom 6. bis 19.
November 2008 im Ev. Gemeindehaus in Aumenau präsentiert. Schautafeln und
Exponate informieren darüber, wie im häuslichen Bereich Energie
effizienter genutzt werden kann. Die Ausstellung ist werktags von 14 bis
18 Uhr geöffnet. Im Rahmen dieser Ausstellung sind alle interessierten
Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, den 13. November um 19:00 Uhr in das
Ev. Gemeindehaus zu einem Vortrag mit dem Thema „Energieeffizienz ist mehr
als Energiesparen“ eingeladen. Ebenfalls am 13. November stehen
Energieberater von E.ON Mitte von 14 bis 18 Uhr im Ev. Gemeindehaus für
persönliche Fragen zum Thema Energieeffizienz zur Verfügung.
Energieeffizienz bedeutet Sparen - ohne Komfortverzicht
Mehr
Energieeffizienz senkt die Energiekosten, ohne dass dabei auf Komfort
verzichtet werden muss. Umweltbelastungen werden vermindert, knappe
Energievorräte geschont und auch die regionale Wirtschaft profitiert von
mehr Energieeffizienz. Wie E.ON Mitte betont, richtet sich die Ausstellung
gleichermaßen an Hauseigentümer und Mieter und bietet insbesondere auch
für kommunale Einrichtungen wertvolle Anregungen zum sinnvollen Umgang mit
Energie.
Wo
liegen die Einsparpotenziale?
Insbesondere bei
Heizung, Warmwasserbereitung, Haushaltgeräten und Beleuchtung lässt sich
durch effiziente Technik und energiebewusstes Verhalten eine beachtliche
Menge Energie einsparen. Die Ausstellung zeigt an dem konkreten Beispiel
eines Durchschnittshaushaltes in einem Einfamilienhaus die Energieumsätze
in den verschiedenen Verbrauchssektoren auf und gibt viele praktische
Anregungen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Dabei geht es um die
Effizienzpotenziale bei der Gebäudehülle und der Wohnungslüftung sowie bei
der Heizungsanlage und den Rohrleitungen im Gebäude. Auch für die
Warmwasserbereitung, die Elektrogeräte im Haushalt und für die Beleuchtung
gibt es viele Tipps zum sinnvollen Umgang mit Energie.
Exponate zeigen die Effizienzverbesserung
Ansprechende,
zum Teil interaktive, Exponate veranschaulichen die verschiedenen
Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz ganz realistisch,
beispielsweise bei Verglasungen, elektronisch geregelten
Heizungsumwälzpumpen oder bei der Wärmedämmung von Außenwänden.
Der
Marktflecken Villmar und die E.ON Mitte AG laden alle interessierten
Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich ein.
Marktflecken, 21.10.2008
Neues
Urnengrabfeld auf dem Friedhof Villmar
Auf dem Friedhof
Villmar wird derzeit an der Gestaltung eines neuen Urnengrabfeldes
gearbeitet. Hierzu wurde bereits ein Teilbereich ausgeschachtet, in
welchem demnächst die Fundamente für die geplante Urnenstelenanlage
eingebaut werden. In diesem neuen Urnengrabfeld sind künftig folgende
Bestattungsmöglichkeiten vorgesehen:
Urnenstelen
Urnen-Rasengräber (ebenerdig, nur mit Platte im Rasen)
Urnen-Einzelgräber (mit Umrandung, Grabstein/Abdeckplatte)
Urnen-Doppelgräber (mit Umrandung, Grabstein/Abdeckplatte)
Urnen-Gemeinschaftsgrabanlage (mehrere Urnen in einem angelegten Feld, die
Namen der Verstorbenen stehen auf einer Bronzeplatte an einer kl. Stele)
Die Friedhofsordnung
und Gebührensatzung wird derzeit entsprechend der geplanten neuen
Bestattungsformen überarbeitet und geändert.


NNP, 13.10.2008
Die Jugend begeistert die
Senioren
Villmar. Auch in der Großgemeinde
Villmar steigt die Zahl der Senioren über 70 von Jahr zu Jahr
kontinuierlich an. Laut Bericht von Bürgermeister Hermann Hepp im Rahmen
des Seniorentages in der voll besetzten König-Konrad-Halle leben derzeit
im Flecken und den weiteren fünf Ortsteilen 1099 70-jährige und Ältere.
2004 waren es noch 982, im Jahr 2005 wurde die 1000er-Grenze
überschritten. Zum Seniorentag angemeldet hatten sich 288 Teilnehmer, 31
weniger als im Jahr 2006.
Die
Gemeinde und ihre Gremien stellten sich auf die wachsende Zahl der älteren
Generation ein, die auch in der Zunahme der Seniorenheime begründet sei.
Beim Wachstum der jungen Generation gingen Gemeindebedienstete zwar mit
gutem Beispiel voran, so der Bürgermeister angesichts einiger
Mutterschaftsurlaube, doch könne dies die allgemeine demografische
Entwicklung nicht entscheidend verändern. Die Bevölkerung sei aufgerufen,
für die Verbesserung des Kindersegens zu sorgen, damit auch in sieben
Jahrzehnten noch die Zahl der betagten Menschen auf dem heutigen Niveau
gehalten werden könne. Pfarrer Rudolf Hahn (Münster) hob in seiner
Ansprache analog dem 104. Psalm «Lobet den Herrn meiner Seele» den
Gedanken hervor, bei allem Leid, Trauer oder Verzagen im Alter sich an die
schönen Zeiten des Lebens zu erinnern und ein Selbstgespräch mit der
eigenen Seele zu führen.
Als älteste
Teilnehmerin des Seniorentages 2008 konnte die Bürgermeister zusammen mit
der Organisatorin und Moderatorin des Nachmittags, Ingrid Pohl, die
98-jährige Franziska Heiniger aus Seelbach mit einem Präsent und einem
Blumenstrauß auszeichnen. Des weiteren ehrten sie die 96-jährige Margarete
Greipl, Lina Bördner (95) und Hedwig Ries (94), wohnhaft im
Altenpflegeheim «Haus Lahnblick». Die ältesten Senioren waren Artur
Veitinger (Weyer/96), Dr. Curt Linß (Aumenau/92) und Otto Bauer (Aumenau,
90).
Heferinnen und Helfer
waren die Landfrauen Villmar und der Frauenchor Aumenau (Tischeindeckung,
Kaffeezubereitung, Bewirtung und Spüldienst), der Ausschuss Kultur, Sport
und Soziales, Renate und Arno Brahm von den Wanderfreunden «König-Konrad»
sowie Hausmeister Thorsten Blümel (Mädchen für alles).
Das
Programm gestalteten die Landfrauen Villmar mit einem Tanz, die
Jugendmusiker Lorenz Schröder (Klarinette) und Valerie Grimm (Saxophon)
mit zwei Musikstücken, die Kindertagesstätte «Kleine Raupe» Aumenau mit
einem Spiel über den Apfel, die Theatergruppe Villmar mit dem Einakter
«Kreiselspiele» und Kurt Hoffmann (Steeden), der mit dem Akkordeon das
gemeinsame Singen begleitete. mhz
Bürgermeister und die
ältesten Teilnehmer des Seniorennachmittags: (von links) Dr. Curt Linß,
Franziska Heininger, Otto Bauer, Hermann Hepp, Margarete Greipel, Hedwig
Ries und Artur Veiting. Fotos: Horz
NNP,
10.09.2008
Villmar. Der Quartettverein
1920 Villmar richtet zusammen mit den Kirmesburschen des Jahrgangs
1988/1989 die diesjährige Kirmes aus, die vom 11. bis 16. September
stattfindet.
Los geht es
bereits am Donnerstag, 11. September, 20 Uhr, mit einem Umtrunk und dem «Kennenlernen»
der Kirmesburschen im Gasthaus «Rathauseck». Am Freitag, 12. September,
wird ab 21 Uhr (Einlass 20 Uhr) Rock und Popmusik vom Feinsten
präsentiert, und zwar zunächst von «Miss Sunday» und dann von «Beaker’s
Mom»; Eintritt acht Euro, im Vorverkauf sechs Euro.
«Time to
get rocked» lautet das Motto der Coverband Beaker’s Mom. Mit ihrem
brandaktuellem Programm, unter anderem mit Songs von Linkin Park, Pink,
den Ärzten und Juli bis hin zu den Klassikern von Bon Jovi, AC/DC oder den
Guano Apes, reißen sie ihr Publikum mit und schaffen es innerhalb
kürzester Zeit, die Stimmung zum Überkochen zu bringen.
Als eine
der wenigen echten Frauenbands in der Region um Limburg spielt die Band
«Miss Sunday» Musik meist von Frauen, aber natürlich nicht nur für Frauen.
Größte Vorbilder sind die «Bangles» und «The Corrs», aber auch Madonna,
Carol King, Cindy Lauper oder Patti Smith. Das Programm erstreckt sich von
fetzigen Rock- und Popstandards bis hin zu gefühlvollen Balladen zum
Träumen und selbstverständlich auch eigenen Liedern.
Am Samstag, 13. September,
wird um 19 Uhr die Kirmes eingeholt, ab 20 Uhr beginnt der Kirmestanz mit
der Gruppe «No Limit» (Eintritt bis 21 Uhr frei, danach zwei Euro). Der
Kirmessonntag beginnt mit dem festlichen Kirmeshochamt um 9.30 Uhr;
anschließend wird dem Pfarrer und dem Bürgermeister jeweils ein Ständchen
dargeboten. Ab 11 Uhr gibt es dann den Frühschoppen im Kirmeszelt mit dem
Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Villmar und ab 17 Uhr Tanz mit
der Gruppe «No Limit», ab 19 Uhr Happy Hour. Der Montag wird von einem
Frühschoppen ab 11 Uhr mit den «Taunus-Oberkrainern» eingeläutet, ab 16
Uhr findet die Kirmesverlosung statt, und ab 17 Uhr wird wieder zu den
Klängen von «No Limit» getanzt. Die Kirmes endet am Dienstag, 16.
September, 18 Uhr, mit der Hammelübergabe, der Kirmesbeerdigung und einem
gemütlichen Beisammensein im Gasthaus «Rathauseck». (wu)
Die
Kirmesburschen sorgen für Stimmung: (unten, v. li.) Andreas Scheu, Felix
Brahm, Alexej Jaick, Gero Reichwein, Kirmeswirt Johann, Christian
Schermuly, Dennis Dernbach. Zweite Reihe: Manuel Krzyzniewski, David Brahm,
Lukas Fluck, Florian Flach, Mathias Behrla, Andre Blümel, Julien Reich,
Sascha Rosbach. Dritte Reihe: Philipp Alban, Chris Fritsch, David Jung,
Stefan Stähler, Nils Rubröder und Marvin Höhler. Abwesend: Lorenz Knie.
Foto: Volkwein
NNP,
09.09.2008
Villmar. Die Gemeindevertretung
Villmar hat einstimmig beschlossen, sich einen zugesagten
Zwei-Millionen-Zuschuss des Landes im Rahmen der Eigenkontrollverordnung (EKVO)
zu sichern. Der dafür nötige Nachweis über den Beginn der Bauarbeiten noch
in diesem Jahr soll in der Weyerer Hahnbergstraße erfolgen. Allerdings
bedeutet das noch längst nicht, dass der Marktflecken auch wie vom Land
gefordert die kommenden zehn Jahre wirklich insgesamt 5,72 Millionen Euro
in die Phasen zwei und drei des Sanierungsprogrammes in den Untergrund
aller sechs Ortsteile stecken wird.
Mit dem
Start der mit 11 000 Euro allergünstigsten Maßnahme in der Hahnbergstraße
lässt sich die Gemeindevertretung alle Optionen für die Zukunft offen.
Jedoch müsste sie den Zuschuss mit Zinsen zurückzahlen, wenn sie die
angegebenen Maßnahmen nicht innerhalb der vorgegebenen Frist umsetzt.
Ebenfalls wäre dann, sollte sich landespolitisch nichts Grundlegendes
ändern, mit Ärger mit Wiesbaden zu rechnen, wenn die Gemeinde ihrer
Kanalerneuerungspflicht nicht nachkommt. Die SPD-Fraktion habe erhebliche
Bauchschmerzen, alles umzusetzen, erklärte Ulrich Pohl. Denn man wisse
nicht, wie hoch die Kosten für alles wirklich würden, wenn man den Boden
erst einmal öffne. Die Bürger würden durch die Umsetzung der EKVO
erheblich belastet, durch Anliegergebühren und höhere Abwassergebühren.
Ebenfalls werde der künftige Handlungsspielraum der Gemeinde deutlich
eingeschränkt. Darum forderte Pohl, die Sanierung zu strecken, falls die
Gemeinde mit dem derzeitigen Zeitplan überfordert werde. Es herrsche noch
Diskussionsbedarf, wie Villmar EKVO am besten finanzieren könne, meinte
auch der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Roland Laux (CDU).(rok)
Aufruhr in Aumenaus
Garten-Idylle
Von
Rolf Goeckel
Villmar-Aumenau.
Als Ute und Wolfgang Kramer vor mehr als 20 Jahren ein
Holzhäuschen auf ihr Gartengrundstück im Aumenauer «Bangert» gebaut
haben, schufen sie sich eine kleine Idylle. Fast jeden Abend, an
Wochenenden sowieso, hielten sie sich mit ihren Kindern hier auf.
Rechtlich schien alles einwandfrei: Für das Häuschen besaßen sie eine
schriftliche Baugenehmigung. Und auch die überdachte Terrasse hatte das
Gemeindebauamt zumindest mündlich genehmigt, wie Ute Kramer berichtet.
Jetzt soll die Überdachung entfernt werden, schreibt das Kreisbauamt.
Mehr noch: Auch ein winziges Gerätehäuschen (Rauminhalt 2,88 Kubikmeter)
sollen die Kramers abreißen. Das Kreisbauamt droht mit Zwangsgeld und
Ersatzvornahme. Ute Kramer ist fassungslos: «Das darf nicht wahr sein.»
So wie Ute und Wolfgang Kramer geht es in diesen Tage vielen Aumenauern,
die im «Bangert» oder anderswo in der Gemarkung Aumenau ihr kleines Idyll
geschaffen haben: Ein Häuschen, ein paar Pflastersteine, ein Zaun, ein
Regenfass, eine befestigte Grillecke, ein Stapel Brennholz. Vieles davon
sei illegal, wie das Kreisbauamt vor knapp einem halben Jahr feststellte.
Sogar ein Holzbretterzaun und eine rot-weiße Kette wurden von der
Limburger Baubehörde als unzulässig eingestuft, berichtet Ute Kramer.
Auch Metzgermeister Johannes Müller versteht die Welt nicht mehr: Sein
kleiner Geräteschuppen soll ebenso weg wie ein kleiner Anbau an sein
Holzhaus, in dem er einen Sonnenschirm und ein Stromaggregat aufbewahrt.
1990 haben er und seine Frau Brunhilde das Häuschen im «Bangert»
erworben. «Das kommt mir vor wie bei der Vertreibung 1945, damals mussten
wir auch innerhalb von ein paar Stunden alles zusammenpacken», empört
sich der Ehrenobermeister Müller, für den sein Gartenhäuschen die einzige
Möglichkeit ist, ein wenig Ruhe zu finden, wie er sagt. Als besonders
kleinlich empfindet er, dass das Kreisbauamt sogar ein paar
Gehwegsplatten moniert, die Müller in seinem Garten verlegt hat. «Das ist
doch alles völlig übertrieben».
Von behördlichen Übertreibungen spricht auch Bürgermeister Hermann Hepp
(CDU), der den Aumenauern Hilfe zugesagt hat. Auf seine Anregung bereitet
die Gemeinde eine Resolution vor, die dem Parlament am 4. September zur
Verabschiedung vorgelegt werden soll. Darin soll das Kreisbauamt
aufgefordert werden, einen Großteil der bestehenden Bauten wenigstens zu
dulden, um den Bürgern den Abriss zu ersparen. Nach der Hessischen
Bauordnung sei dies durchaus möglich, so Hepp. Sollte dies nicht
funktionieren, müsse die Angelegenheit an höherer Stelle, notfalls im
Wiesbadener Wirtschaftsministerium, entschieden werden. «Wenn es mit dem
Kreisbauamt nicht geht, muss eine politische Lösung her», bezog Hepp in
der NNP klar Stellung.
Gleichwohl werde die Gemeinde alles tun, um noch einen Großteil der jetzt
als illegal eingestuften Bauten nachträglich zu legalisieren. Sämtliche
18 Bebauungspläne für den Außenbereich, darunter auch der Aumenauer «Bangert»,
würden derzeit überarbeitet, um sie gegebenenfalls im Sinne der
Grundstückseigentümer zu ändern. Was sich mit einer Bebauungsplanänderung
nicht lösen lasse, müsste dann allerdings per Duldung oder großzügiger
Befreiungsregelungen entschieden werden. Für Hepp ist unverständlich,
warum das Kreisbauamt so strikt auf der in Hessen gültigen Obergrenze von
30 Kubikmeter umbauten Raum im Außenbereich beharrt. «Die Gemeinde
Villmar hätte keine Probleme, Befreiungen auszusprechen», so der
Bürgermeister, der auch auf deutlich großzügigeren Regelungen für
Außenbereichsbauten im benachbarten Rheinland-Pfalz hinweist.
Wie genau die Mitarbeiter des Kreisbauamts hingesehen haben, zeigt das
Beispiel von Annemarie Kummer, die im Bereich «Spitzgärten», ein
Gartengelände, das sich dem «Bangert» zur Lahn hin anschließt, einen
Garten mit einer Laube (Größe: 13,26 Kubikmeter) besitzt. Dort, so heißt
es in einem Schreiben der Limburger Behörde, wurden diverse Verstöße
gegen das Hessische Naturschutzgesetz (HeNatG) festgestellt. Gegen den
Hessischen Naturschutz verstößt demnach eine Holzbank, ein mit Gittern
eingefasster Kompost und eine Feuerstelle. Vorrichtungen, die seit Anfang
der 60er Jahre bestehen, seinerzeit aufgestellt von Annemarie Kummers
Vater Erich Scheu. «Das ist doch wirklich lachhaft», meint die
Aumenauerin, die besonders im Falle der vor 50 Jahren aufgestellten
Holzbank nicht bereit ist, nachzugeben. «Holzbänke stehen in jedem Wald,
dann müssten die dort auch alle rechtswidrig sein», sagt sie. Aber auch
die von der Behörde angedrohte Beseitigung der Laube kann sie nicht
verstehen. «Die wird sogar von Paddlern regelmäßig als Unterstand
genutzt.» Außerdem werde sie derzeit von Vögeln bewohnt, weshalb sie den
Naturschutz eingeschaltet habe. Wenn man den Leuten ihre Häuschen
wegnehme, so meint sie, werde alles, was zurzeit noch sauber gepflegt
erscheint, in Kürze «verkommen», ist sie überzeugt. «Das Ganze erscheint
mir wie eine Beschäftigungstherapie für das Kreisbauamt», schimpft
Annemarie Kummer.
Das Kreisbauamt wies auf Anfrage der NNP lediglich auf die geltende
Rechtslage hin; zu Einzelfällen will man sich dort nicht öffentlich
äußern. Danach besitzen die von den Kommunen erlassenen Bebauungspläne
Rechtskraft; Nebenanlagen könnten je nach Festlegung ausgeschlossen
werden, Aufstellung und Änderung der Bebauungspläne liege in der Hoheit
der Gemeinden, teilte die Pressestelle des Kreises mit.
Die Aumenauer Bürger sind gleichwohl entschlossen, sich ihre Häuschen,
Gartenwege und Ruhebänke und Holzstapel nicht nehmen zu lassen. Eine vor
wenigen Tagen gestartete Unterschriftenaktion hat offenbar eine so breite
Resonanz gefunden, dass die Liste schon kommende Woche Donnerstag an
Bürgermeister Hepp übergeben werden soll.
NNP,
21.08.2008
Villmar.
Der Abwasserverband Runkel-Villmar wird voraussichtlich Anfang des
kommenden Jahres oberhalb des Spielplatzes in der Straße «Am Lahnufer»
in Villmar ein Regenrückhaltebecken (RÜB) errichten. Damit, so
Verbandsvorsteher Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) und Geschäftsführer
Matthias Fink vom Kläranlagenbetriebsverband Ems- und Wörsbachtal
gestern bei einer Ortsbesichtigung, wird eine Auflage der Unteren
Wasserbehörde erfüllt. Das geplante Bauwerk soll mit rund 450 000 Euro
zu Buche schlagen, wobei das Land einen Zuschuss von 195 000 Euro in
Aussicht gestellt habe, so Hepp.
Das geplante Regenüberlaufbecken soll die Kläranlage in Steeden
entlasten, indem Niederschlagswasser nach starken Regenfällen zunächst
zurückgehalten wird und – zeitversetzt – der Kläranlage wieder
zugeleitet wird, erläuterte Fink. Bei Starkregen fließt derzeit ein Teil
des Regenwassers, und damit natürlich auch des Schmutzwassers, aus der
Mischkanalisation in die Lahn. Ein Zustand, der spätestens ab 2010 nicht
mehr zulässig ist, so Fink und Hepp. Deshalb müsse Niederschlagswasser
künftig aufgefangen und der Kläranlage zugeleitet werden. Nicht zuletzt
werde damit auch die Lahn von Schmutzwasser entlastet. Finanziell
entlastet werde aber auch der Abwasserverband und damit der Gebühren
zahlende Bürger: Mit Inbetriebnahme des Regenüberlaufbeckens werde
weniger Abwasserabgabe zu zahlen sein.
Für den Bau des RÜB wird ein Teil der Straße am Lahnufer aufgerissen
werden, wobei Straßensperrungen auf ein notwendiges Minimum beschränkt
werden sollen, so Fink. Um den Spielplatzbetrieb nicht unnötig zu
belasten, soll die Bauzeit in die Wintermonate gelegt werden. Hepp
stellte klar, dass der Spielplatz nicht verkleinert wird; lediglich die
zur Straße hin gelegene Böschung müsse wohl in Richtung Lahn etwas
verschoben werden. Die Fläche des Regenüberlaufbeckens inklusive
Zuleitungen beträgt laut Fink 40 mal vier Meter, bei einer Höhe von 1,75
Metern.
Angeschlossen werden die Straßenzüge zwischen König-Konrad-Halle und
Struther Weg, damit rund zwei Drittel der Villmarer Häuser. Mit dem 1984
zu klein geratenen Nachklärbecken in Steeden hat der RÜB-Bau rein gar
nichts zu tun, erklärte Fink und trat damit anderslautenden Gerüchten in
Villmar entgegen. Ursache, so Hermann Hepp, seien vielmehr die seitdem
in Villmar entstandenen Neubausiedlungen und die Zunahme der starken
Regenfälle, wie zum Beispiel Anfang Juni in Teilen von Aumenau und
Villmar. (goe)
Villmar, 21.08.2008
Bürgermeister stimmt der geplanten Grillfeier der KAB
im Nikolaus-Homm-Park am kommenden Sonntag, den 24.08.2008 NICHT zu
Bürgermeister Hepp
sieht den alten Friedhof, der dem ehemaligen Pfarrer und Ehrenbürger
Villmars, Nikolaus Homm als Park mit Gedenkstein gewidmet wurde, als
Stätte der Ruhe und der Begegnung, der nicht als Grillplatz
zweckentfremdet werden sollte.
Gelegentliche Konzerte
in mit der Gemeinde abgestimmten Rahmen sind möglich.
Villmar, 14.08.2008
Auf Grund der Nachfragen von
interessierten Bürgern und Geschäftsbetrieben nach einer DSL-Anbindung des
Ortsteils Villmar setzte sich Bürgermeister Hermann Hepp mit der Telekom
in Verbindung. Seitens der Telekom wurde nunmehr ein voll-ständiger
Breitbandausbau in der Gemeinde Villmar geprüft.
Die Telekom teilte mit, dass
seitens der Gemeinde nur für die Versorgung des Ortsteils Villmar eine
Kostendeckungslücke durch die Kommune in Höhe von 240.000 € netto zu
schließen sei. Hierbei, so ein zuständiger Vertreter der T-Mobile
Deutschland GmbH, sei die Deutsche Telekom AG bereits von einer Anbindung
von 40% der Haushalte des Ortsteils Villmar ausgegangen. Diese enorme
Investitions-summe sei erforderlich für den Trassenausbau einerseits und
die technische Anbindung andererseits. Demnach, so Bürgermeister Hermann
Hepp, scheidet eine Realisierung des Projektes über die Telekom aus
wirtschaftlichen Gründen aus.
Allerdings bestehen auch
Alternativen zur DSL-Versorgung durch die Telekom, so Bürgermeister Hepp.
Unter Einbeziehung der Wirtschaftsförderung Limburg-Weil-burg-Diez GmbH
werden Kontakte zu anderen Anbietern im Bereich der Breit-bandversorgung
aufgenommen und Alternativlösungen geprüft. Sobald hierzu nähere
Einzelheiten vorliegen, wird die Gemeindeverwaltung informieren.
NNP, 05.08.2008
Villmarer Bildstock wieder
aufgebaut
Villmar. Was
lange währt, wird endlich gut. Gemeint ist der Wiederaufbau eines
Bildstockes unmittelbar in der Nähe des Friedhofes, an der rechten Seite
der Landstraße von Villmar nach Aumenau. Er stand 1999 verkehrsregelnden
Maßnahmen der Planer im Wege und musste abgebaut werden. Dabei ging die
über 250 Jahre alte Votivtafel aus Marmor zu Bruch. Das historische Stück
wurde vom damaligen Vorsitzenden des Verschönerungsvereins, Rainhard
Kasteleiner, gesichert und ist von Alfons Stein, Mitglied des Vereins,
fachmännisch zusammengefügt und überarbeitet worden. Seit 1986 trägt der
Verein unter seinen Vorsitzenden Peter Rossbach, Rainhard Kasteleiner
sowie Wolfgang Schön, Sorge für den Erhalt dieser geschichtsträchtigen
religiösen Kulturdenkmäler.
Über 24 marmorne Votivtafeln und Kreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert,
die im heutigen Ortsbereich oder in der Gemarkung platziert sind, wurden
in der Zwischenzeit restauriert oder überarbeitet. Einige Bildstöcke
mussten sogar neu aufgerichtet werden. Jetzt fand nach sage und schreibe
neun Jahren der sogenannte «Fußfall», der 1756 zu Ehren der Heiligen
Joachim, Maria und Anna von einem Unbekannten gestiftet wurde, eine neue
Bleibe. Seinen erneuten Aufbau übernahmen die Vorstandsmitglieder
Johannes Heun und Uwe Tewes unter der Leitung des Maurer-Fachmanns Georg
Heun, ebenfalls Mitglied des Vereins. Alle nötigen Arbeiten wurden
ehrenamtlich und ohne Vergütung ausgeführt.
Auf der Votivtafel aus grauem Villmarer Marmor sind im Flachrelief
kunstvoll das Kreuz, der heiligen Joachim, die Mutter Maria und die
heiligen Anna dargestellt. Die eingemeißelte Beschriftung hält die
einrucksvollen Worte fest: «WISET DAS DER HERR SEINE HEILIGEN WUNDERLICH
GEMACHT HATT; DER HERR WIRD MICH ER HÖREN WANN ICH ZU IM RUFFEN WERDE.
PESALM 4 XW 4 ANO 1756». Die künstlerische Arbeit dürfte dem damaligen
Villmarer Stein- und Bildhauer Burghardus Hax zugeordnet werden.
Übrigens: Der im Volksmund bezeichnete «Foußfall» veranlasste
Jahrhunderte die Vorübergehenden bei der Betrachtung zu einer
ehrfurchtsvollen Kniebeuge und zu einer Bekreuzigung. (la)
WTB, 25.07.2008

NNP, 19.07.2008
Villmar-Weyer. «Das Dorf ist
insgesamt viel ansehnlicher geworden. Die Bürger sind sehr zufrieden»,
sagte Beigeordneter Alfred Georg (SPD) bei einem Ortstermin anlässlich
des Abschlusses der Dorferneuerung im Villmarer Ortsteil Weyer. Eine
wirkliche Erfolgsgeschichte nannte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) die
acht Jahre Dorferneuerung in seinem Heimatdorf. Es sei gelungen, den Ort
baulich deutlich aufzuwerten. Genauso von Bedeutung sei aber, dass es
gelungen sei, neue junge Familien in den Dorfkern zu bekommen. Die neu
Zugezogenen seien über das rege Vereinsleben vom Sport bis zur
Bambini-Feuerwehr sehr gut in die Weyerer Gemeinschaft integriert
worden.
60 private Projekte wurden
von 1998 bis 2006 gefördert. Zusammen lagen die förderfähigen Kosten
hierfür bei 1,13 Millionen Euro. Das Land Hessen gewährte insgesamt
Zuschüsse in Höhe von 392 000 Euro. Weiterhin gab es aus Wiesbaden noch
578 000 Euro für 20 kommunale Projekte.
«Es wird auch nach Abschluss der Dorferneuerung Weyer ein großes Anliegen
der Gemeinde bleiben, ihre Ortskerne aufzuwerten», versprach der
Bürgermeister. Deshalb sei ja von der Gemeindevertretung der Beschluss
gefasst worden, die kommenden zehn Jahre keine zusätzlichen Neubaugebiete
aufzulegen. Private Bauherren aller sechs Ortsteile, die alte Gebäude
modernisieren wollten, könnten nach wie vor kostenlose
Erstberatungstermine mit einem Facharchitekten über die Verwaltung
vereinbaren.
Nachdem die Ortsteile Villmar und Weyer die Dorferneuerung durchlaufen
hätten, komme als nächstes Aumenau an die Reihe. Dort werde die
Auftaktveranstaltung zur Dorferneuerung am 14. August stattfinden,
kündigte Hepp an. Um den Bürgern die Teilnahme schmackhafter zu machen,
hatte Hepp zum Ortstermin auch drei Frauen eingeladen, die im Weyerer
Ortskern in modernisierten, alten Häusern wohnen. Sonja Gilberg ist ein
Weyerer Urgestein. Zu ihrer Jugendzeit war sie, wie sie selbst
berichtete, nach Frankfurt «ausgewandert». Irgendwann zog sie es aber ins
Haus ihrer Vorväter in der Klosterstraße, eine ehemalige Landwirtschaft,
zurück. Da kam die Dorferneuerung ihr gerade Recht, um die alte
Lehmfachwerkscheune sanieren zu lassen, «um sie vor dem Ruin zu retten».
Seit drei Jahren läuft die Sanierung. Der Innenausbau ist aber vorerst
auf Eis gelegt. Ihre beiden Söhne wollen nicht im Weyerer Ortskern
wohnen.
Andere dagegen zieht es von der Stadt aufs flache Land. Doris Heß hat
sich mit ihrem Mann Erik sowie den Kindern Sascha (16) und Denise (13)
ein zuletzt leer stehendes Haus des Baujahres 1890 in der Ortsdurchfahrt
in der Laubusstraße gegenüber dem Brunnenplatz gesichert, das vorher
einer mittlerweile verstorbenen Rentnerin gehört hatte. Familie Heß hatte
vorher in Hofheim gewohnt. Als Doris Heß Freunde in Brechen besuchte,
fand sie aber sofort Gefallen an der ländlichen Region hier. «Die Natur
bringt ein Stückchen Lebensqualität», war sie begeistert. Nachdem die
Kinder zunächst Bedenken hatten, die gewohnte Umgebung verlassen zu
müssen, haben sie sich mittlerweile gut eingelebt. Heß erzählte aber
auch, wo die Schwächen des Dorferneuerungsprogrammes des Landes liegen.
Weil die Familie, da außer der Außenwand an dem Gebäude alles erneuert
werden musste, sofort mit der Renovierung los legen wollte, gab es keine
Zuschüsse. Auf die vage Aussage des Planers «Dieses Jahr ist der Topf
leer. Eventuell gibt es etwas nächstes Jahr» konnten und wollten sie sich
nicht verlassen.
Somit gaben sie für ihr neues Heim 250.000 Euro aus. «Mehr als uns ein
Neubau gekostet hätte», berichtete Heß. Dennoch ist sie mit ihrem neuen
Eigenheim zufrieden. Einziges Ärgernis für Doris Heß ist die Raserei in
der Weyerer Ortsdurchfahrt und der Schwerlastverkehr.
Hepp dankte zudem Resi Wirbelauer für die Pflege des Brunnenplatzes in
der Untergasse sowie dem Obst- und Gartenbauverein, der sich um mehr Grün
und die Aufstellung von Sitzgelegenheiten in und um Weyer herum bemüht.
«Leute sollten sich viel stärker für ihren Ort einbringen», ist
Heß'Meinung. Einmal am Tag für die Allgemeinheit einen Blumenkasten zu
gießen, das könne jeder. Für Alfred Georg, der viel durch Südamerika
reiste, schon in Metropolen wie München oder Düsseldorf wohnte, ist Weyer
das schönste Fleckchen der Welt: «Wenn ich in den Ort fahre, den Kuhmist
rieche, weiß ich, hier bin ich daheim».(rok)
Marktflecken, 14.07.2008
Baden
Verboten
Aus gegebenem Anlass weist das
Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz, Außenbezirk Wetzlar darauf hin, dass
das Baden in und an der Schleuse Villmar verboten ist. Örtlich vorhandene
Schilder weisen darauf hin, dass es sich hier um Betriebsgelände handelt,
dessen Betreten Unbefugten strengstens untersagt ist. Bei Überschreitungen
des Verbotes kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen.
Die Wasserschutzpolizei
hat den Auftrag Kontrollen durchzuführen, und jeden Übertretungsfall
rücksichtslos zur Anzeige zu bringen.
NNP, 09.07.2008
Faszination Chemie
Villmar. Die Jugendpflege Villmar
hat im Rahmen ihres Sommerferienprogrammes naturwissenschaftliche Tage
für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren im neuen Jugendraum in der
König-Konrad-Halle angeboten.
Der Villmarer Jugendpfleger Helder Machado zeigte sich erfreut darüber,
dass an zwei Tagen jeweils 15 Kinder das Angebot angenommen hatten und
mit großem Interesse die verschiedenen Themen verfolgten. Los ging es mit
dem Thema Insekten. Hierbei wurden keine Versuche mit oder an den
Krabbeltieren durchgeführt, sondern man erforschte gemeinsam deren
faszinierende Fähigkeiten. Am Nachmittag ging es weiter mit dem Thema
Energie und deren Umgang im alltäglichen Leben. Die Kinder lernten
einiges über Energiesparlampen, Solarenergie, Wärmeenergie und
Bewegungsenergie. Energie, was ist das eigentlich? Wo kommt sie her?
Wofür (ver)brauchen wir sie? Versuche zu diesem Thema rundeten das
Programm des ersten Tages ab.
Am darauffolgenden Tag stand
gleich zu Beginn Physik auf dem Plan. Hierzu hatten sich erneut 15 Kinder
im Jugendraum versammelt, um durch physikalische Versuche zu lernen, wie
Dinge funktionieren, wie sich Wirkungen gegenseitig beeinflussen und
warum manche Gegenstände so plötzlich ihre Form verändern. Zum Abschluss
erfuhren die Kinder am Nachmittag, dass Chemie gar nicht so langweilig
ist wie oft behauptet. Neue, interessante und lustige Versuche aus dem
Chemiebaukasten begeisterten die Kinder, Mitmachen und selbst
Ausprobieren standen hier an erster Stelle.
Alle Veranstaltungen wurden von dem erfahrenen Referenten Johannes Rech
von „Young scientists“ geleitet. Sämtliche Experimente und Versuche waren
natürlich völlig ungefährlich, und damit die Kleidung keinen Schaden
nahm, bekamen die Kinder Schutzkleidung übergezogen. Sowohl der
Jugendpfleger Helder Machado als auch die teilnehmenden Kindern waren mit
dem Verlauf der beiden naturwissenschaftlichen Tage hoch zufrieden. An
zwei Tagen wurde von der Jugendpflege in Kooperation mit „young
scientists“ ein interessanter Einblick in verschiedene Spektren der
Naturwissenschaften gegeben und auf einfache verständliche Art den
Kindern nahegebracht.
Abschließend wies Helder Machado darauf hin, dass die nächsten Wochen
noch eine Vielzahl an Aktivitäten, teilweise in Kooperation mit der
Jugendpflege Selters/Brechen, angeboten werden. So ging es gestern zum
Hessischen Rundfunk, und am morgigen Donnerstag startet der
Vectus-Erlebnistag, Sicherheitskurs für Kinder im Inline Skating auf dem
Vereinsgelände der Leichtathletikfreunde Villmar stehen am 11. Juli auf
dem Programm, und eine große Kanutour findet am 29. und 30. Juli statt.
Für nähere Infos zu dem gesamten Programm steht die Jugendpflege Villmar,
Helder Machado, unter Telefon: (0 64 82) 60 77 17 zur Verfügung. (hvo)
NNP, 01.07.2008
Villmar.
Das Villmarer Gemeindeparlament hat die
Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Eckgrundstück Weilburger
Straße/Struther Weg beschlossen. Damit werden die planerischen
Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Supermarktes auf dem Gelände
der ehemaligen Steinmetzfirma Engelbert Müller geschaffen, wie
Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) auf NNP-Anfrage berichtete.
Ob und wann der Supermarkt tatsächlich
kommt, sei allerdings unklar, so der Bürgermeister. Die Gemeinde schaffe
mit der Ausweisung eines Sondergebiets „Lebensmittelmarkt“ lediglich die
Grundlage dafür. In einem Abweichungsverfahren mit den überörtlichen
Planungsbehörden müsse im Zuge der Bauleitplanung noch geklärt werden,
ob hier ein weiterer Lebensmittelmarkt überhaupt zulässig ist, sagte
Hepp. In Unterzentren wie Villmar dürften Märkte lediglich zur
Versorgung der eigenen Bevölkerung errichtet werden.
Geprüft wird außerdem der Bau einer eigenen
Linksabbiegespur von der Weilburger Straße, die vom Amt für Straßen- und
Verkehrswesen Dillenburg (ASV) noch zu genehmigen ist. Die Kosten von
geschätzten 70 000 Euro gehen laut Bürgermeister Hepp ausschließlich zu
Lasten des Investors. Über eine Mitfinanzierung durch die Gemeinde
könnte allenfalls nachgedacht werden, wenn Besucher des Friedhofs den
gegenüberliegenden Parkplatz nutzen könnten und der Verkehr auf dem
Struther Weg verringert würde. (goe)
Villmar-Weyer. Neben einigen verkehrsregelnden Maßnahmen in
den einzelnen Ortsteilen befasste sich der Gemeindevorstand unter
anderem mit der Verkehrssituation in der Lahnstraße in Aumenau. Hier
wurde beschlossen, aufgrund der bisher nicht verbesserten Parksituation
das Parken in Parkbuchten zu prüfen. Weiterhin wurde einem Elternantrag
zur Verlegung der Schulbushaltestelle in Weyer entsprochen. Aus
sozialverträglichen Gesichtspunkten sprach sich der Gemeindevorstand für
eine Verlegung in den Bereich des Festplatzes an der Untergasse aus.
Diese Möglichkeit möchte die Gemeinde nunmehr über den Landkreis von der
lokalen Nahverkehrsgesellschaft prüfen lassen. (nnp)
Marktflecken, 25.06.08
Neben einigen
verkehrsregelnden Maßnahmen in den einzelnen Ortsteilen befasste sich der
Gemeindevorstand unter anderem mit der Verkehrssituation in der
Lahn-straße in Aumenau. Hier beschloss der Gemeindevorstand auf Grund der
bisher nicht verbesserten Parksituation das Parken in so genannten
Parkbuchten zu prüfen.
Weiterhin wurde einem
Elternantrag bzgl. einer Verlegung der Schulbushaltestelle im Ortsteil
Weyer entsprochen. Aus sozialverträglichen Gesichtspunkten sprach sich
der Gemeindevorstand für eine Verlegung in den Bereich des Festplatzes in
der Untergasse aus. Diese Möglichkeit möchte die Gemeinde nunmehr über die
zuständige Stelle beim Landkreis von der lokalen Nahverkehrsgesellschaft (LNG)
prüfen lassen.
NNP, 09.06.08
Villmar. Die Kommunalpolitische
Vereinigung Limburg-Weilburg (KPV) lädt alle CDU-Mandatsträger zum
zweiten Teil des Seminars „Doppische Haushaltsführung“ für Freitag, 13.
Juni, 18 Uhr, in die König-Konrad-Halle nach Villmar ein.
Hans-Dieter Wieden, ehemals Leiter des Finanzamtes Weilburg, der den
ersten Teil des Seminars durchgeführt hat, freut sich auf den zweiten
Teil. Wieden, der Vorsitzender der ACDJ im Lahn-Dill-Kreis ist, arbeitet
eng mit der Hessischen Akademie für politische Bildung in Hessen
zusammen. Doppische Haushaltsführung ist ein komplexes Thema und
gewöhnungsintensiv für die ehrenamtlichen Mandatsträger im Landkreis.
Kreisvorsitzender Eberhardt H. Spilke würde sich freuen, wenn wieder
viele ehrenamtliche Mandatsträger teilnehmen. (nnp)
NNP, 30.05.08
Feldwege in einem
guten Zustand
Wie Bürgermeister Hepp
gegenüber unserer Zeitung berichtete, sind gerade die bituminös
ausgebauten Feldwege in einem guten Zustand.
In den letzten Jahren
wurden hier durch die Mittel der Jagdpacht über 10 Km Feldwege aus der
Zeit der Flurbereinigung erneuert. So stellt die Gemeinde ihren Anteil aus
der Jagdpacht, überwiegend aus der Waldfläche resultierend, in voller Höhe
für die Feldwegeerneuerung zur Verfügung. Im Durchschnitt der letzten
Jahre wurde dadurch ein jährlicher Betrag in Höhe von ca. 35.000,-- € in
die Feldwege investiert.
Die noch verbleibenden
Erneuerungswünsche müssen aus der Jagdpacht der nächsten Jahre in Angriff
genommen werden. In Übereinstimmung mit den Jagdgenossenschaften ist sich
der Bürgermeister im Klaren, dass nicht alles in einem Jahr erledigt
werden kann. Anträge im Einzelnen sind an die Jagdgenossenschaften der
jeweiligen Ortsteile zu richten.
NNP, 29.05.08
Villmar. Wieviel Wasser fließt
gerade in den Hochbehälter Villmar? Ein Blick auf den Computer, und der
Wassermeister ist sofort im Bild. Die moderne Fernwirkanlage der Gemeinde
Villmar sorgt dafür, dass viele relevanten Daten aus dem
Versorgungsgebiet in Echtzeit in der Zentrale im Brotweg abrufbar sind.
Das schafft Sicherheit und beugt Ausfällen vor. Denn auch eine Störung
wird per Datenleitung umgehend an die Zentrale gemeldet – die Mitarbeiter
der Gemeinde können sofort eingreifen. Es kostet aber auch eine Menge
Geld, so die SPD-Gemeindevertreter René Khestel aus Weyer, zugleich
Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses, und Ulrich Aumüller, Villmar.
Das System werde seit Jahren ausgebaut und verschlinge einiges an Geld.
Eine Vielzahl neuer Überwachungspunkte könne man an den Richtfunkantennen
an Straßenlaternen und Verkehrsschildern erkennen, aber noch nicht alle
Punkte werden überwacht, so die SPD-Vertreter.
Die SPD-Fraktion möchte deshalb von der Gemeinde wissen, so der Sprecher
Ulrich Aumüller, was die Fernüberwachung bisher kostete und was noch in
den nächsten Jahren auf die Gemeinde zukommt. Außerdem soll der
Gemeindevorstand Aussagen zu den dadurch erreichten Einsparungen machen.
(nnp)
Villmar, 28.05.08
In seiner jüngsten Sitzung
konnte sich der Gemeindevorstand ein Bild vom Parkettboden der Volkshalle
Weyer machen. Der bereits im Jahr 1953 verlegte Boden wurde in den
Folgejahren des öfteren saniert; zuletzt vor 10 Jahren. Auf Grund des
derzeit schlechten Parkettzustandes in der Halle und im Vereinsraum, ließ
sich der Gemeindevorstand fachtechnisch beraten. Verlautbarungen, wonach
der Hallenboden nicht mehr sanierungsfähig sei, wurde eine klare Absage
erteilt.
Mit der Vorlage des Haushalts
2009 werden entsprechende Haushaltsmittel veranschlagt, so Bürgermeister
Hermann Hepp. Es sei erforderlich, dass der Boden in der Halle sowie im
Vereinsraum abgeschliffen und eine Rollgrundierung aufgetragen wird.
Anschließend soll der Boden mehrmals lackiert werden. Bereits im laufenden
Jahr sollen als zusätzlicher Bodenschutz an allen Stühlen und Tischen so
genannte Filzgleiter angebracht werden.
Villmar, 28.05.08
Neue Försterin
Weiterhin beschäftigte sich
der Gemeindevorstand mit der Neubesetzung der Revierförsterstelle für die
seit der Forstreform zusammengelegten Reviere Villmar und Limburg. Mit
Wirkung zum 01.02.2009 wird der bisherige Revierleiter, Herr Forstammann
Kurt A. Walter, in den Vorruhestand treten. Nach einer internen
Stellenausschreibung seitens Hessen-Forst wurden den Kommunen Villmar und
Limburg Bewerbungen vorgelegt. Nach den Vorstellungsgesprächen, an welchen
auch das Forstamt Weilmünster, teilnahm, sprachen sich sowohl der
Magistrat der Stadt Limburg als auch der Gemeindevorstand des
Marktfleckens Villmar dafür aus, die Revierleiterstelle der Forstbeamtin
Nadine Ströbele zu übertragen. Der Vorschlag der beiden Kommunen wird
nunmehr Hessen-Forst vorgelegt, so Bürgermeister Hermann Hepp.
Villmar. Der Beigeordnete Lothar
Frost (CDU) wird ab sofort in Villmar bis zur Rückkehr von Thomas Werner
(CDU) als offizieller erster Vertreter von Bürgermeister Hermann Hepp
(CDU) fungieren. Dies hat der Gemeindevorstand einstimmig beschlossen.
Nach Informationen der NNP soll auch Stefan Lorber (SPD) aus Aumenau für
diesen Posten vorgeschlagen worden sein, was dieser jedoch dementierte.
Lothar Frost (55), Postbeamter im Ruhestand aus Weyer, wurde von der CDU
vorgeschlagen. Nach NNP-Informationen sollen auch die Beigeordneten von
SPD, FWG und AAV mit dieser Regelung sofort einverstanden gewesen sein.
Die CDU hatte die Auffassung vertreten, dass ein stellvertretender
Bürgermeister, der von der CDU gestellt werde, auch von einem CDU-Mann
vertreten werden solle. Fraktionsvorsitzender Dieter Scheu wäre aber
ebenfalls mit der Regelung zufrieden gewesen, dass kein offizieller
Vertreter gewählt wird, sondern bis Werners Rückkehr von Fall zu Fall
entschieden wird, wer Bürgermeister Hepp bei Verhinderung vertritt.
„Ich gehe sowieso davon aus, dass Thomas Werner in vier Wochen wieder im
Dienst ist“, betonte Scheu sagte Scheu dieser Zeitung. Der Erste
Beigeordnete befindet sich nach einem Schlaganfall nach CDU-Angaben
wieder auf einem guten Wege der Besserung und hat in Königstein mit der
Rehabilitation begonnen. Frost erklärte, dass er die Vertretung nicht
aus Eigennutz angenommen habe. Schließlich sei diese Aufgabe in erster
Linie mit viel Arbeit verbunden. Er sei aber der einzige der in Frage
kommenden Beigeordneten gewesen, der tagsüber Zeit habe, Termine
wahrzunehmen, so Frost. Die Bestimmung eines Stellvertreters für einen
länger kranken Ersten Beigeordneten ist für die Großgemeinde Villmar
nicht der erste Fall. Schon in der letzten Wahlperiode war Wolfgang
Schön (SPD) für den an Krebs erkrankten und daran mittlerweile
verstorbenen Bürgermeister-Stellvertreter Günther Zanner (SPD)
eingesprungen.
Bürgermeister Hepp sagte, dass er es für Termine in offiziellen Gremien
für nötig erachte, für eine Übergangszeit einen festen Vertreter für
einen Stellvertreter zu benennen. Im übrigen sei die Stellvertreterwahl
in der Hessischen Gemeindeordnung klar geregelt. (rok)
NNP, 20.05.08
Alte Mauern unterm Asphalt
Von Lydia Aumüller
 Villmar.
Überraschender
Fund in Villmar: Bei Tiefbauarbeiten im Schulgässchen und in der
Zehntenstraße sind Arbeiter auf Reste einer bisher unbekannten
historischen Mauer gestoßen.
Bekanntlich werden derzeit die Kanäle im Schulgässchen und in der
Zehntenstraße saniert. Den Aufmerksamkeiten des Poliers der ausführenden
Fachfirma Feikert, Reinhard Stoll, ist es zu verdanken, dass bereits zu
Beginn der Maßnahmen im Schulgässchen die bisher unbekannte Mauer
entdeckt und bilddokumentarisch gesichert wurde. Die etwa 1,30 Meter
breite Schalsteinmauer musste in 1,50 Metern Tiefe zur Kanalisierung
durchgebrochen werden. Wahrscheinlich handelt es sich hier um Reste einer
Mauer, die als Stütze der alten Stadtmauer diente. Diese historische
Mauer stand nicht in direkter Verbindung mit der Lahnpforte oder deren
Zwinger (heute Ecke Zehntenstraße/Burgstraße). Es handelt sich um eine
vorgelagerte Mauer, die ein dreieckiges Grundstück mit Baumbewuchs
umschloss, heute Parkplatz, wie auf der Karte von Tranchot und von
Müffling von 1819 vor Abriss der Ringmauer zu sehen ist.
Sie führte von dem damaligen Gefangenenturm, heute Ecke König-Konrad-
Straße/Limburger Straße,
bis zum Eingang der heutigen Leonhardstraße. Die
Nordwest-Mauer dieses Bereichs bildete dabei die südliche Mauer des
Zwingers. Nach Osten schloss die eigentliche – heute noch erhaltene –
Ringmauer ab. Nach Süden, etwa vier Meter parallel zur heutigen
König-Konrad-Straße, verlief dann die jetzt aufgefundene Mauer. Diese vorgelagerte Bastion erscheint interessanterweise nicht auf dem Plan des
damaligen kurfürstlichen Ingenieurs Philipp Ravenstein vom Mai 1699. Sie
dürfte also später errichtet worden sein.
Bei weiteren Baggerarbeiten in der Zehntenstraße, früher „Schulstraße“,
konnten von Reinhard Stoll am Haus Nummer 6, unterhalb einem Meter
Erdoberfläche, Fundamente der alten Ringmauer aus dem 13. Jahrhundert, in
etwa vier Metern Länge und rund 1, 30 Metern Breite gesichtet und
kartiert werden. An der Nordseite des besagten Gebäudes sind heute noch
ein Teil der alten Stadtmauer mit Ringbögen bis zum alten Lehrerwohnhaus
(heute Gemeindebauamt) vorhanden.

Diese
historische Karte zeigt
den
Fundort der alten Mauerreste
NNP, 17.05.2008
Villmarer Parteifreunde fordern CDU in Berlin zu mehr Profil auf
Villmar. In der großen Koalition
mehr Profil zeigen. Keine so aggressiven Wahlkämpfe mehr wie bei der
Hessentagswahl. Und die Sorgen der kleinen Leute wieder mehr ernst
nehmen, wie Robert Hippert meinte. Das waren Wünsche, die der
CDU-Gemeindeverband Villmar dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten
Holger Haibach bei einer Diskussion in der Gaststätte „Zum Rathauseck“
mit 25 Interessenten mit auf den Weg gab.
Auf die Frage des Villmarer CDU-Fraktionsvorsitzenden Dieter Scheu, wie
man den Bürgern draußen neue Diätenerhöhungen der Abgeordneten vermitteln
solle, sagte Haibach, dass er sich über seinen eigenen Verdienst nicht zu
beklagen brauche. Er wies aber darauf hin, dass er einen Teil seiner
Einnahmen an die Partei abführe und viel bei Terminen im Wahlkreis
unterwegs sei. Das koste nicht nur viel Spritgeld. Überall würden die
Abgeordneten zudem in erster Linie eingeladen, um einen Scheck
mitzubringen. „Alleine dafür gebe ich im Jahr eine stattliche
fünfstellige Summe aus“, berichtete Haibach.
Zur Hessenwahl meinte der Abgeordnete, dass die Christdemokraten in
Wiesbaden eine gute Politik machen würden und sicher eine bessere, als
eine Landesregierung mit Beteiligung von Grünen und Altkommunisten. Zur
Situation ein Jahr vor der Bundestagswahl sagte Haibach, gute jetzige
Umfragewerte bedeuteten wenig, da die jüngsten Wahlen gezeigt hätten,
dass sich viele Wähler mittlerweile erst im letzten Moment entscheiden.
Er sagte auch, Kanzlerin Angela Merkel habe es nicht leicht. Sie könne ja
schlecht als Kanzlerin Koalitionsergebnisse verkünden und diese einen Tag
später dann als CDU-Vorsitzende wieder kritisieren. Die Rolle des
Gewissens müssten folglich andere spielen.
Haibach bedauerte beispielsweise den Rückzug von Friedrich Merz, der so
wie kein anderer anschaulich habe Wirtschaftspolitik verkaufen können.
Dieter Scheu meinte, die Bundestagswahl sei nur zu gewinnen, wenn die
Parteioberen wieder mehr auf die Sorgen der kleinen Bürger schauten, die
jeden Cent drei Mal umdrehen müssten. „Wie wäre es, mal eine
Rentenerhöhung zu machen, wo jeder den selben Betrag mehr bekommt“,
schlug Scheu vor. Denn bei Erhöhungen nach Prozenten werde wieder der,
der sowieso schon mehr habe, besser gestellt, als der normale Bürger.
Bürokratie abbauen und den Mittelstand stärken nannte Scheu als weitere
Hausaufgaben für die CDU-Bundespolitik.
Haibach sagte, alles sei in der Praxis nicht einfach umsetzbar. „Jeder
redet von Bürokratieabbau. Aber wenn ich aus einer Diskussion komme, habe
ich oft 20 neue Vorschläge, was die Politik alles zusätzlich noch regeln
sollte“, berichtete er aus seiner Alltagserfahrung. Zur allgemeinen
Situation Deutschlands sagte er, dass die mit sinkenden
Arbeitslosenzahlen und einem gesunden Wirtschaftswachstum keineswegs
schlecht sei. Das Problem sei, dass die Grundkosten der Menschen durch
höhere Preise für Lebensmittel oder Energie steigen würden. Die CDU
versuche aber, den Mittelstand zu stärken. So wisse er als Weilroder mit
überwiegend Auspendlern, wie wichtig die Pendlerpauschale sei. Und
jemand, der einen Betrieb übernehme, solle auch steuerlich entlastet
werden. Haibach glaubt, die CDU werde nur weiter eine erfolgreiche
Volkspartei bleiben, wenn sie weiter ihre konservativen, liberalen und
religiösen Wurzeln gleichermaßen pflege.
Franz Krotzky kritisierte, als Rentner spüre er an der eigenen Tasche,
dass Ältere sich in Deutschland immer weniger leisten könnten. Von daher
sei der Gebrauch des Begriffs „Rentenerhöhung“ ein großer Schwindel. Die
Armut in Deutschland nehme hohe Ausmaße an. Haibach sagte, dass man jetzt
die Fehler von früher ausbaden müsse, als Leute jung in Rente geschickt
worden seien, um Stellen für Jüngere zu schaffen. Für eine christliche
Partei wie die CDU dürfe es aber trotz aller Finanzierungsprobleme des
Rentensystems keine Diskussion darüber geben, ob man Rentnern künftig
Operationen noch bezahle. Haibach sagte, dass es nicht nur ein Problem
der Politik sei, ob unsere Gesellschaft kinder- und seniorenfreundlich
sei. „Aber helfen müssen wir natürlich denen, die es nötig haben“, so
Haibach.
Jakob Höhler erklärte, dass er bei der Landtagswahl bei der CDU einen
Umgangsstil ausgemacht habe, den die Menschen nicht wollten. Aus Hochmut
und Überheblichkeit habe sich die Partei mit allen angelegt, anstatt
anständig mit den Leuten umzugehen. Haibach gab Höhler Recht. Bei ihm in
Weilrod sei die CDU von einem Stimmenanteil von zunächst nur 20 Prozent
mittlerweile stärkste Fraktion, „weil wir uns immer so verhalten, dass es
den anderen die Möglichkeit lässt, unsere Ideen mit zu unterstützen“.(rok)

Bundestagsabgeordneter Holger Haibach (links stehend)
bei der
CDU-Diskussion in Villmar mit (von links)
dem
Fraktionsvorsitzenden Dieter Scheu, dem Villmarer
Bürgermeister Hermann Hepp und Franz Krotzky. Foto: Klöppel
NNP, 17.05.2008
Villmar. Der Pfarrgemeinderat
von St. Peter und Paul lädt alle Bürgerinnen und Bürger für den
Fronleichnamstag, 22. Mai, nach der Prozession zum traditionellen
Pfarrfest rund um die Pfarrkirche ein. Auf Anregung des damaligen
Pfarrers Klaus-Dieter Meurer wurde am 9. Juni 1977 das erste Pfarrfest
begangen. In den Jubiläumsjahren der Kirchen- und der Zivilgemeinde
wurde auf die Ausrichtung eines Pfarrfestes verzichtet, so dass in
diesem Jahr das 30. Pfarrfest gefeiert wird. Aus Anlass dieses runden
Geburtstages haben sich der Pfarrgemeinderat sowie die kirchlichen
Vereine einiges einfallen lassen, die kleinen und großen Besucher zu
unterhalten. So werden Tombola-Lose angeboten, ein Karussell dreht seine
Runden. Kinderspiele, Kinderschminken, Basteln, Torwandschießen und
Wurfbude stehen auf dem Programm. Bücherflohmarkt, Bilderbuchkino,
Märchenstunde und Geschichten in Nassauer Mundart komplettieren das
Angebot. Als Höhepunkt des Unterhaltungsteils wird das Kabarett „Die
unpassenden Schonbezüge“ angekündigt, das ab 17 Uhr im Pfarrsaal einen
Teil seines Programmes darbietet. Das alles soll aber nur der Rahmen
sein für persönliche Begegnungen und ein gemütliches Miteinander. Zur
Gemütlichkeit tragen Speisen und Getränke bei, die zu zivilen Preisen
angeboten werden. Der erwirtschaftete Überschuss wird karitativen
Zwecken zugute kommen. Begonnen wird der Feiertag auf dem alten Schulhof
um 9 Uhr mit einem Amt, das mitgestaltet wird vom Bläserensemble und dem
Kirchenchor. Die anschließende Prozession nimmt den Weg über die
König-Konrad-Straße, Peter-Paul-Straße, Breitenweg, Kalkstraße,
Weilburger Straße, wieder König-Konrad-Straße zur Pfarrkirche. Nach
Tedeum und dem Schlusssegen beginnt dann das Pfarrfest mit dem
Mittagessen. (meg)
NNP, 06.05.2008
Die neue Zehntenstraße
Villmar. Eine riesige
Asphalt-Fräse reißt seit gestern Morgen die Fahrbahndecke der
Zehntenstraße im Villmarer Ortskern auf. Schon nach wenigen Stunden hat
die mächtige Baumaschine die Oberfläche der etwa 450 Meter langen Straße
in kleine und kleinste Teerbrocken verwandelt. Erstmals wird in
Kern-Villmar eine Straße im Rahmen der so genannten
„Eigenkontrollverordnung“ des Landes Hessen (EKVO) komplett saniert, wie
Bauamtsleiter Stephan Funk der NNP erläuterte.
Komplett bedeutet: Kanäle und Wasserleitungen, einschließlich der
Hausanschlüsse werden ausgetauscht, anschließend folgt die Erneuerung der
Straßenoberfläche. In der Zehntenstraße sei der Handlungsbedarf am
größten, so Funk. Bei Untersuchungen des Kanalnetzes der Gemeinde Villmar
mit Kameras habe sich herausgestellt, dass die fast 100 Jahre alten
Kanäle der Zehntenstraße kurz vor dem Zusammenbruch standen. Bis August,
so Stephan Funk, sollen die Arbeiten an Kanälen und Wasserleitungen
abgeschlossen sein. Nach der Villmarer Kirmes Mitte September geht es mit
den Asphaltarbeiten weiter. Läuft alles nach Plan, dann wird die
Zehntenstraße Ende dieses Jahres fertiggestellt sein.
Die Kosten bezifferte
Funk auf 490 000 Euro, dazu kommen rund 30 000 Euro für
Vermessungsarbeiten. Die Anlieger zahlen gemäß der Straßenbeitragssatzung
50 Prozent der Kosten für den
Straßenbau sowie vollständig ihre eigenen Hausanschlüsse. Die Höhe der
Gebühr hängt von der Größe der Grundstücke ab. Die Erneuerung von Kanal
und Wasserleitungen zahlt die Solidargemeinschaft über die Wasser- und
Abwassergebühren. Dazu gibt es Zuschüsse des Landes Hessen. Mit den
Bauarbeiten wurden zwei in der Region heimische Unternehmen beauftragt:
Die Erneuerung von Kanal und Wasser führt das Gaudernbacher Unternehmen
Feickert aus; die Straßenarbeiten besorgt das Weilmünsterer Unternehmen
Jost.
Nach dem EKVO-Einstieg in der Zehntenstraße sollen im kommenden Jahr zwei
weitere Villmarer Gemeindestraßen komplett saniert werden, nämlich die
Hoch- und die Kapellenstraße. Auch diese beiden Straßen gelten als
besonders marode. Die Erneuerung der Hochstraße wird knapp eine Million
Euro kosten, die Kapellenstraße wird mit rund 740 000 Euro zu Buche
schlagen. Die Aufträge seien bereits erteilt worden, so Funk. Ausführende
Firmen seien wiederum das Gespann Feickert/Jost. Für die Sanierung aller
drei Straßen zahlt das Land Hessen dem Marktflecken einen Zuschuss von
604 000 Euro, bei voraussichtlichen Gesamtkosten von rund 2,24 Millionen
Euro. (goe)
Mit dem
Aufriss der Zehntenstraße und damit dem Einstieg
in die
EKVO in Kern-Villmar wurde gestern begonnen. Foto: Goeckel
NT, 06.05.2008
Seelbach hängt am sicheren Hahn
Wasserleitung von Aumenau soll
Versorgungsengpass verhindern
Villmar. Der
Schreck war heilsam. Künftig sollte sich nicht wiederholen, dass Seelbach
achtzehn Stunden auf dem „Trockenen“ sitzt. Wie im März 2004. Damals war
den Kontrolleuren der Süwag entgangen, dass kein Wasser mehr durch die
Leitungen in den Villmarer Ortsteil floss. Erst als die Feuerwehr von
Aumenau aus eine Notleitung legte, konnten die Seelbacher die Hähne wieder
aufdrehen. Denn
Seelbach wird (wie auch Villmar) vom Wasserverband „Georg Joseph“
beliefert und die Süwag-Mitarbeiter hatten nicht bemerkt, dass der
Hochbehälter in Wirbelau leer gelaufen war. Und so beschloss kurz darauf
das Villmarer Gemeindeparlament, eine Verbindung zwischen Aumenau und
Seelbach herzustellen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen
kann. Jetzt, vier Jahre später, fließt nun erstmals Wasser aus dem
Aumenauer Hochbehälter durch die neuen Leitungen nach Seelbach. Peter
Caspari, der zusammen mit seinen Kollegen Norbert Köbel und Klaus Jung vom
Villmarer Bauhof gestern noch die letzten Außenarbeiten vornahm, erzählt,
dass im Moment die Aussiedlerhöfe zwischen Aumenau und Seelbach versorgt
würden. Caspari: „Als nächstes kommt dann der Wickengarten an die Reihe
und dann testen wir den ganzen Ort. Auf jeden Fall kann jetzt in Seelbach
nichts mehr passieren“.
Ein Anschluss für Wasser
aus der Grube Falkenstein ist auch schon gelegt
Das
Wasser im Aumenauer Hochbehälter stammt aus der früheren Eisenerzgrube
„Lisette“ im Leistenbachtal unterhalb von Langhecke. Für den Anschluss
nach Seelbach mussten neue Kreiselpumpen eingebaut und fünf Meter Leitung
verlegt werden, die an die bereits bestehenden Rohre in Richtung Seelbach
angeschlossen wurde. Vor dem Einbau der Pumpen wurde der Hochbehälter im
vergangenen Jahr saniert. Zuvor war bei Reinigungsarbeiten an der äußeren
Bauwerksfuge zwischen den Wasserbehälterkammern und dem anbetonierten
Pumpenhaus Undichtigkeiten festgestellt worden. Eine Gefährdung des
Trinkwassers hat aber nicht bestanden. Insgesamt ist das Projekt nach
Aussage von Villmars Bauamtsleiter Stefan Funk mit 35 000 Euro
veranschlagt. Als letzte kleine Maßnahme wird nach Funks Worten noch ein
Zaun um den Hochbehälter gezogen. Ob damit allerdings die Schmierereien am
1966 im Wald oberhalb von Aumenau erbauten Hochbehälter-Gebäude verhindert
werden können, ist auch für Funk sehr fraglich. Weitsicht hat man auf
jeden Fall auch damit bewiesen, dass bereits eine Verbindungsleitung in
den Hochbehälter für Wasser aus der früheren Eisenerzgrube Falkenstein
gelegt wurde. So muss bei einem möglichen Anschluss nicht der ganze Berg
wieder aufgegraben werden. Die 4240 Quadratmeter große frühere
Eisenerzgrube Falkenstein hatte die Gemeinde Villmar im Herbst 2006 für
6300 Euro von der Firma Buderus gekauft. Nach Schätzungen von Experten
könnten aus der in den 20er Jahren stillgelegten Grube bis 700 000
Kubikmeter Wasser im Jahr gefördert werden. Der jährliche Verbrauch der
Großgemeinde Villmar liegt derzeit bei rund 330 000 Euro. Allerdings
müssten zuvor mehrere hunderttausend Euro investiert werden, um das Wasser
zu fördern und in das Aumenauer Leitungsnetz einzuspeisen. Daher hat die
Gemeinde das „Projekt Falkenstein“ auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt.
Peter Caspari überprüft die neuen Kreiselpumpen im
Aumenauer Hochbehälter. An der hinteren Wand befindet sich unten die
Leitung nach Seelbach, der Anschluss darüber ist für eine mögliche Leitung
von der Grubenstein Falkenstein gedacht
NT, 05.05.2008
CDU schlägt kürzere
Ruhefristen vor
In Villmar soll ein Konzept für
alternative Bestattungsmethoden erarbeitet werden
Villmar (zi).
Im Zusammenhang mit der Neufassung der Friedhofsordnung hat die CDU
Fraktion im Gemeindeparlament in einem Brief an den Gemeindevorstand eine
Reihe von Punkten angeschnitten, die ihrer Meinung nach bei den Beratungen
bedacht werden sollten. Einer der Kernpunkte ist eine mögliche Reduzierung
der Ruhefristen von derzeit 30 auf 20 Jahre.
Weiter wären
eine Anpassung und Vereinheitlichung der Fläche von Ruhestätten auf den
gemeindlichen Friedhöfen und vor allem ein Konzept für alternative
Bestattungsmethoden für die örtlichen Friedhöfe zu bedenken. Bei den
Ruhefristen solle abgewogen werden, ob eine Reduzierung möglich und angemessen
sein könne. Die Pflege von Familiengräbern über Jahrzehnte stelle eine
große Herausforderung an die Hinterbliebenen dar, zumal nicht in allen
Ortsteilen Tiefengräbermöglich sind. Auch die Größe von Urnengräbern sei
diskussionswürdig und eine Verkleinerung erscheine auch hier möglich und
angemessen. Wünschenswert und einfach machbar seien Grabfelder, in die
Urnen in einem Grasfeld ins Erdreich bestattet werden könnten. Die
Grabstätte könne mit einer bodengleichen Gedenktafel versehen werden, so
dass eine leichte Pflege durch Mähen möglich werde. Dies habe man etwa in
Leun gerade beschlossen. Dazu wäre eine ergänzende Abgrenzung eines
Urnenfeldes durch in den Boden versenkte Steine möglich. Ebenso gut
vorstellbar seien Urnenfelder, die jeweils mit einem Gedenkstein (Stele)
versehen würden, auf dem mit entsprechenden Namenstafeln die Namen der
Bestatteten genannt würden. Auch hier gibt es in Nachbargemeinden
Beispiele, wie in Selters.
Stufen sind ein Problem
Diese Möglichkeiten würden auf Jahre hinaus eine zahlenmäßig weitaus
höhere Alternative zu Urnenwänden bieten. Die CDU-Fraktion begrüße die
Einladung des Bürgermeisters zu einem Ortstermin in dieser Frage. Denn das
Parlament habe 6000 Euro für eine Urnenwand bereits gestellt, dieser von
der SPD eingebrachte Antrag sei auf Antrag der CDU ergänzt und um
alternative Bestattungsmethoden erweitert worden. Hintergrund der in der
Bevölkerung andauernden Diskussionen sei der Wunsch, sich bereits zu
Lebzeiten für eine Bestattungsform entscheiden zu können, die möglichst
wenig Folgeverpflichtungen für Hinterbliebenen mit sich bringen. In ihrem
Brief machte die CDU auch auf ein Problem auf dem Friedhof in Villmar
aufmerksam. Denn rund um die Leichenhalle seien Stufen. Sie seien für
gehbehinderte oder im Rollstuhl sitzende Menschen schwer zu überwinden.
Diese Beeinträchtigungen könnten mit geringen Mitteln durch den Bau von
Rampen oder Anschrägungen abgestellt werden.
NNP, 03.05.2008
Premiere im „Hochzeitsgärtchen“
Villmar.
Strahlender Sonnenschein begleitete gestern
die Premiere des „Hochzeitsgärtchens“ vor dem Standesamt. Erstmals konnte
dort ein frisch getrautes Ehepaar nach der offiziellen Trauungszeremonie
anschließend mit Verwandten und Freunden mit einem Umtrunk den Start ins
Eheleben feiern.
Susanne und
Christian Holm waren die ersten, die im neu geschaffenen
„Hochzeitsgärtchen“ zum Umtrunk einladen konnten. Die Idee für das
Gärtchen entstand Anfang des Jahres. Die Standesbeamtin Ingrid Pohl hatte
sich schon immer geärgert, dass nach der Trauung ein Empfang vor dem
Standesamt vor abgestellten Mülltonnen stattfinden musste.
Da kam ihr die
Idee, das gegenüber des Standesamtes gelegene und ungenutzte kleine
Gartengrundstück, das der Gemeinde gehört, für diesen Zweck umzugestalten.
Im März stellte sie ihre Pläne vor und im April erfolgte die Umgestaltung,
wobei der Gemeindebauhof und hier vor allem Gärtner Norbert Köbel
maßgeblich beteiligt waren. Es wurde eine Pergola aufgebaut, darin eine
Sitzbank. Die Pergola wird sich noch mit wildem Wein bewachsen. Bei der
Premiere gestern begrünten Efeuranken das Ensemble. Die Mitte des Platzes
ziert ein mit Steinen umfasstes Herz, in dessen Mitte zwei Ringe aus
Buchsbaum angepflanzt wurden, dazwischen weiße Marmorkiesel, das Ganze
eingerahmt von lilafarbenem Phlox. Den Eingang zum „Hochzeitsgärtchen“
ziert ein Rosenbogen, der gestern mit einer Buchsbaumgirlande geschmückt
war. Die Rosen sind zwar schon gepflanzt, werden aber noch einige Zeit
brauchen bis sie sich am Gitter hochgerankt haben. Dafür stehen aber noch
zwei Hochstammrosen im Gartenbereich, die schon ihre Blüten öffnen.
Unter den Gästen
von Susanne und Christian auch ein Abordnung der Theatergruppe Villmar,
die nicht nur ihrer Mitspielerin und ihrem Ehemann mit Rosen gratulierten.
Franz Witterhold überreichte im Namen der Theatergruppe auch einen Scheck
in Höhe von 1500 Euro an den Ersten Beigeordneten der Gemeinde Villmar,
Thomas Werner. Das Geld ist zweckgebunden für die Gestaltung des
„Hochzeitsgärtchens“ bestimmt. Thomas Werner bedankte sich bei der
Theatergruppe für die großzügige Spende und wies auf das Engagement der
Truppe hin, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann. In
den letzten zehn Jahren hat die Theatergruppe immer wieder nach ihren
Aufführungen Projekte der Kirchen- sowie der Zivilgemeinde in Villmar mit
Spendengeldern unterstützt.
Freunde der
Theatergruppe dürfen sich schon im August auf ein Wiedersehen mit den
Spielerinnen und Spielern freuen. Dann gibt es am Wochenende 8. bis 10.
August wieder „Theater im Hof“. Bereits 2004 hatte die Theatergruppe im
Hof des Anwesens Leber an drei Abenden ihr Publikum begeistert. So soll es
auch dieses Jahr wieder werden. Die Proben haben bereits begonnen. (eg)
NNP, 03.05.2008
Villmar. Im
Zusammenhang mit der geplanten Schaffung alternativer
Bestattungsmethoden im Marktflecken Villmar hat die CDU-Fraktion im
Gemeindeparlament eine Änderung oder Ergänzung der bestehenden
Friedhofssatzung in mehreren Punkten angeregt. Dies geht aus einem
Schreiben des Fraktionsvorsitzenden Dieter Scheu an den Gemeindevorstand
hervor.
Überlegt werden sollte nach Scheus Auffassung, wie Flächen wiederbelegt
werden können, die konsequente Einhalten der Ruhefristen gewährleistet
und womöglich auch von derzeit 30 Jahren auf die gesetzliche Vorgabe von
20 Jahre reduziert werden können.
Außerdem sollten die Größen von Ruhestätten auf den gemeindlichen
Friedhöfen angepasst und dort, wo es notwendig erscheint, auch reduziert
werden. Nicht ausgeklammert werden sollen laut CDU alternative
Bestattungsmethoden, zu denen auch anonyme Bestattungen gehören.
Bei Besichtigungen vor Ort sei aufgefallen, dass Ruhestätten in den
Ortsteilen unterschiedlich groß seien. Die Pflege von Familiengräbern
über Jahrzehnte stelle eine Herausforderung an die Hinterbliebenen dar,
zumal nicht in allen Ortsteilen Tiefengräber möglich seien, schreibt
Scheu. Auch die Größe von Urnengräbern sei diskussionswürdig, und eine
Verkleinerung erscheine auch hier möglich und angemessen.
Wünschenswert und einfach machbar seien Grabfelder, in die Urnen in
einem Grasfeld ins Erdreich bestattet werden können. Die Grabstätte
könne mit einer bodengleichen Gedenktafel versehen werden, so dass eine
leichte Pflege durch Mähen dieser Grasfläche möglich werde. Eine
ergänzende Abgrenzung eines Urnenfeldes durch in den Boden versenkte
Steine sei ebenfalls möglich.
Gut vorstellbar seien Urnenfelder, die jeweils mit einem Gedenkstein
(Stele) versehen werden, auf dem mit entsprechenden Namenstafeln die
Namen der Bestatteten genannt werden. Diese Möglichkeiten biete auf
Jahre eine weitaus umfangreichere Alternative zu Urnenwänden, wie die
SPD vorgeschlagen hat.
Die CDU-Fraktion begrüßt die Einladung des Bürgermeisters zu einem
Ortstermin Anfang Mai, mit dem Ziel des Angebots von
zukunftsorientierten Lösungen. Die Ergebnisse dieses Ortstermins werde
eine Grundlage für die Änderung und Überarbeitung der Friedhofssatzung
und -gebührenordnung sein.
Weiterhin bittet die CDU um Lösung eines Problems, das vor allem
gehbehinderte Menschen betrifft. So stellten beim Besuch der
Aufbahrungsräume und der Trauerfeier Stufen ein großes Hindernis dar.
Ein Rollstuhlfahrer, der an der Lorettokapelle auf dem Parkplatz für
Angehörige geparkt hat, müsse über den hinteren neuen Teil des Friedhofs
fahren oder gefahren werden, um in die Friedhofshalle zu kommen.
Problematisch sei auch der Weg zum derzeit ausgewiesenen Urnengrabfeld.
Die CDU bittet hier um Abhilfe. (nnp)
NNP, 26.04.2008
Villmar.
Das
Gemeindeparlament hat am Donnerstagabend der Übernahme einer
Kreditausfall-Bürgschaft über jeweils 60 000 Euro für den TuS Aumenau
und den RSV Weyer mehrheitlich zugestimmt. Thomas Caspari (FWG) stimmte
als Einziger dagegen.
Damit kann der
TuS Aumenau, wie geplant, seinen Kunstrasenplatz bauen, während der RSV
Weyer sein Vereinsheim erweitern möchte. Finanziert werden beide
Projekte zum großen Teil mit Hilfe von öffentlichen Zuschüssen.
Während SPD, CDU
und AAV die Bedeutung beider Vereine in ihren jeweiligen Orten betonten,
hielt Thomas Caspari das Risiko der Bürgschaften für den
Gemeindehaushalt für zu hoch. Spätestens mit Einführung der Doppik zum
kommenden Jahr werde die Last, die solche Bürgschaften für die Gemeinde
bedeuteten, sichtbar. Banken könnten dann bei der Kreditvergabe
vorsichtiger werden, befürchtete Caspari. Dagegen gab Axel Paul (AAV) zu
bedenken, dass die Vereine ohne Bürgschaft überhaupt keinen Kredit
erhalten würden. Frank Weidl (CDU) meinte, dass Bürgschaften auch eine
Art der Vereinsförderung seien. Hartmut Meuser (SPD) wies auf das
ansonsten solide Finanzierungskonzept und die engagierte Jugendarbeit
der beiden Vereine hin. (goe)
NNP, 26.04.2008
Villmar.
Das
Gemeindeparlament hat mit Mehrheit beschlossen, einen Bagger für den
Gemeindebauhof auf Leasing-Basis zu kaufen. Der im Jahr 2005 für 9000
Euro angeschaffte Bagger ist nach diversen Reparaturen nun endgültig
defekt, wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) erklärte. Der neue Bagger
kostet nach Hepps Angaben insgesamt 83 000 Euro.
Der
SPD-Gemeindevertreter René Khestel sprach angesichts der Reparaturkosten
von rund 16 000 Euro in nur drei Jahren von einem wirtschaftlichen
Desaster und kritisierte, dass der Gemeindevorstand die vom Parlament
seinerzeit bewilligten 30 000 Euro gesplittet und zum Kauf eines
Radladers (21 000 Euro) und eines Baggers verwendet hatte, anstatt nur
ein Baugerät mit der entsprechenden Qualität zu beschaffen. Dieses
Vorgehen sei „verfassungsmäßig fragwürdig“, meinte Khestel. Gleichwohl
werde der Bagger zweifellos dringend gebraucht, deshalb stimmten er und
seine Fraktion dem Kauf zu.
Dagegen
verteidigte Hermann Hepp das Vorgehen des Gemeindevorstands, für das es
ein Mandat gegeben habe. Thomas Caspari (FWG) sagte, der Gebrauchtbagger
sei immer noch billiger als ein neuer gewesen. (goe)
NNP, 26.04.2008
Villmar.
Das Gemeindeparlament hat der Rückübertragung der alten Schule vom Kreis
auf die Gemeinde zugestimmt und damit den Weg für einen Verkauf des
Geländes an den Limburger Investor Hans Schmitt freigemacht. Der
Kaufpreis beträgt 320 000 Euro, davon erhält der Kreis 150 000 Euro. Die
Kaufsumme soll in zwei Raten bis 31. Dezember 2010 bezahlt worden sein.
Ob Schmitt das
1954 errichtete Gebäude am Ende abreißt, werden die nächsten Monaten
zeigen, denn der Limburger Investor hat der Gemeinde in einem Schreiben,
das ein Bestandteil des Parlamentsbeschlusses ist, versichert, er werde
nicht vor dem 31. März 2009 mit dem Abriss beginnen. Vorher will er
prüfen lassen, ob sich hier Ferienwohnungen einrichten lassen. Sollte
sich dies aber nicht rechnen, wird die alte Schule abgerissen.
Mit diesem
Kompromiss zeigte sich auch der AAV-Fraktionsvorsitzende Axel Paul
zufrieden. Er kündigte an, auf das angekündigte Bürgerbegehren zu
verzichten. Allerdings nicht ohne noch einmal darauf zu beharren, dass
die von dem Villmarer Architektenehepaar Müller präsentierten
Alternativen zum Erhalt der alten Schule mit „falschen Zahlen“ kaputt
gemacht worden seien. Er bleibe dabei, dass die von der Verwaltung
errechneten angeblichen Mindereinnahmen von 200 000 Euro unrichtig
seien. Der jetzt gefundene Weg sei aber konstruktiver als ein
Bürgerbegehren, an dessen Ende auch kein Investor gestanden hätte. Zwar
sei nicht auszuschließen, so Paul, dass ein „grandioser Bluff“ vorliegt.
Ein „großer Erfolg“ sei aber ebenfalls möglich. Um noch einmal den
Willen der Bürger zu dokumentieren, will die AAV das jetzt beschlossene
Prüfungskonzept in den heimischen Lebensmittelläden auslegen.
„Die Zeit der
Scharfmacher und Utopien läuft ab, Realismus setzt sich durch – und das
ist gut so“, meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Aumüller. Bei
aller Diskussion der vergangenen Monate sei die Eigentumsfrage offenbar
falsch eingeschätzt worden: Nicht die Gemeinde ist Eigentümerin der
alten Schule, sondern der Landkreis. Alle wirtschaftlich sinnvollen
Nutzungsalternativen hätten sich zerschlagen; der Vorschlag,
Ferienwohnungen einzurichten, sei kaum mehr als ein Strohhalm, an den
sich die Gemeinde klammere. Viel Hoffnung habe er nicht, sagte Aumüller.
Der Kritik von Axel Paul hielt er entgegen, dass die Mindereinnahmen für
das „Modell Müller“ schon deshalb realistisch sei, weil der
Quadratmeter-Preis für die umliegenden Grundstücke deutlich niedriger
anzusetzen wäre, wenn die alte Schule in ein Mehrfamilienhaus
umgewandelt worden wäre. Die SPD-Fraktion lege Wert auf die Erhaltung
der Marmorausstattung. Außerdem soll der Kaufvertrag dem Parlament nach
Abschluss vorgelegt werden.
Viele Menschen,
so Markus Werner (CDU) fühlten sich mit der alten Schule emotional
verbunden. Doch sei ein Erhalt nur mit einer wirtschaftlich sinnvollen
Umnutzung möglich. Alle Variationen seien diskutiert und abgewogen
worden – ohne Ergebnis.
Er werde der
alten Schule keine Träne nachweinen, sagte Thomas Caspari, Vorsitzender
der FWG-Fraktion. Er selbst verbinde mit dem Gebäude viele unerfreuliche
Erlebnisse. Und schließlich seien in Villmar schon viele Gebäude
abgerissen worden, die heute niemand mehr vermisse.
Vor dem
Parlamentsbeschluss hatte Bürgermeister Hermann Hepp noch einmal einen
Überblick über die Initiativen der vergangenen Monate zum Erhalt des
Gebäudes verschafft. Zuletzt sei die Idee einer Jugendherberge und
Tagungsstätte für Wissenschaftler und Botaniker der Frankfurter
Senckenberg-Gesellschaft ebenso gescheitert wie die Vorschläge einer
touristischen Nutzung durch „Lahn-Tours“ oder eines mit Runkel und
Brechen betriebenen Kinder- und Mütterzentrums. (goe)
Dittmann: Rückkehr nach 3 Jahren
Villmar.
Drei Jahre
nachdem „Feinkost Dittmann“ in Villmar seine Tore geschlossen und seine
damalige Produktion nach Südeuropa verlagert hat, ist
das
Taunussteiner Unternehmen vor einigen Wochen in sein altes Firmengebäude
im Struther Weg zurückgekehrt. Wie Marketingleitern Petra Sommerfeld
gestern auf NNP-Anfrage berichtete, wird in Villmar die bisher in Diez
beheimatete „Gourmet Factory“, das ist der „Event- und Catering-Service“
von Dittmann, untergebracht. In Diez waren die Räumlichkeiten zu eng
geworden, erläuterte Sommerfeld.
Kein Wunder,
handelt es sich bei Gourmet-Factory doch um einen deutschlandweit, ja
sogar international tätigen Gastronomie-Service, der sich vor allem
darauf spezialisiert hat, Großveranstaltungen mit Speisen und Getränken
zu versorgen. Zur illustren Kundschaft gehört zum Beispiel das ZDF,
dessen Wetten-Dass-Sendung auf Mallorca, aber auch Thomas Gottschalks
neue „Musical-Show“ von Dittmann beliefert wurden. Zur festen Kundschaft
gehört auch die Ballsporthalle in Höchst mit den Spielen des
Basketball-Bundesligist „Frankfurt Skyliners“. Dort werden die Gäste der
Halle künftig ebenso von Villmar aus versorgt wie der gesamte
„VIP-Bereich“, so Petra Sommerfeld. Die nächste größere Herausforderung
ist der Kirchentag im Juni in Rüsselsheim.
Fünf Personen
sind dauerhaft im Struther Weg beschäftigt, wobei die Personaldecke bei
Bedarf „hochgefahren“ werden könne. Nicht nur Großveranstaltungen, auch
kleinere, privat Events von 50 Personen können von „Gourmet-Factory“
beliefert werden.
Dittmann hatte
seinen Standort in Villmar vor drei Jahren aufgegeben und seitdem
versucht, das Gelände zu vermarkten. Ohne Erfolg. Niemand wollte die
Immobilie haben, weil der ehemalige Abfüllbetriebs nur eingeschränkt
verwendbar gewesen wäre. „Jetzt sind wir glücklich, dass wir den
Standort wieder nutzen können – und zwar dauerhaft“, so Petra
Sommerfeld. Dabei braucht der Catering-Service vor allem eines, das auf
dem Firmengelände in Villmar ausreichend vorhanden ist: Platz. Die
gesamte Catering-Ausrüstung „von A bis Z“ werde hier gelagert. In der
vorhandenen großen Küche werden die Speisen zubereitet und anschließend
fix und fertig ausgeliefert. Daneben werde auch das Bürogebäude weiter
gebraucht, so Sommerfeld. Nach einigen Umbauten soll der Standort
Villmar schon bald voll einsatzbereit sein.
Hepp: Ein Leerstand beendet
Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) zeigte
sich erfreut, dass mit der Rückkehr von Dittmann ein Leerstand in
Villmar beendet werden konnte. Dies passe in das Gesamtkonzept der
Gemeinde, leerstehende Immobilien wieder mit Leben zu füllen. (goe)
NNP, 23.04.2008
Villmar.
Nach der Absage
der Senckenberg-Gesellschaft, die alte Schule in der Villmarer
Sudetenstraße zu nutzen, gibt es im Rathaus neue Überlegungen, eine
Verwendung für das Gebäude zu finden. Wie Bürgermeister Hermann Hepp
(CDU) gestern mitteilte, gab es ein Treffen zusammen mit Hans und Werner
Schmitt aus Limburg, die als mögliche Investoren für eine Nutzung des
Geländes zur Verfügung stehen. Die neue Idee: Die alte Schule soll für
Ferienwohnungen genutzt werden. Die Investoren werden die Nutzung nun
prüfen, das haben sie nach Angaben von Hepp mitgeteilt.
In dem Gespräch
machten die Limburger Architekten jedoch auch klar, dass sie
unternehmerisch handeln müssen. Das heißt, es muss sich alles rechnen,
die Vermarktung läuft mit dem Ziel, einen Gewinn zu erzielen. Nach dem
vorliegenden Konzept der Investoren ist ein Abriss der Schule im ersten
Quartal des kommenden Jahres vorgesehen. Bis zu diesem Zeitpunkt wollen
die Investoren überprüfen, ob eine Nutzung der Schule mit
Ferienwohnungen wirtschaftlich machbar ist. Dabei geht es nicht nur um
mögliche Kosten für einen Umbau des Gebäudes, sondern auch um die
Möglichkeit der Vermarktung des übrigen Areals. Mögliche Bewerber von
Baugrundstücken wollen wissen, wie die Nutzung und Bebauung in ihrer
Nachbarschaft aussieht, so der Hinweis der Investoren an Hepp.
Die
Rückübertragung des Schulgrundstücks an die Gemeinde steht morgen,
Donnerstag, auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung. Stimmt sie
entsprechend der Vorlage des Gemeindevorstands zu, dann kann das
Grundstück nach Angaben von Hepp an die Investoren veräußert werden. Bis
zum ersten Quartal des kommenden Jahres dürfe der Abriss der Schule
nicht vorgenommen werden. Sollten die noch zu erstellenden Konzepte für
eine Nutzung der Schule mit Ferienwohnungen nicht umsetzbar sein, dann
werde das Gebäude anschließend abgerissen und die Bebauung auf zwölf
Wohngrundstücken könne beginnen.
Hans Schmitt
steht schon seit Jahren als möglicher Investor für eine Bebauung des
rund 7500 Quadratmeter großen Areals zur Verfügung – die einzige
Konstante in der Diskussion. In den vergangenen Wochen war auch nach
Möglichkeiten Ausschau gehalten worden, die Schule für den Lahntourismus
zu nutzen. Allerdings gab es von den Unternehmen nur Absagen.
Nachdem sich
abzeichnete, dass die letzte Stunde der Schule naht, hatte Axel Paul von
der AAV Anstrengungen unternommen, ein Bürgerbegehren zu starten. Sein
Ziel: das leer stehende Gebäude erhalten. Dabei wird unter anderem auch
auf die Schutzwürdigkeit verwiesen, zumal im Innenbereich noch Marmor
aus Villmar verarbeitet ist.
Vor zwei Jahren
gab es auch kurzzeitig die Diskussion, ob das Gebäude als Standort des
Lahn-Marmor-Museum dienen kann. Doch diese Nutzung scheidet aus, ebenso
wie eine Verwendung durch die Senckenberg-Gesellschaft, die auch über
eine eigene „Jugendherberge“ oder eine Außenstelle der Botaniker
nachgedacht hatte. Für das Lahn-Marmor-Museum wird inzwischen der
Bahnhof als Standort „gehandelt“. (jl)
Marktflecken, 15.04.2008
22 Jugendliche in Weyer diskutierten mit Bürgermeister Hermann Hepp
unter der Begleitung von Jugendpfleger Helder Machado über Möglichkeiten
erfolgreicher Jugendarbeit
Grund waren wiederholte
Vorkommnisse zur nächtlichen Stunde, was zu Beschwerden von Bürgern des
Ortsteils Weyer führte.
Heranwachsende
Jugendliche brauchen ihre Freiräume, müssen aber lernen, mit den
Spielregeln der Gesellschaft klarzukommen. Nur durch das "miteinander
sprechen" können gemeinsame Ziele der Jugendarbeit aufzeigen.
Bürgermeister Hepp und Jugendpfleger Machado sehen sich als Begleiter der
Jugend und bestimmt nicht als Gegner. Das Einsehen, dass Aufenthalte auf
dem Friedhof in der Nacht sowie das mutwillige Zerstören des
Allgemeineigentums tabu sind, ist das Ergebnis des Gespräches vom
14.04.2008.
Die Jugendraumführung
unter Hauke Beek und Steffen Kujajewski tritt für eine erweiterte
Öffnungszeit an 3 bis 4 Tagen ein. Eine Abstimmung wird mit Helder Machado
vereinbart.
Eine
Säuberungsaktion im Preußenrothsgraben seitens der Jugendlichen ist
ebenfalls Ergebnis des Treffens mit den Jugendlichen.
NNP, 11.04.2008
Mehr Leben für den
Langhecker Dorfkern
Villmar-Langhecke. „Ein altes
Haus zu sanieren muss nicht teurer als ein Neubau sein. Teuer sind nur
Fehler durch mangelnde Beratung“, betonte Architekt Stephan Dreier vom
gleichnamigen Brechener Planungsbüro am Mittwochabend bei einer
Bürgerversammlung im Langhecker Pfarrzentrum. Dort wollte die Gemeinde
Besitzer alter Bausubstanz unter dem Motto „Unserem Dorf mehr Leben
geben“ animieren, ihre Anwesen sanieren zu lassen. Ziel sei es, das
Ortsbild zu verschönern und dem Ausbluten des Dorfkernes
entgegenzuwirken. Deshalb solle in Langhecke auch kein zusätzliches
Neubaugebiet ausgewiesen werden, betonte Bürgermeister Hermann Hepp
(CDU). Für die fünf noch zur Verfügung stehenden Bauplätze gebe es
derzeit sowieso keine Interessenten. Hepp sagte, wer seine alte
Bausubstanz in Schuss bringen wolle, der könne sich im Bauamt bei Ute
Schwarz, Telefon: (0 64 82) 60 77 11 oder E-Mail ute.schwarz@villmar.de,
für eine kostenlose Beratung anmelden. Diese sei als finanzielle
Förderung der Gemeinde anzusehen.
Dreier hatte zuvor betont, dass es noch nicht sicher sei, ob für Projekte
in Langhecke private Investoren Landeszuschüsse erhalten könnten. Der
Fachplaner gab aber den Tipp, dass viele der alten Gebäude in Langhecke
unter Denkmalschutz stünden und es hierfür Möglichkeiten für steuerliche
Sonderabschreibungen gebe. So könne man für eine 30 000 Euro teure
Dachsanierung durchaus 4 000 Euro „herausholen“. Prinzipiell bestehe auch
die Möglichkeit, Gebäude noch unter Denkmalschutz stellen zu lassen.
Bürgermeister Hepp meinte, das Thema, der Ausblutung der Ortskerne
entgegenzuwirken, gehe alle an. Das Problem sei, dass lange Zeit junge
Familien von den Ortskernen in die Neubaugebiete gezogen und in den alten
Ortskernen überwiegend nur die älteren Mitbürger wohnen geblieben seien.
Hinzu komme, dass die Gesamtbevölkerung im Landkreis bis 2020 um vier
Prozent zurückgehen werde. Dreier lobte zwar, dass die Bevölkerung in
Langhecke überraschenderweise eine gesunde Altersstruktur aufweise.
Allerdings gebe es beispielsweise im Bereich um die frühere Brauerei auch
eine Fläche von 3000 Quadratmetern, in der sämtliche Häuser leer stehen.
Für diesen Bereich sollte, so Dreier, ein Ideenwettbewerb für Architekten
gestartet werden, ebenfalls für das Projekt ehemaliges Altenheim. Da eine
Umnutzung aber schwierig und teuer sei, könne hier am Ende auch ein
Abriss stehen. Dreier bedauerte, dass ein großes Problem von Langhecke
(„Das ist ein reiner Schlafort“) die verlorengegangene Infrastruktur sei.
Es gebe lediglich ein Restaurant, einen Betrieb mit fünf Arbeitsplätzen,
und einen Bäcker, der zwei Mal pro Woche mit einem Verkaufswagen durch
den Ort fahre. Zum Einkaufen müssten die Langhecker nach Aumenau fahren.
Zum Glück könnten aber über eine intakte Nachbarschaftshilfe die Senioren
mit Lebensmitteln versorgt werden. Kirche und Feuerwehr leisteten eine
gute Jugend- und Seniorenarbeit. Das Vereinsleben sei noch intakt, so der
Planer.
Hepp zeigte sich durchaus optimistisch, dass die Gemeinde mit ihrer
Kampagne zur Belebung der Ortskerne Erfolg haben könne. Villmar sei weit
genug von Frankfurt entfernt, um eine gute Wohnqualität zu bieten, aber
auch nahe genug dran, um dorthin zur Arbeit zu fahren, warb Hepp. Dreier
sagte, dass die Villmarer Ortsteile sehr unterschiedliche Strukturen
aufwiesen. In Langhecke sei die deutliche räumliche Trennung zwischen
altem Ortskern und Neubaugebiet auffällig. Ebenfalls, dass die teilweise
mehr als 200 Jahre alten Wohnhäuser oft sehr klein seien. Langhecke sei
eine typische Bergarbeitersiedlung gewesen. Da die Gebäude oft auf sehr
engen Grundstücke stünden, sei eine bauliche Verdichtung im alten
Ortskern kaum noch möglich, sagte der Architekt nach einer Untersuchung
und Kartierung des Dorfes. Vor allem in den bergigen Seitenstraßen der
Ortsdurchfahrt sei alles sehr eng. Dreier forderte deshalb die Besitzer
leerstehender Gebäude auf, nicht durch überzogene Preisvorstellungen eine
Sanierung der Objekte durch neue Käufer zu verhindern. Oft besäßen die
Immobilien wirklich nur noch den Wert des Grundstücks abzüglich der
Abrisskosten für das Altgebäude. Anwesende Bürger befürchteten freilich,
dass einige Besitzer eher das Haus verfallen lassen als es günstig zu
verkaufen.
Hepp meinte, man könne die Leute nicht zur Sanierung zwingen. Dreier
erklärte dazu, dass ein Eigentümer es sich gründlich überlegen solle, ob
er ein Haus wirklich verfallen lasse. Denn wenn es irgendwann eine
Sicherheitsgefahr für die Bürger darstelle, dann könne es für den
Betroffenen wirklich teuer werden. Zwischenzeitlich hat sich im Ort auch
eine Bürgerinitiative „Langhecker für Langhecke“ gegründet. In den
Arbeitskreisen „Dorfmittelpunkt“, „Verbesserung des Ortsbildes“,
„Verkehrssicherheit“ und „Erstellung eines Wanderwegekonzeptes“ sollen
Ideen entwickelt werden, wie der Wohnwert für alle Bürger verbessert
werden kann. Immerhin 30 Interessenten kamen zur letzten Sitzung. Wer
noch in den Arbeitskreisen mitwirken möchte, kann sich bei Stefanie
Laubach, Günter Autenrieth oder Wolfgang Gilberg melden. (klo)
NNP, 10.04.2008
Sanierungdes Kanals beginnt
Villmar. Mit der Kanalsanierung
geht es in Villmar in Kürze los. In seiner jüngsten Sitzung hat der
Gemeindevorstand die Sanierungsarbeiten (Kanal, Wasser und Straße) für
die Zehnten-, Kapellen- und Hochstraße an die Bietergemeinschaft
Feickert und Jost vergeben. Die Zehntenstraße soll noch im Jahr 2008
und die Kapellen- und Hochstraße im Jahr 2009 saniert werden. Erfreut
zeigte sich Bürgermeister Hermann Hepp (CDU), dass die
Kostenschätzungen der Verwaltung durch das Submissionsergebnis nicht
überschritten wurden. Zunächst stehen von Anfang Mai bis Ende September
die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten an, so Hepp nach einem
Abstimmungsgespräch mit der Bietergemeinschaft. Anschließend folgt die
Fertigstellung der Straße. Über den genauen Zeitablauf werden die
Anlieger der Zehntenstraße umgehend schriftlich informiert, teilte Hepp
mit. Sichergestellt sei auch, dass die Kirmes im September auf dem
alten Schulhof, der zwischenzeitlich teilweise als Lagerstätte
fungiert, stattfindet. Die Anlieger und alle Bürger werden um
Verständnis für Beeinträchtigungen ab Mai gebeten. (nnp)
NNP, 10.04.2008
In Aumenau:
Parkende Autos sind ein Problem
Villmar-Aumenau. In der letzten
Zeit haben sich die Beschwerden über parkende Fahrzeuge im Bereich der
Lahnstraße, Ortsteil Aumenau, gehäuft. Dies nahm der Gemeindevorstand
zum Anlass, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.
Die Lahnstraße, die nicht nur eine reine Anliegerstraße darstellt,
sondern auch eine Geschäftsstraße (Kreissparkasse, Apotheke) ist, liegt
im alten Ortskern von Aumenau. Die nicht gerade breite Straße wird
durch parkende Autos noch mehr eingeengt. Dies führt für den fließenden
Verkehr zu erheblichen Behinderungen. Dass das Kurzzeitparken weiterhin
die Möglichkeit gegeben wird, sowohl die Kreissparkasse als auch die
Apotheke anzufahren, sieht der Gemeindevorstand dabei als
selbstverständlich an. Allerdings appellierte er gleichzeitig an die
Anlieger, in diesem Bereich ihre Fahrzeuge doch auf ihrem Grundstück
oder in ihrer Garage abzustellen – und nicht auf der engen Straße.
Dadurch würde ein großer Beitrag zu einem reibungslosen Straßenverkehr
geleistet, ist der Vorstand überzeugt. Aus diesem Grund werden die
Anlieger der Lahnstraße durch die Gemeindeverwaltung auch nochmals
schriftlich informiert, teilte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) mit. .
NNP, 09.04.2008
Villmar. Der Marktflecken
Villmar will der Jugend der Gemeinde ein neues Domizil zur Verfügung
stellen, teilte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) jetzt mit. Vorgesehen
ist der künftige Jugendraum in der König-Konrad-Hall, wo derzeit
Räumlichkeiten leer stehen, die früher der Schachclub König Konrad
gemietet hatte. Da der Verein schon vor längerer Zeit seine Aktivitäten
eingestellt hat, könnten sie nun der Jugend zur Verfügung gestellt
werden, erklärte Hepp. Dies sei mit dem Vereinsvorsitzenden Jürgen
Maiwald so abgesprochen.
Mit ihren Jugendraum-Plänen knüpft die Gemeinde an eine Tradition von
Mitte der 80er Jahre an. Denn schon damals befand sich in der
Konrad-Halle ein Treffpunkt für die Jugend, bis später der Schachclub
die Räume bezog. Zwischenzeitlich hat die katholische Kirchengemeinde an
der Bücherei einen Raum für wöchentliche Jugendtreffs zur Verfügung
gestellt. Dieser Treff soll auch weiter bestehen bleiben.
Der Marktflecken Villmar, so Bürgermeister Hepp, sei daran interessiert,
dass durch die Jugendlichen unter Mitwirkung des Jugendpflegers Helder
Machado ein Konzept über die künftige Nutzung der Räumlichkeiten als
Jugendraum erarbeitet wird. Mit dieser Vorgehensweise würden einerseits
die Jugendlichen verantwortungsvoll in die Gestaltung des Jugendraums
eingebunden und andererseits könnten leerstehende Räumlichkeiten wieder
mit Leben gefüllt werden. „Aus diesem Grund würde ich mich freuen, wenn
viele Jugendliche zu dem geplanten ersten Treffen kommen“, so Hermann
Hepp .
Der Marktflecken Villmar lädt daher alle interessierten Jugendlichen aus
Villmar für kommenden Freitag, 11. April, 18 Uhr, zu einer Besprechung
in die König-Konrad-Halle ein. Alle Jugendlichen seien aufgerufen, sich
den Raum erst einmal anzuschauen und dann ihre eigenen Ideen
einzubringen, was man daraus machen könnte, so Hepp. (goe)
NNP, 07.04.2008
Wandern auf dem „Lahnsteig“
von Johannes Laubach
Limburg-Weilburg.
Das Lahntal
lockt Radler und Kanufahrer. Nun soll es auch für Wanderer ein
erlebenswertes Ziel werden. Von der Quelle im Rothaargebirge bis zur
Mündung bei Lahnstein in den Rhein soll sich künftig der „Lahnsteig“
über rund 300 Kilometer links und rechts des Flusses erstrecken. Wenn
alles klappt, dann könnte im Herbst kommenden Jahres über diesen Weg
gewandert werden. Das ist zumindest die Hoffnung von Reinhold
Hasselbächer, Geschäftsführer des Ferienlandes Westerwald-Lahn-Taunus
und beim Kreis zuständig für den Tourismus.
Ob der Weg, der
über 62 Kilometer quer durch den Kreis verläuft, künftig auch einmal
den Namen „Lahnsteig“ führen wird, ist noch gar nicht klar. Zumindest
laufen die bisherigen Planungen unter diesem Arbeitstitel. Aber mit der
Bezeichnung „Steig“ sind nach Angaben von Hasselbächer auch gewisse
Erwartungen verbunden. Und diese könnten zumindest in einigen
Teilbereichen der Strecke nicht erfüllt werden.
Es gibt bereits
Wege entlang des Flusses. Lahnhöhenwege jeweils auf der Taunus- und der
Westerwaldseite, den Rad- und Wanderweg, eine Route für Jakobs-Pilger
sowie unzählige lokale Wanderwege. Die Ausweisung ist dabei keineswegs
abgeschlossen, wie der jüngst vorgestellte Geo-Pfad rund um den
Villmarer Ortsteil Seelbach beweist. Also warum noch ein Weg?
Die bestehenden
Lahnhöhenwege, sagt Hasselbächer, sind teilweise in einem Zustand, der
die Wanderer allein lässt. Über Teilabschnitte seien die Wege schlecht
gepflegt und auch ungenügend beschildert. Zum anderen könne der
bestehende Rad- und Wanderweg, der in direkter Nähe des Flusses
verlaufe, nicht noch zusätzliche Wanderer vertragen. Das führe zu einer
Überlastung.
Und schließlich
geht es Hasselbächer auch um Qualität. Der künftige „Lahnsteig“ soll
das Siegel „Wanderbares Deutschland“ erhalten. Das ist nicht nur ein
einfaches Etikett, sondern beim Marketing ein wichtiges Kriterium. Das
Gütesiegel für Wanderwege des Deutschen Wanderverbands stellt
Qualitätsansprüche an die Wege selbst (je weniger Asphalt umso besser),
an die Wegweisung und Markierung sowie an Natur und Landschaft. Wie der
künftige Weg durch den Kreis führen soll, ist nach Angaben von
Hasselbächer dabei schon sehr genau festgelegt worden. Dies geschah in
enger Absprache mit den betroffenen Kommunen. So ganz frei wählbar ist
der Verlauf des „Lahnsteigs“ natürlich nicht. Vor allem die
„Übergabestellen“ sind dabei wichtig. So kommt der Weg aus dem
Lahn-Dill-Kreis kommend auf der Taunusseite zwischen Hirschhausen und
Bermbach auf dem Kreisgebiet an. Auf der Taunusseite befindet sich auch
die Übergabe an den Rhein-Lahn-Kreis in den Staffeler Wiesen.
Dazwischen führt der Weg zwischen Weilburg und Runkel auf der
Westerwaldseite entlang. Immer wieder kommt es dabei auch zu größeren
Abständen zum Fluss. Das ist nach Angaben von Hasselbächer
beabsichtigt, um die touristische Belastung zu entzerren.
In Villmar
wurde dabei auch schon der Vorwurf erhoben, den Ort quasi links liegen
zu lassen, denn der „Lahnsteig“ soll auf der Westerwaldseite verlaufen.
Wie Hasselbächer sagt, ist die Entscheidung für die Führung des Weges
nach einer intensiven Diskussion gefallen. Der Weg über den Villmarer
Tunnel, das Naturdenkmal Unica-Bruch und die Ibach-Eiche wurde dabei
als sehr hoch bewertet. Wie Hasselbächer weiter ausführt, gibt es zudem
nur in Aumenau die Möglichkeit, die Lahn vor Villmar zu überqueren.
Doch der Weg im Anschluss an die Brücke in Richtung Villmar sei
problematisch. Zudem weist der Fachmann darauf hin, dass es neben dem
Hauptweg stets die Möglichkeit von Sonderrouten gibt. So sei zum
Beispiel am „Lahnsteig“ in Aumenau auf den ehemaligen Schieferabbau in
Langhecke hinzuweisen, in Villmar selbst könne es zum Beispiel
Sondertouren zum Lahn-Marmor-Museum und zur Kirche oder anderen
lohnenden Zielen geben.
Auch wenn es zu
den Zielen abseits des „Lahnsteigs“ immer wieder Sondertouren gibt, bei
der Verwirklichung des Projekts ist ein gemeinsames Vorgehen angesagt.
Der „Lahnsteig“ braucht über die gesamte Strecke ein gemeinsames Qutfit.
Beschilderung, Informationstafeln, Ruhebänke und mehr sollen entlang
des Weges überall gleich sein. Das Land Hessen wird das Projekt ebenso
finanziell wie das Land Rheinland-Pfalz unterstützen.
Bis zur Hälfte
der Kosten können es sein, aber erst dann, wenn es von den Kreisen
Marburg-Biedenkopf, Gießen, Lahn-Dill und Limburg-Weilburg ein
hessisches Gesamtpaket gibt. Wie Hasselbächer weiter sagt, werden auch
die Kommunen zur Kasse gebeten. Daher geht es nicht nur um die
notwendigen Investitionen vor dem Start, sondern auch um die
Nachhaltigkeit des Projekts.
Seit dem Jahr
2003 laufen die konkreten Vorbereitungen für den „Lahnsteig“. Das ist
schon eine lange Vorbereitungszeit. Aber es gilt auch vieles unter
einen Hut zu bringen. Der Wanderweg wird einmal durch drei Bundesländer
(Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz) führen. Daneben gilt
es bei der Führung des Weges Landschaft, Natur, Kultur, Technik,
Geschichte und öffentlichen Personennahverkehr miteinander zu
verknüpfen.
NNP, 05.04.2008
Limburg-Weilburg. Ausgehend von
der so genannten Häufigkeitszahl (Fälle pro 100 000 Einwohner), ist es
in Sachen Kriminalität in der Gemeinde Villmar am sichersten. Die
Gemeinde kommt auf eine Häufigkeitszahl von 2691 und liegt damit
deutlich unter dem Kreisdurchschnitt von 5718. In der Gemeinde wurden
195 Fälle registriert, die Aufklärungsquote liegt bei 45,6 Prozent. Eine
beruhigende Nachricht für die Bürger, die sich durch andere
Verlautbarungen nicht scheu machen lassen sollten. Die weitere
Reihenfolge der Städte und Gemeinden (Häufigkeitszahl, Fälle,
Aufklärungsquote): Hünfelden
2934/297/60,6 %; Löhnberg:
3204/175/53,6 %; Weinbach:
3293/157/61,8 %; Brechen:
3298/218/54,1 %; Waldbrunn:
3369/200/55,5 %; Selters:
3396/279/62,7 %; Runkel:
3491/340/61,5 %; Mengerskirchen:
3511/209/56,5 %; Dornburg:
3571/303/57,1 %; Weilmünster:
3676/342/64,3 %; Elbtal:
3683/93/65,6 %; Merenberg:
3996/137/52,6 %; Beselich:
4476/256/55,5 %; Elz: 5188/414/58,2
%; Bad Camberg: 5432/781/56,9 %;
Hadamar: 5559/684/68,6 %;
Weilburg: 7333/999/58,5 % und
Limburg 11634/3936/54,2 Prozent. (jl)
NNP, 04.04.2008
Villmar will
Brautpaaren mehr Romantik bieten
Villmar.
Etwas mehr
Romantik möchte die Villmarer Standesbeamtin Ingrid Pohl den von ihr
getrauten Brautpaaren verschaffen. Deshalb entwickelte sie jetzt den Plan
eines „Hochzeitsgärtchens“ gleich neben dem alten Lehrerwohnhaus, in dem
unter anderem das Standesamt des Marktfleckens untergebracht ist. Dort
sollen sich die frisch vermählten Paare in angenehmer Atmosphäre zu einem
Umtrunk und für die ersten Hochzeitsbilder treffen können.
Inspiriert wurde
Ingrid Pohl von einer Hochzeitsfeier, die mehr als ein Jahr zurückliegt.
Arbeitskollegen der Braut hatten einen Tisch mit Sonnenschirm und
Strohballen auf dem Wiesenstück vor dem Standesamt aufgebaut. Eine
malerische Szenerie, die Ingrid Pohl zum Anlass nahm, Skizzen und
Entwürfe für ein kleines Hochzeitsgärtchen anzufertigen. Denn bisher
macht das Ambiente vor dem Bau- und Standesamt nicht viel her, wie sie
findet. In einer Art gepflastertem Hinterhof müssen sich die
frischgebackenen Eheleute derzeit zwischen Mülltonnen zum Umtrunk
treffen. Kein geeigneter Ort für den Start ins gemeinsame Eheleben, meint
Ingrid Pohl.
Vor allem die
frei stehenden Mülltonnen sollten ihrer Meinung nach verschwinden, indem
sie in eine passende Holzverkleidung eingehaust werden. Dort, wo zwei
Stufen auf die Wiese führen, könnte ein Rosenbogen und zur Hauswand hin
eine Pergola mit zwei Bänken errichtet werden. Weiter sehen ihre Pläne
eine geschwungene Fläche vor, die gepflastert werden sollte – eingefasst
in das Grün der umgebenden Wiese. Eine Hecke soll ringsherum für den
notwendigen Sichtschutz sorgen, erläutert Ingrid Pohl ihren Entwurf, den
auch Bürgermeister Hermann Hepp gutheißt.
„Noch 2008“, so
der Bürgermeister, „sollten wir das Hochzeitsgärtchen realisieren, damit
die Brautpaare in Villmar mehr Romantik an diesem für sie doch ganz
besonderen Tag erleben können.“ Ohnehin müsse das gemeindeeigene
Wiesenfleckchen gepflegt werden, und da könne man auch gleich ein
ansprechendes Ambiente für die Brautpaare schaffen, meinen Hepp und
Ingrid Pohl. Kosten soll das Vorhaben nicht viel: Pflastersteine seien im
Bauhof bereits vorhanden, Bänke könnte die Forstwerkstatt bauen, so
Revierförster Kurt Walter. Auch einen Flechtzaun könnten Bauhof oder
Forstwerkstatt beisteuern. Dennoch sucht Ingrid Pohl noch nach Sponsoren
für ihr Projekt Hochzeitsgärtchen. Die Theatergruppe Villmar, der sie
angehört, habe zum Beispiel bereits ihre finanzielle Unterstützung in
Aussicht gestellt. (goe)
Villmar.
Mitarbeiter des
Forstreviers Villmar haben in diesen Tagen gleich neben dem
Waldspielplatz auf der Struth mit der Anlage eines so genannten
„Arboretums“ begonnen. Dabei, so Revierförster Kurt Walter, handelt es
sich um eine Sammlung verschiedenster Pflanzenarten, die dort auf einem
insgesamt fast zwei Hektar großen Gelände der Öffentlichkeit gezeigt
werden sollen. Vor allem den Kindern des nahe gelegenen Kindergartens
und der Schule soll das Arboretum eine pädagogisch wertvolle
Bereicherung anbieten, wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) ergänzte.
Bepflanzt wird
eine Fläche, die in den letzten Jahren von Stürmen und anschließendem
Käfer-Fraß arg gebeutelt wurde, so Walter. So sei eine riesige Lichtung
entstanden, die ohnehin wieder aufgeforstet werden musste. Was also lag
näher, als die Pflicht mit der Kür zu verbinden. 23 Jungbäume haben die
Mitarbeiter des Forstreviers in den letzten Tagen bereits gepflanzt,
allesamt heimische Laubgehölze. Insgesamt sollen in diesem Jahr bis zu
220 Bäume neu gesetzt werden, wobei jede Baumart in Zehnergruppen stehen
wird. Kostenpunkt für die Pflanzen: 660 Euro. Finanziert wird das Ganze
im Forsthaushalt der Gemeinde Villmar.
In den nächsten
Jahren soll das Arboretum dann fortlaufend erweitert werden, bis
schließlich 100 bis 120 verschiedene Baum- und Straucharten gepflanzt
sind. Eine hohe Artenvielfalt auf verhältnismäßig engem Raum soll so
entstehen. Nicht nur „gängige“ Baumarten wie Eiche, Buche, Ahorn werden
in dem künftigen Arboretum zu sehen sein, auch seltenere Bäume wie Ulme,
Ross- und Esskastanie, Winter- und Sommerlinde, Speierling oder Elsbeere
seien geplant, so Revierförster Walter. „Wir wollen der Jugend ein
breites Spektrum der heimischen Wälder zeigen“, meint Bürgermeister Hepp.
Auf
beschrifteten Tafeln können sich die Besucher später informieren, um
welche Baumart es sich jeweils handelt. Was auch dringend notwendig sei,
wie Kurt Walter meint. Denn das botanische Wissen der Jugend sei nach
seiner Erfahrung auf einem erschreckend niedrigen Niveau. (goe)
NNP, 02.04.2008
Erneuerung von Aumenau ist
gestartet
Villmar-Aumenau.
Mit der
Dorferneuerung in Aumenau ist gestern offiziell begonnen worden. Neun
Jahre lang haben nun die Hausbesitzer im Ortskern des Lahnortes die
Möglichkeit, eigene Sanierungsvorhaben vom Land Hessen finanziell
bezuschussen zu lassen. Vorausgesetzt, dass sie sich vorher fachgerecht
beraten lassen, wie Bürgermeister Hermann Hepp beim Besuch der ersten „Dorfnerneuerungsfamilie“
Utina und Bernd Horz in der Brückenstraße erklärte. Mit den kostenlosen
Beratungen wurden der Brechener Architekt Stefan Dreier und Hans-Joachim
Egenolf vom Fachbereich Bauen, Umwelt und ländlichen Raum bei der
Kreisverwaltung Limburg-Weilburg, betraut.
In den Gesprächen
wird an Ort und Stelle geklärt, welche Baumaßnahmen im Einzelnen geplant
sind und ob diese auch förderfähig sind. Bezuschusst werden nach Hepps
Information bis zu 30 Prozent der „förderfähigen Kosten“ bei einer
Obergrenze von 30 000 Euro für ein Projekt. Der Gemeinde gehe es bei der
Dorferneuerung auch darum, den Charakter der Gebäude im Ortskern zu
erhalten oder wiederherzustellen. So stellte Architekt Dreier beim
Ehepaar Horz zum Beispiel fest, dass das 1931 gebaute Haus eine original
Schieferbedachung besitzt, die im Zuge anstehender Sanierungsarbeiten am
Dach unbedingt erhalten werden und nicht etwa durch Betondachsteine
ersetzt werden sollte. Außerdem will Familie Horz ihr Haus neu verputzen
lassen.
Insgesamt haben
sich in Aumenau nach Auskunft von Ute Schwarz vom Bauamt Villmar bereits
18 Interessenten für ein Beratungsgespräch angemeldet. Welche Grundstücke
zum Dorferneuerungsbereich gehören, wurde von der Gemeinde genau
festgelegt; Auskunft erteilt das Bauamt.
Ziel der
Dorferneuerung, so Hermann Hepp, ist es, dem Ausbluten der Ortskerne im
Zeichen einer schrumpfenden Bevölkerungszahl entgegenzuwirken. Die
Erfolge, die mit der Dorferneuerung in den letzten Jahren in seinem
eigenen Wohnort Weyer erzielt worden seien, machten Mut, dass es in
Aumenau ebenfalls positiv laufen wird. Beispielsweise habe sich – trotz
einer generell zurückgehenden Bevölkerungszahl – die Zahl der Kinder im
Weyerer Kindergarten erhöht. Denn ein Zuzug in den Ortskern dort sei auch
für junge Familien wieder attraktiv geworden, meinte Hepp. Der
Bürgermeister zeigte sich zudem optimistisch, dass die neuen Richtlinien
für die Dorferneuerung, die in Aumenau angewendet werden sollen, in
spätestens drei oder vier Wochen von der Landesregierung vorgelegt
werden.
Hans-Joachim
Egenolf von der Kreisverwaltung freute sich, dass die Dorferneuerung
endlich in Aumenau angekommen ist. Der Erfolg des Projekts ruhe auf drei
Säulen: Gemeinde, Fachverwaltung und vor allem die Bürger. Egenolf
appellierte an alle Hauseigentümer, die ihr Gebäude sanieren wollen, sich
fachlich beraten zu lassen. Nur so könne eine ortstypische Sanierung
gelingen. Neben der privaten Dorferneuerung werden Aumenauer Bürger in
den nächsten Monaten ein Konzept erstellen, das die Richtschnur für die
Erneuerung der öffentlichen Gebäude und Anlagen sein wird, wie
Hans-Joachim Egenolf erläuterte.(goe)
NNP, 20.03.2008
Zuwachs im Gewerbegebiet
„Brotweg II“
Villmar. Über zwei Ansiedlungen
im Gewerbegebiet „Östlich des Brotweges II“ auf einem 1217 Quadratmeter
großen Grundstück freut sich Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) bei einem
Ortstermin. Allerdings handelt es sich bei beiden Betrieben um keine
echten Neuzugänge für Villmar. Der Malermeisterbetrieb Ordonez ist
bereits seit 1995 in Villmar im Sperberweg ansässig. Zurzeit hat die
Firma, die acht Mitarbeiter beschäftigt, eine Halle für Lagerzwecke
angemietet. Jetzt baut sie für 100 000 Euro in der Unicastraße eine
eigene, die Anfang Mai fertiggestellt sein soll. Die Firma Kissel
Bedachungen und Bauspenglerei zieht es ins Gewerbegebiet, weil es am
alten Standort in Seelbach keine Gewerbeflächen zur Erweiterung gibt. Im
Juni sollen die neuen Räumlichkeiten für 280 000 Euro bezugsfertig sein.
Auch wenn der Standort Seelbach erhalten bleiben soll, werden aus
Platzmangel dort Verwaltung und Lagerhalle sowie eine Betriebswohnung
nach Villmar ausgelagert.
Bürgermeister Hepp freute sich, dass von den 4,6 Hektar im Bereich
„Östlich des Brotweges II“ zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen bereits
2,9 Hektar verkauft seien, die restliche Fläche von 17 000 Quadratmetern
sei noch nicht erschlossen. Zunächst würden durch eine
Bebauungsplanänderung im vereinfachten Verfahren die Straßenführung und
der Zuschnitt der Parzellen geändert. Abschluss des Verfahrens sei Mitte
diesen Jahres. Dann wolle in den „Brotweg II“ ein weiteres
Dachdeckergeschäft aus Weyer umsiedeln. „Die zentrale Lage des
Gewerbegebietes in unmittelbarer Nähe der angrenzenden Wohngebiete und
die direkte Anbindung an die Landesstraße begründet hauptsächlich dessen
Attraktivität“, sagte Hepp. Das breite Spektrum der Leistungsfähigkeit
aller Betriebe und Geschäfte soll nach dem Wunsch des Bürgermeisters
anlässlich eines „Tages der offenen Tür“ im Spätsommer der Öffentlichkeit
vorgestellt werden.
Der Fortbestand der Firma Kissel, die derzeit elf Mitarbeiter beschäftigt
und dieses Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert, ist nach Angaben der
Inhaber Petra und Bruno Kissel gesichert. da Tochter Nadine 2003 die
Meisterprüfung für das Dachdeckerhandwerk ablegte. Sohn Sebastian ist
seit Sommer letzten Jahres Geselle in diesem Handwerk. Die Firma Kissel
sei spezialisiert auf Altbausanierung inklusive der vorgeschriebenen
Wärmedämmung, die Sanierung von Terrassen und Balkonen sowie
Naturschieferarbeiten, so Bruno Kissel. Die Firma Ordonez ist, wie der
spanische Inhaber José Ordonez berichtete, ein mittelständisches
Unternehmen, das Restaurierung von denkmalgeschützten Gebäuden,
Fassaden-Check-Ups, Analayse von Betonbauwerken als Grundlage für
Instandsetzung sowie individuelle Farbgestaltung an Fassaden, in
Treppenhäusern und Räumen aller Art anbietet. (klo)
NNP, 06.03.2008
Dorf-Belebung auf die
Sprünge helfen
Von Rolf Goeckel
Villmar. Unserem Dorf mehr Leben
geben – dieses Ziel verfolgt die Gemeinde Villmar seit gut zwei Jahren,
passiert ist seitdem allerdings wenig. Ein „Standortmanager“ soll der
vom Gemeindeparlament beschlossenen Ortskernbelebung nun auf die Sprünge
helfen. 20 000 Euro stehen dafür im Haushaltsplan für 2008 bereit,
versehen allerdings mit einem Sperrvermerk, den der Haupt- und
Finanzausschuss (HFA) aufheben könnte. 60 Prozent würde das Land Hessen
als Zuschuss zahlen. Die kurze Diskussion in der jüngsten Sitzung des
Villmarer Parlaments zeigte: Mit dem Begriff „Standortmanagement“ wusste
niemand so recht etwas anzufangen.
Am Anfang, so Bürgermeister
Hermann Hepp und „Standortmanager“ Bernd Schönfeld aus Weilburg gestern
in einem Pressegespräch, steht die Einsicht, dass die Ortskerne zunehmend
überaltern und allmählich auszubluten drohen. Gleichzeitig haben sich in
den letzten Jahrzehnten in der dörflichen Peripherie Neubaugebiete
gebildet, in die vorwiegend junge Familien ziehen. Wachstum und
Niedergang gehen in ein und demselben Ort oftmals nebeneinander her –
eine widersprüchliche Situation, die es zu beenden gilt, so Hepp. Längst
hat die Gemeinde erkannt, dass sie keine neuen Baugebiete mehr ausweisen
kann, wenn sie dem Trend zum Wegzug aus den Ortskernen Einhalt gebieten
will. Für die kommenden zehn Jahre, so der Beschluss, soll es in Villmar
keine neuen Bauplätze mehr geben. Doch das ist längst nicht alles.
Neue Wege in der
Dorferneuerung
Mit der bevorstehenden Dorferneuerung in Aumenau will die Gemeinde neue
Wege gehen, die über die bisherige Praxis der reinen
Fassadenverschönerung hinausgeht, so Hepp und Schönfeld. Vorhandene
Flächen, alte Immobilien oder auch Freiflächen sollen aktiv gemanagt, das
heißt vermarktet werden. Über alledem steht das Ziel, mehr Menschen dazu
zu bringen, sich in den alten Ortskernen niederzulassen und sie von der
Qualität des Lebens im Dorf zu überzeugen. Dazu bedarf es laut Schönfeld
eines ganzen Bündels geeigneter Maßnahmen, angefangen mit einer
Bestandsaufnahme (Ortskernkartierung), wie sie für Villmarer und Weyer
bereits erstellt worden ist. Welche Immobilien gibt es in den Dorfkernen,
in welchem Zustand befinden sie sich, wer wohnt dort, welche Häuser
stehen leer?“ Aber auch die „Einwohnerstruktur“, das heißt die
Zusammensetzung der im Ort lebenden Bevölkerung soll ermittelt werden, um
auf dieser Grundlage Konzepte für die Belebung des Orts zu entwickeln.
Die Bevölkerung, so Schönfeld sei in diesen Erneuerungsprozess aktiv
einzubinden, wobei auch unpopuläre Maßnahmen nicht gänzlich
auszuschließen seien. Unter Umständen müssten Immobilien auch von der
Gemeinde angekauft, abgerissen und „plattgemacht“ werden, um auf der
betroffenen Fläche weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Immobilienbörse und
Architekten-Wettbewerb
Die herkömmlichen Mittel des Planungsrechts, so Schönfeld, reichen nach
seiner Einschätzung nicht mehr aus, um das Problem der vielerorts schon
heute ausblutenden Ortskerne zu bewältigen. Eine umfassende Beratung, die
bauliche wie finanzielle Aspekte umfasst, sei erforderlich, um Menschen
dafür zu interessieren, sich in einer alten Immobilie niederzulassen. Der
„Standortmanager“ stehe – im Auftrag der Gemeinde – als ständiger
Ansprechpartner zur Verfügung. Flankierend sei ein Architekten-Wettbewerb
geplant, um Gestaltungskonzepte für einzelne Häuser oder auch ganze
Straßenzüge zu entwickeln. Auf dieser Grundlage sollen Immobilien mit
Hilfe einer dörflichen „Immobilienbörse“ aktiv vermarktet werden.
Schönfeld: „Wir werden die demografischen Probleme mit der Bauleitplanung
alleine nicht in den Griff bekommen.“
Beispiel für die Notwendigkeit eines aktiven Flächenmanagements ist laut
Hepp das alte Kino in der Villmarer Peter-Paul-Straße, das zusammen mit
anderen Immobilien zusammengefasst und für die Gewerbeansiedlung oder
hochwertiges Wohnen genutzt werden sollte.
Der künftige Villmarer Standortmanager, wenn er denn vom HFA genehmigt
werden sollte, wäre für die ganze Großgemeinde Villmar zuständig, wobei
ein Hauptaugenmerk auf der Dorferneuerung in Aumenau liegen wird. Anders
als bisher wird die Dorferneuerung allerdings nicht auf Aumenau
beschränkt bleiben, sondern auch die angrenzenden Orte Seelbach und
Falkenbach einbeziehen. Es gehe darum, über den Tellerrand hinauszusehen,
so Hepp, und einen Ort mit seinen sämtlichen Beziehungen nach Außen zu
betrachten. Vorbehaltlich der genauen Förderrichtlinien, die derzeit noch
nicht vorliegen, wird es wohl auch möglich sein, dass dorthin
Fördermittel des Landes fließen werden, so Hepp. Voraussetzung sei
allerdings die Bewilligung des „Standortmanagers“, der nach Freigabe der
Mittel im Parlament beim Land beantragt werden muss. Noch in diesem Jahr
soll dieser seine Arbeit aufnehmen.
NNP, 05.03.2008
Villmar-Seelbach.
In einer Informationsveranstaltung der Gemeindeverwaltung in der
Seelbachtalhalle stellten interessierte Bürger nächste Weichen für eine
mögliche Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Die mit
gemischten Gefühlen erschienenen rund 40 Teilnehmer entschieden sich nach
Informationen durch Bürgermeister Hermann Hepp und den Architekten
Stephan Dreier einstimmig bei vier Enthaltungen von Skeptikern dafür, die
Dinge zunächst im Vereinsring zu erörtern und bei positivem Ausgang eine
Kommission zu bilden, welche die Dinge voranbringen soll.
Einleitend wies der Bürgermeister auf den demographischen Wandel in der
Bevölkerung hin, die auch vor den Ortsteilen der Gemeinde Villmar nicht
Halt mache und ihre Ortsteile vor besondere Herausforderungen stelle. Es
erhebe sich die Frage, ob Seelbach auf Dauer seine 700 Einwohner halten
könne, wenn sich das Dorf nicht weiter entwickle, um jungen Familien
Anreiz zu geben, sich hier einzubürgern. Es sei deutlich, dass der
Ortskern langsam überaltere, es etliche Leerstände gebe und die Gehöfte
ehemaliger landwirtschaftlicher Betriebe kaum an den Mann zu bringen
seien. Andererseits sagten die Prognosen voraus, dass sich im Landkreis
Limburg-Weilburg an gewissen Stellen, am ICE-Halt Limburg oder an der B
49 bei Beselich, Siedlungsschwerpunkte bilden.
Die Gemeinde habe mit der
Dorferneuerung in Weyer gute Erfahrungen gemacht und sei jetzt froh,
Aumenau als Schwerpunkt ins Programm bekommen zu haben. Jetzt sollen die
Ortsteile Seelbach, Falkenbach und Langhecke ins Visier genommen werden,
wobei sich die beiden kleineren Orte wenig für die Teilnahme am
Wettbewerb eigneten, Seelbach aber infolge der noch vorhandenen
Infrastruktur und Bausubstanz sowie dem bei der 850-Jahr-Feier gezeigten
Gemeinschaftsgeist gute Chancen bei einer Teilnahme am Wettbewerb „Unser
Dorf hat Zukunft“ habe.
Nach der vom Architekturbüro Stephan Dreier (Niederbrechen) vorgenommenen
„Städtebaulichen Voruntersuchung“ weist Seelbach von den vier
untersuchten Ortsteilen mit Abstand die bedeutendste Bausubstanz mit
einem gut erhaltenen historischen Ortskern auf, erläutere Dreier bei der
Vorstellung der Untersuchung. Umso schmerzlicher mute die schleichende
Zerstörung an, die ungebremst durch unsachgemäß vorgenommene bauliche
Veränderungen zu beobachten sei. Die so wichtigen Details wie historische
Türen und Fenster verschwänden nach und nach aus dem anmutigen Ortsbild.
Der Kernbereich des Wiederaufbaus nach dem letzten Großbrand 1873 stehe
als bauliche Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Die geräumigen Drei- und
Vierseithöfe seien meist zwischen zwei Straßen oder Gassen gelegen und
wiesen ansprechende Wohnbauten sowie Scheunen stattlicher Größe auf.
Obwohl alle Gebäude in Fachwerkbauweise errichtet seien, waren die
Wohnhäuser stets mit einem schützenden Putz überzogen. Zu den besonders
guten Beispielen der charakteristischen Haus- und Hofformen zählen die
Objekte Rathausstraße 5 und 7.
Bemerkenswert ist, dass der Anteil der über 60-Jährigen mit 22,6 Prozent
knapp unter dem Anteil in der Gesamtgemeinde Villmar und dem
Landesdurchschnitt liegt. Dem gegenüber stehen jedoch der relativ hohe
Anteil von Kindern und Jugendlichen bis 20 Jahre, der deutlich über dem
Anteil in der Gesamtgemeinde und dem Landesdurchschnitt liegt. Per saldo
halten sich die bis 20-Jährigen mit den über 60-Jährigen die Waage, so
dass der Ort rein statistisch noch nicht an Überalterung leidet.
Allerdings belegt die Altersstatistik für den Ortskern, dass hier
durchaus eine Überalterung der Bevölkerung zu verzeichnen ist. (mhz)
NNP, 04.03.2008
Feuerwehr feiert ihren
75. Geburtstag
Villmar-Weyer. Das Jahr 2008
steht bei der Feuerwehr Weyer ganz im Zeichen des 75-jährigen Bestehens.
Wie Vorsitzender Erol Lintner in der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus
berichtete, findet Gründonnerstag die Jahreshauptversammlung der
Großgemeindefeuerwehren in Weyer statt. Am 1. Mai ist eventuell eine
gemeinsame Feier mit dem MGV „Eintracht“ geplant. Für 10. Mai ist ein
Rockabend mit Roy Hämmer zusammen mit dem RSV vorgesehen. Am 8. Juni gibt
es wieder einen Brandschutztag. Das eigentliche Festwochenende soll vom
4. bis 6. Juli stattfinden. Unter dem Motto „Das Leben ist kein Vatertag“
startet es mit einem Comedy-Abend mit Bernhard Westenberger und
A-cappella-Musik von „Die Bembelsänger“. Tags darauf ist der Festkommers,
Sonntag dann zum Abschluss nach einem Festgottesdienst ein Festumzug
durch das Dorf. Es schließen sich ein Funlauf am 20. Juli und ein
Grilltag am 24.
„Ich möchte mich einmal bei
allen bedanken, die in den verschiedenen Ausschüssen zum Fest tätig sind,
wo die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen“, so Lintner. Beim Fest werde
die Hilfe jedes Einzelnen benötigt. Das Festjahr habe mit der
Silvesterparty bereits gut begonnen, bei der 170 Besucher ihren Spaß
gehabt hätten. Geplant sei fürs laufende Jahr noch der Ausbau des alten
Gerätehauses, was dann für die Jugendarbeit als Bastel- und Abstellraum
genutzt werden könne. Dabei gebe es aber leider unerwartete Probleme, da
der Holzwurm im Gebälk nage, so der Vorsitzende. Mit der
Mitgliederentwicklung kann Vorsitzender Lintner jedoch zufrieden sein.
Drei Austritten standen 19 Neueintritte gegenüber, so dass der aktuelle
Mitgliederstand 313 beträgt. 22 Aktive seien in der Einsatzabteilung,
zwölf in der Alters- und Ehrenabteilung, 17 in der Jugendfeuerwehr und 46
Kinder in der Bambinigruppe „Firekids“. Gut angenommen werde im Ort die
Mitte des Vorjahres gestartete Aktion der Wehr, jedem Neugeborenen einen
Rauchmelder zu schenken. Die Einsatzabteilung bezeichnete Lintner als
„tolle Truppe, die der Feuerwehrverein gerne weiter finanziell
unterstützt“. Im letzten Jahr seien ein Rettungsrucksack sowie weitere
Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände angeschafft worden.
Wehrführer Jörg Sonntag berichtete, dass Jürgen Eißmann sämtliche der 30
Übungen im Vorjahr absolviert habe. Auf Platz zwei komme er selbst mit 26
besuchten Übungen, auf dem dritten Lintner. Sonntag sagte, dass seine
Aktiven an neun Lehrgängen teilgenommen und zudem
Brandschutzfrüherziehung im Weyerer Kindergarten angeboten hätten.
Befördert wurden Jörg Sonntag zum Hauptlöschmeister, Volker Bayer zum
Oberlöschmeister, Erol Lintner zum Hauptfeuerwehrmann, Jürgen Eißmann,
Dominik Gilberg, Markus Höpp, Oliver Weidl und Lutz Sonntag zum
Oberfeuerwehrmann und Patrick Nickolay zum Feuerwehrmann.
Zwölf Einsätze seien, so der Wehrführer, im letzten Jahr zu absolvieren
gewesen. Von einem Brand in Villmar über die Bergung eines abgestürzten
Hundes bis zu der eines Ölfasses aus dem Bach. Jugendwart Torben Thorn
berichtete, dass ein Jugendlicher in die Einsatzabteilung gegangen sei,
vier weitere ausgetreten seien. Drei Mitglieder seien neu in die
Jugendfeuerwehr gekommen. 65 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und
33 Stunden allgemeine Jugendarbeit hätten auf dem Programm gestanden.
Interessierte Kinder ab zehn Jahren können gerne einmal unverbindlich
donnerstags von 18.30 bis 20 Uhr bei den Übungen im Feuerwehrhaus vorbei
schauen. Die Bambini-Gruppe für die Vier- bis Neunjährigen trifft sich
einmal monatlich.
Karten für den Comeydabend gibt es bereits für 9.50 Euro, also 1,50 Euro
günstiger als an der Abendkasse, in der Bäckerei Laux und der Gaststätte
„Zum Zapfhahn“ in Weyer, im Tankshop Villmar, in der Tankstelle Gläser in
Niederbrechen, bei Papier- und Schreibwaren Brück in Bad Camberg, im
Tabakshop Limburg sowie per E-Mail unter comedy@freiwillige-feuerwehr-weyer.de.
Anmeldungen als Helfer oder Zugteilnehmer: Erol Lintner, Telefon: (0 64
83)35 31.(klo)
Villmar.
Das
Gemeindeparlament hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend eine
Entscheidung über Abriss oder Erhalt der alten Schule vertagt.
Hintergrund sind überraschende Pläne der Gemeinde, mit der Frankfurter
Senckenberg-Gesellschaft über die Einrichtung eines Lahn-Marmor-Museums
in dem ungenutzten Schulgebäude zu verhandeln. Die Gemeinde, so
Bürgermeister Hermann Hepp (CDU), greift damit Pläne aus dem Jahr 2006
auf, die damals an fehlenden Geldgebern gescheitert waren.
Am 20. März, so
berichtete Hepp dem Parlament, will der Vorsitzende der
Senckenberg-Gesellschaft, Professor Volker Mosbrugger, die alte
Villmarer Schule persönlich besichtigen. Ziel sei es, zu prüfen, ob das
Gebäude als Außenstelle des berühmten Frankfurter
Johann-Christian-Senckenberg-Museums geeignet ist. Die Verbindung
zwischen dem Villmarer Marmor und dem Namen Senckenberg-Schule habe das
Interesse des Frankfurter Wissenschaftlers geweckt, sagte Hepp, der den
Kontakt zu Mosbrugger vor wenigen Tagen hergestellt hat.
Wie groß die
Chancen für einen Erhalt der alten Schule tatsächlich sind, ist laut Hepp
derzeit schwer abzuschätzen. Dreh- und Angelpunkt eines neuen Museums sei
letztlich die Finanzierung, die von der Gemeinde Villmar alleine nicht zu
stemmen sei. Externe Geldgeber seien deshalb gefragt. Hepp denkt dabei an
die Einbindung in das überregionale Geopark-Projekt, das aus dem
europäischen Fördertopf für die ländlichen Regionen („ELER“) finanziert
werden soll. Eine weitere Fördermöglichkeit für ein neues
Lahn-Marmor-Museum sieht Hepp in dem Bundesprogramm „soziale Stadt“, an
dem auf Anregung des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Frank Schmidt
(Löhnberg) die ganze Oberlahn-Region teilnehmen könnte. Erste Gespräche
mit seinem Weilburger Amtskollegen Hans-Peter Schick aber auch mit
Eckhard Mascus vom Amt für den ländlichen Raum in Limburg habe er bereits
geführt, sagte Hepp der NNP. Jetzt müsse geprüft werden, ob ein
Lahn-Marmor-Museum in Villmar in diese Förderprogramm passt.
Laut Hepp stehen
auch die Fraktionsvorsitzenden des Villmarer Gemeindeparlaments hinter
den Museums-Plänen, die bereits vor zwei Jahren in einem von ihm selbst
angeregten Ideen-Workshop ausführlich diskutiert worden seien. Teilnehmer
an der Diskussionsrunde waren seinerzeit prominente Vertreter aus
Politik, Wirtschaft, Kultur und Lahn-Marmor-Museums-Verein Villmar. Das
Projekt Museum mit angeschlossenem Café und Shop sei damals zwar
allgemein begrüßt worden, an der Frage der Finanzierung dann aber
gescheitert.
Hepp macht auch
darauf aufmerksam, dass dem Kreis als Eigentümer der alten Schule eine
Schlüsselrolle zufällt. Bisher hatte der Kreis auf einem Eigenanteil am
Verkaufserlös von 150 000 Euro bestanden. Deshalb müsse vor allem auch
mit Landrat Manfred Michel über die Museumspläne gesprochen werden. Hepp:
„Ohne den Kreis läuft gar nichts.“
Das Thema alte
Schule soll voraussichtlich zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung
am 24. April erneut auf die Tagesordnung kommen. Sollten sich die
Museums-Pläne bis dahin zerschlagen haben, stünde die Empfehlung des
Gemeindevorstands, das Schulgebäude abzureißen und dort Wohnhäuser zu
errichten weiterhin auf der Tagesordnung. Der Limburger Investor Hans
Schmitt sei auch weiterhin am Erwerb des Geländes interessiert, so
Hermann Hepp. (goe)
NNP, 01.03.2008
Ja zu Kunstrasen und Urnenwand
Villmar. Das Gemeindeparlament
hat den Haushalt für 2008 bei Enthaltungen der Freien Wähler und des
parteilosen Frank-Peter Lautermann einstimmig verabschiedet.
Einen Antrag der Freien Wähler, 200 000 Euro Zuschuss für den Bau eines
Kunstrasenplatzes in Aumenau zu streichen, lehnte das Parlament mit
großer Mehrheit ab. Lediglich die Aktive Alternative Villmar (AAV)
stimmte mit der FWG. Zustimmung gab es für die von der SPD beantragte
Urnenwand oder alternative Bestattungsformen auf dem Villmarer Friedhof.
Dafür stehen 6000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Die AAV stimmte auch
hier dagegen. Die vom Gemeindevorstand mit 20 000 Euro vorgeschlagene
Finanzierung eines so genannten „Standortmanagers“ wurde auf Antrag von
Jörg Mackauer (SPD) mit einem Sperrvermerk versehen. Die Freigabe der
Mittel soll nach erneuter Beratung im Haupt- und Finanzausschuss
erfolgen. Einen Sperrvermerk verhängte das Parlament auch über die
geplante Fahrzeugbeschaffung (5000 Euro) im Bauhof, weil das Parlament
hier noch Informationsbedarf sah.
Zu einem Schlagabtausch kam
es beim Thema Kunstrasenplatz, den etwa 50 Mitglieder des TuS Aumenau auf
den Zuschauerstühlen interessiert verfolgten. Thomas Caspari (Freie
Wähler) sah sich hier in der Oppositionsrolle. Die hohe Verschuldung der
Gemeinde (15,5 Mio. Euro), hohe Ausgaben für die Kanalsanierung in den
kommenden Jahren und Unsicherheiten beim Zinsmanagement sprechen laut
Caspari gegen den aus seiner Sicht ungewöhnlich hohen Zuschuss für den
Verein. Auch die Frage des Lärmschutzes für den Sportplatz in einem
Wohngebiet von Aumenau sei ungeklärt. Der Bau eines Rasenplatzes wäre
laut Caspari ausreichend gewesen.
Axel Paul schlug in die gleiche Kerbe, indem er die hohen Kosten für den
Kunstrasenplatz kritisierte. Die Sanierung des vorhandenen Hartplatzes
würde nur 205 000 statt 380 000 Euro kosten und wäre auch seiner Meinung
nach ausreichend.
Arnold-Richard Lenz, SPD-Gemeindevertreter aus Aumenau, hielt Caspari und
Paul vor, nur die Kosten, nicht aber den Nutzen des Kunstrasenplatzes ins
Kalkül gezogen zu haben. Vorteile seien zum Beispiel die größere
Nutzbarkeit des Kunstrasens und ein geringerer Pflegeaufwand. Auch dürfe
die Entscheidung für oder wider den Kunstrasen nicht davon abhängen, ob
der TuS Aumenau in der C-Klasse spielt, was Caspari gegenüber der NNP
kritisiert hatte. Zum Thema Lärm merkte Lenz an, dass dieser bei jeder
Art von Plätzen gleich sei.
Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) erinnerte daran, dass der Untergrund des
bestehenden Hartplatzes für die Anlage eines neuen Rasenplatzes
ungeeignet sei. Der Kunstrasenplatz für Aumenau sei eine Investition, die
über den Ortsteil hinaus weise.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Scheu meinte, gute Jugendarbeit in
Sportvereinen könne nur mit entsprechend guten Sportstätten
funktionieren. Er wies darauf hin, dass in Aumenau nicht nur eine
Mannschaft spiele, sondern Jugendliche aus allen Ortsteilen, die in der
JSG Lahntal zusammengeschlossen sind. Außerdem soll der Aumenauer
Kunstrasenplatz künftig auch als Ausweichmöglichkeit Seniorenmannschaften
anderer Ortsteile zur Verfügung stehen.
Caspari hielt seinen Kritikern entgegen, die SPD löse nun offenbar ein
Wahlversprechen ein, für das die CDU vor der Landtagswahl Geld beim
Finanzminister beschafft habe. Ein Kunstrasenplatz für Aumenau könnte
Begehrlichkeiten auch in den anderen Ortsteilen wecken, befürchtete
Caspari. Schon nächstes Jahr werde Seelbach mit diesem Wunsch kommen“,
meint er. Den Vorwurf des Wahlgeschenks wies der SPD-Fraktionsvorsitzende
Ulrich Aumüller zurück: „Das hat nie in unserem Programm gestanden.“
In seiner Haushaltsrede ging Dieter Scheu auch auf den Teilausbau für das
Baugebiet Haintgesfeld II ein. Die Tatsache, dass in dem Baugebiet erst
17 von 37 Grundstücken bebaut sind, sah Scheu als Beleg für die
Befürchtungen der CDU, dass die extreme Hanglage des Gebiets ein
Risikofaktor für die Vermarktung sei. Scheu riet zu einer zügigen Vergabe
der Grundstücke. Beim Thema Urnenwand beantragte Scheu, dass der
Gemeindevorstand ein Gesamtkonzept für die Friedhofsgestaltung mit
alternativen Bestattungsformen erarbeitet. Dem stimmte die
Gemeindevertretung mehrheitlich zu.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Aumüller kritisierte die für 2009
geplante Einführung der doppelten Buchführung gemäß einer Vorgabe des
Landes. Hier werde viel Geld (150 000 Euro) für Software, Schulungen und
Bindung von Mitarbeitern ausgegeben, das anderweitig sinnvoller
eingesetzt wäre. Nach wie vor sah Aumüller überzogenen Standards in
vielen Bereichen der Gemeinde, die man sich eigentlich gar nicht mehr
leisten könne.
Axel Paul kritisierte die geplante Urnenwand, weil die Gemeinde hier in
Vorlage treten müsse. Günstiger wäre die Anlage eines Rasengräberfeldes.
(goe)
Marktflecken,
26.02.2008
Präventionskommission des Marktfleckens Villmar nahm ihre Arbeit auf
Am 19.02.2008 fand auf
Anregung des Gemeindevorstandes und auf Beschluss der Gemeindevertretung
vom 14.12.2007 die erste Sitzung der Präventionskommission statt.
Bürgermeister Hepp sieht hier eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, denn
es ist in jedem Fall besser, Straftaten zu verhindern, als sie zu
verfolgen und zu bestrafen.
Zur
Auftaktveranstaltung waren der Leiter der Polizeidirektion
Limburg-Weilburg, Herr Polizeidirektor Volker Pfeiffer (gleichzeitig auch
Geschäftsführer der Präventionskommission auf Kreisebene) sowie der
Pressesprecher und Jugendkoordinator Bruno Reuscher anwesend und
diskutieren mit den Kommissionsmitgliedern.
Die Schwerpunkte der
zukünftigen Arbeit werden sich an den Belangen der Bürgerinnen und Bürger
des Marktfleckens orientieren. So ist es wichtig, in die Ortsteile hinein
die Belange der Bevölkerung auf Sicherheit und Ordnung ernst zu nehmen,
sie zu hören und auch Lösungsvorschläge zu erarbeiten.
Tenor des ersten
Gespräches war es, eine ergebnisoffene Diskussion zu führen. Die Arbeit
der Kommission soll sich nicht nur auf die Jugendarbeit beschränken,
sondern soll den Bürger von der Jugend bis ins Alter begleiten und so
versteht sich die Kommission als Ansprechpartner der Bürger. Gerade im
Hinblick auf die Jugend sollten wir den Jugendlichen Gesprächsbereitschaft
zeigen. Jederzeit auch die Belange der Jugend zu hören ist eine
Zielsetzung der Kommission, dadurch Integration zu fördern,
Alkoholmissbrauch zu reduzieren sowie Sachbeschädigungen zu minimieren.
Wichtig ist es ebenfalls, gerade im Hinblick auf Jugendarbeit die
positiven Ansätze in den Ortsteilen darzustellen. Positive Jugendarbeit in
den Vereinen, funktionierende Jugendräume, gelungene Freizeiten sind
positive Erfahrungen aus der Jugendarbeit. Jedoch gilt es auch, die Ängste
der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen.
Die Kommission soll
eine ständige Einrichtung sein und mit der fachkompetenten Besetzung (aus
dem Bereich der Jugendarbeit, Justiz und Polizei) werden wir weiter über
die Arbeit und die Erfolge der Kommission berichten. Ein Appell geht an
unsere Bevölkerung, diese Kommission zu unterstützen und - so hoffen wir -
ein gutes Miteinander im Marktflecken Villmar zu erzielen. Haben Sie
Fragen, haben Sie Ängste, haben Sie auch Worte des Lobes, so können Sie
diese bei den Mitgliedern der Kommission, aber auch bei dem Bürgermeister
des Marktfleckens Villmar äussern unter der Telefonnummer 06482/91210 oder
unter der Mail-Adresse
gemeinde@villmar.de.
Die Kommission setzt
sich wie folgt zusammen:
Herrn Peter Fink,
Aumenau
Herrn Stefan Lorber,
Aumenau
Herrn Walter Haas,
Villmar
Frau Sabine Günther,
Villmar
Frau Cornelia
Peter-Beeck, Weyer
Frau Konstanze Dresen,
Villmar
Frau Nina Müller,
Villmar
Herrn Andreas Hübner,
Weyer
Herrn Uwe Eller,
Falkenbach
Herrn Jens Wirbelauer,
Aumenau
Herrn Michael Riemer,
Langhecke
Herrn Oliver Link,
Seelbach
gez. Hepp,
Bürgermeister
NNP,
18.02.2008
Neues
Leben auf der ehemaligen Deponie
Villmar-Seelbach.
Villmarer Ortsteil Seelbach wurde von der Gemeinde rekultiviert. Nach der
Verfüllung des Geländes wurden rund 5500 Buchensetzlinge und 500
Kirschbäume im Reihenabstand von zwei Metern durch ein Unternehmen
gepflanzt, die Forstarbeiter haben den Zaun zur Sicherung vor Verbiss
hinzugefügt.
Revierförster Kurt Walter erläuterte bei einem Ortstermin den Mitgliedern
der SPD-Fraktion der Gemeindevertretung Villmar vor Ort jetzt die
Maßnahme. Die erste Läuterung soll nach etwa zehn Jahren erfolgen, heiß
es dabei. (nnp)
NNP,
16.02.2008
Villmar. In der
Bauausschusssitzung wurde ein Antrag der Energieerzeugung Villmar GmbH &
Co. KG auf Durchführung von bauleitplanerischen Maßnahmen zwecks
Erweiterung der bestehenden Biogasanlage im Bereich „Am Limburger Weg“
behandelt und befürwortet.
Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Ulrich Aumüller, begrüßt ausdrücklich
dabei zur Sprache gekommene Überlegungen, die bisher ungenutzte Abwärme
der Anlage ebenfalls zu verwenden bzw. dies entsprechend zu prüfen.
Bisher wird die bei der Stromerzeugung durch Biogas entstandene Wärme
lediglich zu einem kleinen Teil zur Versorgung anliegender
Aussiedlerhöfe genutzt. Die Anlage soll nun erweitert werden, so dass
weitere Kapazitäten hinzukommen. Statt die Wärme in die Luft zu blasen,
gibt es Überlegungen, zumindest die König-Konrad-Halle dadurch zu
versorgen.
Entsprechende
Wirtschaftlichkeitsberechnungen sollen laut Bauamtsleiter Stefan Funk
vorgenommen werden. „Kraft-Wärme-Kopplung ist erst richtig effizient,
wenn auch die Wärme in großem Umfang genutzt wird. Die Biogasanlage am
Limburger Weg kann so wirtschaftlicher betrieben werden, ein Beitrag zur
Kostenreduzierung der Gemeinde und auch ein weiterer Schritt in Richtung
einer unabhängigen dezentralen Energieversorgung sein“, betonte Ulrich
Aumüller. (nnp)
Villmar. Die Gottesdienste zu
den kommenden Festtagen an St. Peter und Paul Villmar werden in
verschiedener Weise musikalisch gestaltet. Am vierten Adventssonntag
(23. Dezember), 9 Uhr, singt die Schola ein lateinisches Choralamt mit
dem Introitus „Rorate coeli“, der Choralmesse „Adventus et Quadragesima“,
der Communio „Ecce virgo“ und den Hymnus „Conditor alme siderum“. Die
Christmette an Heiligabend beginnt mit einer musikalischen Einstimmung
um 21.40 Uhr und wird von einem Instrumentalensemble mitgestaltet.
Im Hochamt am
ersten Weihnachtstag (25. Dezember), um 9 Uhr bringt der Kirchenchor St.
Peter und Paul Werke von J. Schnabel (Transeamus usque Bethlehem), J. S.
Bach (Ich steh an deiner Krippen hier)und W. A. Mozart („Jubilate“ aus
KV 117) zu Gehör. Die Orgel spielt Dr. Georg Hilfrich. Um 18 Uhr singt
die Schola die deutsche Weihnachtsvesper sowie Gesänge aus dem Villmarer
Antiphonale von 1750. Zum Fest des heiligen Stephanus (26. Dezember), 9
Uhr, erklingen unter Mitwirkung der Schola unter anderem Teile der „Mass
of the Angels and Saints“ von Steven R.Janco. (nnp)
NNP, 10.12.2007
Villmar bot einen
Weihnachtsmarkt mit Herz
Villmar.
Am Samstagnachmittag gab es auf dem Brunnenplatz und vor dem
Villmarer Rathaus kein Durchkommen mehr.
Grund hierfür war die Eröffnung des 8. Villmarer Weihnachtsmarktes, zu
der zahlreiche Zuschauer den gesamten Bereich um das Rathaus belegten.
Ausrichter war wieder der Marktflecken Villmar gemeinsam mit der AGV
Villmar (Aktionsgemeinschaft für Handel und Gewerbe).
Die Eröffnung durch Bürgermeister Herrmann Hepp und den Vorsitzenden der
AGV, Erik Raab von der Heyde, wurde begleitet durch den Schulchor der
Johann- Christian-Senckenberg-Schule. Die Kinder erfreuten durch
zahlreiche Lieder, die sie unter der Leitung von Ulrike Hölper darboten,
das Publikum. Auch die von Beate Hepp, Elisabeth Kremer und Melanie Brück
betreuten Kinder der Flöten AG begleiteten musikalisch die Eröffnung des
Weihnachtsmarktes und sorgten so für eine wunderbare weihnachtliche
Stimmung unter den zahlreichen Zuhörern.
Rund um das Rathaus wurde
wieder alles geboten, was das vorweihnachtliche Herz begehrt.
Wunderschöne Holzschnitzereien wurden ebenso angeboten wie
Adventsgestecke, Mistelzweige, Schmuck und Kerzen. Für den Hunger gab es
Süßes, Plätzchen - – sogar im Kilopack, aber auch eine herzhafte Wurst
durfte nicht fehlen. So war für jeden Geschmack das Passende dabei. An
den festlich geschmückten Häuschen gab es reichlich Glühwein und für die
Kinder Kinderpunsch.
Selbstverständlich durfte auch der Nikolaus nicht fehlen. Dieser machte
seine Runde und verteilte an Groß und Klein seine Gaben, und für die
Kinder bestand die Möglichkeit der Wunschzettelabgabe. Das aufgebaute
Kinderkarussell erfreute sich ebenso großer Beliebtheit wie das
angebotene Pony-Reiten. Beides wurde von den Kindern ausgiebig genutzt.
Kurt Meteling, Konrektor der Johann-Christian-Senckenberg-Schule, zeigte
sich erfreut darüber, dass Kinder der Villmarer Schule zum Gelingen der
Weihnachtsmarkt-Eröffnung beigetragen haben. In einem Holzhäuschen wurden
von der Schule Getränke und selbst gebackene Plätzchen zum Verkauf
angeboten, und der Erlös wird für verschiedene Schulprojekte eingesetzt.
Kurt Meteling: „Wir verstehen uns als musikalische Grundschule, das
bedeutet mehr Musik zu mehr Gelegenheiten und in mehr Fächern. Sowohl der
Schulchor als auch die Flöten AG werden von den Kindern mit Begeisterung
angenommen.“
Da zum Glück auch das Wetter mitspielte und es trocken blieb, waren auch
am Abend die Stände noch sehr gut besucht, und es herrschte, wohin man
auch schaute, eine zufriedene Stimmung bei Jung und Alt. Dass dies mit
Sicherheit nicht der letzte Weihnachtsmarkt rund um das Villmarer Rathaus
war, darüber waren sich an diesem Abend alle einig. (hvo)
Villmar, 03.12.2007
Kosaken begeisterten
Villmar-Weyer.
Der „Ural Kosaken Chor“ bewies bei seinem vorweihnachtlichen Konzert in
der Weyerer Volkshalle eindrucksvoll, warum er zu den drei berühmtesten
Kosakenchören der Welt zählt. Jeder der zwölf Sänger könnte auch als
Solist große Karriere machen.
„Ein Weltklassechor“, urteilte nicht zu Unrecht der Vorsitzende des
veranstaltenden MGV „Eintracht Weyer“, Burkhard Merz, über die
bescheidenen Männer in ihren schlichten Uniformen. Dass der Chor, den
Wladimir Koslowski leitete, trotz der Akkordarbeit wie in Weyer tolle
Auftritte hinlegt, spricht für die Professionalität des Ensembles. Es
sang seine Lieder mit einer scheinbaren Leichtigkeit und Freude, als
hätte es nicht schon hunderte solcher Auftritte in den Knochen. Seit 1924
gibt es bereits den „Ural Kosaken Chor“. Emigrierte, zarentreue Kosaken
fanden sich unter der Leitung von Andrej Scholuch in Paris zusammen, um
die Tradition ihrer Lieder zu pflegen. 1972 gab dieser Chor sein letztes
Konzert. 2000 schafften die „Ural Kosaken“ mit neuen Leuten ein Comeback.
Die erste Programmhälfte
widmete der Chor in der gut besuchten Volkshalle orthodoxen und
katholischen Kirchengesängen, unter anderem dem „Mönchsgebet“ und dem „Ave
Maria“ sowie Weihnachtsliedern wie „Maria durch ein Dornwald ging“ und
„Am Flusse Jordan“. Im zweiten Teil wurden Volksweisen und Kosakenlieder
dargeboten. „Schnee verwehtes Russland“, „Der Kosak und sein Pferd“, „Das
Frühlingslied vom Baikalsee“, „Wolgaschlepper“ und zuletzt die Hymne des
Chores. Als glänzende Solisten präsentierten sich Juri Borsch und
Vladimir Sawushkin. Toll zudem die leidenschaftlich spielenden
Instrumentalsolisten Igor Besotozniy (Balalaika) und Dimitro Zahorov (Bajan).
Zusammen mit dem MGV und dem gemischten Chor der „Eintracht“ wurden zum
Abschluss zum ersten Adventswochenende passend „Süßer die Glocken nie
klingen“ und „Abendglocken“ interpretiert. „Sie kamen als Fremde, und
gingen als Freunde“, so Burkhard Merz. Viele neue Freunde gewann bei
seinem ersten öffentlichen Auftritt ebenso der neue gemischte Chor der
„Eintracht“, geleitet vom vor Energie nur so sprühenden Illya
Slobodynskyy. Voller Leidenschaft überzeugte er mit „Senore, Dona Maria“,
„Ehre sei dem König“ und „Diridonda“. Für einen gelungenen Start in das
Konzert hatte zuvor der MGV unter der Leitung von Thomas Roth mit „Vineta“,
„Die Rose“ und „Weit, weit weg“ gesorgt. Ein Teil des Konzerterlöses soll
für das Projekt „Hilfe für Russland-Kinderkrankenhaus Wladimir“ gespendet
werden. (klo)
27.01.2008
Villmarer
Ergebnisse zur Landtagswahl 2008
Wahlbeteiligung: 64,4%
Wahlberechtigte: 5.672
Wähler: 3.654
Gültige Wahlkreisstimmen: 3.554 St.
|
CDU |
45,2
% |
1.606
St. |
| SPD |
39,1
% |
1.389
St. |
| GRÜNE |
3,6 % |
128 St. |
| FDP |
6,4 % |
227 St. |
| REP |
0,7 % |
26 St. |
|
DIE LINKE |
3,0 % |
106 St. |
|
FREIE WÄHLER |
1,4 % |
49 St. |
| NPD |
0,6 % |
23 St. |
Gültige Landesstimmen: 3.579 St.
|
CDU |
42,8 % |
1.531 St. |
| SPD |
37,3 % |
1.334 St. |
| GRÜNE |
4,4 % |
157
St. |
| FDP |
8,3 % |
296
St. |
| REP |
0,6 % |
20 St. |
|
Die Tierschutzpartei |
0,5 % |
17 St. |
|
BüSo |
0,0 % |
0 St. |
|
PSG |
0,1 % |
2 St. |
|
Volksabstimmung |
0,1 % |
3 St. |
|
GRAUE |
0,0 % |
1 St. |
|
DIE LINKE |
3,9 % |
138
St. |
|
Die Violetten |
0,0 % |
1 St. |
|
FAMILIE |
0,1 % |
4 St. |
|
FREIE WÄHLER |
1,0 % |
37 St. |
| NPD |
0,8 % |
30 St. |
|
PIRATEN Hessen |
0,2 % |
7 St. |
| UB |
0,0 % |
1 St. |
NNP, 22.01.2008
Villmar.
Die Vorsitzende
der Gemeindevertretung, Ursula Alban (CDU), hat den Antrag des
Fraktionsvorsitzenden der AAV, Axel Paul, auf Einberufung einer
Bürgerversammlung zum Thema alte Schule abgelehnt. Die Information der
Bevölkerung erscheine ihr ausreichend gewährleistet, teilte Alban ihrem
Parlamentskollegen schriftlich mit. Auf der Internetseite der Gemeinde
Villmar werde über das dem Gemeindevorstandsbeschluss zugrundeliegende
Zahlenwerk ausführlich berichtet; auch habe sich der Bürgermeister
bereiterklärt, interessierte Bürger zu informieren, so Alban. Die
entscheidenden Diskussionen sollten im Parlament und seinen
Hilfsorganen, den Ausschüssen, geführt werden. Entscheidungsträger seien
letztlich die Mitglieder der Gemeindevertretung.
Paul kritisierte
diese Entscheidung mit der Frage: „Angst vorm Bürgerwillen – warum?“
Außerdem monierte er erneut die jüngst von den Fraktionsvorsitzenden
vorgelegten Zahlen, wonach die „Lösung Müller“ – sie sieht den Umbau der
alten Schule zum Wohnhaus vor – insgesamt 200 000 Euro Mindereinnahmen für
Kreis und Gemeinde bedeuten würde. Paul verwies darauf, dass laut
Kalkulation der Gemeinde der Verkauf an den Investor Schmitt lediglich
rund 87 000 Euro Mehreinnahmen, nämlich 320 000 Euro gegenüber 233 000
Euro, erbringen würde. Er glaube auch nicht, dass ein Mehrfamilienhaus den
Grundstückspreis – wie von den Fraktionsvorsitzenden vermutet – senken
würde. (goe)
NNP, 19.01.2008
Fraktionen
stimmen Abriss zu
Villmar.
Im
Villmarer Gemeindeparlament bahnt sich eine breite
Unterstützung für den Vorschlag des Gemeindevorstands an, die alte
Schule an den Limburger Investor Hans Schmitt zu verkaufen. Schmitt will
die alte Schule und die Hausmeisterwohnung abreißen lassen und auf dem
Gelände zwölf energiesparende Einfamilienhäuser errichten (die NNP
berichtete).
Nach einem Treffen mit Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) am
Donnerstagabend haben die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und FWG
gemeinsam erklärt, dass sie es für nicht verantwortbar halten, wenn die
Gemeinde Villmar auf Mehreinnahmen von rund 200 000 Euro verzichten
würde, um die alte Schule in ein Mehrfamilienwohnhaus umzuwandeln, wie
es die Pläne des Villmarer Architekten-Ehepaars Müller vorsehen. Hinzu
komme, dass das Gebäude sein Aussehen, seine Funktion und seine
Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit verlieren würde. Die Grundstücke
im Umfeld eines solchen dreistöckigen Mehrfamilienhauses wären aus Sicht
der drei Fraktionen nur zu einem geringeren Preis zu vermarkten, als
dies die Gemeinde kalkuliert hat. Die Gemeindeverwaltung hatte bei
sämtlichen vorgelegten Lösungen einheitlich einen Verkaufspreis von 110
Euro pro Quadratmeter angenommen.
Die Fraktionen betonten, dass
sie das Gebäude gerne erhalten hätten, wenn dafür eine wirtschaftlich
tragbare Grundlage gefunden worden wäre. Dies sei jedoch nicht der Fall.
Erhaltenswert seien allerdings die Marmorarbeiten im Inneren des
Gebäudes; diese sollten in jedem Falle gesichert werden, um sie an andere
Stelle in Villmar zu verwenden.
Scharfe Kritik äußerten die drei Fraktionsvorsitzenden, Dieter Scheu
(CDU), Ulrich Aumüller (SPD) und Thomas Caspari (FWG), am Verhalten ihres
Parlamentskollegen Axel Paul von der Aktiven Alternative Villmar (AAV).
Dessen Vorschlag, dass der Landkreis das Gelände alleine vermarkten
könnte, sei „schändlich für Villmar“.
„Der Erhalt der alten Schule wäre sicherlich schön gewesen“, sagte der
CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Scheu. „Die Zahlen sprechen aber klar für
sich.“ Die Gemeinde könne es sich einfach nicht leisten, auf eine so hohe
Summe zu verzichten. „Die Leute würden uns dafür verprügeln.“ Scheu
sprach sich für einen raschen Verkauf aus, „damit Geld in die Kasse
kommt“. Dies spricht nach seiner Meinung auch gegen eine Vermarktung des
Geländes in Eigenregie der Gemeinde, das laut Kalkulation sogar 25 000
Euro mehr Erlös bringen könnte. „Der Verkauf ist die Lösung mit dem
geringsten Risiko für die Gemeinde“, so Scheu.
Sachliche Analyse, und nicht etwa Wunschdenken sei gefragt, so der
SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Aumüller. Obwohl er die Bürger zu einem
Ideenwettbewerb mit dem Ziel des Erhalts der alten Schule – aus seiner
Sicht ein reiner Zweckbau – aufgerufen hatte, seien keine zündenden Ideen
eingegangen. Der Vorschlag von Bürgermeister und Gemeindevorstand
hingegen sei „logisch und nachvollziehbar“. Das Verhandlungsergebnis, das
Hermann Hepp mit dem Investor und dem Kreis als Eigentümer erzielt hat,
sei als gut zu werten. Dennoch bedauerte Aumüller, dass der Kreis das in
der Amtszeit seines Vaters vor 52 Jahren errichtete Gebäude nicht weiter
als Schule betrieben wird.
Bei der Frage der Verwendung des Verkaufserlöses für die alte Schule sind
sich die Fraktionen allerdings nicht mehr so einig. Während für die
örtlichen Mandatsträger der SPD laut Aumüller die Re-Investition des
Erlöses im Ortsteil Villmar selbstverständlich ist, mahnt CDU-Chef Scheu
zur Zurückhaltung. „Man kann das Fell des Bären erst dann verteilen, wenn
er erlegt ist.“ Für ihn habe die Haushaltskonsolidierung Vorrang vor
allen Investitionsplänen. „Die Eigenkontrollverordnung wird noch
gewaltige Löcher in unseren Haushalt reißen“, erklärte Dieter Scheu.
„Wir kommen an einem Abriss nicht vorbei; das wäre für die Gemeinde ein
zu großes finanzielles Opfer“, sagte der FWG-Vorsitzende Thomas Caspari.
Ein Erhalt der Schule wäre auch ihm lieber gewesen, aber nur als
öffentlich zugängliches Gebäude. „Man muss einfach die Wirtschaftlichkeit
im Auge behalten“, sagte Caspari. (goe)
Marktflecken, 16.01.2008
Der Gemeindevorstand hat sich
in seiner letzten Sitzung am 14.01.2008 sehr intensiv und ausführlich mit
der weiteren Entwicklung in Sachen „Alte Schule“ beschäftigt. Hierbei
legte Bürgermeister Hermann Hepp dem Gemeindevorstand vier Modelle vor.
Bei drei Modellen spielt das ehemalige Schulegebäude keine Rolle mehr; in
einem Modell findet es hingegen zukünftig Verwendung.
Einig war sich der
Gemeindevorstand zunächst darüber, dass das Grundstück seitens des
Landkreises dem Marktflecken Villmar Rückübertragen und der aus der
Vermarktung resultierende Nettoerlös hälftig zwischen Landkreis und
Gemeinde geteilt wird.
Bei den vier Modellen handelt
es sich um ein Vermarktungsmodell in Eigenregie durch die Gemeinde.
Hiernach würde das Gebäude wie auch das ehemalige Hausmeisterwohnhaus
abgerissen und letztlich das ganze Areal zu Bauland gemacht werden. Nach
Abzug aller Kosten würde hierbei ein Nettoerlös von 345.070 € erzielt
werden können. Das Vermarktungsrisiko liege aber komplett bei der
Gemeinde.
Zwei Modelle wurden von
Architekturbüros vorgelegt. Hierbei handelt es sich zum einen um ein
Vermarktungsmodell des Architekturbüros Müller, welches das Schulgebäude
sowie das Hausmeisterwohnhaus berücksichtigt. Im Schulgebäude sollen
hiernach im 1. und 2. Obergeschoss Wohnungen geschaffen werden und der
Paterrebereich für gewerblich Zwecke vermarktet werden. In diesem Modell
würde eine neue Erschließungsstraße durch das jetzige Grundstück
entstehen. Der Nettoerlös in diesem Modell beziffert sich auf 233.849 €.
Das Vermarktungsrisiko liegt beim Investor.
Zum anderen wurde vom
Architekturbüro Schmitt ein Vermarktungskonzept vorgelegt, welches den
Abriss des Schul- und Hausmeistergebäudes beinhaltet. Ähnlich wie im
Eigenvermarktungsmodell der Gemeinde, würde hier das komplette Areal zu
Bauland gemacht. Den Bauherren würden hochwertig Energie sparende
„Passivhäuser“ angeboten werden. Der Nettoerlös in diesem Modell beziffert
sich auf 320.150 €. Auch hier liegt das Vermarktungsrisiko beim Investor.
Das letzte Modell, welches dem
Gemeindevorstand vorgelegt wurde, war ebenfalls ein Vermarktungskonzept,
welches den Abriss des Schul- und Hausmeistergebäudes vorsah. Auch in
diesem Modell soll das Grundstück zukünftig in Bauland umgewandelt werden.
Dieses Konzept wurde von der Hessischen Landgesellschaft (HLG)
eingereicht. Der Nettoerlös würde sich bei diesem Konzept bei 254.000 €
bewegen. Hinsichtlich des Vermarktungsrisikos ist zu sagen, dass die
Gemeinde nach einer bestimmten Zeit (voraussichtlich 10 Jahre) die nicht
verkauften Bauplätze zurückkaufen müsste.
Alle Modelle basieren
auf den gleichen Zahlen und sind von daher auch vergleichbar. Sie wurden
im Gemeindevorstand gegenübergestellt und letztlich entschied sich der
Gemeindevorstand mit breiter Mehrheit der Gemeindevertretung dem
Vermarktungsmodell des Architekturbüros Schmitt zuzustimmen. Nach Beratung
dieser Thematik in den Ausschüssen wird sich die Gemeindevertretung mit
dieser Beschlussempfehlung in ihrer Sitzung am 28.02.2008 beschäftigen.
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Gesamtüberblick |
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Erlöszusammenstellung |
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Jahre |
Modell 1) Erschließung durch den
Marktflecken Villmar |
Modell 2)
Müller |
Modell 3)
HLG |
Modell 4)
Hans Schmitt |
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2008 |
- € |
- € |
- € |
100.000,00 € |
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2009 |
- € |
- € |
- € |
100.000,00 € |
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2010 |
150.000,00 € |
100.000,00 € |
- € |
120.150,00 € |
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2011 |
195.070,00 € |
133.849,00 € |
- € |
- € |
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2012 |
- € |
- € |
254.000,00 € |
- € |
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Gesamt |
345.070,00 € |
233.849,00 € |
254.000,00 € |
320.150,00 € |
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alternativ
125.609,00 € |
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Vermerk: Wird abgesichert durch Bankbürgschaft |
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Modell 2 (Müller)

Modell 2 (Müller)

Modell 4 (Hans Schmitt)
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Villmar.
Der
Gemeindevorstand will dem Villmarer Parlament zur nächsten Sitzung am
28. Februar empfehlen, die alte Schule in der Sudetenstraße an den
Limburger Investor Hans Schmitt zum Preis von 320 000 Euro zu verkaufen.
Dies teilte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) gestern in einem
Pressegespräch mit. Der Vorstandsbeschluss am Montagabend fiel nach
NNP-Informationen bei nur einer Gegenstimme.
Damit hat der
Gemeindevorstand grundsätzlich grünes Licht für den Abriss der alten
Schule gegeben und alternative Nutzungsmöglichkeiten für das seit Jahren
leerstehende Gebäude verworfen. Investor Schmitt will nach Beseitigung
der alten Schule das Gelände in zwölf Grundstücke aufteilen und Energie
sparende „Passivhäuser“ darauf errichten. Überwiegend sollen
Einfamilienhäuser, vereinzelt auch Doppelhäuser entstehen. Noch in
diesem Herbst könnten laut Schmitt die Bauarbeiten beginnen; mit der
Vermarktung würde er schon im Frühjahr beginnen. Die Kaufsumme von 320
000 Euro will Schmitt in drei Raten bis Ende 2010 zahlen, wie Hepp
erläuterte. Den Erlös müssten sich der Landkreis als derzeitiger
Eigentümer der alten Schule und die Gemeinde Villmar zur Hälfte teilen.
Das entscheidende Wort hat allerdings das Gemeindeparlament, das dem
Angebot ebenso noch zustimmen muss wie der Kreis.
Der große Vorteil
der „Lösung Schmitt“ liegt laut Hepp darin, dass die Gemeinde Villmar
keinerlei Vermarktungsrisiko zu tragen hätte, weil sie das Schulgelände
so wie es ist an den Unternehmer veräußern würde, der dann allein – und
auf eigenes Risiko – für Baureifmachung und Vermarktung der 6 665
Quadratmeter großen Fläche sorgen müsste. Im Vorfeld der
Vorstandsentscheidung hatten drei weitere Alternativen zur Diskussion
gestanden, die allesamt wohlwollend geprüft worden seien, wie Hepp
versicherte. Den Ausschlag hätten dann aber Wirtschaftlichkeitserwägungen
gegeben.
Das Angebot des
Villmarer Architekten-Ehepaars Wolfgang und Mathilde Müller, das einen
Umbau der alten Schule zu einem Wohngebäude und die Vermarktung von acht
Bauplätzen (4920 Quadratmeter) vorsah, hätte einen Netto-Erlös von nur
knapp 234 000 Euro erbracht.
Die Erschließung
und Vermarktung durch die Hessische Landgesellschaft hätte mit 254 000
Euro deutlich weniger in die Kasse gebracht, verbunden mit dem Risiko
einer späteren Rückübertragung nicht verkaufter Bauplätze an die
Gemeinde.
Stärkste
Alternative war laut Hepp die Erschließung und Vermarktung durch die
Gemeinde Villmar selbst, die dann aber das volle Risiko zu tragen hätte.
Auch eine Nutzung
der alten Schule als Verwaltungsgebäude sei geprüft und verworfen worden,
so Hepp. Allein der Umbau würde 1,1 Millionen Euro kosten; anschließend
stünden das Rathaus und das alte Lehrerwohnhaus leer.
„Die Zahlen
sprechen für sich“, sagte Bürgermeister Hepp. Zumal das Angebot Schmitt
mit einer Bankbürgschaft abgesichert sei. Er wies darauf hin, dass allen
Modellen vom Gemeindebauamt ermittelte Daten zugrunde liegen, um eine
Vergleichbarkeit herzustellen. Hepp versicherte, dass der schöne
Marmorbrunnen, vielleicht auch einige marmorverzierte Fenster in der
alten Schule erhalten und anschließend in der neuen Schule wieder
aufgebaut werden. Hepp erklärte sich bereit, die Kalkulationen, die der
Vorstandsentscheidung zugrunde liegen, jedem interessierten Bürger zu
erklären.
Unterdessen hat
der Fraktionsvorsitzende der Aktiven Alternative Villmar, Axel Paul, ein
erklärter Gegner einer Abrisslösung, bei der Vorsitzenden der
Gemeindevertretung, Ursula Alban (CDU) beantragt, die verschiedenen
Verwertungsmodelle in einer Einwohnerversammlung vorzustellen und zu
diskutieren. (goe)
Villmar, 11.01.2008
Was lange
währt wird endlich gut
Der Verbindungsweg zwischen
der Mattheiser Straße und der Peter-Paul-Straße ist ab sofort wieder
geöffnet und für den Fußgängerverkehr freigegeben. Der Weg war vor fast
genau 2 Jahren wegen baulicher Mängel an einer grenzständigen Scheune
eines Anliegers vom Kreisbauamt in Limburg gesperrt worden. Nach der
Mängelbeseitigung wurde das auf dem Weg stehende Baugerüst entfernt, und
somit für die Fußgänger wieder passierbar. Während dieser Zeit waren immer
wieder Beschwerden aus der Bevölkerung im Rathaus diesbezüglich
eingegangen. Nach einer gründlichen Reinigung des Weges durch den
Gemeindebauhof kann der Weg von der Bevölkerung wieder genutzt werden.
NNP, 21.12.2007
Limburg-Weilburg.
Das hessische Kultusministerium hat dem Entwurf des
Schulentwicklungsplans (SEP) für den Landkreis Limburg-Weilburg
zugestimmt. Damit ist unter anderem der Weg frei für eine integrierte
Gesamtschule in Runkel und Villmar sowie für die Zusammenarbeit der
Schulen in Niederbrechen und Eschhofen, die damit auch einen
Realschulzweig anbieten sollen. Zum nächsten Schuljahr 2008/2009 treten
diese Veränderungen in Kraft.
Ein vorweihnachtlich-froh gestimmter Landrat Manfred Michel (CDU)
verkündete gestern die Neuigkeiten aus Wiesbaden. Besonders hob er die
Tatsache hervor, dass das Kultusministerium keine Veränderungen an dem
Entwurf vorgenommen hat, den der Kreistag im Juni verabschiedet hat.
Allerdings stellt die Regierungsbehörde Bedingungen. So muss die
zukünftige Gesamtschule mit den beiden Standorten Villmar und Runkel
genügend Schüler anziehen, um einen vierzügigen Unterricht, also mit
vier Klassen pro Jahrgangsstufe, anbieten zu können.
Die Schule in Eschhofen
und die Emsbachtalschule in Niederbrechen müssen jeweils mindestens einen
einzügigen Haupt- und einen zweizügigen Realschulzweig ermöglichen.
„Sollte dieses Ziel im Schuljahr 2008/09 verfehlt werden, muss der
Schulträger spätestens im Herbst 2008 die Zusammenlegung beider Standorte
– entweder miteinander oder mit einer anderen Haupt- und Realschule – zu
jeweils einer Schule mit zwei Standorten beschließen“, heißt es in einer
Pressemitteilung des Kultusministeriums. Zudem muss noch der
Hauptpersonalrat der Lehrer dem SEP zustimmen, was nach Einschätzung von
Landrat Michel aber so gut wie sicher ist. Michel sprach zudem von
weiteren Auflagen aus Wiesbaden, die er im Detail aber erst mit den
betroffenen Schulleitungen besprechen will, bevor er sie öffentlich
bekannt macht.
Michel hob vor allem das Tempo hervor, in dem das Kultusministerium die
Genehmigung erteilt habe, nachdem ihm der SEP erst im November zugestellt
worden sei. „Fünf Wochen ist für ein solches Werk eine außergewöhnlich
kurze Zeit“, sagte der Landrat und lobte den Schulausschuss-Vorsitzenden
Joachim Veyhelmann (CDU), der seine Verbindungen in Wiesbaden habe
spielen lassen. „Besonders froh sind wir, dass alle Schulstandorte im
Landkreis erhalten werden“, betonte wiederum Veyhelmann und verwies
darauf, dass die Beteiligten zum Teil heftige Diskussionen in Politik und
Schulleitungen hinter sich hätten. Auf den starken Wunsch der Eltern nach
einer integrierten Gesamtschule – einem von der Landesregierung nicht
gerade bevorzugten Schulmodell – weist Kultusministerin Karin Wolff (CDU)
in ihrer Pressemitteilung hin.
Von den beiden „Großprojekten“ Villmar/Runkel und Niederbrechen/Eschhofen
abgesehen, wird sich nicht viel ändern. Die im ursprünglichen Entwurf
vorgesehene Schließung des Hauptschulzweigs an der Limburger Goetheschule
war schon im Sommer aus den Plänen gestrichen worden, ebenso das
angedrohte Ende für die Albert-Wagner-Schule in Merenberg.
Die Genehmigung des Kultusministeriums bezieht sich vorerst nur auf die
weiterführenden Schulen. Für berufsbildende und Förderschulen, die
ebenfalls Gegenstand des SEP sind, rechnet der Landkreis für das Frühjahr
mit einem Bescheid aus Wiesbaden. Zudem hat das Ministerium zur Bedingung
gemacht, dass der SEP für die Grundschulen bis September 2009 vorliegen
soll. Diesen Zeitrahmen will Landrat Michel allerdings nicht voll
ausschöpfen, sondern das Zahlenwerk nach Möglichkeit früher fertigstellen
lassen. In der Diskussion um den Grundschul-SEP dürften drohende
Schul-Schließungen eine größere Rolle spielen. (vt)
Villmar.
Die
Gemeindevertretung hat beschlossen, zwei Kommissionen zu gründen. Der
Präventionskommission gehören Bürgermeister Hermann Hepp (CDU)
und die Beigeordneten Lothar Frost, Peter Fink, Stefan Lorber und Walter
Haas aus dem Gemeindevorstand an. Aus der Gemeindevertretung kommen
hinzu: Sabine Günther (CDU), Cornelia Peter-Beeck (SPD) und Konstanze
Dresen (Aktive Alternative – AAV), als sachkundige Bürger Nina Müller,
Villmar, Andreas Hübner, Weyer, Uwe Eller, Falkenbach, Jens Wirbelauer,
Aumenau, Michael Riemer, Langhecke, und Thomas Dornoff, Villmar, der
auch Jugendpfleger in Runkel ist. Hintergrund dieser Kommission sind
Gewaltakte der jüngeren Vergangenheit, wie zum Beispiel während der
Kirmes in Weyer. Vorbild ist die Arbeit der Präventionskommission des
Landkreises, die sich unter anderem mit Jugend- und Drogenkriminalität,
Gewalt und Vandalismus, Gewalt in der Familie sowie fremdenfeindliche
und extremistische Straftaten befasst.
Axel Paul (AAV)
sprach sich erneut gegen einen freiwilligen Polizeidienst aus, der aus
seiner Sicht mühelos durch mehr Zivilcourage der Bürger zu ersetzen wäre.
Auch Bürgermeister Hermann Hepp bekräftigte, dass die Präventionsarbeit
kein erster Schritt zum freiwilligen Polizeidienst in Villmar sein werde.
In der
Energiekommission,
die sich mit dem Einsatz umweltfreundlicher Technologien befassen soll,
sitzen die Parlamentarier Thomas Laux (CDU), Ulrich Pohl (SPD) und Axel
Paul (AAV). Aus dem Gemeindevorstand werden entsandt: Bürgermeister
Hermann Hepp und die Beigeordneten Ludger Müller, Lothar Frost und Rainer
Philipp. (goe)
NNP, 18.12.2007
Villmar.
Nach Jahren
hoher Investitionen gleitet die Gemeinde Villmar – zumindest finanziell
– in ein eher ruhigeres Fahrwasser, wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU)
bei Vorlage des Haushaltsplanentwurfs für 2008 gestern Abend im
Gemeindeparlament erklärte. In den vergangenen 20 Jahren seien fast 43
Millionen Euro in den Marktflecken investiert worden, womit die Gemeinde
einen erheblichen Beitrag gegen den Bevölkerungsschwund geleistet habe.
Sichtbar sei dies in der großen Zahl der ausgewiesenen Baugebiete,
erklärte Hepp. Allein dieser Posten habe 11,5 Millionen Euro ausgemacht.
Damit sei es
allerdings nun vorbei, wie Hepp verdeutlichte. Denn mindestens in den
kommenden zehn Jahren werde Villmar keine neuen Baugebiete mehr
ausweisen, sondern verstärkt in die Belebung ihrer Ortskerne
investieren. Deren drohendem Ausbluten gelte es nun entgegenwirken.
Auftakt dazu ist nach Hepps Worten die Dorferneuerung Aumenau, wo in
einem Pilotprojekt aufgezeigt werden soll, dass es attraktiv sein kann,
das Haus der Eltern oder Großeltern zu übernehmen, so der Bürgermeister.
Als die
wichtigsten Maßnahmen des Vermögenshaushalts
2008, dessen Volumen rund 1,9 Millionen Euro beträgt, nannte
Hepp:
Sanierung der
Zehntenstraße in Villmar (573 000 Euro). Dort sollen Kanäle,
Wasserleitungen und die Straße selbst grundhaft erneuert werden.
Sanierung des
Hochbehälters Langhecke (142 000 Euro) und der Pumpstation Falkenbach.
Endausbau der
Straße Im Haintgesfeld in Weyer 100 000 Euro.
Sanierung des
Sportplatzes in Aumenau als Kunstrasenplatz (370 000 Euro) mit folgender
Finanzierung: 50 000 Euro Zuschuss des Landes, 15 000 Euro Landkreis,
7500 Euro Landessportbund, 60 000 Euro TuS Aumenau und 200 000 Euro
Zuschuss von der Gemeinde Villmar.
Finanziert wird
der Vermögenshaushalt laut Hepp ohne neue Schulden. Ziel sei, es die
Maßnahmen der Eigenkontrollverordnung ohne neue Schulden abzuarbeiten und
auf insgesamt zehn Jahre zu strecken.
Ausgeglichen ist
der Verwaltungshaushalt mit einem Volumen von 10,2 Millionen Euro. Trotz
der erhöhten Ausgaben für die Kreis- und Schulumlage von mehr als drei
Millionen Euro ist laut Hepp ein Abbau von früheren Fehlbeträgen möglich,
und zwar um 11 440 Euro auf dann noch knapp 395 000 Euro. Die Einnahmen
aus der Gewerbesteuer – ein klassischer Unsicherheitsfaktor in den
Kommunen – sei vorsichtig auf rund 800 000 Euro veranschlagt worden.
Unverändert bleiben die Hebesätze für die Grundsteuern A und B sowie für
die Gewerbesteuer.
Ausführlich ging
Hepp in seiner Haushaltsrede auf die Entwicklung der Kosten für die
Abwasserbeseitigung ein. Ab 2008 würden erstmals so genannte
kalkulatorische Kosten in den Haushalten der Abwasserverbände
berücksichtigt, was zu einer Erhöhung der Umlagen für die
Mitgliedskommunen führe. Für den Marktflecken mache dies eine Steigerung
von 33 800 Euro für die Abwasserverbände Runkel/Villmar und Goldener
Grund, in denen die Gemeinde Mitglied ist. Weiterhin wurden erstmals
Kosten von 115 000 Euro für die Straßenentwässerung bei der Kalkulation
der Benutzungsgebühren berücksichtigt, erklärte Hepp. Der Bürgermeister
kündigte eine Nachkalkulation für die Kanalgebühren an, weil derzeit mit
einem Mittelwert der Verbräuche der letzten sechs Jahre gearbeitet werde.
Die Wasser- und Abwassergebühren müssten künftig kostendeckend kalkuliert
sein.
Zufrieden zeigte
sich Hermann Hepp mit dem Zustand der Kinderbetreuung im Marktflecken,
die zurzeit in fünf altersübergreifenden Gruppen, zwei Tagesstätten,
einer geplanten Mittagsverpflegung des kirchlichen Trägers und
angepassten Öffnungszeiten angeboten werde. Laut Landesrechnungshof halte
die Gemeinde Villmar ein überdurchschnittliches Angebot in ihrem
Kindergartenwesen vor.
Der
Haushaltsplanentwurf wurde zur weiteren Beratung in die zuständigen
Ausschüsse verwiesen und soll Anfang 2008 vom Parlament verabschiedet
werden. (goe)
Auszug aus der
Haushaltsrede 2008 von Bürgermeister Hermann Hepp
Villmar, 17.11.2007
Villmar. Auf Anregung der
Mandatsträger Ulrich Aumüller, Hartmut Meuser, Rainer Philipp und Agathe
Kiepert hat der Villmarer Bürgermeister Herrmann Hepp gemeinsam mit dem
Architekten Stephan Dreier am Samstagvormittag über die abgeschlossene
Sanierung des Mattheiser-Turms informiert.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrmann Hepp nahm Architekt Stephan
Dreier Stellung zu den Behauptungen, die Sanierung sei mangelhaft. Er
wies dies mit aller Entschiedenheit zurück und stellte klar, das einige
kleinere Mängel vorlagen, diese aber bei der im Oktober erfolgten
Endabnahme direkt von Hand beseitigt wurden. Weiter führte er aus, dass
die Löcher für die damaligen Gerüststangen bewusst nicht zugeputzt
wurden.
Stephan Dreier. „Die
Ausschreibung erfolgte ausschließlich unter Beteiligung spezialisierter
Fachunternehmen. Der günstigste Angebotspreis lag bei 54 000 Euro. Nach
Fertigstellung wurde die Maßnahme mit 56 800 Euro schlussgerechnet, es
entstanden also gerade mal fünf Prozent Baukostenüberschreitung. Diese
Mehrkosten sind dabei ausschließlich auf die Massenmehrungen beim
erforderlichen Steinaustausch zurück zu führen.“
Weiter führte Dreier aus, dass die Sanierung alles in allem gut und im
Kostenrahmen verlaufen sei. Die Anwohner könnten nun wieder ohne Gefahr
den Turm passieren.
Ulrich Aumüller begründete die Notwendigkeit dieses Treffens damit, dass
es besser sei, sich qualifiziert aus erster Hand zu informieren, bevor
man einfach Behauptungen über angebliche Mängel öffentlich kund tut.
Der CDU-Vorsitzende Dieter Scheu zeigte sich von all dem doch sehr
verwundert. Er wusste weder, dass im Oktober die Endabnahme stattgefunden
hat, noch dass in diesem Zusammenhang kleinere Mängel beseitigt wurden.
Scheu: „Ich bin auch sehr erstaunt, dass der Leiter des Bauamtes heute
nicht hier ist. Hier ist doch einiges gelaufen, worüber ich nicht
informiert war.“ Hepps Antwort erfolgte prompt: „Anstelle des
Bauamtsleiters ist Herr Seibel vom Villmarer Bauamt hier vor Ort.“
Während der Besichtigung hatten sich Nachbarn eingefunden, die von einem
noch bestehenden gravierenden Mangel berichteten. Bei Regen läuft das
Wasser vom vorderen offenen Teil des Turmes in den Hof der Nachbarn. Hier
ist man sich einig, das schnellstmöglich eine Wasserrinne gebaut werden
muss.
Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeister Hepp noch einmal bei den
Nachbarn für das in der Bauphase aufgebrachte Verständnis und betonte die
Erhöhung der Sicherheit im Bereich des Turmes.
Stephan Dreier schloss sich dieser Aussage an und sagte, dass zwar nicht
für immer, aber doch für etliche Jahre Ruhe sei und die Sicherheit, wie
bereits vom Bürgermeister betont, maßgeblich erhöht wurde. (hvo)
Villmar, 15.11.2007
Auf Einladung von Bürgermeister
Hermann Hepp fand am Freitag, dem 09.11.2007 im Feuerwehrgerätehaus eine
Aufarbeitung der Vorkommnisse bei der Kirmesveranstaltung 2007 in Weyer statt.
Herr Reuscher, Jugendkoordinator bei der Polizeidirektion Limburg,
Vereinsvertreter von FFW, MGV, RSV, Gremium und Jugendpfleger Helder Machado,
verurteilten einstimmig die Gewaltausschreitungen.
Bürgermeister Hepp appellierte an
die Vereinsvertreter, durch Vorbereitung von Veranstaltungen sowie durch Präsenz
der Ausrichter bei Veranstaltungen einen großen Beitrag zu Sicherheit zu
leisten.
Herr Reuscher sieht in den
Vorkommnissen eine Einmaligkeit, die sich sicherlich in dieser Form bei der
eingeleiteten Prävention nicht wiederholen werde. Eine verstärkte Kontrolle bei
zukünftigen Veranstaltungen (Fastnacht, Kirmes, Dicos) wurde seitens der Polizei
zugesagt. Nach Reuscher´s vorliegender Statistik, liegt der Marktflecken Villmar
an vorletzter Stelle in der Häufigkeit von Straftaten und Ausschreitungen im
Landkreis Limburg-Weilburg. Sie leben in einem noch sicheren Ort trotz der
Vorkommnisse, die bei Beachtung verschiedener in der Vereinsrunde zu
diskutierenden organisatorischen Maßnahmen, zu einer für alle
Veranstaltungsbesucher sicheren jeweiligen Veranstaltung hinführen, so Reuscher.
Da vielfach der Alkohol eine entscheidende Rolle spielt, wurde die schon
eingeleitete Maßnahme – keinen Alkohol unter 16 Jahre – vorgestellt durch Thomas
Becker (Gremium), begrüßt.
Die Ortsvereinsvertreter werden sich
auf ihrer nächsten Sitzung hinsichtlich der Vorbereitung für die
Fastnachtsveranstaltungen sehr ausführlich mit Präventionsmaßnahmen
beschäftigen.
NNP, 07.11.2007
Dorferneuerung
in Aumenau und Heckholzhausen
Villmar./Beselich.
Villmar-Aumenau
und Beselich-Heckholzhausen sind in das Dorferneuerungsprogramm 2008
aufgenommen worden, wie Umweltminister Wilhelm Dietzel gestern
mitgeteilt hat. Beide Dörfer sind die einzigen Orte im Kreis
Limburg-Weilburg, die im kommenden Jahr gefördert werden. In ganz Hessen
wurden insgesamt 34 Dörfer neu in das Programm aufgenommen, mit dessen
Hilfe sie in den nächsten neun Jahren in „Lebensräume mit sicherer
wirtschaftlicher Grundlage und hoher Lebensqualität weiter entwickelt
werden sollen“. Derzeit befinden sich 261 hessische Dörfer im
Dorferneuerungsprogramm. „Die Erfolgsgeschichte der hessischen
Dorferneuerung wird damit fortgesetzt“, erklärte Dietzel.
Die
Dorferneuerung zielt nach den Worten des Ministers auch darauf ab, dem
demografischen Wandel zu begegnen. So habe zum Beispiel die
Innenentwicklung der Dörfer stärkeren Vorrang erhalten, und erstmals
könne auch das kommunale Flächenmanagement zur Lenkung von Investitionen
in die Ortskerne gefördert werden.
Für die
Dorferneuerung stehen laut Dietzel im Jahr 2008 fast 29 Millionen Euro
zur Verfügung. Der Höchstbetrag für die Förderung privater Maßnahmen
werde von 20 000 auf 30 000 Euro heraufgesetzt. Kommunale Einzelprojekte
würden künftig mit 50 statt bisher 65 Prozent gefördert. (nnp)
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