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NNP, 13.11.2009

 

Hunderte Villmarer sangen ein Lied

 

Villmar. Mehrere hundert Villmarer strömten gestern Nachmittag spontan in die König-Konrad-Halle, um sich an der Aktion «Mach mit beim Hit» des Radiosenders HR4 zu beteiligen. Aufgerufen hatte die die Gemeindeverwaltung, die sich das Ziel von über 1000 Teilnehmern gesetzt hatte. Folglich herrschte seit der Frühe in der Gemeindeverwaltung reges Treiben. Die Einsatzabteilungen der Feuerwehren wurden mit Megafonen durch alle sechs Ortsteile geschickt, um für die «Minute X» um 17.15 Uhr möglichst viele Menschen zu mobilisieren. Per E-Mail und übers Telefon wurde eine Lawine gestartet. Büroleiter Thorsten Laux nutzte sogar die Online-Plattform «Wer kennt wen?», um möglichst zahlreich Menschen in die König-Konrad-Halle einzuladen. Als eine halbe Stunde vor dem Start der Liveschaltung erst 342 Menschen in der Halle waren, zeigte sich Bürgermeister Hermann Hepp immer noch optimistisch: «Wir schaffen das noch». Am Ende waren es leider «nur» 402 Menschen, die gemeinsam live «Ein Stern, der deinen Namen trägt» anstimmten und ihre Gemeinde vorläufig auf Platz drei brachten. «Ich freue mich trotzdem, dass mehrere hundert Menschen spontan mitgemacht haben», so Hepp. Klasse sei vor allem, dass die Bürger aus den Ortsteilen mit großen Gruppen vertreten gewesen seien. rok

 


 

NNP

09.11.2009

 

Marktpremiere ist gelungen

Antikes und Trödel fanden in Villmar reißenden Absatz / Wiederholung am Lahnufer geplant

Bürgermeister Hermann Hepp sprach von einer neuen Epoche: Mit dem Antik- und Trödelmarkt will die Gemeinde Villmar eine Lücke im Veranstaltungsspektrum schließen und eine Plattform für die gesamte Familie bieten.

Villmar. Insgesamt hatten 37 Aussteller Spielzeug, Bücher, Porzellan und vieles mehr im Angebot, und viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um in angenehmer Atmosphäre zu schauen und zu stöbern. Wer nach oder während des Rundganges Hunger verspürte, war auf der sicheren Seite, denn vom Pächter der König-Konrad-Halle war für Verpflegung bestens gesorgt, leckerer selbst gebackener Flammkuchen, Kaffee und Kuchen sorgten für Stärkung.

Wer Lust auf ein Gläschen Wein verspürte, hatte am Stand von Jörg Hawig Gelegenheit dazu, denn hier gab es köstlichen Pfälzer Wein aus St. Martin. Die Idee zu der Ausstellung hatten die im Bauamt beschäftigte, immer rührige Ute Schwarz und die Villmarer Standesbeamtin Ingrid Pohl. Besonders erfreut zeigten sich die Verantwortlichen angesichts der Tatsache, dass nicht nur zahlreiche Villmarer ausstellten, sondern auch aus Runkel, Bad Camberg, Steinbach, Falkenbach, Weyer, Ober- und Niederbrechen sowie Aumenau Aussteller den Weg in die König-Konrad-Halle gefunden hatten.

Ingrid Pohl: «Ich freue mich, dass der erste hier in Villmar veranstaltete Antik- und Trödelmarkt bei der Bevölkerung so gut angekommen ist. Ute und ich haben diesen Versuchsballon gestartet in der Hoffnung, dass die Bürger ihn annehmen, und dies ist zu unserer Freude der Fall. Besonders freue ich mich auch für Marina Schäfer, die sich in unermüdlicher Weise für die Organisation des Marktes engagierte, dies war ihr erster Einsatz dieser Art und super gelungen.»

Aufgrund der guten Resonanz versicherte Ingrid Pohl, dass mit Sicherheit im nächsten Jahr eine Wiederholung stattfinden wird, dann aber entlang des Lahnufers und wahrscheinlich schon im Frühsommer. hvo


 

NNP

06.11.2009

 

Villmar erhält Kinderkrippe

Villmar. Die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul Villmar wird im ehemaligen Schwesternhaus eine Kinderkrippe mit zwölf Plätzen betreiben. Dies teilte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) gestern Abend im Gemeindeparlament mit.

Dem Gemeindevorstand habe ein Betreibermodell des Lahn-Krippen-Vereins und der katholischen Kirchengemeinde vorgelegen, berichtete Hepp. Nach «konstruktiven Verhandlungen» habe der Vorstand beschlossen, das kirchliche Konzept zu unterstützen.

Sollten die im ehemaligen Schwesternhaus vorgehaltenen Plätze von Villmarer Kindern nicht vollständig besetzt werden können, wolle sich die Kirchengemeinde bemühen, auswärtige Kinder aufzunehmen. Eine finanzielles Risiko habe die Zivilgemeinde nicht zu tragen, erklärte Hepp. An den Kosten beteilige man sich gleichwohl. Der Gemeindevorstand habe beschlossen, einen Trägerzuschuss von 50 Euro pro Villmarer Kind und Monat sowie einen Elternzuschuss in gleicher Höhe pro Villmarer Kind und Monat für die Einrichtung zu zahlen. Weiterhin habe der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde beschlossen, die Einrichtung mit einem Betrag von 5000 Euro zu unterstützen. Durch Elternbeiträge nicht gedeckte Kosten wolle das Bistum Limburg übernehmen.

Die Krippe soll nach Hepps Angaben zunächst ein Jahr auf Probe laufen. Ein entsprechender Vertrag zwischen Zivil- und Kirchengemeinde werde auf den Weg gebracht. Hierin soll auch enthalten sein, dass der Marktflecken Villmar nicht mehr die Rückbauverpflichtung der ehemals fünften Gruppe nachzuweisen hat. «Ich denke, auch dies kann man als Erfolg werten», sagte Hepp. goe


 

05.11.2009

 

Villmar bei hr4 (Frequenz 102,5) dabei:

Alle Einwohner zum Mitmachen aufgefordert und ab nächste Woche hr4 zu hören!

 

Der Marktflecken Villmar hat sich für die hr4-Aktion „Mach mit beim Hit“ beworben. Gewinnen kann die Gemeinde eine eigens komponierte Hymne sowie eine hr4 Schlagerparty. Überreicht wird der Preis am 29.11.2009 im Rahmen der Schlager-Starparade von hr4 in der Frankfurter Festhalle. Hierzu werden 50 Einwohner der Gewinner-Gemeinde von hr4 nach Frankfurt eingeladen.

 

Vom 9. bis 13. November 2009 findet täglich eine hessenweite Auslosung statt und Villmar wird an einem dieser Tage in der Zeit von 7.00 bis 9.00 Uhr im Radio bei hr4 aufgerufen. Sobald Villmar im Radio genannt wird, heißt unser Motto „Villmar zeigt Flagge“. Bei Radioaufruf von Villmar ist die Tel.-Nr. 01805/544304 zu wählen. Es ist wichtig, sehr schnell nach Aufruf der Gemeinde anzurufen, um möglichst viele Punkte zu erhalten. Je schneller  für Villmar  angerufen wird, mit desto mehr Punkten startet die Gemeinde am Morgen in die Spielrunde.

Aus diesem Grund gilt es, in dieser Zeit und darüber hinaus den Radiosender hr4 (Frequenz 102,5) einzuschalten.

Die König-Konrad-Halle ist ab 15.00 Uhr geöffnet. Für ausreichende Bewirtung ist gesorgt. Es ist wichtig, dass soviel Menschen wie möglich um 16.00 Uhr in der  Halle sind, damit ein „Riesenchor“ um 17.15 Uhr live im Radio einen Schlagerrefrain singen kann.  Je mehr Leute mitmachen, umso besser. Denn pro Person erhält die Gemeinde einen Punkt. Nach zwei Wochen steht der Sieger aus insgesamt 10 Spielorten fest. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Bürgermeister Hermann Hepp bittet alle Einwohner wachsam zu sein und vom 9. bis 20.11.2009 hr4 (Frequenz 102,5) zu hören und wenn Villmar im Radio aufgerufen wird, frühzeitig in der König-Konrad-Halle zu sein. Wenn alle mitmachen, dann können wir´s schaffen, so Hepp, zuversichtlich.  


 

WT, 21.10.2009
 

Villmar fehlt eine Million - Starker Einbruch bei den Steuereinnahmen auch in 2010...hier
 


 

21.10.2009

 

Finanzen beschäftigte Gemeindevorstand

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeindevorstand sehr ausführlich mit der gegenwärtigen Finanzsituation der Gemeinde. Nach Vorliegen der Zahlen für das III. Quartal 2009 durch das Finanzministerium ist bei den gemeindlichen Anteilen an der Einkommen- und Körperschaftsteuer im laufenden Jahr mit erheblichen Einbrüchen zu rechnen. So liegt das Defizit in diesem Bereich bei rd. 480.000 € gegenüber dem geplanten Ansatz. Auch im Bereich der Gewerbesteuereinnahmen wird der Marktflecken Villmar mit rd. 130.000 € weniger auskommen müssen.

Bürgermeister Hepp machte deutlich, dass der Marktflecken Villmar – wie auch andere Kommunen – von der Finanz- und Wirtschaftskrise spürbar getroffen wurde.

 

Finanzen lassen in 2010 keine Besserungen erkennen

Auch im Bereich der Steuereinnahmen und Finanzzuweisungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleiches 2010 lässt sich nach den Worten von Hermann Hepp keine Besserung erkennen. Unterm Strich, so der Villmarer Bürgermeister, werden wir rd. 1,0 Mio. € weniger in diesem Bereich zur Verfügung haben.

 

Zwar müsse die Gemeinde rd. 280.000 € weniger an Kreis- und Schulumlage zahlen, dennoch hat Villmar in 2010 bei den Schlüsselzuweisungen mit rd. 542.000 € Weniger-Zuweisungen zu rechnen. Bei den anderen Kreiskommunen sieht Hermann Hepp eine vergleichbare Entwicklung. In diesem Zusammenhang kritisierte der Villmarer Bürgermeister nochmals die Kriterien des kommunalen Finanzausgleiches. Hier könne es nicht sein, dass eine mit Villmar vergleichbare Kommune, welche zwar ein gleich hohes Steueraufkommen hat und ein Mehr von 1000 Einwohnern, bei den Schlüsselzuweisungen mit rd. 1,1 Mio. € höheren Zuweisungen bedacht wird. Die Einwohnerzahl, so Hermann Hepp, kann nicht mehr neben der Steuerkraft als einziges Kriterium  zur Berechnung der Schlüsselzuweisungen herhalten. Hier ist dringend Handlungsbedarf gegeben, was auch die Gemeindevertretung mit ihrem Beschluss vom Juli 2009 bekräftigte. Dieser Beschluss richtete sich gegen die von der Landesregierung geplanten Absenkungen des kommunalen Finanzausgleiches um 400 Mio. € ab dem Jahr 2011 und machte auf eine Reform des kommunalen Finanzausgleiches aufmerksam.

 

Haushaltssicherungskonzept vorgelegt

Neben der aktuellen Finanzsituation beschäftigte sich auch der Gemeindevorstand mit dem von der Verwaltung erarbeitenden Haushaltssicherungskonzept. Hierbei ging es um eine gesetzliche Vorgabe, so Bürgermeister Hermann Hepp, welche die Gemeinde nachzukommen hat. Nicht zuletzt durch die Einführung des neuen Rechnungswesens haben sich die Haushalte der Städte- und Gemeinden aufgrund der Abschreibungen defizitär entwickelt. In einem solchen Fall ist seitens der Kommune ein Haushaltssicherungskonzept der Aufsichtsbehörde im Rahmen der Haushaltsgenehmigung vorzulegen.

Das 13 Seite umfassende Werk beleuchtet ausführlich die Haushaltsthematik und insbesondere die öffentlichen Einrichtungen wie Wasser, Abwasser, Bürgerhäuser, Friedhöfe und Kindergärten. In diesem Zusammenhang wurde dem Gemeindevor-stand auch der Finanzplanungserlass des Hessischen Innenministeriums vom 2.10.2009 vorgelegt.

 

Darin wird auf eine konsolidierte Haushaltsführung hingewiesen und darauf, dass Unterdeckungen in den Gebührenhaushalten nicht akzeptabel sind. Im Übrigen wurde mitgeteilt, dass in den hessischen Kommunalhaushalten bis zum 31.12.2008 Fehlbeträge des Ergebnishaushaltes (früher Verwaltungshaushalt) von rd. 3,3 Mrd. € aufgelaufen sind, die in den künftigen Jahren zu decken seien.

 

Demnach werde der Marktflecken Villmar nicht umherkommen, im Bereich der Wasser- und Abwassergebühren eine hundertprozentige Kostendeckung anzu-streben. Die Kostendeckungsgrade bewegten sich 2008 beim Wasser bei 83,9% und beim Kanal bei 84,3%. Noch dramatischer sieht die Unterdeckung im Bereich der Bürgerhäuser aus. Hier liegt der Kostendeckungsgrad im Schnitt zwischen 5,7 und 6,6%, so der Bürgermeister. Hier wird die Verwaltung prüfen, die Bürgerhäuser aus dem Haushalt auszugliedern und in einer anderen Rechtsform (GmbH, Eigenbetrieb, Stiftung etc.) zu betreiben.

 

Selbstverständlich wird auch die Ausgabenseite intensiv beleuchtet, so der Bürger-meister. Was verwaltungsseitig gemacht werden kann, werde auch unternommen. So habe man in den zurückliegenden Jahren den Verwaltungs- und Betriebsauf-wand konstant gehalten. Es werde letztlich vieles auf den Prüfstein kommen müssen, auch im Bereich der freiwilligen Leistungen der Gemeinde. 

 

Bürgermeister Hermann Hepp sieht sich letztlich in seinen Forderungen bestätigt, den kommunalen Finanzausgleich zu reformieren. Denn die Kommunen besitzen nach dem  Grundgesetz und der Landesverfassung einen geschützten Anspruch auf erforderliche Finanzausstattung. In diesem Zusammenhang unterstützt der Villmarer Bürgermeister auch die Forderung des Hessischen Finanzminsters Karlheinz Weimar, der eine Reform des Länderfinanzausgleiches für ebenfalls dringend notwendig ansieht. Hessen ist im Länderfinanzausgleich eines von vier „Geber-länder“. Im Jahr 2008 wurde von Hessen rd. 2,5 Mrd. € in diesen Ausgleichstopf ge-zahlt. Wenn sich hier eine Systemänderung ergeben würde, erginge es den hessischen Städte und Gemeinden wesentlich besser, so Hermann Hepp.  

 

Das Haushaltssicherungskonzept wird nunmehr den Haupt- und Finanzausschuss beschäftigen, bevor die Gemeindevertretung hierüber zu befinden hat.

 


 

NNP, 17.10.2009

 

Kreisel als attraktive Visitenkarte für den Ort

Der Kreisel am Gewerbegebiet «Brotweg» am Ortsausgang Richtung Aumenau soll künftig kein Schandfleck mehr sein.
 

Villmar. Wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) gestern bei einem Ortstermin erklärte, werde ab 2010 die Gärtnerei Rau aus Aumenau die Pflege des Kreisels übernehmen. Wie Inhaberin Sybille Rau berichtete, werde der komplette aktuelle Bewuchs entfernt, und im nächsten Frühjahr werde eine komplett neue Bepflanzung vorgenommen, mit Gräsern sowie niedrig wachsenden Bäumen. Bäume, wie sie die Gärtnerei sich hätte vorstellen können, oder ein großer Marmorstein, den sich die Villmarer SPD-Fraktion gewünscht hätte, seien aber leider nicht gestattet. Obwohl Sybille Rau beispielsweise Fotos von neuen Kreiseln in Idstein mitgebracht hatte, die mit großen Steinen und sogar indianischen Marterpfählen gestaltet sind, wiederholte Gernot Fink von der Straßenmeisterei Brechen seine Festsellung, dass laut Richtlinien Steine und Bäume für Kreisel außerorts wegen der davon bei Unfällen ausgehenden Gefahren für Verkehrsteilnehmer untersagt seien. Die Stelle am Brotweg sei gefährlich, weil dort zum Teil Autos mit noch hoher Geschwindigkeit von außerorts in Richtung Villmar fahren würden. Wenn da jemand den Kreisel übersehe und mitten rein fahre, müsse gewährleistet sein, dass an seinem Fahrzeug kein übermäßig großer Schaden entstehe und eine erhebliche Verletzung der Insassen verhindert werde. Deshalb dürfe in die Kreiselmitte außer niederwüchsigen Pflanzen nichts hinein.

Fink begrüßte die Idee der Gemeinde, jemanden für die Übernahme einer Patenschaft für den Kreisel zu gewinnen. Denn die Straßenmeisterei habe nicht das Personal, um mehr als das Nötigste an solchen Inseln zu machen. Folglich sei es gut, wenn Kommunen selbst oder dort ansässige Firmen sich um die Kreisel kümmerten. Hepp ist sich jedenfalls sicher, dass der Kreisel für nach Villmar herein fahrende Gäste in Zukunft eine würdige Visitenkarte für den Marktflecken abgeben werde. rok

 


 

08.10.2009

Villmar lädt ein zu Trödel & Wein
 

Zum ersten Mal findet in diesem Jahr am 07.11.09 ab 9 Uhr ein Antik und Trödel - Markt in der König-Konrad-Halle Villmar statt. Für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt, denn passend zur Jahreszeit gibt es Flammkuchen und Wein. Die Standanmeldungen bitte bei Marktflecken Villmar – Bauamt – Frau Schäfer 06482-607712 einreichen.

Die Standgebühr beträgt 5 €, pro Stand gibt es zwei Tische, Aufbau Fr. ab 18.00 Uhr und Sa. ab 8.00 Uhr.

 

Sollte die Veranstaltung gut angenommen werden, ist geplant, im nächsten Jahr den Flohmarkt im Sommer am Lahnufer Villmar zu veranstalten.
 

Bürgermeister Hepp hofft, eine Lücke im Veranstaltungskalender des Marktfleckens Villmar zu schließen. Er wünscht sich reges Interesse an dem Antik- und Trödel – Markt sowie ein positives Echo in der Bevölkerung zu erhalten.

 



LoRe, 01.10.2009

Neues von der Jugendpflege Villmar

Hörspielproduktion und Selbstverteidigung für Mädchen

 

Nicht mit mir! Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen im Alter von 6 bis 10 Jahren.

Mittwoch, 14. Oktober 2009 14.30–18 Uhr und Donnerstag, 15. Oktober 2009 14.30 – 18.00 Uhr

Es gibt Situationen in denen Kinder sich behaupten müssen. Die Fähigkeit sich gegenüber anderen durchzusetzen, spielt nicht nur in extremen Fällen eine wichtige Rolle. Auch der ganz normale Alltag, in der Schule, unter Freunden oder einfach nur „draußen”, beinhaltet Momente in denen es für Kinder wichtig ist sich ihrem Gegenüber angemessen zu verhalten oder wenn nötig, sich zu verteidigen. Der Kurs bietet speziell auf die Altersgruppe zugeschnittene Inhalte: Selbstbehauptungstechniken, Selbstverteidigungstechniken, Stimm- und Schreitraining, konfliktlösende Rollenspiele zu unterschiedlichsten Gefahrensituationen. Diese Veranstaltung ist eine Kooperation der Jugendpflege Villmar und dem Jugendbüro Beselich. Veranstaltungsort ist das Bürgerhaus in Niedertiefenbach, Teilnahmegebühr 20,– Euro, Maximal 6 Mädchen ab 6 Jahren.

 

Hilfe die Herdmanns kommen! Hörspielproduktion für Mädchen und Jungen im Alter von 8 – 12 Jahren.

Montag, 19. Oktober 2009 11.00 Uhr und weitere Termine.

Ich muss euch von den Herdmanns-Kindern erzählen. Sie logen und klauten, rauchten Zigarren - auch die Mädchen - und bei ihren Witzen fielen uns die Ohren ab.” So geht das los. Welchen Charme die Herdmanns und ihre kleine Geschichte am Ende doch entwickelt, werden im Rahmen eines Hörspiels zu entdecken versucht. Das Hörspiel wird jedoch nicht gehört, sondern selbst aufgenommen. Produziert sozusagen. Dazu bedarf es eurer Unterstützung. Es gibt Sprechrollen zu vergeben, mit mal mehr, mal weniger Text. Und für die Technik wäre auch Jemand von Nöten. Gerne auch ein Mädchen.

Getroffen wird sich am Montag, 19. Okober zur Text- und Rollenvergabe und zur Vereinbarung weiterer Aufnahmetermine. Es werden sicherlich noch zwei Tage zum Aufnehmen benötigt. Diese liegen aber auf jeden Fall in der letzten Herbstferienwoche. Treffpunkt ist im Jugendbüro Villmar, die Teilnahme ist kostenlos. Maximal 8 TeilnehmerInnen. Es gibt drei weibliche und fünf männliche Rollen.

Infos und Anmeldungen für beide Veranstaltungen bitte bei der Jugendpflege Villmar, König-Konrad-Str. 12, 65606 Villmar. Mo. & Mi ab 10.00 Uhr.

 


 

NNP, 19.09.2009

Kapellenstraße: Leitungen fertig

Die Sanierungsarbeiten in der Villmarer Kapellenstraße sollen nach Angaben von Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) bis Ende des Jahres beendet sein.

Villmar. In der Kapellenstraße bis zur Kapelle seien die Ver- und Entsorgungsleitungen fertiggestellt, berichtete er. Hier sei man gerade mit der Schaffung neuer Gehwege beschäftigt. Im Abschnitt Kapellenstraße bis Struther Weg seien die Kanalarbeiten beendet worden. Derzeit finde eine Dichtheitsprüfung statt. Eingebaut werden müssten noch fehlende Wasserleitungen.

Voraussichtlich übernächste Woche soll, wie Hepp erläuterte, vom Straßenbau her die Tragdeckschicht mit dem Fertiger in der Hochstraße, Bereich alte Schule, eingebracht werden. Nach Verdoppelung der Arbeiterzahl würden die Tiefbauarbeiten wohl Anfang 2010 beendet sein, denkt Hepp. Der Straßenbau werde in dem Fall etwas später beendet sein.

Reparatur am Radweg

Die Sanierung am Radweg R7 zwischen Aumenau und Villmar ist laut Hepp mittlerweile fast beendet. Lediglich zwei Abschnitte seien noch nachzuarbeiten. Im Juli habe es so heftig geregnet, dass der Wegrand in Richtung Lahn (Bereich Marina-Hof) beschädigt worden sei. Hier werde noch bis zur nächsten Woche nachgebessert, versicherte Hepp.

Freudig verkündete der Bürgermeister, dass die Dachdeckerarbeiten am Schlauchturm auf dem Festplatz abgeschlossen seien. Der Bauhof werde jetzt noch die Wand des Turmes neu streichen sowie kleine Schadstellen neu verputzen. Übernächste Woche losgehen soll es mit der Sanierung der Hochbehälter Langhecke und Falkenbach. Hierfür vergab der Gemeindevorstand die Arbeiten für 67 000 Euro. Zum Austausch von Bleileitungen und zur Verlegung einer neuen Wasserversorgung am Lahnufer teilte Hepp mit, dass die Arbeiten voraussichtlich übernächste Woche beendet werden. Saniert wurden die beiden Straßenzüge Brückenstraße und Galgenberg. Dabei wurde die Oberfläche mit Druckluft gereinigt, und Bitumen auf die Oberfläche aufgespritzt, um die Straßendecke besser zu schützen und haltbarer zu machen. Für die energetische Sanierung der Volkshalle Weyer, König-Konrad-Halle Villmar und Rathaus werden die Ausschreibungen vorbereitet, damit die Arbeiten noch 2009 beginnen können. rok


 

NNP, 16.09.2009

Sanierung der alten Schule verzögert sich etwas

Villmar. In der alten Schule in Villmar sollen eine Seniorenbegegnungsstätte und -beratungsstelle sowie eine Tagesbetreuung der Caritas eingerichtet werden. Dies teilte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) dem Parlament mit.

Deren Vorplanung habe auch zu einer Zeitverzögerung bei dem Schulprojekt der Limburger Schmidt-Gruppe geführt, da umfangreiche Vorgespräche mit der Caritas und dem Land Hessen hätten stattfinden müssen, erläuterte Hepp. Diese hätten sich aber gelohnt, weil das Land nun eine größere finanzielle Unterstützung zugesagt habe, wodurch eine deutliche Verbesserung des Angebotes für Villmarer Senioren erreicht werden könne. Das genaue Konzept werde der Öffentlichkeit demnächst vorgestellt, betonte Hepp.

Nach Angaben des Verwaltungschefs wird das Schulgebäude nach neuesten Anforderungen saniert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Geplant sei, so Hepp, auf dem Dach und möglicherweise zusätzlich auf einer Giebelwand eine Photovoltaikanlage zu errichten. In der alten Schule werden nach seinen Aussagen zehn bis zwölf altersgerechte Wohnungen entstehen, die aber keine Konkurrenz zum Seniorenheim «Haus Lahnblick» darstellen sollten. Auf dem Gelände seien drei Bauplätze bereits verkauft. Drei weitere (500 bis 700 Quadratmeter) seien noch zu haben.

Beschlossen hat der Gemeindevorstand nach Hepps Aussagen auch, ein Angebot der Weyerer Firma «Aktiv SunWind» anzunehmen und auf dem Dach des gemeindlichen Bauhofes eine Photovoltaikanlage errichten zu lassen. Das hat für die Gemeinde auch den Vorteil, dass die Firma das alte Dach entsorgt, erneuert und zudem die Rodung der Fichten an der Westseite des Gebäudes übernimmt. Die jährliche Pacht des Dachs beträgt 600 Euro, die Vertragslaufzeit beträgt 20 Jahre. rok



NNP, 16.09.2009

Das Villmarer Schiffswrack soll demnächst verschwinden
 

Villmar. Als Sehenswürdigkeit des Lahnmarmorweges taugt das alte Schiffswrack nicht ganz, das seit zehn Jahren an der Villmarer Schleuse steht. In den kommenden zwei Monaten soll es nun für immer aus dem Marktflecken verschwinden, teilte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) in der jüngsten Parlamentssitzung mit. Dies habe ihm zumindest der neue Besitzer zugesagt. Dieser benötige aber Vorlauf, da der Transport dieses großen Schiffes mit einiger Logistikarbeit verbunden sei. Ein solches Bauhüttenschiff habe keinen eigenen Antrieb und wurde früher zu seinen Einsatzorten geschleppt. Es diente vor allem als Aufenthaltsraum für Arbeiter. rok
 


 

Grußwort anläßlich der Kirmes im Marktflecken Villmar

vom 11. – 14. September im Jahr 2009

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

seit Jahrzehnten feiert der Marktflecken Villmar seine traditionelle Kirmes. Am Wochenende ist es nun wieder so weit. Von Freitag bis Montag wird zünftig gefeiert.

 

Die Kirmesburschen des Jahrgangs 1989/90 sowie der diesjährige ausrichtende Verein, der MGV "Teutonia" Villmar erwarten Ihren Besuch.

 

Nutzen Sie und alle unsere Gäste die Kirmes 2009 als Impuls zu sehen, die in einer hektischen, schnelllebigen Zeit in den Vordergrund tretenden Alltagssorgen für ein paar Tage zu vergessen.

 

Die diesjährige Kirmes ist ein sehr geeigneter Anlass, sich wieder einmal ganz fest vorzunehmen, seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen. Denn die  Kirmes ist auch ein Fest gut nachbarschaftlicher Beziehungen, weil wir den Nachbarn als Freund annehmen, um unserer eigenen Sicherheit und unseres eigenen Friedens willen.

 

Dorffeste sind Beweise gelebter Eintracht. Unsere Gemeinde ist, zumindest empfinden es die meisten, überschaubar in Größe und Zuschnitt. Das lässt Anonymität kaum zu, öffnet andererseits die Möglichkeiten zu Kontaktaufnahmen in Hülle und Fülle. Dies muss nicht zwingend sein, kann aber sehr wohl den Zusammenhalt fördern. Eine Erfahrung, die wir in der Vergangenheit in unserer Gemeinde in sehr positiver Weise gemacht haben.

 

Nach dem feierlichen Hochamt um 10.30 Uhr findet in diesem Jahr traditionell am Kirmessonntag der Empfang der Kirmesburschen durch den Pfarrer und den Bürgermeister vor dem Rathaus statt.

 

Genießen Sie den Freitagabend ab 21.00 Uhr mit der Band "Confect", Einlass ins Zelt ist um 20.00 Uhr. Am Samstagabend holen die Kirmesburschen um 19.00 Uhr die Kirmes ein, danach werden sie für prächtige Stimmung sorgen. Anschließend gibt es dann Musik und Tanz mit der Gruppe "No Limit". Der Sonntag beginnt um 09.30 Uhr mit dem festlichen Hochamt und anschließendem Ständchen für Pfarrer und Bürgermeister vor dem Rathaus, ab 11.00 Uhr Frühschoppen im Kirmeszelt mit dem Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr, dem Männerchor und dem Frauenchor der "Teutonia" und ab 16.00 Uhr Musik und Tanz mit der Gruppe "No Limit". Am Montag finden wir uns dann alle ab 11.00 Uhr zum traditionellen Frühschoppen mit den "Wolpertinger Buam" im Festzelt ein. Ab 17.00 Uhr können wir wieder zu Musik und Tanz der Gruppe "No Limit" das Tanzbein schwingen. Die Kirmesverlosung findet um 18.00 Uhr statt.

 

Die Kirmesburschen, der MGV "Teutonia" Villmar sowie alle Beteiligten freuen sich auf Ihren Besuch.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein schönes und harmonisches Kirmeswochenende des Jahres 2009.

 

Herzlichst

 

Ihr Bürgermeister

Hermann Hepp

 


 

Spielplatz am Lahnufer eingeweiht

Bau des Regenrückhaltebeckens fertiggestellt – Abwasserverband investierte 500 000 Euro

Die umfangreichen Tiefbauarbeiten im Bereich des Spielplatzes am Lahnufer in Villmar sind abgeschlossen.

Villmar. Für den Gewässerschutz investierte der Abwasserverband Runkel-Villmar rund 500 000 Euro in ein unterirdisches Regenrückhaltebecken, wie der Vorsteher des Abwasserverbandes Runkel-Villmar, Hermann Hepp, gestern Nachmittag erläuterte. Dieser Umbau sei nach aktuellen Vorschriften ein Muss gewesen. Dafür zahle die Gemeinde künftig keine Schmutzwasserabgabe mehr. Das Land Hessen habe sich mit einem Zuschuss von etwas 195 000 Euro beteiligt, erläuterte der Villmarer Bürgermeister.

Die Bauarbeiten hätten die Neuverlegung eines etwa 28 Meter langen rechteckigen Kanalstauraums und verschiedener weiterer Kanäle sowie den Neubau eines Regenüberlaufbauwerks und eines Drosselschachtes umfasst. «Das neu geschaffene Stauraumvolumen beträgt insgesamt 250 Kubikmeter», sagte Hepp. Die Bauarbeiten hätten von Mitte Februar bis Mitte Juni gedauert. Wegen schlechten Wetters habe der Zeitplan nicht ganz eingehalten werden können, jedoch hundertprozentig der geplante Kostenrahmen. Nötig sei der Umbau gewesen, weil die vorhandene Regenentlastungsanlage nicht mehr den Regeln der Technik entsprochen habe. Durch den Umbau werde, so der Verbandsvorsteher, in Zukunft bei Regenwetter eine geänderte Mischwassermenge zur Kläranlage in Steeden weitergeleitet. Weiterhin werde durch die Installation einer Tauchwand die Rückhaltung von Schwimmstoffen verbessert, so dass eine weitere Entlastung der Lahn bei Regenwasser erreicht werde.

«Auch der Kinderspielplatz am Lahnufer auf dem Gelände wurde im Rahmen der Baumaßnahme umgestaltet», sagte Hepp. Zur Überdeckung der wesentlichen Bauteile sei die vorhandene Böschung in die Mitte des Geländes verschoben worden. Neu für die Kinder gebe es ein Baummikado. Zudem seien in die Böschung eine Rutsche integriert sowie neue Bäume und Sträucher gepflanzt worden. «Somit hat der Spielplatz deutlich an Attraktivität gewonnen», so Hepp. Nebenan sei ohne Mehrkosten noch ein Parkplatz für die Bootsanlieferer angelegt worden.

 

SPD zufrieden

 

«Das ist der bestbesuchteste Spielplatz der Region, und so soll es auch bleiben», meinte SPD-Fraktionsvorsitzender Ulrich Aumüller. Wenn die Kritik an den ursprünglichen Plänen dazu geführt habe, dass der Spielplatz besonders schön geworden sei, dann habe die SPD erreicht, was sie gewollt habe. Froh ist Aumüller, dass auf Anregung der SPD keine Parkplätze direkt auf dem Spielplatzgelände geschaffen wurden, sondern in Abstimmung mit der CDU nebenan. rok

 



Villmar, 14.08.2009

 

Holzfiguren in der Kreissparkasse Villmar

 

Seit 06.08.2009 läuft in der Hauptgeschäftsstelle Villmar der Kreissparkasse Weilburg eine Ausstellung mit Holzfiguren und Holzelementen. Engel, Zwerge, Gnome und viele weitere Figuren beherrschen seitdem die Geschäftsstelle.

Die „Mutter“ all dieser Figuren ist Gabriele Konrad aus Villmar-Seelbach, die sich seit über 10 Jahren mit Unterstützung ihres Mannes Rüdiger diesem Hobby widmet. Angefangen hat alles einmal mit Tonpapier, aber schon schnell ist man auf das Material Holz umgeschwenkt.

Mit Band- und Dekupiersäge wird das Leimholz bearbeitet und in liebevoller Kleinarbeit bemalt. Auch „Fundstücke“ aus Holz werden bearbeitet und neu gestaltet.

Die Arbeiten von Frau Konrad, welche mittlerweile ihr Wissen und Können auch Schulkindern vermittelt, sind während der Schalteröffnungszeiten (Mo-Fr 08:30-12.30, Mo+Do 14.00-18.00 und Di+Fr 14.00-16.30 Uhr) zu sehen.

Die Figuren können bei Frau Konrad auch käuflich erworben werden.

  


 

Villmar, 06.08.2009

 

Verkehrsberuhigung durch Fahrbahnteiler


In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeindevorstand beschlossen, in der Brühlstraße in Weyer, zwischen den Einmündungsbereichen des Talerweges und der Wiesenstraße, einen Fahrbahnteiler zu installieren. Hierdurch erhofft sich die Gemeinde nicht nur eine Verkehrsberuhigung in Sachen Geschwindigkeitsreduzierung, sondern der Fahrbahnteiler dient vielmehr auch zur Sicherheit der Grundschüler bezüglich der Verlegung der Bushaltestelle von der Hohlstraße zum Festplatz in der Untergasse.  Wie uns Bürgermeister Hermann Hepp mitteilte, war zunächst im Zusammenhang mit der Verlegung der Bushaltestelle aus der Hohlstraße ein Fußgängerüberweg in der Brühlstraße vorgesehen. Dieser lässt sich jedoch aufgrund des zu niedrigen Verkehrsaufkommens in der Brühlstraße nicht realisieren. Seitens des zuständigen Amtes für Straßenbau (ASV) in Dillenburg ist ein Fußgängerüberweg nach den derzeit gültigen Bestimmungen nicht genehmigungsfähig. Jedoch wird die Lösung eines Fahrbahnteilers vom zuständigen Landesamt als Erfolg versprechend angesehen.

Da die Installierung des Fahrbahnteilers noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, verschiebt sich auch der Zeitpunkt der Verlegung der Bushaltestelle, so Bürgermeister Hermann Hepp. Dies bedeutet, dass die Grundschüler von Weyer ab dem neuen Schuljahr zunächst noch von der Bushaltestelle in der Hohlstraße gefahren werden. Die Johann-Christian-Senckenberg-Schule werde dann rechtzeitig über die neue Haltestelle informiert.



Villmar, 06.08.2009

Villmarer Fahnen beliebt

Derzeit besteht eine erhöhte Nachfrage nach Villmarer Fahnen. Im Rahmen der 950 Jahr-Feier von Villmar im Jahr 2003 konnten die Fahnen bei der Gemeindeverwaltung käuflich erworben werden. Der Bestand ist jedoch aufgebraucht und da eine Nachlieferung von einer gewissen Stückzahl abhängig ist, bittet Bürgermeister Hepp Interessierte, sich mit der zuständigen Sachbearbeiterin, Frau Ingrid Pohl, von der Gemeindeverwaltung (Tel. 06482/607720) in Verbindung zu setzen.



Villmar, 06.08.2009

 

Marmorbrücke Villmar wird überprüft

Des Weiteren hat der Gemeindevorstand die Vergabe der Brückenhauptuntersuchung für die Marmorbrücke Villmar beschlossen. Die Marmorbrücke, so Bürgermeister Hermann Hepp, unterliegt nach DIN-Vorschriften einer turnusmäßigen Überprüfung. Dieser Turnus sieht eine Untersuchung alle drei Jahre vor. Hierbei wird die Brücke unter anderem auf Standfestigkeit und Substanz überprüft.


 

Villmar, 06.08.2009

 

Baugebiet „Am Basaltbruch“ wird nicht teurer
 

Für den ersten Teilausbau im Baugebiet „Am Basaltbruch“ standen Haushaltsmittel hinsichtlich der Wasserführung, Bordsteine und Gehwege an der talseitigen Bebauung zur Verfügung. Dieser erste Ausbau ist mittlerweile abgeschlossen und Bürgermeister Hepp wies bereits in der letzten Gemeindevertretersitzung darauf hin, dass die zur Verfügung gestandenen Haushaltsmittel um rd. 25.000 € überschritten wurde. Jedoch wird dies nicht zu einer Verteuerung der geplanten Endausbaukosten führen, so der Bürgermeister. Zum einen sei eine eingebrachte Binderschicht bereits jetzt vorgenommen worden, welche beim Endausbau ohnehin angefallen wäre und zum anderen sei das bereits vorhandene Regenrückhaltebecken günstiger realisiert worden, als zunächst veranschlagt. Demnach bewege sich die Gemeinde im Kostenrahmen. Die jetzt entstandenen Überschreitungen führten zu unterschiedlichen Bewertungen Öffentlichkeit. Demnach habe er sich auch in der jüngsten Gemeindevorstandssitzung verpflichtet gesehen, die Kostenverhältnisse entsprechend darzulegen, so Bürgermeister Hermann Hepp.

 


 

Villmar, 21.07.2009

 

Neue Infotafel klärt über die heimische Natur auf

Der Ortsteil Langhecke ist um eine weitere Natur-Informationstafel reicher geworden. Anlässlich einer Ortsbesichtigung wurde die Tafel und der ringsum neu gestaltete Platz beim Wasserbehälter oberhalb des Friedhofs von Bürgermeister Hermann Hepp und Bernd Dresen, dem 1. Vorsitzenden der Fördergemeinschaft für den Natur- und Vogelschutz Villmar, ihrem Zweck übergeben.

Auf Betreiben des Vorstandes der Fördergemeinschaft und mit der Unterstützung der Gemeinde Villmar und der Revierförsterei, legten Vereinsmitglieder sowie fleißige Helfer aus dem Ortsteil Hand an und gestalteten ein ansehnliches und naturnahes Kleinod. Dieses soll die dort vorbei kommenden Spaziergänger über Naturthemen informieren und zur Rast einladen.

Der 1. Vorsitzende erwähnte, dass die Fördergemeinschaft indessen sechs Schautafeln unterhält und erwägt, weitere an geeigneten Standorten zu errichten. Er sehe darin die Gelegenheit, Mitbürgern die Besonderheiten der heimischen Natur nahe zu bringen und sie für den Schutz der Natur zu gewinnen. Der Bürgermeister stellte fest, dass hiermit ein attraktiver Trittstein mit hohem Erlebniswert für das zu realisierende Tourismuskonzept der Gemeinde Villmar gelegt worden ist. Hepp und Dresen dankten den Akteuren für ihre ehrenamtlich geleistete Arbeit.


 

Villmar, 17.07.2009

Sanierung König-Konrad-Halle Villmar und Volkshalle Weyer

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeindevorstand ausführlich mit den Maßnahmen „König-Konrad-Halle“ Villmar und „Volkshalle“ Weyer, welche mit Mitteln des Konjunkturprogrammes II saniert werden sollen. Bevor die Sanierungen angegangen werden können, so Bürgermeister Hermann Hepp, müssten diverse Voruntersuchungen hinsichtlich Brandschutzkonzept, Akkustik, Brettschichtbinder, bauphysikalische Berechnung, Statik Dachkonstruktion, Lüftung und Elektro in der König-Konrad-Halle geleistet werden. Hierzu vergab der Gemeindevorstand die entsprechenden Aufträge für rd. 33.500 €.  Gleiches gilt für die Volkshalle in Weyer. Hier belaufen sich die Kosten auf rd. 13.600 €. Für das Bürgerhaus Falkenbach wurde ein Ingenieurbüro mit der Erstellung eines Energiekonzeptes zwecks Ausstellung des Energiepasses beauftragt.


Villmar, 17.07.2009

Feuerwehr Weyer erhält neues Fahrzeug

Nach dem seitens des Landes Hessen der Feuerwehr Weyer kostenlos ein Doppel-kabinenfahrgestell aus der Landesbeschaffungsaktion zur Verfügung gestellt wurde, hat der Gemeindevorstand nach erfolgter öffentlicher Ausschreibung nunmehr den Fahrzeugaufbau vergeben. Im Haushalt waren 53.000 € veranschlagt und nach Auskunft von Bürgermeister Hepp können erfreulicherweise aufgrund der Aus-schreibung rd. 9.000 € eingespart werden.

Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W). Es ersetzt das bisherige TSF, welches 22 Jahre im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Weyer stand. Seitens der Gemeinde und der Feuerwehr rechnet man mit der Auslieferung des Fahrzeuges Ende diesen Jahres.


 

Villmar, 17.07.2009

 

Villmar muss keine Steuern erstatten

Im Zusammenhang mit Rückerstattungen von zu viel gezahlter Umsatzsteuer bei Rechnungen im Rahmen von  Wasserhausanschlusskosten in anderen Kommunen bezog Bürgermeister Hermann Hepp heute Stellung für den Marktflecken Villmar. In Villmar, so Hermann Hepp, wurde seit jeher der ermäßigte Steuersatz von 7% an die Bürger weitergegeben. Von muss in Villmar keine Rückerstattung bei der Gemeinde beantragt werden. 

Auslöser der Diskussion war die Forderung der Beselicher SPD, wonach betreffende Grundstückseigentümer, die den erhöhten Umsatzsteuersatz in den Jahren 2000 bis 2008 entrichtet haben, die Rückerstattung des zu viel entrichteten Betrages bei der Gemeinde beantragen mögen. 


 

NNP, 04.07.2009
 

Villmars Markt mehr Leben geben

Gemeinde gibt Gas bei Ortsbelebung

Jeden Freitag ist Markttag im Marktflecken Villmar. Um den Dorfkern mit dem Brunnenplatz noch attraktiver zu machen, will die Gemeinde weitere Händler nach Villmar holen.

Villmar. Im Rahmen ihres Programm «Unserem Dorf mehr Leben geben» will die Gemeinde Villmar dem seit gut drei Jahren bestehenden Markt weitere Impulse geben. Das Angebot sei mit bis zu acht Händlern zwar schon ordentlich, sagte Bürgermeister Hermann Hepp gestern Vormittag bei einem Pressetermin, sei aber durchaus noch ausbaufähig. «Je größer die Vielfalt, desto größer die Attraktivität eines Marktes, meint der Verwaltungschef. Und damit den Händlern das Feilbieten ihrer Waren schmackhaft gemacht wird, verzichtet der Marktflecken auf Standgebühren, sagte Hepp.

Hepp: Keinen Socken- und Strümpfemarkt

Dabei lege die Gemeinde wert auf ein gewisses Niveau ihrer Anbieter, wie es schon jetzt der Fall sei. So bieten ihre Waren zum Beispiel eine Seifenherstellerin aus Aumenau, ein Frischobst-Händler aus dem Taunus, ein örtlicher Landwirt (Bernhard Laux), ein Imkereibetrieb (Maurer aus Langhecke), aber auch die Villmarer Galerie «Art and Stone» (Sabine Winkler und Axel Belke) an. Ebenfalls ist die katholische Kirchengemeinde (Jutta Brahm) ist mit einem Stand «fair» gehandelter Waren aus «Drittweltländern» vertreten, desgleichen die ortsansässige Bäckerei Schmidt. Zu kaufen gibt es neben frischem Tannenhonig und Met aus eigener Herstellung, Blüten-Seccos, exotische Kaffee-, Kakao- und Teesorten, «Handgebackenes» aus echter Villmarer Produktion, duftige Seifen jeder Couleur, Glückssteine, 3-D-Bilder, frischer Käse, im Winter auch Fisch, und vieles mehr. «Wir wollen etwas Besonderes anbieten und keinen reinen Socken- und Strümpfemarkt in Villmar haben», erläuterte Hepp das Konzept des Villmarer Wochenmarktes.

Es reiche eben nicht aus, Häuser zu renovieren und zu sanieren, um ein Dorf zu beleben. Auch Orte der Begegnung, des Zusammenlebens, müssten geschaffen werden, meinte Hepp, der sich zufrieden zeigte mit der Entwicklung des Villmarer Brunnenplatzes. An schönen Sommerabenden, wie beispielsweise am Donnerstag, seien sämtliche Außenplätze des dort ansässigen Gastronomen bis auf den letzten Platz besetzt. Hepp: «Der Brunnenplatz ist zu einem richtigen Kommunikationszentrum geworden.»

Gleichwohl fährt die Gemeinde fort, Sanierungsprojekte innerhalb der Ortskerne finanziell und beratend zu unterstützen. Denn so wie viele Gemeinden des Limburger Lands kämpft auch der Marktflecken gegen eine alternde Gesellschaft, die eine wachsende Zahl leerstehender Häuser in den alten Dorfkernen nach sich zieht.goe


 

Lokalreporter; 24.06.2009

 

hr3-inline Tour macht in Villmar Halt - Mittendrinparty am 17.07.2009 auf der Struth

 

Villmar. Die hr3 Inline Tour, mit mehreren hundert Teilnehmrn die weltweit größte Inlineskating-Tour über fünf Tage wird am Freitag 17. Juli in Villmar eintreffen und von der Gemeinde mit einem Riesenempfang auf der Struth begrüßt werden. Unter der Federführung von Ingrid Pohl wurde ein Programm aufgestellt, das sich sehen lassen kann. Los geht es am Freitag 17.Juli um 15 Uhr auf der Struth mit einer Johnny-Cash-Cover Band. Zur Stärkung ist ein großes Kuchenbüffett aufgebaut. Gegen 17 Uhr wird mit der Einfahrt der Skater in Villmar (aus Richtung Niederbrechen kommend) gerechnet. Ingrid Pohl: "Es wäre toll, wenn die Villmarer Bürger, die nicht auf der Struth sind, die Skater bei der Einfahrt begrüßen würden und ihnen einen tollen Empfang bieten. Nach ihrem Eintreffen auf der Struth werden die Skater vom Organisator Dr. Bernhard Obst und Bürgermeister Hermann Hepp begrüßt. Ein besonderer Leckerbissen für alle Rock Fans wird sicherlich der Auftritt von NOISIC sein, die ab 18 Uhr für rund drei Stunden die Struth mit hartem Rock beschallen werden. Natürlich darf die legendäre hr3 Party nicht fehlen und so startet ab 21 Uhr die hr3 Party mit DJ Roland Boros. Das beste ist: Bei allen Programmpunkten ist der Eintritt Frei! 

Natürlich ist für eine reiche Auswahl an Speisen und Getränken gesorgt.

Die Inline Skater werden in der angrenzenden Schulturnhalle und in einigen Klassenräumen der Johann-Christian-Senckenberg-Schule übernachten und am Samstag morgen, nachdem sie von fleißigen Helfern mit einem Frühstück versorgt wurden in Richtung Mengerskirchen aufbrechen und von dort weiter zum Tagesziel Herborn skaten.

Wer an dieser Etappe teilnehmen will, kann dies als "Tagesskater"; Anmeldung hierfür bei Ingrid Pohl.

Thorsten Laux, der stellvertretend für Bürgermeister Hepp an dem Pressetermin teilnahm: "Die Gemeinde Villmar ist sehr erfreut darüber, als Anlaufpunkt für dieses Großereignis ausgewählt worden zu sein und hat ohne zu zögern gerne zugestimmt. Besonders danken möchte ich den Villmarer Vereinen, die fast alle bei der Veranstaltung und Versorgung der Skater tatkräftig mithelfen und somit dazu beitragen, das die Gemeinde Villmar dieses Großereignis ohne finanzielle Belastungen stemmen kann."

Auch der vom Gemeindevorstand anwesende Rainer Philipp begrüßte die Wahl Villmars als Anlaufpunkt der hr3 inline Tour und versicherte das man von Seiten der Gemeinde alles tun werde, um als gute Gastgeber in Erinnerung zu bleiben.

Ingrid Pohl betonte, das die Veranstaltung auf der Struth natürlich für jedermann offen ist und nicht nur für die Skater.

Pohl: "Ich möchte alle einladen, sich dieses einmalige Ereignis nicht entgehen zu lassen und einmal auf der Struth vorbei zu schauen. Besonders dankbar bin ich über die tolle Unterstützung durch die Villmarer Vereine, ohne die eine Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht zu stemmen wäre." (hvo)   

 


 

NNP, 23.06.2009

Visionen für die Rettung der Villmarer Ortskerne wurden bei einer Ideenbörse zum Thema «Unserem Dorf mehr Leben geben» in der König-Konrad-Halle vorgestellt.

Villmar. Gut für den Marktflecken, dass Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) nach Gesprächen mit dem Land verkünden konnte, dass im Rahmen der Dorferneuerung Aumenau auch Fördermittel für einzelne Projekte in Langhecke, Seel- und Falkenbach möglich seien. Das könnte beispielsweise eine zukunftsweisende Idee von Patrick Weyand vom Büro B@ugil.de-Architekten Diez realisierbar machen. Der hat die Idee, aus der alten Brauerei in Langhecke ein Erlebnis-Restaurant im Brauhaus-Stil mit Biergarten zu entwickeln. Dort könnten in attraktivem Ambiente auch die Veranstaltungen der Ortsgemeinschaft ausgerichtet werden. Ebenfalls könnte in dem Gebäude seinen Aussagen nach ein Schiefermuseum untergebracht werden, um für Touristen den Schinderhannes-Weg interessanter zu machen. Für die örtliche Bevölkerung könnte in dem Gebäude außerdem ein Dorfladen eröffnet werden.

Weyand meinte bei der Projektpräsentation, dass es wichtig sei, das Konzept auf mehrere Standbeine zu stellen, um insgesamt wirtschaftlich arbeiten zu können. Der Fachmann schlug vor, vom alten Gebäude des Brauhauses allerdings nur den Keller zu erhalten, da die sonstigen Räume durch Wasserschaden in einem sehr schlechten baulichen Zustand seien. Eine Idee, wie man leerstehende Häuser nutzen und wieder junge Familien in die Ortskerne bringen kann, zeigte Markus Bardenheier vom Villmarer Büro Wolfgang Müller am Beispiel der Seelbacher Bahnhofstraße. In zwei benachbarten Wohnhäusern schlug er vor, Wohnraum für drei Generationen zu schaffen. In einer Zeit, in der es, so Bardenheier, die Großfamilien von früher kaum noch gebe. Die unterschiedlichen Generationen in Bardenheiers Mehrfamilien-Wohnprojekt müssen nicht zwangsläufig miteinander verwandt sein. Neben den Gemeinschaftsräumen soll auch jede Generation ihren eigenen Bereich haben.

Büroräume und Scheunencafé

Ein ähnliches Mehr-Generationen-Projekt entwarf Architekt Stephan Dreier aus Niederbrechen für ein früheres landwirtschaftliches Gehöft in der Villmarer Peter-Paul-Straße. Seine Pläne für den Villmarer Brunnenplatz stellte André Kramm vom gleichnamigen Limburger Büro vor. Dort könnte seinen Meinung nach nicht nur neuer Wohn- und Büroräume entstehen. In einer ehemaligen Scheune könne ebenso ein Scheunencafé eröffnet werden.

Wege, wie man alte Wohn- und Bauernhäuser sowie Schuppen und Scheunen den Anforderungen der Zeit entsprechenden Wohnraum zu vertretbaren Kosten schaffen kann, zeigten ebenfalls die Architekten Patricia Wolf (Dietkrichen) sowie Silvia Scheu-Menzer vom Hünfeldener Büro Steinberger und Scheu auf. Scheu-Menzer schlug beispielsweise zur Finanzierung die Einrichtung von Ferienwohnungen in einem früheren Bauernhof vor. Wolf ermunterte die Bürger auch, auf Gestaltungsmöglichkeiten von Grundstücken zu werfen. Eine Terrasse mit herrlichem Talblick oder ein toller Garten können Leben im Ortskern ihrer Meinung nach interessanter machen.

Die Ortskerne beleben

Die Dorfkerne wieder zu beleben, das sei ein vorrangiges Ziel der Gemeinde, so Bürgermeister Hepp. Weyer habe die Dorferneuerung stark nach vorne gebracht. Die Gemeinde fördere Baumaßnahmen in alten Ortskernen auch. So könne jemand pro Projekt bei Baukosten von über 80 000 Euro von der Gemeinde einen Zuschuss von bis zu 8000 Euro erhalten. Um die Bürger wieder in die Ortskerne zu bekommen, habe das Gemeindeparlament zudem entschieden, in Villmar die kommenden zehn Jahre keine Neubaugebiete auszuweisen. Jede Investition in die Ortskernen helfe auch den heimischen Handwerksbetrieben, so Hepp.

Planer Stephan Dreier sagte, dass ein wichtiges Ziel von Investitionen auch immer sein müsse, Energiesparmaßnahmen umzusetzen. Dennoch dürften Sanierungen in alten Ortskernen vom Preis und der Qualität her nicht schlechter als Neubauten sein, um die Bürger zum Mitmachen zu bewegen. Durch die demografische Entwicklung und die Aufgabe vieler Landwirtschaften werde in Zukunft erheblicher Leerstand in Ortskernen entstehen. Dreier sagte aber auch, dass nicht jedes alte Haus erhalten werden könne. Leider seien viele alte Häuser sehr klein, und die Menschen der heutigen Zeit hätten einfach andere Ansprüche an die Größe des Wohnraums. Wer den Kauf oder den Umbau eines alten Gebäudes vorhat, erhält beim Gemeindebauamt, Telefon:  (0 64 82) 60 77 11, nähere Informationen zu Fördermöglichkeiten.rok

 


 

NNP, 17.06.2009
 

Alte Häuser sollen leben

Gemeinde Villmar präsentiert Ideen von sechs Architekten

Sechs Architekten aus der Region haben sich Gedanken gemacht, wie alte Häuser in den Dorfkernen des Marktfleckens zu neuem Leben erweckt werden können. Die Ergebnisse werden kommenden Samstag präsentiert.

Villmar. «Unserem Dorf mehr Leben geben.» Unter diesem Leitwort steht ein Förderprogramm der Gemeinde Villmar, das in den kommenden Jahren der Verödung von Dorfkernen entgegenwirken soll. Ziel sei es, so Bürgermeister Hermann Hepp (CDU), vor allem junge Familien dazu zu bringen, sich in der Ortsmitte anzusiedeln, und nicht etwa im Neubaugebiet auf der «grünen Wiese».

Drei Problembereiche im Marktflecken

Um dieses Ziel zu erreichen, so die Erkenntnis, reicht eine finanzielle Förderung der Kommune alleine nicht aus. Ideen seien gefragt, wie ältere Häuser den modernen Wohnbedürfnisse gerecht werden können, sei es durch Anbau und Umbau, aber manchmal auch durch Abriss und Neubau. Sechs Architekten haben sich in den letzten Monaten Gedanken über attraktive Gestaltungsformen für Häuser in den Villmarer Ortsteilen gemacht und ihre Ergebnisse in einer Broschüre zusammengestellt. Öffentlich präsentiert wird sie am kommenden Samstag, 20. Juni, von 14 bis 18 Uhr in der König-Konrad-Halle. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger von Villmar und Umgebung eingeladen.

Mit dieser «Ideenbörse» betrete die Gemeinde Villmar durchaus Neuland, meint Hermann Hepp. Denn damit stelle die Gemeinde Villmar nicht nur Geldmittel zur Verfügung, sondern zeige auch Wege auf, was aus einem alten Haus alles gemacht werden kann. Dazu haben die Architekten, die allesamt aus der Region stammen, acht Gebäude aus allen Ortsteilen außer Weyer ausgewählt. Zum Beispiel ein Siedlungshäuschen aus der Wingertstraße in Aumenau, das für moderne Ansprüche eigentlich zu klein ist und dessen Wohnfläche erweitert werden soll -- allerdings ohne dass der Charakter des aus den 50er Jahren stammenden Gebäudes verlorengeht.

Mehrgenerationenhäuser

Oder ein landwirtschaftliches Gebäude in der Hofackerstraße in Aumenau, für das ein Umnutzungskonzept ausgearbeitet wurde. Ebenso ein älteres Fachwerkhaus in der Langgasse in Falkenbach, das nach Erweiterung und Umbau als Büro- und Wohngebäude dienen könnte.

Ein bekannter Problemfall ist das denkmalgeschützte Gebäude «alte Brauerei» in Langhecke. Nach den Plänen eines Architekten könnte dieses Gebäude zu einer Eventbrauerei für Veranstaltungen oder touristische Nutzungen gestaltet werden. Allerdings müsste das vom Hausschwamm befallene Gebäude abgerissen und durch einen baugleichen Neubau ersetzt werden.

Weitere Umbaupläne haben die Architekten für eine große Hofanlage in der Seelbacher Bahnhofstraße und ein unter Denkmalschutz stehendes Haus in der Rathausstraße erarbeitet. Das seit langem leerstehende ehemals landwirtschaftliche Anwesen, so die Vorstellung, könnte in ein Mehrgenerationenhaus umgewandelt werden, während das Haus in der Rathausstraße als Beispiel dafür dient, dass Erhaltung kostengünstiger sein kann als ein Neubau.

Interessante Vorschläge gibt es auch für zwei Anwesen in der Villmarer Peter-Paul-Straße. Ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes Haus mit Hofanlage könnte als Restaurant genutzt werden, ein anderes hätte als Mehrgenerationenhaus eine Zukunft. Nicht mehr benötigte Scheunen sollten zurückgebaut werden.

Vorbilder in Weyer und Wallmerod

Noch offen ist nach Angaben des Dorferneuerungsberaters der Gemeinde Villmar, Architekt Stephan Dreier aus Niederbrechen, ob das Land über die laufende Dorferneuerung in Aumenau finanzielle Mittel für besonders gefährdete Bereiche in Seelbach, Langhecke und Falkenbach zur Verfügungstellen wird. Vom Verfall bedroht seien die Langhecker alte Brauerei ebenso wie sieben Häuser rechts der Bahnhofstraße in Seelbach und Teile des alten Dorfkerns in Falkenbach, ein «altes Felsennest» über der Lahn.

Als Vorbild dient nach Hepps Worten die Dorferneuerung in Weyer, die deutliche Belebungsimpulse gebracht habe: So lebten dort heute ebenso viele Kinder wie vor 15 Jahren. Auch die Erfolge der Dorferneuerung in der Verbandsgemeinde Wallmerod (Westerwaldkreis) seien Ansporn, auf diesem Weg fortzuschreiten. Dazu gehöre aber auch der Verzicht auf Neubaugebiete, wie es die Gemeindevertretung seinerzeit einstimmig beschlossen habe.goe



NNP, 17.06.2009
 

Die Ausstellung Rund ums Bauen

Während einer Ausstellung am Samstag, 20. Juni, von 14 bis 18 Uhr in der König-Konrad-Halle Villmar präsentieren folgende sechs Architekten ihre Ideen: Patricia Wolf (Dietkirchen), Silvia Scheu-Menzer (Dauborn), Patrick Weyand (Diez), Stephan Dreier (Niederbrechen), Wolfgang Müller (Villmar), André Kramm (Limburg).

Auf dem Parkplatz vor der Halle zeigen Handwerker der Region Produkte, Dienstleistungen und praktische Vorführungen. Es nehmen teil: Dacheindeckung Kissel (Villmar), Natursteinbearbeitung Bellroth & Schneider (Villmar), Tischlermeister Kremer (Villmar), Baudekoration Werner und Baugeschäft Schermuly (beide Villmar), Fachwerk und Lehmbau Hermann Birkenfeld (Bad Camberg), Holzbau Gero Müller (Dauborn), Fensterhandwerker Johannes Mosler (Oberzeuzheim).

Für eine Kinderbelustigung ist ebenfalls gesorgt. Ebenso wie für das leibliche Wohl.


 

EU-2009 (8/8 Wahlbezirke, 19:27)

Wahlbet.: 34,5%

Wahlber.: 5.660

Wähler: 1.954

Gült.St.: 1.916 St.
 

CDU: 43,5% (834 St.)

SPD: 27,8% (533 St.)

GRÜNE: 9,2% (176 St.)

FDP: 9,8% (188 St.)

REP: 1,5% (29 St.)

DIE LINKE: 2,3% (45 St.)

Tierschutz: 0,7% (14 St.)

FAMILIE: 0,2% (4 St.)

DIE FRAUEN: 0,3% (6 St.)

Volksabstimmung: 0,3% (6 St.)

PBC: 0,1% (2 St.)

ödp: 0,1% (1 St.)

CM: 0,1% (2 St.)

DKP: 0,1% (1 St.)

AUFBRUCH: 0,0% (0 St.)

PSG: 0,1% (2 St.)

BüSo: 0,0% (0 St.)

50PLUS: 0,2% (3 St.)

AUF: 0,3% (5 St.)

BP: 0,1% (2 St.)

DVU: 0,2% (3 St.)

DIE GRAUEN: 0,4% (7 St.)

DIE VIOLETTEN: 0,2% (4 St.)

EDE: 0,0% (0 St.)

FBI: 0,2% (4 St.)

VOLKSENTSCHEIDE: 0,1% (2 St.)

FW FREIE WÄHLER: 0,1% (2 St.)

Newropeans: 0,0% (0 St.)

PIRATEN: 0,8% (15 St.)

RRP: 0,2% (4 St.)

RENTNER: 1,1% (22 St.)
 


 

Marktflecken, 03.06.2009

 

Sommerferienprogramm 2009

 

Die Tage werden länger und langsam auch wärmer. Der Sommer steht in den Startlöchern und die Jugendpflege Villmar hält auch in diesem Jahr ein ansprechendes Programm zur sinnvollen und spaßigen Freizeitgestaltung bereit.

Mit der Reihe „Der Sommer macht schlau“ für 6 – 12 jährige Mädchen und Jungen geht es los. Gemeinsam mit dem Referenten von „young scientists“ werden wir am 27. Juli die Umgebung um den Leistenbach zwischen Aumenau und Langhecke genauer in Augenschein nehmen. Vormittags gibt es eine wissenschaftliche Einheit zur Gewässerökologie im und am Bach. Mit Lupenbecher und Gummistiefeln werden wir schon rausfinden was da alles kreucht und fleucht. Nachmittags dann „besiedeln“ wir den Leistenbach ganz im Sinne von großen Städtebauerinnen und Städtebauer. Aber Vorsicht, Siedlungen zu gründen ist leicht, sie zu erhalten viel schwieriger.

Am 28. Juli geht es weiter im Jugendraum der König-Konrad Halle. Wir beginnen morgens mit einer Einheit „Schiffsbau“ und werden uns dabei auch um geeignete Antriebsmöglichkeiten für unsere selbstgebauten Schiffe kümmern. Nachmittags gibt es den großen Wolkenkratzer-Contest. Dabei geht es darum, mit den vorgegebenen Materialien einen Wolkenkratzer zu bauen. Aber stabil muss der auch sein undundund.

Der 29. Juli ist reserviert für die Schnitzeljagd mit dem Zug. Mit einer oder zwei Gruppen aus Villmar werden wir am vectusErlebnisTag teilnehmen und einen Tag lang mit dem Zug die Umgebung erkunden und ein Preisrätsel lösen.

Die Reihe endet am 30. Juli in einer Kooperationsveranstaltung mit dem Rehazentrum Meuser. Am Vormittag dreht sich alles um die Themen Ernährung (Chips oder Karotte?) und den aufrechten Gang oder „Mein Rücken, was (er)trägt der alles?“. Nachmittags gibt es ein Kletterworkshop an der Kletterwand und gleichzeitig ein Geschicklichkeitparcours. Aber keine Angst, machen könnt ihr beides.

Im August dann wird es am 09.08. das nunmehr vierte Streetballturnier in Kooperation mit den Leichtathletikfreunden Villmar geben. Hier geht es wie gehabt um Fairplay und Spass am Sport. Wir spielen open air auf dem Vereinsgelände in zwei Gruppen, eine Gruppe für Mädchen und Jungen unter 17 Jahren und eine Gruppe für Jugendliche und Senioren über 17 Jahren. Der Erlös der Veranstaltung kommt wie immer dem gemeinnützigen Verein Heim-statt Tschernobyl zugute.

Zu guter Letzt gibt es die traditionelle Kanutour. Zweitägig, wie schon in den Jahren zuvor, und erstmalig in Kooperation mit der Jugendpflege Weilmünster und dem Jugendbüro Elz. Eine neue Strecke haben wir uns diesmal auch einfallen lassen. Wir steigen ein in Oberbiehl, paddeln am ersten Tag runter nach Weilburg und übernachten auf dem Jugendcampingplatz. Am nächsten Tag geht es dann weiter bis Fürfurt. Hier ist Ausstieg und weiter geht es dann mit dem Zug nach hause. Das ganze findet in der letzten Ferienwoche statt, genauer am 17. und 18. August und ist für Jugendliche im Alter von 12 – 15 Jahren.

Anmeldungen und weitere Information gibt es ab Anfang Juni in den Verwaltungsgebäuden des Marktfleckens Villmar oder direkt bei der Jugendpflege Villmar, montags und mittwochs König-Konrad-Str. 12, 65606 Villmar. Telefon 06482 6077-17.

 


 

NNP, 03.06.2009

Nicht alle Bauten werden legalisiert

Das Thema der illegal errichteten Bauten im Außenbereich ist für den Marktflecken Villmar vorerst erledigt. Das erklärte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) in der jüngsten Sitzung des Gemeindeparlaments.

Villmar. Die Gemeinde werde sich auch in der Zukunft um Lösungen bemühen, sollte es bei den noch laufenden Kontrollen des Kreisbauamts zu weiteren Beanstandungen kommen, versicherte Hepp. Gleichwohl schränkte der Verwaltungschef ein, könnten natürlich nicht sämtliche Außenbereichsbauten im Nachhinein legalisiert werden. Wer in einem Obstgarten ein Wochenendhaus errichtet habe, dem nutzten auch weitere Bebauungspläne nichts, erklärte der Bürgermeister.

Vor gut einem Jahr hatte das Bauamt des Kreises Limburg-Weilburg in Aumenau mit der Kontrolle von Außenbereichsbauten – dazu zählen Gartenhäuschen ebenso wie Holzstapel, befestigte Wege, Zäune und Geräteschuppen – begonnen und dabei 89 Verstöße gegen bestehende Bebauungspläne festgestellt. Als die Eigentümer der betroffenen Grundstücke darüber informiert wurden, liefen sie Sturm, zumal einem Großteil von ihnen nicht bewusst war, dass sie gegen geltendes Baurecht verstoßen hatten. Den Kontrolleuren wurde kleinliches Verhalten vorgeworfen.

Das Gemeindeparlament in Villmar reagierte, indem es die Bebauungspläne so weit veränderte, dass der größte Teil der Rechtsverstöße nachträglich «geheilt» wurde. Auf diese Weise gelang es, die Mehrzahl der Beanstandungen des Kreisbauamts zu legalisieren, zumindest in Gebieten, wo Bebauungspläne existierten. Ein Vorgehen, das allerdings seinen Preis hatte: Rund 15 000 Euro kosteten die Bebauungsplanänderungen, die von den Grundstückseigentümern teilweise selbst zu tragen sind. Bereits in den 90er Jahre hatte der Marktflecken etwa 100 000 Mark in die Aufstellung von Bebauungsplänen für Gartengebiete investiert.

Die Kontrollen gehen weiter

Das Kreisbauamt hatte seinerzeit das Vorgehen gegen illegale Außenbereichsbauten mit einer Weisung des Regierungspräsidiums Gießen begründet, das auf Kontrollen illegaler Bauten bestanden habe. Für Ärger hatte vor allem auch gesorgt, dass Holzstapel beanstandet wurden. Hier zeigte sich der Kreis großzügig, indem er die Genehmigungsgrenze von 20 auf 40 Kubikmeter pro Stapel heraufsetzte.

Unterdessen gehen, wie Bürgermeister Hepp mitteilte, die Überprüfungen der Außenbereiche weiter. Nachdem das Kreisbauamt Aumenau und Falkenbach überprüft hatte, ist jetzt Langhecke an der Reihe. Auch die übrigen Villmarer Ortsteile sollen – ebenso wie sämtliche Kommunen des Kreisgebiets -- auf eventuelle Rechtsverstöße untersucht werden.goe


 

Marktflecken, 15.05.2009

 

Christuskorpus ersetzt

 

Der am Wegkreuz im Brotweg Villmar durch Unbekannte abgerissene Christuskorpus wurde ersetzt. Der 1. Beigeordnete Thomas Werner zeigte sich bei einem Ortstermin am Freitag hoch erfreut über die schnelle, fachgerechte und ansprechende Ausführung durch die beiden Steinbildhauermeister Axel Belke und Alexander Uhrig und dankte ihnen im Namen der Gemeinde Villmar dafür. Noch mehr freute es ihn, dass diese Arbeiten vom Steinmetzbetrieb Axel Belke komplett gespendet wurden.

 

Sein Dank galt weiterhin dem Verschönerungsverein Villmar, vertreten durch den 1. Vorsitzenden Wolfgang Schön, der den Vorfall gemeldet hatte. Der Verschönerungsverein kümmert sich in vorbildlicher Weise ständig um die Pflege der Wegkreuze, Bildstöcke, Bänke usw. und unterstützt so den Gemeindebauhof in vielfältiger Art.
 

 

Das Foto zeigt von links nach rechts:

Alexander Uhrig, Axel Belke, Wolfgang Schön, Thorsten Laux, Thomas Werner


 


 

Marktflecken, 15.05.2009

 

Lesekiste für die Kindertagesstätte „Kleine Raupe“ in Aumenau

Kinder freuen sich über ungewöhnlichen Besuch!

 

Eine Kiste voller Bücher hat die Volksbank Wetzlar-Weilburg verschenkt. Die Kindertagesstätte „Kleine Raupe“ in Aumenau erhielt stapelweise Bücher für die Lese-Ecke.

 

Die Einrichtung wird im Rahmen der Aktion „Leseförderung statt Streuartikel“ bedacht. Hintergrund: Die Volksbank verzichtet seit 2005 bewusst auf die Verteilung von Kalender an ihre Kunden, um Kindergärten in der Region mit Bücherkisten beschenken zu können.

 

Insgesamt 5.000 € kommen so jedes Jahr den kleinen „Leseratten“ zugute. Mit dieser Aktion möchte die Volksbank den Bildungsauftrag der Kindergärten auf sinnvolle Weise ergänzen. Nach persönlichen Anschreiben der Volksbank lagen 33 Bewerbungen von Kindergärten vor, die gerne eine der Lesekisten im Wert von je 500 € in Empfang nehmen würden. Die ausgewählten Einrichtungen wurden vom Wetzlarer Zentrum für Literatur bei der Bücherauswahl beraten.

 

Claudia Köhler von der Volksbank Wetzlar-Weilburg und Carina Böhm vom Zentrum für Literatur besuchten die Kindertagesstätte in Aumenau. Nach dem die Bücherkiste gemeinsam ausgepackt wurde, las Carina Böhm das Buch „Ophelia“ vor. Zum Abschluss überreichten die Kinder den Gästen ein Leseratten-Lesezeichen als Dankeschön.

 

Für den Marktflecken Villmar wohnten der Erste Beigeordnete Thomas Werner sowie der büroleitende Beamte Thorsten Laux der offiziellen Übergabe bei. Im Namen der Gemeinde Villmar dankte Thomas Werner der Volksbank Wetzlar-Weilburg für die großzügige Spende aber auch dem Kita-Team der „Kleinen Raupe“ für ihr Engagement.

 

Die Buchspenden bleiben keine Einzelfälle, sondern werden als langfristige partnerschaftliche Zusammenarbeit verstanden. Sollte ein Kunde der Volksbank den schönen Kalendern nachtrauern, so sei er getröstet. Die vielen leuchtenden Kinderaugen und die Begeisterung, mit der sich der Kinder ans Anschauen und Lesen machten, zeugen davon, dass die Entscheidung der Volksbank sicherlich die Richtige war!

 


 

Marktflecken, 04.05.2009

 

100. Geburtstag Pfarrer Homm

 

Nikolaus Homm
Kaplan
Pfarrer
Dekan
Ehrenbürger
*6. Mai 1909
 
Festliches Amt:
Sonntag, 10. Mai 2009, 10.00 Uhr, mitgestaltet vom Kirchenchor;
Gang zum Grab;
 
anschließend
 
Matinee im Nikolaus-Homm-Park:
um 11.00 Uhr, mitgestaltet vom Sakralen Blechbläserensemble und weiteren Villmarer Künstlern 
 
Es laden ein:
Der Marktflecken Villmar und die Kirchengemeinde St. Peter und Paul.

 

Das Foto zeigt Pfarrer Nikolaus Homm (vorne sitzend) im Kreise der Villmarer
Gäste anlässlich seines 90. Geburtstages vor 10 Jahren.

 


 

NNP, 30.04.2009

 

«Die Dorfjugend von früher gibt es nicht mehr»

Die Dorfjugend wie früher, die gibt es heute nicht mehr. So lautet das Fazit von Jugendpfleger Helder Machado nach fast vierjähriger Amtszeit in Villmar.

Villmar. Cyber-Mobbing, schwieriger Arbeitsmarkt, aber auch wachsender Geltungsdruck, das ist laut Helder Machado das Spannungsfeld, in dem Jugendliche auf dem Dorf heute leben. NNP-Redakteur Rolf Goeckel sprach mit dem Jugendpfleger über seine Erfahrungen in Villmar.

Geht es den Villmarer Jugendlichen heute besser als vor Ihrem Amtsantritt vor rund vier Jahren?

Helder Machado: Sie haben zumindest eine neue Ebene der Auseinandersetzung kennengelernt. Ob diese von den Jugendlichen immer positiv oder negativ empfunden wird, sei dahingestellt. Ich bin weder ein Kumpel noch ein Polizist. Aber die Tatsache, dass jemand als direkter Ansprechpartner zur Verfügung steht, ist für viele Jugendliche sicher eine Bereicherung. An mich werden viele Wünsche herangetragen, zum Beispiel nach Alkohol in den Jugendräumen. Weil Alkohol zu unserer Gesellschaft gehört, ist es nicht leicht, ihnen begreiflich zu machen, Alkohol aus den Jugendräumen herauszuhalten.

Warum benötigt die Gemeinde eigentlich einen Jugendpfleger, wo doch die Vereine ebenfalls Jugendarbeit betreiben, dazu noch kostenlos?

Machado: Wir setzten da an, wo sich die Ressourcen der Vereine erschöpfen. Vereine sind zweckgebunden, das heißt Angebote von Basketballvereinen haben auch etwas mit Basketball zu tun. Angebote der offenen Jugendarbeit sind niedrigschwelliger, weniger spezifiziert und orientieren sich am Gesamtfeld Jugend. In diesem Rahmen übernehmen wir als pädagogische Fachkräfte eine Vielfalt an Tätigkeiten über Planung Koordination und Durchführung einzelner Veranstaltungen bis hin zu Einzelfallhilfe in besonderen Fällen.

Die kommunale Jugendpflege bedeutet indes keine Konkurrenz für die Jugendarbeit in den Vereinen, im Gegenteil. Es gibt durchaus Vereine, die sie als Bereicherung empfinden.

Die Generation der heute über 50-Jährigen ist größtenteils noch ohne Jugendpfleger aufgewachsen. Was hat sich geändert, dass Jugendliche heute betreut werden müssen?

Machado: Es gibt heute nicht mehr so wie früher «die Dorfjugend». Die Jugendlichen leben heute in einem Spannungsfeld, wie es früher nicht existiert hat. Vor 50 Jahren gab es kein Internet, kein Cyber-Mobbing, keinen Geltungsdruck wie heute, keine medial aufgebauschten Vorbilder, keinen schwierigen Arbeitsmarkt. So versuche ich die Jugendlichen zum Beispiel darauf vorzubereiten, dass sie sich auf eine sehr flexible Berufswelt einstellen müssen. Dass wir in einer Dienstleistungsgesellschaft leben, ist bei vielen Jugendlichen noch nicht angekommen, und oft existieren hinsichtlich der Berufswünsche noch ganz klassische Rollenbilder, aus denen ich die Jugendlichen versuche, herauszuholen.

Häufig ist vom Versagen der Eltern die Rede. Können Sie das bestätigen?

Machado: Nein. Jugendpflege ist auch keine Kompensation von Erziehungsversagen der Eltern. Ich würde mich als Ergänzung sehen. Ich mache auch keine Erziehungsberatung, kann aber bei der Suche diesbezüglich behilflich sein. Wenn den Eltern Versagen vorgeworfen wird, muss man auch sehen, dass sie heute beruflich oft sehr belastet sind und wenig Zeit für ihre Kinder haben. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen. Und die Jugendpflege kann nur einen kleinen Teil dazu beitragen – mit der ihr eigenen Fokussierung.

Inzwischen gibt es in allen Villmarer Ortsteilen einen Jugendtreff. Wofür bedarf es da noch der Betreuung?

Spaßpädagogik stärkt den Zusammenhalt

Machado: Jugendarbeit besteht nicht nur aus der Bereitstellung von Räumen, sondern auch von Persönlichkeiten. Es muss jemand da sein, der 15-Jährigen zum Beispiel sagt, dass sie keinen Bierkasten leer trinken können. Es geht bei Jugendarbeit nicht nur darum, sich einmal pro Woche zu treffen, sondern es muss auch jemand als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Zum Beispiel dann, wenn die typischen Männer-Riten ablaufen. Das ist auch der Grund für freizeitpädagogische Angebote. Hier geht es doch darum, bei dem einen oder anderen schlummernde Fähigkeiten zu wecken. Deshalb geht man mit Jugendlichen auch beispielsweise klettern.

Villmar hat kaum mehr als 7000 Einwohner. Wozu bedarf es in einer so kleinen Gemeinde Ihrer Meinung nach einen zweiten Jugendpfleger?

Machado: Um etwas mehr in den Jugendräumen anzubieten und mehr Kontinuität in die Arbeit dort hineinzubringen. Wir hätten auch viele weitere Möglichkeiten, freizeitpädagogische Angebote zu machen, bei denen zwei Personen anwesend sein müssen, um die Aufsichtspflicht zu gewährleisten. Auch eine bessere Betreuung der Jugendräume wäre wünschenswert, denn die Selbstverwaltung funktioniert dort nur zum Teil. In Weyer arbeiten deshalb jetzt zwei Erwachsene im Jugendraumvorstand mit. Bislang kann die Jugendpflege die Jugendräume nicht ständig betreuen, sondern allenfalls begleiten.

Andere Jugendpflegen haben ein zum Teil recht umfangreiches Freizeitprogramm aufgestellt. Gibt es das in Villmar auch?

Machado: Wir haben auch ein Sommerprogramm, das ich aber erst vor den Ferien herausgebe, damit die Information noch präsent ist. Anfang des Jahres fand das Nachtfußballturnier in Kooperation mit den Kollegen aus Runkel statt. In den Osterferien gab es zum Beispiel einen Medientag, der eine gute Resonanz hatte. Im Sommer kooperiere ich mit den Ferienspielen der katholischen Kirchengemeinde. Außerdem wird es wieder ein außerschulisches Bildungsangebot geben unter dem Motto «der Sommer macht schlau». Es gibt Bewegungsangebote, ein Streetball-Turnier und eine Kanutour. Im Herbst wollen wir ein Hörspiel von «Hilfe, die Herdmanns kommen» produzieren, das wir für einen karitativen Zweck auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen wollen. Ebenfalls in den Herbstferien, wird es einen Selbstbehauptungskurs für Mädchen geben.

Ist solche Spaßpädagogik der richtige Weg, um Jugendliche beispielsweise von Drogen, Alkohol oder Gewalt abzuhalten?

Machado: Sie stärkt den Zusammenhalt der Gruppe und die individuellen Fähigkeiten des Einzelnen. Es ist ein Weg, um Jugendlichen klarzumachen: Ich brauche Drogen oder Alkohol nicht. Kinder und Jugendliche benötigen Freiräume, aber auch feste Strukturen, die nur zum Teil verhandelbar sein können. Die erschließen sich nicht von selbst, sondern müssen vermittelt werden.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den Vereinen?

Machado: Sie ist gut, aber man kann sie verbessern. Hier würde helfen, wenn die Kommune ein Programm für Jugendliche herausgeben würde, in dem alle örtlichen Angebote für Jugendliche enthalten sind. Sei es von den Vereinen, der Jugendpflege oder den Kirchen.

Sie haben neben Ihrer Halbzeitstelle in Villmar noch eine weitere Stelle in Elz. Verzetteln Sie sich nicht?

Machado: Die räumliche Entfernung ist schon schwierig. Und ich kann nicht mehr, so wie früher, täglich in Villmar sein. Auch das spricht für einen zweiten Jugendpfleger. Dann gäbe es außerdem die Chance eines fachlichen Austauschs oder einer kollegialen Beratung. Manchmal ist es für einen Jugendpfleger gut, ein Korrektiv zu haben, eine andere Sichtweise.

Gibt es Fälle, in denen Sie als Jugendpfleger auch kapituliert haben?

Machado: Bislang nicht, und ich sage bewusst: bislang. Ich bin ein streitbarer Charakter, wenn es ums Berufliche geht. Die Grenze wäre für mich dort erreicht, wenn Konflikte bis in meinen privaten Bereich nachklingen würden. Aber normalerweise lasse ich den beruflichen Alltag im Dorf.


 

Marktflecken, 22.04.2009

 

Villmar unterstützt Kreismodell des „Jugendtaxis“

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeindevorstand ausführlich mit dem vom Landkreis beschlossenen Modell des Jugendtaxis. Der Kreistag hatte bereits im Jahr 2008 beschlossen im Landkreis Limburg-Weilburg ein „Jugendtaxi“ als zweijähriges Modellprojekt zur Erprobung einzuführen.

Hierbei geht es darum, dass Jugendliche und junge Erwachsene eine Taxifahrt an Wochenenden per Gutschein bezahlen können. Der Gutschein kostet die Jugendlichen 2,00 €, hat allerdings einen Gegenwert von 5,00 €. Von der Differenz übernimmt die Gemeinde 1,00 € und der Landkreis 2,00 €. Die Abwicklung des Modellprojekts obliegt dem Jugendbildungswerk des Landkreises Limburg-Weilburg.

 

Bürgermeister Hermann Hepp wie auch der Gemeindevorstand sehen hierin eine Attraktivitätssteigerung des Landkreises und der Kommunen und unterstützen dieses Modell. Man hofft ferner auf eine breite Unterstützung dieses Modells von anderen Kommunen.

 

Ziel des Modells ist die Unfallprävention für die jungen Fahrgäste. Das Fahren per Anhalter sowie Unfälle wegen falscher Einschätzung des Fahrkönnens, Imponiergehabe oder Alkohol können reduziert werden.

 

Durch die erhöhte Mobilität und den vergünstigten Fahrpreis ergeben sich gleiche Chancen und Möglichkeiten für alle Jugendlichen im Landkreis, da sie an den Wochenenden Angebote im ganzen Kreisgebiet wahrnehmen können. Darüber hinaus können die Eltern darauf vertrauen, dass ihre Kinder nachts sicher nach Hause gebracht werden.

 

Feinabstimmungen hinsichtlich der Abwicklung werden seitens des Marktfleckens Villmar mit dem Landkreis bzw. dem Jugendbildungswerk noch abgeklärt, so Hermann Hepp. Man geht davon aus, dass Villmarer Jugendliche nach den Sommerferien 2009 Gutscheine beim Marktflecken Villmar erwerben können.

 

Des Weiteren fand im Anschluss an die Gemeindevorstandssitzung eine Ortsbesichtigung des Gemeindevorstandes und der eingeladenen Fraktionsvorsitzenden sowie interessierten Gemeindevertreter in der König-Konrad-Halle statt. Hierbei wurde den Anwesenden vom planenden Architekten Wolfgang Müller, Villmar, die einzelnen Erneuerungsmaßnahmen, welche durch das Konjunkturprogramm II des Bundes und des Landes gefördert werden, detailliert vorgestellt. Insgesamt plant die Gemeinde Villmar im Bereich der König-Konrad-Halle mit Investitionsmittel von rund 438.000 €. Wie jedoch Herr Architekt Müller nach Auflistung der Schäden erläuterte, werden diese Mittel bei weitem nicht ausreichen. Insgesamt müsse mit einem Finanzbedarf von ca. 600.000 € gerechnet werden. Bereits im Jahr 2009, so Bürgermeister Hermann Hepp, soll mit den einzelnen Maßnahmen begonnen werden.

 


 

Marktflecken Villmar, 08.04.2009

 

Gemeindevorstand besichtigte alten Sportplatz

Der Gemeindevorstand wurde vom Sportverein Villmar über den schlechten Zustand des alten Sportplatzes auf der Struth in Villmar unterrichtet. Aus diesem Grund fand eine Ortsbesichtigung durch den Gemeindevorstand statt. Vor Ort könne man sich immer ein besseres Bild machen, befand Bürgermeister Hermann Hepp. Seitens des Gemeindegremiums wird die Notwendigkeit einer Sanierung des nicht verpachteten Sportplatzes gesehen, allerdings möchte man keine vorschnellen Sanierungsaktionen wie z.B. das Auffüllen mit Sand in bestimmten Bereichen vornehmen. Vielmehr soll nunmehr seitens eines Fachbüros für Sportplatzbau dem Gemeinde-vorstand die Sanierungsmöglichkeiten einer mittelfristigen Lösung vorgeschlagen werden.


 

Marktflecken Villmar, 08.04.2009
 

Villmar nutzt seinen Chancen

 

Des Weiteren hat sich der Gemeindevorstand ausführlich mit der Antragstellung hinsichtlich der Investitionen im Rahmen des Konjunkturprogrammes II beschäftigt. An Gründonnerstag soll der entsprechende Förderantrag eingereicht werden, so Bürgermeister Hermann Hepp. Der Gemeinde Villmar aus den Konjunkturprogrammen des Bundes und des Landes insgesamt 675.184,00 € zur Verfügung. Diese sollen nach Beschluss der Gemeindevertretung in energetische Sanierungsmaßnahmen fließen. Den Schwerpunkt bildet hier die König-Konrad-Halle, wo die Dachsanierung mit Verbesserung der Wärmedämmung mit 438.000 € zu Buche schlägt. Des Weiteren fallen Investitionskosten von rd. 166.000 € für energetische Sanierungsmaßnahmen an der Volkshalle Weyer an. Der Sanierungsbedarf wurde letztlich im Rahmen der Ausstellung des so genannten Energiepasses durch ein Ing.-Büro für Energietechnik bei den energetischen Untersuchungen ermittelt. Abschließend stehen auch dringende Sanierungsmaßnahmen im Rathaus für Dämmung und Heizungserneuerung von rd. 162.000 € an.

 


 

Marktflecken Villmar, 08.04.2009


Hundehalter aufgepasst

Seitens der Gemeinde Villmar wird darauf hingewiesen, dass ab April die „Setzzeit“ der Rehe beginnt. Aus diesem Grund werden alle Hundehalter gebeten, ihre Tiere in den Wäldern immer angeleint auszuführen um zu verhindern, dass die ungeschützten Jungtiere verletzt bzw. getötet werden.  Des Weiteren machte Bürgermeister Hepp gegenüber unserer Zeitung deutlich, dass sich Landwirte darüber beklagen, dass Hundehalter ihre Tiere auf landwirtschaftlichen Acker- und Weideflächen herumlaufen und ihre Notdurft verrichten lassen.

Es wird darauf hingewiesen, so die Verwaltung, dass hierdurch die weidenden Tiere mit Bakterien und Krankheiten infiziert werden können, was negative Auswirkungen auf die Milchproduktion sowie Schlachtung hat. Bakteriell verseuchte Tiere werden von Schlachthöfen zurückgewiesen. Aus diesem Grund werden die Hundehalter gebeten, das Ausführen ihrer Hunde auf landwirtschaftlichen Nutzflächen bis zum Ende der Weide- bzw. Erntezeit (Herbst) zu unterlassen.

 


 

Villmar, 04.03.2009

 

Gemeindevorstand legt Konjunkturprogramm vor
 

In seiner Gemeindevorstandssitzung am letzten Montag beschäftigte sich der Gemeindevorstand ausführlich mit dem aufgrund der Finanzkrise von Bund und Land aufgelegten Konjunkturprogramm. Durch dieses Programm sollen zusätzliche Investitionen der Kommunen und des Landes ermöglicht werden.

 

Das Programm, so Bürgermeister Hermann Hepp, werde zu 76,4 % aus Landes- und zu 23,6 % aus Bundesmittel finanziert, jedoch müsse auch die Kommune einen Anteil von den gesamt zur Verfügung stehenden Investitionsmittel übernehmen. Für Villmar werden mit Investitionsmittel von 681.500 € gerechnet, der gemeindliche Anteil beträgt rd. 107.000 € und wird auf die Dauer von 30 Jahren jährlich getilgt.

 

Gegenwärtig sei alles noch taufrisch und letztlich wird derzeit auf Ministeriumsebene eine Durchführungsverordnung erst vorbereitet, so Bürgermeister Hermann Hepp. Allerdings müsse die Gemeinde bis Ende März 2009 durch Beschluss der Gemeindevertretung die Mittel beantragen und auch eine Prioritätenliste beschließen. Diese Beschlussempfehlung wird der Gemeindevertretung am 12.03.2009 seitens des Gemeindevorstandes vorgelegt und in diesem Zusammenhang auch die Prioritätenliste.

 

Diese Prioritätenliste sieht Investitionen im energetischen Bereich für die König-Konrad-Halle Villmar, die Volkshalle Weyer, das Dorfgemeinschaftshaus in Falkenbach sowie das Rathaus und kleinere Straßenunterhaltungsmaßnahmen vor.

 


 

Villmar, 04.03.2009

 

Mobile Geschwindigkeitsmessanlage
 

Nachdem die mobile Geschwindigkeitsmessanlage über einen längeren Zeitpunkt in Villmar, Ortseingang von Runkel kommend, aufgestellt war, legte der Gemeindevorstand nunmehr die nächsten markanten Punkten in den Ortsteilen fest. Zunächst wird die Anlage im Ortsteil Weyer eingesetzt werden, so Bürgermeister Hepp.

 


 

NNP, 03.02.2009

 

Hepp: Förster Walter hat in Villmar Spuren hinterlassen

Villmar. Den Wald der Gemeinde Villmar kennt er in- und auswendig. Kein Wunder, denn knapp 31 Jahre lang war Kurt Walter Förster in dem rund 1100 Hektar großen Revier Villmar. Seit wenigen Tagen betrachtet der altgediente Forstmann das Geschehen im Villmarer Wald aber nur noch aus der Ferne: Gestern wurde der 61-Jährige im Gemeindebauamt von Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) offiziell in den Ruhestand verabschiedet. 42 Jahre war Förster Walter insgesamt im Dienst.

Hepp dankte Kurt Walter für die «hervorragende Zusammenarbeit» mit einem Präsentkorb. Und auch Ingrid Pohl überreichte dem scheidenden Förster einen Umschlag als Dank der Kollegen aus der Verwaltung. Kurt Walter, so resümierte Hermann Hepp, habe in seinen 31 Jahren immer schwarze Zahlen aus dem Villmarer Wald geholt und ihn zugleich als Erholungsgebiet für die Bürger erhalten.

«Förster Walter hat Spuren bei uns hinterlassen und einiges bewegt», sagte Hepp. Als Beispiele für eigene Akzente, die der Forstmann gesetzt habe, nannte der Verwaltungschef den Aufbau eines so genannten «Arboretums» oberhalb der «Struth», in dem der Jugend der Wald nähergebracht wird. Aber auch der Betrieb einer Forstwerkstatt, in der Bänke und Tische für gemeindliche Zwecke hergestellt werden, gehe auf die Initiative von Kurt Walter zurück. Dankbar erwähnte Hepp das Aufstellen von Bänken am Lahn-Radweg R 7, die so schwer seien, dass sie dem Vandalismus nicht zum Opfer fallen dürften. Förster Walter, so Hepp, sei für ihn schon rein äußerlich immer der Typ des Försters schlechthin gewesen.

Kurt Adolf Walter wurde 1947 in Gelnhausen geboren. Nach dem Schulabschluss absolvierte er ab 1966 eine Ausbildung in der Landesforstschule und war von 1974 bis 1978 Förster in Mörfelden. Am 1. März 1978 wurde er Revierförster in Villmar beim Forstamt Weilmünster.

 


 

NNP, 31.01.2009

 

Betreut wohnen in alter Schule

Villmar. Vor wenigen Jahren noch drückten die Villmarer Jungen und Mädchen hier die Schulbank, doch schon bald sollen Senioren in das verwaiste Gebäude einziehen. Der Limburger Investor und Architekt Hans Schmitt will die Villmarer alte Schule in der Sudetenstraße in ein Heim für betreutes Wohnen umwandeln, wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) in der jüngsten Parlamentssitzung am Donnerstagabend in Seelbach mitteilte.

Geplant seien maximal 14 bis 15 Wohneinheiten in Größen zwischen 40 und 60 Quadratmetern. Weiterhin werde zurzeit geprüft, ob in dem ehemaligen Schulgebäude noch Platz für eine Kinderkrippe vorhanden ist, die die Gemeinde Villmar gemeinsam mit Runkel, Brechen und Weinbach betreiben könnte. Auch ein Anbau an die alte Schule sei denkbar, sagte Hepp. Die Trägerschaft über das Krippenangebot könnte ein Verein übernehmen, dem auch Firmen der Region beitreten könnten, die ein Interesse an der Kinderbetreuung ihrer Mitarbeiter haben.

Auf den verbleibenden sieben Baugrundstücken will Investor Schmitt nach Hepps Angaben Einfamilienhäuser bauen. Angeboten werden sollen Bauplätze in Größen zwischen 570 und 755 Quadratmeter.

Treppenhaus bleibt offen zugänglich

Investor Hans Schmitt erklärte auf NNP-Anfrage, dass der Charakter des Schulgebäudes in jedem Fall bewahrt bleibt. Verändert werden sollen vor allem die Raumaufteilung. Die Wärmedämmung werde auf den neuesten Stand gebracht, die Fassade farblich aufgefrischt. Das Treppenhaus mit den Lahnmarmorarbeiten und dem Brunnen blieben erhalten und würden der Öffentlichkeit später zugänglich gemacht.

Die Diskussion der vergangenen Monate habe gezeigt, dass viele Villmarer eine enge emotionale Bindung an ihre alte Schule haben. Es wäre daher schön, wenn viele, die hier früher zur Schule gegangen sind, im Seniorenalter wohnen würden, meinte Hans Schmitt.

Die Erhaltung der alten Schule, so Hermann Hepp, sei möglich geworden, weil es für die Sanierung hohe staatliche Zuschüsse gibt, die das Ganze rentabel machten. Neben der jetzt gefundenen Lösung seien bis Ende 2008 auch Alternativen geprüft worden, wie es der Parlamentsbeschluss vom April vorgesehen habe. Verworfen worden sei die Einrichtung von Ferienwohnungen ebenso wie der zeitweilig diskutierte Umzug der zweigeteilten Verwaltung dorthin. Zwar sei das Schlagwort von der Verwaltung unter einem Dach durchaus attraktiv gewesen, sagte Hepp. Doch hätten das Rathaus und das ehemalige Lehrerwohnhaus, in dem jetzt das Bauamt untergebracht ist, verkauft oder vermietet werden müssen. «Ein Aufschrei wäre durch Villmar gegangen», meinte Bürgermeister Hepp.

Erfüllt ist nach Darstellung des Verwaltungschefs auch die wichtigste formale Voraussetzung für eine Überschreibung des gut 7500 Quadratmeter großen Schulgeländes an Investor Schmitt (Kaufpreis: 320 000 Euro): Die bisher noch fehlende und vom Parlament verlangte Bankbürgschaft liege inzwischen vor, so dass einem Grundbucheintrag von Schmitt nichts mehr im Wege stehe.

Axel Paul sieht sich bestätigt


Der Fraktionsvorsitzende der Aktiven Alternative (AAV), Axel Paul, begrüßte gegenüber dieser Zeitung die Erhaltung der alten Schule und sah sich in seinem Kurs bestätigt. Paul hatte sich im vergangenen Jahr strikt gegen einen Abriss des 1955 errichteten Gebäudes ausgesprochen, konnte sich damit allerdings im Parlament nicht durchsetzen. Die große Mehrheit votierte für den Abriss, wenn auch mit der Einschränkung, dass zuvor sämtliche Alternativen zu prüfen seien. Paul dankte allen Villmarer Bürgern, die sich in unzähligen Ausschusssitzungen und mit ihren Unterschriften ebenfalls für den Schulerhalt eingesetzt hätten. goe


 

Villmar, 29.01.2009

 

Alte Schule unter Dach und Fach

Bürgschaft liegt vor

 

Bürgermeister Hepp konnte heute vormittag aus den Händen von Herrn Schmitt jun. die Bürgschaft über den Kaufvertrag des ehemaligen Schulgrundstückes in der Sudetenstraße in Empfang nehmen. Somit steht einer Eigentümsübertragung  auf den Investor Schmitt nichts mehr im Wege, denn die notariellen Vertragsinhalte wurden entsprechend erfüllt.

 

Nunmehr wird seitens des Investors das Ziel verfolgt, das bestehende Schulgebäude in eine Gebäude mit einem betreuten Wohnangebot umzuwandeln. Weiterhin wird geprüft, ob auf Vorschlag von Bürgermeister Hepp eine ortsübergreifendes Angebot von Kinderkrippenplätzen (Runkel, Villmar, Brechen und Weinbach) ggf. unter einem Trägerverein verwirklicht werden kann. Entsprechende Vorgespräche wurden bereits mit Vertretern des Jugendamtes Limburg geführt. Die Förderkriterien liegen vor; Ge-spräche mit den Nachbarkommuen stehen teilweise noch aus.

 


 

Villmar, 20.01.2009

 

Segnung der Urnenstelen auf dem Friedhof Villmar

 

Am Sonntag, den 25. Januar 2009 um 12.15 Uhr wird in einer ökumenischen Feierstunde die kürzlich erstellte Urnenstelen-Anlage auf dem Friedhof Villmar gesegnet. Diese Segnung wird gemeinsam von Herrn Dekan Günter Daum, Villmar, und Herrn Pfarrer Carsten Adams, Runkel, vorgenommen.

 

Zu dieser Feierstunde sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger recht herzlich eingeladen.

 

Die Urnenstelen-Anlage ist nur ein Teil eines neu geplanten Grabfeldes für alternative Bestattungsformen.  Die Beisetzung ist hier auch in einer Urnengemeinschaftsgrab-Anlage, Urnenrasengräbern (ebenerdig) sowie Urnenreihen- und Urnenwahlgrabstätten möglich (siehe Planskizze). Die Wegebauarbeiten (Platzgestaltung rund um die Stelen, Wasserstelle, Wege und Pflasterung) sowie gärtnerische Anlagen (Hecke, Bäume etc.) werden im Laufe des Frühjahres abgeschlossen sein.

 

 

 

Die Fotomontage zeigt die errichteten 3 mittleren Stelen, die beiden äußeren Stelen können bei Bedarf nachgerüstet werden.

 


18.01.2009

 

Villmarer Ergebnisse der hessischen Landtagswahl 2009

Wahlbet.: 60.4%  

Wahlber.: 5.690   

Wähler: 3.434

 

Gült.Wahlkreisst.: 3.334 St.
CDU: 47.8 % (1.592 St.)
SPD: 29.1 % (969 St.)
FDP: 10.6 % (354 St.)
GRÜNE: 5.6 % (186 St.)
DIE LINKE: 3.7 % (122 St.)
FREIE WÄHLER: 3.3 % (111 St.)

NNP, 16.01.2009
 

Gült.Landesst.: 3.339 St.
CDU: 42.8 % (1.429 St.)
SPD: 23.6 % (789 St.)
FDP: 15.9 % (531 St.)
GRÜNE: 8.9 % (296 St.)
DIE LINKE: 4.2 % (141 St.)
REP: 0.4 % (15 St.)
FREIE WÄHLER: 2.7 % (91 St.)
NPD: 0.8 % (26 St.)
PIRATEN: 0.4 % (14 St.)
BüSo: 0.2 % (7 St.)

 


 

Villmar geht neue Wege zur Dorfbelebung

Villmar. Mit einer Ideenbörse für Architekten will die Gemeinde Villmar der Dorferneuerung wie auch der Belebung der Ortskerne auf die Sprünge helfen. Wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) dieser Zeitung erläuterte, wurden in den Ortsteilen Villmar, Aumenau, Langhecke, Seelbach und Falkenbach interessante Gebäude ausgewählt, für die nun sechs Architekten Entwürfe für eine Sanierung oder Umnutzung erstellen. Die Ideen der Architekten sollen anschließend in einer farbigen Broschüre veröffentlicht und den Bürgern öffentlich vorgestellt werden.

Konkret soll interessierten Hausbesitzern gezeigt werden, wie sie ein altes Gebäude sanieren können. Zum Verkauf stehende Gebäude sollen außerdem einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Und schließlich erhalten die Architekten die Möglichkeit, für ihre Leistungen zu werben, wie Hepp erläuterte.

Flankiert werden die Bemühungen um die Dorferneuerung und Dorfentwicklung im Marktflecken Villmar von dem erst kürzlich neu aufgelegten Förderprogramm der Gemeinde «Unserem Dorf mehr Leben geben». Der Marktflecken Villmar bietet darin nicht nur eine kostenlose Beratung durch Baufachleute an, sondern auch finanzielle Hilfen von bis zu zehn Prozent der Bausumme. Die Sanierungsobjekte müssen allerdings in einem festgelegten Gebiet im Ortskern liegen.

Gut angenommen wird nach Hepps Angaben die vor rund einem Jahr begonnene Dorferneuerung in Aumenau. Erfreulich sei vor allem das große private Interesse: 30 Interessenten seien bereits an Ort und Stelle beraten worden. Parallel wird derzeit ein Dorfentwicklungskonzept erarbeitet, an dem Bürger des Ortes mit fachlicher Beratung entscheidend mitgewirkt haben. Ende Februar soll dieses Konzept, in dem alle kommunalen Dorferneuerungsmaßnahmen enthalten sind, erstellt und anschließend öffentlich präsentiert werden.

Gefördert wird aber nicht nur die Dorferneuerung in Aumenau, sonder auch in den «Satelliten-Dörfern» Seelbach, Langhecke und Falkenbach, wie Hepp erläuterte. Nachdem das Parlament im Dezember einen Dorferneuerungsverbund (die NNP berichtete) gebildet hat, werden dort nun ebenfalls private und kommunale Projekte gefördert, allerdings nur in vorher festgelegten Sanierungsschwerpunkten. Hepp nannte als Beispiel die Seelbacher Bahnhofstraße, die zu veröden droht und deshalb dringend der Erneuerung bedürfe. Bei den privaten Sanierungen müsse es sich um umfassende, nachhaltig angelegte Sanierungs- und Umnutzungsmaßnahmen handeln. Kleinere Reparatur- und Erneuerungsmaßnahnmen, zum Beispiel der Austausch von Fenstern oder ein neuer Anstrich der Hausfassade, reichten nicht aus, um in den Genuss öffentlicher Fördermittel zu kommen, erläuterte Hermann Hepp.

 


 

NNP, 14.01.2009

 

Neuer Radweg von Brechen nach Villmar

Villmar. Die Gemeinden Villmar und Brechen rücken näher zusammen: Ein neuer Radweg wird beide Gemeinde voraussichtlich noch in diesem Jahr verbinden.

Wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) gestern im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte, ist er sich mit seinem Amtskollegen Werner Schlenz darin einig, dass ein neuer Fahrradweg von Nieder- und Oberbrechen bis zum Lahn-Fernradweg R 7 geführt werden soll. Rechtzeitig zur Radfahrsaison im Frühjahr/Sommer 2009 soll der neue Weg bereits fertiggestellt sein, so Hermann Hepp.

Überwiegend soll der künftige Radweg über bestehende Wirtschaftswege geführt werden. Lediglich auf einer Länge von etwa 250 Metern müsse er noch befestigt werden, und zwar mit einer so genannten wassergebundenen Decke (Schotter). Darüber sei bereits mit heimischen Bauunternehmen gesprochen worden. Die Kosten bezifferte Hepp auf etwa 10 000 Euro allein für die Gemeinde Villmar. Für die Beschilderung müssten beide Gemeinden jeweils nur rund 1000 Euro zahlen.

Der Radweg soll folgenden Streckenverlauf nehmen: Von Oberbrechen über Wirtschaftswege nach Weyer, von dort an die Gemarkungsgrenze von Villmar (Grenzweg). Über die Kreisstraße geht es weiter in Richtung Galgenberg, wo ein Abzweig am Wald entlang ins Laubustal nach Münster ausgewiesen werden soll. Vom Galgenberg aus führt der Radweg dann über die Landesstraße Villmar–Aumenau hinweg runter an die Lahn auf den Radweg R 7.

Der künftige Radweg soll aber erst ein Anfang sein, Villmar und die umliegenden Gemeinden noch enger miteinander zu verknüpfen, sagte Hepp. Und zwar nicht nur auf dem Feld des Tourismus. Auch auf anderen Sachgebieten sieht der Verwaltungschef Möglichkeiten der engeren Zusammenarbeit mit den Nachbarn. Derzeit werde über ein ganzes Bündel an Maßnahmen nachgedacht, wie Villmar mit Runkel und Brechen, vielleicht aber auch mit anderen Gemeinden zusammenarbeiten könnte. So wäre eine engere Verzahnung der Bauhöfe ebenso denkbar wie einzelne Verwaltungsaufgaben. Auch im Bereich der Kleinkinderbetreuung wären überörtliche Zusammenschlüsse sinnvoll. Hepp hofft, dass es auch politische Mehrheiten in den Parlamenten dafür geben wird.

Schon jetzt existieren mehrere Aufgabenfelder, auf denen eine «interkommunale Zusammenarbeit» nach Hepps Auffassung gut funktioniert. Zum Beispiel bei den Feuerwehren, die sich im Ernstfall gegenseitig unterstützen. Vorbildlich seien die Zusammenschlüsse in der Abwasserentsorgung und Wasserversorgung. Die Gemeinden Villmar, Runkel und Weinbach teilen sich außerdem schon jetzt einen Hilfspolizisten; möglicherweise komme Brechen später noch hinzu. Hermann Hepp geht davon aus, dass der Bürger von einer engeren Zusammenarbeit profitieren wird, indem Kosten in nicht unbeträchtlicher Höhe eingespart würden.goe


 

23.12.2008

 

Staatssekretär Seif zeigt Villmar neue Wege in der Dorferneuerung auf

 

Staatssekretär Seif ist im Rathaus Villmar ein gern gesehener Gast: Bringt er doch immer wieder gute Neuigkeiten mit, die in dem aktuellen Fall insbesondere die kleinen Ortsteile Seelbach, Falkenbach und Langhecke in enger Verbindung mit der Dorferneuerung Aumenau strukturell unterstützen sollen.

Bei diesem jüngsten Besuch hat Staatssekretär Seif in der Vorweihnachtszeit für das Pilotprojekt Villmar eine konkrete Darlegung der Möglichkeiten, die künftig für eine Förderung von Maßnahmen zur ortsübergreifenden Innenentwicklung außerhalb des Förderschwerpunktes Aumenau zur Verfügung stehen sollen, aufgezeigt.

 

Anlass für dieses Gespräch sind die ab 01.04.2008 geltenden Richtlinien zur Förderung der ländlichen Entwicklung in Hessen, worin unter Ziffer 5.4.3 u.a. Fördermöglichkeiten bei Investitionen und Dienstleistungen zur ortsübergreifenden Innenentwicklung festgelegt sind, die bei näherer Betrachtung im Rahmen der Dorferneuerung Aumenau auch die kleinen Ortsteile Seelbach, Falkenbach und Langhecke begünstigen und einbeziehen könnten, dies sowohl auf kommunaler als auch auf privater Investitionsebene.

 

Dadurch, so Staatssekretär Seif, können z.B. gezielte kommunale Dienstleistungen als Vorleistung für einzeln gekennzeichnete Maßnahmen privater Träger in den Förderrahmen passen. Hierzu können neben Marketingmaßnahmen aber auch Architektenentwürfe zur Immobilienvermarktung gehören.

Die Förderfähigkeit privater Projekte ist nur dann gegeben, wenn diese im Rahmen der Planung als Objekte mit dringendem Handlungsbedarf einzeln gekennzeichnet wurden. Dies könnte in den Ortsteilen Seelbach, Falkenbach und Langhecke für die Bereiche mit gravierendem Leerstand von großer Bedeutung sein. Entsprechende Kartierungen wurden bereits durch das Architekturbüro Stefan Dreier, Brechen, erstellt.

 

Hierbei, dies wird ausdrücklich von Seiten des Fachministeriums betont, müsse es sich um umfassende, nachhaltig angelegte Sanierungs- oder Umnutzungsmaßnahmen handeln. Erneuerungsmaßnahmen an Gebäudeteilen (Austausch von Fenstern, Fassadenanstriche, Dachsanierungen pp.) werden dagegen nicht gefördert

 

Bürgermeister Hepp erläuterte bei dieser Gelegenheit ausführlich die kommunale Strategie des Marktfleckens Villmar, nach jahrelanger, offensiver Ausweisung von Baugebieten in allen Ortsteilen nunmehr die Ortskerne stärken zu wollen.

Er wies auf die zurzeit in Aufstellung befindlichen Förderrichtlinien des Marktfleckens Villmar hin und sagte angesichts dieser neuen Fördermöglichkeiten gerne zu, die umfangreichen Aufgaben baldmöglichst zu erledigen, um dem Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Wiesbaden bzw. der Investitionsbank Hessen u.a. ein auf die von Aumenau als Förderschwerpunkt auf die kleinen genannten Ortsteile Seelbach, Falkenbach und Langhecke in Form eines übergreifenden Entwicklungskonzeptes vorlegen zu können.

In diesem Zusammenhang ist ebenfalls eine kommunale Projektkoordination zu erstellen, die in das Dorfentwicklungskonzept für die Dorferneuerung Aumenau aufzunehmen ist.

 

Der Marktflecken Villmar, so betonte Bürgermeister Hepp, wird durch dieses Angebot, Pilotprojekt für das Land Hessen im Rahmen der neuen Richtlinie zu sein, vor eine große Herausforderung gestellt.

Der erste offizielle Schritt zu diesem Pilotprojekt ist der Beschluss der Gemeindevertretung am 19.12.2008, einen Verbund der Dorferneuerung Aumenau mit den Ortsteilen Seelbach, Falkenbach und Langhecke zu bilden.

 

Weiterhin wird die Gemeindevertretung nochmals per Beschluss bekräftigen, für die betr. Ortsteile Aumenau, Seelbach, Falkenbach und Langhecke für die Laufzeit der Dorferneuerung über 9 Jahre ab 2008 keine neuen Baugebiete ausweisen zu wollen.

 

An dem Gespräch im Sitzungssaal des Bauamtes König-Konrad-Straße 12, Villmar, nahmen neben Staatssekretär Seif und Bürgermeister Hepp außerdem teil: Herr Schüttler, zuständiger Referent im Hessischen Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Wiesbaden, Herr Dr: Mohr, Leiter der Fachabteilung für den ländlichen Raum in Limburg, Herr Bock, Leiter der Investitionsbank Hessen, Zweigstelle Wetzlar, Frau Kirschbaum von der Fachabteilung für den ländlichen Raum, Limburg, Herr Dreier als städtebaulicher Berater des Marktfleckens Villmar.

Am Ende des Termins dankte Hepp Staatssekretär Seif ausdrücklich für dessen jahrelange Bereitschaft, vor Ort offene Fragen praxisorientiert zu klären und neue Wege in der Förderung der Kommunen zu unterstützen.

 

Die Personen von links nach rechts: Klaus Schüttler, Referent im HMULV, Staatssekretär Seif und Bürgermeister Hepp.

Die Personen von rechts nach links: Dorothee Kirschbaum von der Abteilung f.d. ländl. Raum beim Landrat Limburg-Weilburg, Berater der Gemeinde: Stephan Dreier, Bürgermeister. Hepp, Staatssekretär Seif, Referent beim HMULV, Klaus Schüttler, hartmut Bock von der IBH Wetzlar.


 

23.12.2008

 

Gedenkstein erinnert an Jubiläum

Villmar-Seelbach. Als sichtbares Zeichen des Gemeinschaftsgeistes von Seelbacher Bürgern und Vereinen soll der im Jubiläumsjahr anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes vor 850 Jahren geschaffene Dorfplatz noch lange Bestand haben. Dies soll vor allem ein Gedenkstein aus Villmarer Marmor garantieren, der fast fünf Jahre nach den Feierlichkeiten im Rahmen des zur Tradition gewordenen «Weihnachtssingens» der Seelbacher Chöre eingeweiht wurde.

Hierzu eingeladen war auch Wolfgang Höhler vom Lahn-Marmor-Verein Villmar, der einst den Findling besorgt hatte, in den der Steinmetz Axel Behlke das Seelbacher Logo und die Inschrift zum Dorfjubiläum gemeißelt hat.


 

18.12.2008

 

Urnen-Stelen werden aufgestellt

 

Heute haben auf dem Friedhof in Villmar die Arbeiten zur Aufstellung der Urnen-Stelen begonnen.
 


 


 

NNP, 10.12.2008

Altes Feuerwehrhaus erhält neues Dach
Villmar-Weyer.
Das Wahrzeichen der Freiwilligen Feuerwehr Weyer, das alte Gerätehaus, bekommt ein neues Dach. Dies ist auch die Erklärung dafür, warum das Gebäude vor kurzem eingerüstet wurde. Die Sanierungsarbeiten wurden notwendig, da der in die Jahre gekommene Langhecker Schiefer nicht mehr in Schuss war und im Gebälk der Holzwurm nagte.

Nach den Dachsanierungsarbeiten, die dank der Bereitstellung der finanziellen Mittel durch die Gemeinde Villmar (15 000 Euro) noch in diesem Jahr begonnen werden konnten, soll das zurzeit als Abstellraum genutzte alte Gerätehaus dann im nächsten Jahr durch die Feuerwehr zur Räumlichkeit für die Jugend- und Bambinifeuerwehr umgebaut werden. Insgesamt kostet die Sanierung 25 000 Euro, wobei die Weyerer Feuerwehr viel Eigenleistung erbringen will.

 

 


 

NNP, 24.11.2008
 

Fest für die Konrad-Halle

Villmar. Die Jubiläumsfeier «25 Jahre König-Konrad-Halle» am Samstagabend machte Laune. Keine langatmigen Grußworte, sondern ein kurzweiliger Dia-Streifzug durch die Geschichte. Und ein Bühnenprogramm, das sich qualitativ deutlich von vielen des Umlandes abhob. Da machte es dem damaligen Bürgermeister Hubert Aumüller und vielen weiteren Kommunalpolitikern der alten und neuen Garde wirklich Spaß, dabei zu sein.

Das alles mit Leuten, die nicht für teures Geld verpflichtet werden mussten, sondern mit der Region verbunden sind. Was hat aber ausgerechnet die bulgarische Akkordeonweltmeisterin Veronika Todorova mit Villmar zu tun? «Sie wohnt zwar jetzt in Elz, aber sie probt hier in Villmar», verkündete Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) stolz. Er sei bei bulgarischen Freunden in Villmar abends eingeladen gewesen, habe dabei Veronika kennengelernt und einen unvergesslichen Abend erlebt. Die 21-Jährige zeigte in beeindruckender Art und Weise auch beim Jubiläumsabend, dass ausländische Jugendliche durchaus eine enorme Bereicherung für unsere Gesellschaft sein können. Die ehrgeizige Musikstudentin ist ein «Global Player», probt mit ihrem italienischen Musiklehrer per Computerleitung.

Veronika Todorova präsentierte sich in der König-Konrad-Halle hoch bescheiden. Obwohl sie nach mittlerweile 15 Jahren Akkordeon vor zwei Jahren zur Nummer eins weltweit gekürt wurde, mittlerweile fernsehbekannt ist und gerade eine Tournee durch Bulgarien hinter sich hat. Todorovas Markenzeichen sind beim Spielen die geschlossenen Augen. Mit ungeheuer viel Gefühl und sensationell flinken Fingern spielte sie in Villmar ein breit gefächertes Repertoire. Von klassischen Werken über Balkanmusik bis zu Tango und Jazz. Sie kann sogar fliegende Insekten und rollende Züge mit ihrem Instrument vortrefflich imitieren.

Auch die «Ordonez Brothers» haben eine Bezug zu Villmar. Die spanischen Brüder haben in Villmar Bruder José und ihr Studio. Sie präsentierten in gewohnter Spielfreude bekannte Volkslieder ihrer Heimat. Unter anderem «Guantanamera» und «Que Sera». Genauso wie die spanische Version von «My Way».

Die «Holzheimer Schoppensänger» sind genauso in der Region eine feste Größe. Und sie gibt es genauso wie die Halle seit genau 25 Jahren. Unter der Leitung von Roland Röhlich sorgten sie für eine fröhliche Stimmung. Mit einem Egerländer Potpourri, dem «Chianti-Lied» oder «Liebe Freunde, seid gegrüßt». Bei «Es steht ein Soldat am Wolgastrand» bewies Solist Gerhard Kraus, warum er auch bei den «Mainzer Hofsängern» eine feste Größe ist. Da fiel es kaum auf, dass die Hälfte der «Schoppensänger» aus Krankheitsgründen fehlte.

In seiner Ansprache sprach Bürgermeister Hepp von der Halle als «Villmars guter Stube» und «einem Aushängeschild des Kreises». Die Halle sei ein Ort der Begegnung, der vor allem durch die örtlichen Vereine belebt werde. Deswegen sei sie so etwas wie ein «Kulturtempel» für den Ort. Es sei ein zähes politisches Ringen gewesen, bis die Halle habe gebaut werden könnten, meinte Hepp. Mittlerweile seien alle froh, dass es sie gebe.

Ingrid Pohl, die die Geschichte der Halle Revue passieren ließ, berichtete, dass an dieser Stelle einmal eine Lahnmühle gestanden habe, deren älteste urkundliche Erwähnung auf 1148 zurück datiert. Durch das Klicken der Mühle werde die Halle heute im Volksmund noch «Klickermill» genannt. Als direkter Vorgänger der Halle standen an dem Platz jedoch die Nassauischen Marmorwerke Dyckerhoff & Neumann, die 1979 die Pforten geschlossen hätten. Nach langem Ringen über einen Hallenstandort entschloss sich die Gemeindevertretung unter dem Vorsitz von Bruno Ackermann dann 1980 den Abriss der alten Fabrik bis auf das heute noch vorhandene und immer noch Strom erzeugende Turbinenwerk daneben. Als Alternative für den Hallenstandort waren laut Pohl die Fläche des heutigen Seniorenzentrums «Lahnblick» sowie sogar der Brunnenplatz im Gespräch gewesen. Es gab sogar Stimmen im Dorf, die lieber ein Hallenbad gehabt hätten.

200 000 Mark Zusatzkosten verursachte nach Pohls Bericht eine wegen des Hochwasserschutzes in Lahnnähe nötige Pfahlgründung. Insgesamt waren 5,7 Millionen Mark in den Bau der von einem Architektenteam um Lothar Heil gepanten Halle gesteckt worden. Doch die haben sich, so Hepps Fazit, gelohnt. Denn nicht nur die örtlichen Vereine würden hier praktisch alle ihre Kulturveranstaltungen durchführen. Die Halle werde darüber hinaus für viele überregionale Tagungen genutzt.rok


 

Marktflecken Villmar, 20.11.2008

 

Grußwort zum 9. Weihnachtsmarkt des Marktfleckens Villmar am 6. und 7. Dezember 2008

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

liebe Gäste aus Nah und Fern,

 

trotz wirtschaftlich schwierigen Zeiten, Banken- und Regierungskrisen lassen wir uns die vorweihnachtliche Stimmung nicht nehmen. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft. Das Miteinander auf dem Weihnachtsmarkt trägt hier in besonderem Maße dazu bei.

 

Der Lichterglanz, die festliche Musik und die beschauliche Kulisse rund um das Rathaus tragen dazu bei, eine Atmosphäre aus feierlicher Besinnlichkeit, weihnachtlichem Ambiente, Gesang, Kultur, vermischt mit dem Duft von Glühwein, zu vermitteln. Unser Weihnachtsmarkt, zu dem alle Mitbürgerinnen und Mitbürger und Gäste aus Nah und Fern eingeladen sind, wird immer wieder aufs Neue freudig erwartet.

 

Ich hoffe, dass die vorweihnachtliche Stimmung durch die liebevoll aufgebauten Stände mit ihrem Schmuck und Glanz und durch die Musik angeregt wird. Neben einer Vielzahl von Basteleien werden Handarbeiten, kulinarische Genüsse, Holzarbeiten, Puppenkleider, Teddybären und vieles andere mehr, angeboten. Groß und Klein kommen voll auf ihre Kosten, ein Besuch lohnt sich.

 

Der diesjährige Weihnachtsmarkt findet am Samstag, den 6. Dezember 2008 in der Zeit von 15.00 bis 21.00 Uhr statt. Die offizielle Eröffnung ist um 16.00 Uhr.

 

Am Sonntag, den 7. Dezember 2008 beginnt der Weihnachtsmarkt um 14.00 Uhr und endet um 20.00 Uhr.

 

Mein besonderer Dank gilt der AGV, der Gemeindeverwaltung, dem Gemeindebauhof, vor allem den Marktbeschickern sowie den kulturellen Vereinen, die durch ihre gute Zusammenarbeit und ihr großes Engagement erneut zum Gelingen des Weihnachtsmarktes beitragen werden.

Allen Gästen und Besuchern wünsche ich einen angenehmen Aufenthalt, eine besinnliche und geruhsame Adventszeit und frohe Weihnachten.

 

Herzlichst, Ihr

 

Hermann Hepp, Bürgermeister

 


 

NNP, 07.11.2008

 

Energiesparen – aber mit allem Komfort

Villmar-Aumenau. «Energieeffizienz lohnt sich!», so lautet das Motto einer Ausstellung von E.ON Mitte, die Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) am Mittwochabend gemeinsam mit dem Leiter des Regionalzentrums Süd, Jörg Hartmann, und dem Leiter der Mitte-Regio-Niederlassung in Wetzlar, Burkhard Meth, im evangelischen Gemeindehaus in Aumenau eröffnet hat.

Hepp betonte wie wichtig es in der heutigen Zeit sei, sparsam mit Energie umzugehen. Nicht verbrauchte Energie sei immer noch die billigste. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Gemeinde Villmar einen kompetenten Ansprechpartner in Sachen Energieeinsparung habe, der allen Interessierten zur Verfügung stehe. Hepp äußerte die Hoffnung, dass die Ausstellung auf reges Interesse seitens der Bevölkerung stößt.

Mehr Energieeffizienz senke die Energiekosten, ohne dass dabei auf Komfort verzichtet werden müsse. Umweltbelastungen würden vermindert, knappe Energievorräte geschont, und auch die regionale Wirtschaft profitiere von mehr Energieeffizienz, fasste Hermann Hepp die Kernbotschaft der Ausstellung zusammen. Mittels Schautafeln und Exponaten wird umfassend darüber informiert, wie im häuslichen Bereich Energie effizienter genutzt werden kann. An einem konkreten Beispiel eines Durchschnittshaushalts in einem Einfamilienhaus werden die Energie-Umsätze in den verschiedenen Verbrauchssektoren aufgezeigt und viele praktische Anregungen zur Verbesserung der Energieeffizienz gegeben.

Die Ausstellung ist noch bis 19. November, jeweils montags bis freitags, von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Im Rahmen dieser Ausstellung sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 13. November, um 19 Uhr in das evangelische Gemeindehaus zu einem Vortrag unter dem Thema «Energieeffizienz ist mehr als Energiesparen» eingeladen. Der Vortrag wird vom Energieberater Bernhard Noack gehalten, der an diesem Tag von 14 bis 18 Uhr für persönliche Fragen zum Thema Energieeffizienz zur Verfügung steht.

Burghard Meth betonte, dass sich die Ausstellung an Hauseigentümer und Mieter richtet und auch für kommunale Einrichtungen wertvolle Anregungen zum sinnvollen Umgang mit Energie bietet. Als besonderen Service stellt E.On Koffer mit Energieverbrauchs-Messgeräten und verschiedenen Energiesparlampen zum Ausleihen zur Verfügung. Der Strom- und Wasserverbrauch der Haushaltsgeräte kann mit diesen Messgeräten direkt überprüft werden. Messgeräte und Lampenkoffer können nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung unter Telefon:  (0 64 82) 9 12 10 bei der Gemeindeverwaltung in Villmar ausgeliehen werden.hvo


NNP, 29.10.2008

 

Tonrohre älter als erwartet

Villmar. Die in der früheren «Windgasse» in Villmar gefundenen Tonrohre stammen vermutlich aus dem 14. Jahrhundert und sind damit deutlich älter als bisher angenommen. Zu diesem Eregbnis kommt die Landesdenkmalpflege nach eingehender Untersuchung der Rohre, die im Juni bei Kanalarbeiten in der Villmarer Zehntenstraße gefunden worden waren und für Aufsehen gesorgt hatte.

Die Rohre lagen in etwa 2,20 Metern Tiefe, rund 80 Zentimeter parallel zur alten Friedhofskapellenmauer in Richtung Matthiaspforte (Peter-Paul-Straße). Dieser von Fachleuten als sensationell angesehene Fund wurde von Bürgermeister Hermann Hepp der zuständigen Bezirksarchäologin für den Kreis Limburg Weilburg, Dr. Sabine Schade-Lindig vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, gemeldet. Diese nahm jetzt die gut verwahrten historischen Stücke in Villmar in Augenschein und freute sich insbesondere über zwei noch völlig unversehrt erhaltene Ton-Wasserrohre, die nur einer präzisen Bergung durch das Team der Firma Feikert mit Rainhard Stoll als Baustellenleiter zu verdanken waren.

Die Wissenschaftlerin stellte fest: «Es handelt sich um scheibengedrehte und händisch nachgearbeitete Tonrohre im Tülle-Muffe-System. Die Steckverbindung kann bei Bedarf mit Hanf abgedichtet gewesen sein. Sie sind aus reduzierend, anschließend oxidierend gebranntem Steinzeug mit einer partiellen Anflugglasur. Der gut aufbereitete Ton ist leicht bis mittel gemagert bei einer Korngröße von 0,01 bis einem Millimeter. Aufgrund der Machart des Tones ist eine Datierung in das 14. Jahrhundert wahrscheinlich. Derartige Leitungen oder Leitungssysteme sind ein Desiderat der Forschung und bisher nur aus der Stadt Lübeck beschrieben worden.»

Die Datierung der Rohre führt in eine interessante Zeit der Villmarer Geschichte. Damals befand sich der Flecken Villmar auf dem Weg zu einer Kleinstadt, denn 1346 erhielt Villmar bekanntlich die Stadtrechte. Die Lage der gefundenen Tonrohre deutet nicht zuletzt auf eine für damals moderne Wasserzufuhr zur Versorgung des nahegelegenen Klostergutes der Trierer Mattheiser-Mönche.la


Marktflecken Villmar, 29.10.2008

Energieeffizienz lohnt sich!
Ausstellung informiert über Energieeffizienz

VILLMAR: „Energieeffizienz lohnt sich!“ lautet das Motto einer Ausstellung, die der Marktflecken Villmar gemeinsam mit der E.ON Mitte AG vom 6. bis 19. November 2008 im Ev. Gemeindehaus in Aumenau präsentiert. Schautafeln und Exponate informieren darüber, wie im häuslichen Bereich Energie effizienter genutzt werden kann. Die Ausstellung ist werktags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Im Rahmen dieser Ausstellung sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, den 13. November um 19:00 Uhr in das Ev. Gemeindehaus zu einem Vortrag mit dem Thema „Energieeffizienz ist mehr als Energiesparen“ eingeladen. Ebenfalls am 13. November stehen Energieberater von E.ON Mitte von 14 bis 18 Uhr im Ev. Gemeindehaus für persönliche Fragen zum Thema Energieeffizienz zur Verfügung.

Energieeffizienz bedeutet Sparen - ohne Komfortverzicht
Mehr Energieeffizienz senkt die Energiekosten, ohne dass dabei auf Komfort verzichtet werden muss. Umweltbelastungen werden vermindert, knappe Energievorräte geschont und auch die regionale Wirtschaft profitiert von mehr Energieeffizienz. Wie E.ON Mitte betont, richtet sich die Ausstellung gleichermaßen an Hauseigentümer und Mieter und bietet insbesondere auch für kommunale Einrichtungen wertvolle Anregungen zum sinnvollen Umgang mit Energie.

Wo liegen die Einsparpotenziale?
Insbesondere bei Heizung, Warmwasserbereitung, Haushaltgeräten und Beleuchtung lässt sich durch effiziente Technik und energiebewusstes Verhalten eine beachtliche Menge Energie einsparen. Die Ausstellung zeigt an dem konkreten Beispiel eines Durchschnittshaushaltes in einem Einfamilienhaus die Energieumsätze in den verschiedenen Verbrauchssektoren auf und gibt viele praktische Anregungen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Dabei geht es um die Effizienzpotenziale bei der Gebäudehülle und der Wohnungslüftung sowie bei der Heizungsanlage und den Rohrleitungen im Gebäude. Auch für die Warmwasserbereitung, die Elektrogeräte im Haushalt und für die Beleuchtung gibt es viele Tipps zum sinnvollen Umgang mit Energie.

Exponate zeigen die Effizienzverbesserung
Ansprechende, zum Teil interaktive, Exponate veranschaulichen die verschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz ganz realistisch, beispielsweise bei Verglasungen, elektronisch geregelten Heizungsumwälzpumpen oder bei der Wärmedämmung von Außenwänden.

Der Marktflecken Villmar und die E.ON Mitte AG laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich ein.


 

Marktflecken, 21.10.2008

 

Neues Urnengrabfeld auf dem Friedhof Villmar

 

Auf dem Friedhof Villmar wird derzeit an der Gestaltung eines neuen Urnengrabfeldes gearbeitet. Hierzu wurde bereits ein Teilbereich ausgeschachtet, in welchem demnächst die Fundamente für die geplante Urnenstelenanlage eingebaut werden. In diesem neuen Urnengrabfeld sind künftig folgende Bestattungsmöglichkeiten vorgesehen:

 

            Urnenstelen

            Urnen-Rasengräber (ebenerdig, nur mit Platte im Rasen)

            Urnen-Einzelgräber (mit Umrandung, Grabstein/Abdeckplatte)

            Urnen-Doppelgräber (mit Umrandung, Grabstein/Abdeckplatte)

            Urnen-Gemeinschaftsgrabanlage (mehrere Urnen in einem angelegten Feld, die Namen der Verstorbenen stehen auf einer Bronzeplatte an einer kl. Stele)

 

Die Friedhofsordnung und Gebührensatzung wird derzeit entsprechend der geplanten neuen Bestattungsformen überarbeitet und geändert.
 



 

 


 

NNP, 13.10.2008

 

Die Jugend begeistert die Senioren

Villmar. Auch in der Großgemeinde Villmar steigt die Zahl der Senioren über 70 von Jahr zu Jahr kontinuierlich an. Laut Bericht von Bürgermeister Hermann Hepp im Rahmen des Seniorentages in der voll besetzten König-Konrad-Halle leben derzeit im Flecken und den weiteren fünf Ortsteilen 1099 70-jährige und Ältere. 2004 waren es noch 982, im Jahr 2005 wurde die 1000er-Grenze überschritten. Zum Seniorentag angemeldet hatten sich 288 Teilnehmer, 31 weniger als im Jahr 2006.

Die Gemeinde und ihre Gremien stellten sich auf die wachsende Zahl der älteren Generation ein, die auch in der Zunahme der Seniorenheime begründet sei. Beim Wachstum der jungen Generation gingen Gemeindebedienstete zwar mit gutem Beispiel voran, so der Bürgermeister angesichts einiger Mutterschaftsurlaube, doch könne dies die allgemeine demografische Entwicklung nicht entscheidend verändern. Die Bevölkerung sei aufgerufen, für die Verbesserung des Kindersegens zu sorgen, damit auch in sieben Jahrzehnten noch die Zahl der betagten Menschen auf dem heutigen Niveau gehalten werden könne. Pfarrer Rudolf Hahn (Münster) hob in seiner Ansprache analog dem 104. Psalm «Lobet den Herrn meiner Seele» den Gedanken hervor, bei allem Leid, Trauer oder Verzagen im Alter sich an die schönen Zeiten des Lebens zu erinnern und ein Selbstgespräch mit der eigenen Seele zu führen.

Als älteste Teilnehmerin des Seniorentages 2008 konnte die Bürgermeister zusammen mit der Organisatorin und Moderatorin des Nachmittags, Ingrid Pohl, die 98-jährige Franziska Heiniger aus Seelbach mit einem Präsent und einem Blumenstrauß auszeichnen. Des weiteren ehrten sie die 96-jährige Margarete Greipl, Lina Bördner (95) und Hedwig Ries (94), wohnhaft im Altenpflegeheim «Haus Lahnblick». Die ältesten Senioren waren Artur Veitinger (Weyer/96), Dr. Curt Linß (Aumenau/92) und Otto Bauer (Aumenau, 90).

Heferinnen und Helfer waren die Landfrauen Villmar und der Frauenchor Aumenau (Tischeindeckung, Kaffeezubereitung, Bewirtung und Spüldienst), der Ausschuss Kultur, Sport und Soziales, Renate und Arno Brahm von den Wanderfreunden «König-Konrad» sowie Hausmeister Thorsten Blümel (Mädchen für alles).

Das Programm gestalteten die Landfrauen Villmar mit einem Tanz, die Jugendmusiker Lorenz Schröder (Klarinette) und Valerie Grimm (Saxophon) mit zwei Musikstücken, die Kindertagesstätte «Kleine Raupe» Aumenau mit einem Spiel über den Apfel, die Theatergruppe Villmar mit dem Einakter «Kreiselspiele» und Kurt Hoffmann (Steeden), der mit dem Akkordeon das gemeinsame Singen begleitete. mhz


Bürgermeister und die ältesten Teilnehmer des Seniorennachmittags: (von links) Dr. Curt Linß, Franziska Heininger, Otto Bauer, Hermann Hepp, Margarete Greipel, Hedwig Ries und Artur Veiting. Fotos: Horz


 

NNP, 10.09.2008
 

Villmar freut sich auf vier tolle Kirmestage

Villmar. Der Quartettverein 1920 Villmar richtet zusammen mit den Kirmesburschen des Jahrgangs 1988/1989 die diesjährige Kirmes aus, die vom 11. bis 16. September stattfindet.

Los geht es bereits am Donnerstag, 11. September, 20 Uhr, mit einem Umtrunk und dem «Kennenlernen» der Kirmesburschen im Gasthaus «Rathauseck». Am Freitag, 12. September, wird ab 21 Uhr (Einlass 20 Uhr) Rock und Popmusik vom Feinsten präsentiert, und zwar zunächst von «Miss Sunday» und dann von «Beaker’s Mom»; Eintritt acht Euro, im Vorverkauf sechs Euro.

«Time to get rocked» lautet das Motto der Coverband Beaker’s Mom. Mit ihrem brandaktuellem Programm, unter anderem mit Songs von Linkin Park, Pink, den Ärzten und Juli bis hin zu den Klassikern von Bon Jovi, AC/DC oder den Guano Apes, reißen sie ihr Publikum mit und schaffen es innerhalb kürzester Zeit, die Stimmung zum Überkochen zu bringen.

Als eine der wenigen echten Frauenbands in der Region um Limburg spielt die Band «Miss Sunday» Musik meist von Frauen, aber natürlich nicht nur für Frauen. Größte Vorbilder sind die «Bangles» und «The Corrs», aber auch Madonna, Carol King, Cindy Lauper oder Patti Smith. Das Programm erstreckt sich von fetzigen Rock- und Popstandards bis hin zu gefühlvollen Balladen zum Träumen und selbstverständlich auch eigenen Liedern.

Am Samstag, 13. September, wird um 19 Uhr die Kirmes eingeholt, ab 20 Uhr beginnt der Kirmestanz mit der Gruppe «No Limit» (Eintritt bis 21 Uhr frei, danach zwei Euro). Der Kirmessonntag beginnt mit dem festlichen Kirmeshochamt um 9.30 Uhr; anschließend wird dem Pfarrer und dem Bürgermeister jeweils ein Ständchen dargeboten. Ab 11 Uhr gibt es dann den Frühschoppen im Kirmeszelt mit dem Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Villmar und ab 17 Uhr Tanz mit der Gruppe «No Limit», ab 19 Uhr Happy Hour. Der Montag wird von einem Frühschoppen ab 11 Uhr mit den «Taunus-Oberkrainern» eingeläutet, ab 16 Uhr findet die Kirmesverlosung statt, und ab 17 Uhr wird wieder zu den Klängen von «No Limit» getanzt. Die Kirmes endet am Dienstag, 16. September, 18 Uhr, mit der Hammelübergabe, der Kirmesbeerdigung und einem gemütlichen Beisammensein im Gasthaus «Rathauseck». (wu)

Die Kirmesburschen sorgen für Stimmung: (unten, v. li.) Andreas Scheu, Felix Brahm, Alexej Jaick, Gero Reichwein, Kirmeswirt Johann, Christian Schermuly, Dennis Dernbach. Zweite Reihe: Manuel Krzyzniewski, David Brahm, Lukas Fluck, Florian Flach, Mathias Behrla, Andre Blümel, Julien Reich, Sascha Rosbach. Dritte Reihe: Philipp Alban, Chris Fritsch, David Jung, Stefan Stähler, Nils Rubröder und Marvin Höhler. Abwesend: Lorenz Knie. Foto: Volkwein


 

NNP, 09.09.2008
 

Villmar sichert sich Millionen-Zuschuss

Villmar. Die Gemeindevertretung Villmar hat einstimmig beschlossen, sich einen zugesagten Zwei-Millionen-Zuschuss des Landes im Rahmen der Eigenkontrollverordnung (EKVO) zu sichern. Der dafür nötige Nachweis über den Beginn der Bauarbeiten noch in diesem Jahr soll in der Weyerer Hahnbergstraße erfolgen. Allerdings bedeutet das noch längst nicht, dass der Marktflecken auch wie vom Land gefordert die kommenden zehn Jahre wirklich insgesamt 5,72 Millionen Euro in die Phasen zwei und drei des Sanierungsprogrammes in den Untergrund aller sechs Ortsteile stecken wird.

Mit dem Start der mit 11 000 Euro allergünstigsten Maßnahme in der Hahnbergstraße lässt sich die Gemeindevertretung alle Optionen für die Zukunft offen. Jedoch müsste sie den Zuschuss mit Zinsen zurückzahlen, wenn sie die angegebenen Maßnahmen nicht innerhalb der vorgegebenen Frist umsetzt. Ebenfalls wäre dann, sollte sich landespolitisch nichts Grundlegendes ändern, mit Ärger mit Wiesbaden zu rechnen, wenn die Gemeinde ihrer Kanalerneuerungspflicht nicht nachkommt. Die SPD-Fraktion habe erhebliche Bauchschmerzen, alles umzusetzen, erklärte Ulrich Pohl. Denn man wisse nicht, wie hoch die Kosten für alles wirklich würden, wenn man den Boden erst einmal öffne. Die Bürger würden durch die Umsetzung der EKVO erheblich belastet, durch Anliegergebühren und höhere Abwassergebühren. Ebenfalls werde der künftige Handlungsspielraum der Gemeinde deutlich eingeschränkt. Darum forderte Pohl, die Sanierung zu strecken, falls die Gemeinde mit dem derzeitigen Zeitplan überfordert werde. Es herrsche noch Diskussionsbedarf, wie Villmar EKVO am besten finanzieren könne, meinte auch der Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses, Roland Laux (CDU).(rok)


 

Aufruhr in Aumenaus Garten-Idylle

Von Rolf Goeckel

Villmar-Aumenau. Als Ute und Wolfgang Kramer vor mehr als 20 Jahren ein Holzhäuschen auf ihr Gartengrundstück im Aumenauer «Bangert» gebaut haben, schufen sie sich eine kleine Idylle. Fast jeden Abend, an Wochenenden sowieso, hielten sie sich mit ihren Kindern hier auf. Rechtlich schien alles einwandfrei: Für das Häuschen besaßen sie eine schriftliche Baugenehmigung. Und auch die überdachte Terrasse hatte das Gemeindebauamt zumindest mündlich genehmigt, wie Ute Kramer berichtet. Jetzt soll die Überdachung entfernt werden, schreibt das Kreisbauamt. Mehr noch: Auch ein winziges Gerätehäuschen (Rauminhalt 2,88 Kubikmeter) sollen die Kramers abreißen. Das Kreisbauamt droht mit Zwangsgeld und Ersatzvornahme. Ute Kramer ist fassungslos: «Das darf nicht wahr sein.»

So wie Ute und Wolfgang Kramer geht es in diesen Tage vielen Aumenauern, die im «Bangert» oder anderswo in der Gemarkung Aumenau ihr kleines Idyll geschaffen haben: Ein Häuschen, ein paar Pflastersteine, ein Zaun, ein Regenfass, eine befestigte Grillecke, ein Stapel Brennholz. Vieles davon sei illegal, wie das Kreisbauamt vor knapp einem halben Jahr feststellte. Sogar ein Holzbretterzaun und eine rot-weiße Kette wurden von der Limburger Baubehörde als unzulässig eingestuft, berichtet Ute Kramer.

Auch Metzgermeister Johannes Müller versteht die Welt nicht mehr: Sein kleiner Geräteschuppen soll ebenso weg wie ein kleiner Anbau an sein Holzhaus, in dem er einen Sonnenschirm und ein Stromaggregat aufbewahrt. 1990 haben er und seine Frau Brunhilde das Häuschen im «Bangert» erworben. «Das kommt mir vor wie bei der Vertreibung 1945, damals mussten wir auch innerhalb von ein paar Stunden alles zusammenpacken», empört sich der Ehrenobermeister Müller, für den sein Gartenhäuschen die einzige Möglichkeit ist, ein wenig Ruhe zu finden, wie er sagt. Als besonders kleinlich empfindet er, dass das Kreisbauamt sogar ein paar Gehwegsplatten moniert, die Müller in seinem Garten verlegt hat. «Das ist doch alles völlig übertrieben».

Von behördlichen Übertreibungen spricht auch Bürgermeister Hermann Hepp (CDU), der den Aumenauern Hilfe zugesagt hat. Auf seine Anregung bereitet die Gemeinde eine Resolution vor, die dem Parlament am 4. September zur Verabschiedung vorgelegt werden soll. Darin soll das Kreisbauamt aufgefordert werden, einen Großteil der bestehenden Bauten wenigstens zu dulden, um den Bürgern den Abriss zu ersparen. Nach der Hessischen Bauordnung sei dies durchaus möglich, so Hepp. Sollte dies nicht funktionieren, müsse die Angelegenheit an höherer Stelle, notfalls im Wiesbadener Wirtschaftsministerium, entschieden werden. «Wenn es mit dem Kreisbauamt nicht geht, muss eine politische Lösung her», bezog Hepp in der NNP klar Stellung.

Gleichwohl werde die Gemeinde alles tun, um noch einen Großteil der jetzt als illegal eingestuften Bauten nachträglich zu legalisieren. Sämtliche 18 Bebauungspläne für den Außenbereich, darunter auch der Aumenauer «Bangert», würden derzeit überarbeitet, um sie gegebenenfalls im Sinne der Grundstückseigentümer zu ändern. Was sich mit einer Bebauungsplanänderung nicht lösen lasse, müsste dann allerdings per Duldung oder großzügiger Befreiungsregelungen entschieden werden. Für Hepp ist unverständlich, warum das Kreisbauamt so strikt auf der in Hessen gültigen Obergrenze von 30 Kubikmeter umbauten Raum im Außenbereich beharrt. «Die Gemeinde Villmar hätte keine Probleme, Befreiungen auszusprechen», so der Bürgermeister, der auch auf deutlich großzügigeren Regelungen für Außenbereichsbauten im benachbarten Rheinland-Pfalz hinweist.

Wie genau die Mitarbeiter des Kreisbauamts hingesehen haben, zeigt das Beispiel von Annemarie Kummer, die im Bereich «Spitzgärten», ein Gartengelände, das sich dem «Bangert» zur Lahn hin anschließt, einen Garten mit einer Laube (Größe: 13,26 Kubikmeter) besitzt. Dort, so heißt es in einem Schreiben der Limburger Behörde, wurden diverse Verstöße gegen das Hessische Naturschutzgesetz (HeNatG) festgestellt. Gegen den Hessischen Naturschutz verstößt demnach eine Holzbank, ein mit Gittern eingefasster Kompost und eine Feuerstelle. Vorrichtungen, die seit Anfang der 60er Jahre bestehen, seinerzeit aufgestellt von Annemarie Kummers Vater Erich Scheu. «Das ist doch wirklich lachhaft», meint die Aumenauerin, die besonders im Falle der vor 50 Jahren aufgestellten Holzbank nicht bereit ist, nachzugeben. «Holzbänke stehen in jedem Wald, dann müssten die dort auch alle rechtswidrig sein», sagt sie. Aber auch die von der Behörde angedrohte Beseitigung der Laube kann sie nicht verstehen. «Die wird sogar von Paddlern regelmäßig als Unterstand genutzt.» Außerdem werde sie derzeit von Vögeln bewohnt, weshalb sie den Naturschutz eingeschaltet habe. Wenn man den Leuten ihre Häuschen wegnehme, so meint sie, werde alles, was zurzeit noch sauber gepflegt erscheint, in Kürze «verkommen», ist sie überzeugt. «Das Ganze erscheint mir wie eine Beschäftigungstherapie für das Kreisbauamt», schimpft Annemarie Kummer.

Das Kreisbauamt wies auf Anfrage der NNP lediglich auf die geltende Rechtslage hin; zu Einzelfällen will man sich dort nicht öffentlich äußern. Danach besitzen die von den Kommunen erlassenen Bebauungspläne Rechtskraft; Nebenanlagen könnten je nach Festlegung ausgeschlossen werden, Aufstellung und Änderung der Bebauungspläne liege in der Hoheit der Gemeinden, teilte die Pressestelle des Kreises mit.

Die Aumenauer Bürger sind gleichwohl entschlossen, sich ihre Häuschen, Gartenwege und Ruhebänke und Holzstapel nicht nehmen zu lassen. Eine vor wenigen Tagen gestartete Unterschriftenaktion hat offenbar eine so breite Resonanz gefunden, dass die Liste schon kommende Woche Donnerstag an Bürgermeister Hepp übergeben werden soll.


 

NNP, 21.08.2008

Villmar. Der Abwasserverband Runkel-Villmar wird voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres oberhalb des Spielplatzes in der Straße «Am Lahnufer» in Villmar ein Regenrückhaltebecken (RÜB) errichten. Damit, so Verbandsvorsteher Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) und Geschäftsführer Matthias Fink vom Kläranlagenbetriebsverband Ems- und Wörsbachtal gestern bei einer Ortsbesichtigung, wird eine Auflage der Unteren Wasserbehörde erfüllt. Das geplante Bauwerk soll mit rund 450 000 Euro zu Buche schlagen, wobei das Land einen Zuschuss von 195 000 Euro in Aussicht gestellt habe, so Hepp.

Das geplante Regenüberlaufbecken soll die Kläranlage in Steeden entlasten, indem Niederschlagswasser nach starken Regenfällen zunächst zurückgehalten wird und – zeitversetzt – der Kläranlage wieder zugeleitet wird, erläuterte Fink. Bei Starkregen fließt derzeit ein Teil des Regenwassers, und damit natürlich auch des Schmutzwassers, aus der Mischkanalisation in die Lahn. Ein Zustand, der spätestens ab 2010 nicht mehr zulässig ist, so Fink und Hepp. Deshalb müsse Niederschlagswasser künftig aufgefangen und der Kläranlage zugeleitet werden. Nicht zuletzt werde damit auch die Lahn von Schmutzwasser entlastet. Finanziell entlastet werde aber auch der Abwasserverband und damit der Gebühren zahlende Bürger: Mit Inbetriebnahme des Regenüberlaufbeckens werde weniger Abwasserabgabe zu zahlen sein.

Für den Bau des RÜB wird ein Teil der Straße am Lahnufer aufgerissen werden, wobei Straßensperrungen auf ein notwendiges Minimum beschränkt werden sollen, so Fink. Um den Spielplatzbetrieb nicht unnötig zu belasten, soll die Bauzeit in die Wintermonate gelegt werden. Hepp stellte klar, dass der Spielplatz nicht verkleinert wird; lediglich die zur Straße hin gelegene Böschung müsse wohl in Richtung Lahn etwas verschoben werden. Die Fläche des Regenüberlaufbeckens inklusive Zuleitungen beträgt laut Fink 40 mal vier Meter, bei einer Höhe von 1,75 Metern.

Angeschlossen werden die Straßenzüge zwischen König-Konrad-Halle und Struther Weg, damit rund zwei Drittel der Villmarer Häuser. Mit dem 1984 zu klein geratenen Nachklärbecken in Steeden hat der RÜB-Bau rein gar nichts zu tun, erklärte Fink und trat damit anderslautenden Gerüchten in Villmar entgegen. Ursache, so Hermann Hepp, seien vielmehr die seitdem in Villmar entstandenen Neubausiedlungen und die Zunahme der starken Regenfälle, wie zum Beispiel Anfang Juni in Teilen von Aumenau und Villmar. (goe)
 


 

Villmar, 21.08.2008


Bürgermeister stimmt der geplanten Grillfeier der KAB
im Nikolaus-Homm-Park am kommenden Sonntag, den 24.08.2008 NICHT  zu

 

Bürgermeister Hepp sieht den alten Friedhof, der dem ehemaligen Pfarrer und Ehrenbürger Villmars, Nikolaus Homm als Park mit Gedenkstein gewidmet wurde, als Stätte der Ruhe und der Begegnung, der nicht als Grillplatz zweckentfremdet werden sollte.

 

Gelegentliche Konzerte in mit der Gemeinde abgestimmten Rahmen sind möglich.

 


 

Villmar, 14.08.2008
 

DSL-Ausbau in Villmar

 

Auf Grund der Nachfragen von interessierten Bürgern und Geschäftsbetrieben nach einer DSL-Anbindung des Ortsteils Villmar setzte sich Bürgermeister Hermann Hepp mit der Telekom  in Verbindung. Seitens der Telekom wurde nunmehr ein voll-ständiger Breitbandausbau in der Gemeinde Villmar geprüft.

 

Die Telekom teilte mit, dass seitens der Gemeinde nur für die Versorgung des Ortsteils Villmar eine Kostendeckungslücke durch die Kommune in Höhe von 240.000 € netto zu schließen sei. Hierbei, so ein zuständiger Vertreter der T-Mobile Deutschland GmbH, sei die Deutsche Telekom AG bereits von einer Anbindung von 40% der Haushalte des Ortsteils Villmar ausgegangen. Diese enorme Investitions-summe sei erforderlich für den Trassenausbau einerseits  und die technische Anbindung andererseits. Demnach, so Bürgermeister Hermann Hepp, scheidet eine Realisierung des Projektes über die Telekom aus wirtschaftlichen Gründen aus.

 

Allerdings bestehen auch Alternativen zur DSL-Versorgung durch die Telekom, so Bürgermeister Hepp. Unter Einbeziehung der Wirtschaftsförderung Limburg-Weil-burg-Diez GmbH werden Kontakte zu anderen Anbietern im Bereich der Breit-bandversorgung aufgenommen und Alternativlösungen geprüft. Sobald hierzu nähere Einzelheiten vorliegen, wird die Gemeindeverwaltung informieren.

 


 

NNP, 05.08.2008

 

Villmarer Bildstock wieder aufgebaut

 

Villmar. Was lange währt, wird endlich gut. Gemeint ist der Wiederaufbau eines Bildstockes unmittelbar in der Nähe des Friedhofes, an der rechten Seite der Landstraße von Villmar nach Aumenau. Er stand 1999 verkehrsregelnden Maßnahmen der Planer im Wege und musste abgebaut werden. Dabei ging die über 250 Jahre alte Votivtafel aus Marmor zu Bruch. Das historische Stück wurde vom damaligen Vorsitzenden des Verschönerungsvereins, Rainhard Kasteleiner, gesichert und ist von Alfons Stein, Mitglied des Vereins, fachmännisch zusammengefügt und überarbeitet worden. Seit 1986 trägt der Verein unter seinen Vorsitzenden Peter Rossbach, Rainhard Kasteleiner sowie Wolfgang Schön, Sorge für den Erhalt dieser geschichtsträchtigen religiösen Kulturdenkmäler.

Über 24 marmorne Votivtafeln und Kreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die im heutigen Ortsbereich oder in der Gemarkung platziert sind, wurden in der Zwischenzeit restauriert oder überarbeitet. Einige Bildstöcke mussten sogar neu aufgerichtet werden. Jetzt fand nach sage und schreibe neun Jahren der sogenannte «Fußfall», der 1756 zu Ehren der Heiligen Joachim, Maria und Anna von einem Unbekannten gestiftet wurde, eine neue Bleibe. Seinen erneuten Aufbau übernahmen die Vorstandsmitglieder Johannes Heun und Uwe Tewes unter der Leitung des Maurer-Fachmanns Georg Heun, ebenfalls Mitglied des Vereins. Alle nötigen Arbeiten wurden ehrenamtlich und ohne Vergütung ausgeführt.

Auf der Votivtafel aus grauem Villmarer Marmor sind im Flachrelief kunstvoll das Kreuz, der heiligen Joachim, die Mutter Maria und die heiligen Anna dargestellt. Die eingemeißelte Beschriftung hält die einrucksvollen Worte fest: «WISET DAS DER HERR SEINE HEILIGEN WUNDERLICH GEMACHT HATT; DER HERR WIRD MICH ER HÖREN WANN ICH ZU IM RUFFEN WERDE. PESALM 4 XW 4 ANO 1756». Die künstlerische Arbeit dürfte dem damaligen Villmarer Stein- und Bildhauer Burghardus Hax zugeordnet werden.

Übrigens: Der im Volksmund bezeichnete «Foußfall» veranlasste Jahrhunderte die Vorübergehenden bei der Betrachtung zu einer ehrfurchtsvollen Kniebeuge und zu einer Bekreuzigung. (la)

 


 

WTB, 25.07.2008

 

 


 

NNP, 19.07.2008

Villmar-Weyer. «Das Dorf ist insgesamt viel ansehnlicher geworden. Die Bürger sind sehr zufrieden», sagte Beigeordneter Alfred Georg (SPD) bei einem Ortstermin anlässlich des Abschlusses der Dorferneuerung im Villmarer Ortsteil Weyer. Eine wirkliche Erfolgsgeschichte nannte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) die acht Jahre Dorferneuerung in seinem Heimatdorf. Es sei gelungen, den Ort baulich deutlich aufzuwerten. Genauso von Bedeutung sei aber, dass es gelungen sei, neue junge Familien in den Dorfkern zu bekommen. Die neu Zugezogenen seien über das rege Vereinsleben vom Sport bis zur Bambini-Feuerwehr sehr gut in die Weyerer Gemeinschaft integriert worden.

60 private Projekte wurden von 1998 bis 2006 gefördert. Zusammen lagen die förderfähigen Kosten hierfür bei 1,13 Millionen Euro. Das Land Hessen gewährte insgesamt Zuschüsse in Höhe von 392 000 Euro. Weiterhin gab es aus Wiesbaden noch 578 000 Euro für 20 kommunale Projekte.

«Es wird auch nach Abschluss der Dorferneuerung Weyer ein großes Anliegen der Gemeinde bleiben, ihre Ortskerne aufzuwerten», versprach der Bürgermeister. Deshalb sei ja von der Gemeindevertretung der Beschluss gefasst worden, die kommenden zehn Jahre keine zusätzlichen Neubaugebiete aufzulegen. Private Bauherren aller sechs Ortsteile, die alte Gebäude modernisieren wollten, könnten nach wie vor kostenlose Erstberatungstermine mit einem Facharchitekten über die Verwaltung vereinbaren.

Nachdem die Ortsteile Villmar und Weyer die Dorferneuerung durchlaufen hätten, komme als nächstes Aumenau an die Reihe. Dort werde die Auftaktveranstaltung zur Dorferneuerung am 14. August stattfinden, kündigte Hepp an. Um den Bürgern die Teilnahme schmackhafter zu machen, hatte Hepp zum Ortstermin auch drei Frauen eingeladen, die im Weyerer Ortskern in modernisierten, alten Häusern wohnen. Sonja Gilberg ist ein Weyerer Urgestein. Zu ihrer Jugendzeit war sie, wie sie selbst berichtete, nach Frankfurt «ausgewandert». Irgendwann zog sie es aber ins Haus ihrer Vorväter in der Klosterstraße, eine ehemalige Landwirtschaft, zurück. Da kam die Dorferneuerung ihr gerade Recht, um die alte Lehmfachwerkscheune sanieren zu lassen, «um sie vor dem Ruin zu retten». Seit drei Jahren läuft die Sanierung. Der Innenausbau ist aber vorerst auf Eis gelegt. Ihre beiden Söhne wollen nicht im Weyerer Ortskern wohnen.

Andere dagegen zieht es von der Stadt aufs flache Land. Doris Heß hat sich mit ihrem Mann Erik sowie den Kindern Sascha (16) und Denise (13) ein zuletzt leer stehendes Haus des Baujahres 1890 in der Ortsdurchfahrt in der Laubusstraße gegenüber dem Brunnenplatz gesichert, das vorher einer mittlerweile verstorbenen Rentnerin gehört hatte. Familie Heß hatte vorher in Hofheim gewohnt. Als Doris Heß Freunde in Brechen besuchte, fand sie aber sofort Gefallen an der ländlichen Region hier. «Die Natur bringt ein Stückchen Lebensqualität», war sie begeistert. Nachdem die Kinder zunächst Bedenken hatten, die gewohnte Umgebung verlassen zu müssen, haben sie sich mittlerweile gut eingelebt. Heß erzählte aber auch, wo die Schwächen des Dorferneuerungsprogrammes des Landes liegen. Weil die Familie, da außer der Außenwand an dem Gebäude alles erneuert werden musste, sofort mit der Renovierung los legen wollte, gab es keine Zuschüsse. Auf die vage Aussage des Planers «Dieses Jahr ist der Topf leer. Eventuell gibt es etwas nächstes Jahr» konnten und wollten sie sich nicht verlassen.

Somit gaben sie für ihr neues Heim 250.000 Euro aus. «Mehr als uns ein Neubau gekostet hätte», berichtete Heß. Dennoch ist sie mit ihrem neuen Eigenheim zufrieden. Einziges Ärgernis für Doris Heß ist die Raserei in der Weyerer Ortsdurchfahrt und der Schwerlastverkehr.

Hepp dankte zudem Resi Wirbelauer für die Pflege des Brunnenplatzes in der Untergasse sowie dem Obst- und Gartenbauverein, der sich um mehr Grün und die Aufstellung von Sitzgelegenheiten in und um Weyer herum bemüht. «Leute sollten sich viel stärker für ihren Ort einbringen», ist Heß'Meinung. Einmal am Tag für die Allgemeinheit einen Blumenkasten zu gießen, das könne jeder. Für Alfred Georg, der viel durch Südamerika reiste, schon in Metropolen wie München oder Düsseldorf wohnte, ist Weyer das schönste Fleckchen der Welt: «Wenn ich in den Ort fahre, den Kuhmist rieche, weiß ich, hier bin ich daheim».(rok)


 

Marktflecken, 14.07.2008

 

Baden Verboten

 

Aus gegebenem Anlass weist das Wasser- und Schifffahrtsamt Koblenz, Außenbezirk Wetzlar darauf hin, dass das Baden in und an der Schleuse Villmar verboten ist. Örtlich vorhandene Schilder weisen darauf hin, dass es sich hier um Betriebsgelände handelt, dessen Betreten Unbefugten strengstens untersagt ist. Bei Überschreitungen des Verbotes kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen. Die Wasserschutzpolizei hat den Auftrag Kontrollen durchzuführen, und jeden Übertretungsfall rücksichtslos zur Anzeige zu bringen.

 



NNP, 09.07.2008

 

Faszination Chemie

 

Villmar. Die Jugendpflege Villmar hat im Rahmen ihres Sommerferienprogrammes naturwissenschaftliche Tage für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren im neuen Jugendraum in der König-Konrad-Halle angeboten.

Der Villmarer Jugendpfleger Helder Machado zeigte sich erfreut darüber, dass an zwei Tagen jeweils 15 Kinder das Angebot angenommen hatten und mit großem Interesse die verschiedenen Themen verfolgten. Los ging es mit dem Thema Insekten. Hierbei wurden keine Versuche mit oder an den Krabbeltieren durchgeführt, sondern man erforschte gemeinsam deren faszinierende Fähigkeiten. Am Nachmittag ging es weiter mit dem Thema Energie und deren Umgang im alltäglichen Leben. Die Kinder lernten einiges über Energiesparlampen, Solarenergie, Wärmeenergie und Bewegungsenergie. Energie, was ist das eigentlich? Wo kommt sie her? Wofür (ver)brauchen wir sie? Versuche zu diesem Thema rundeten das Programm des ersten Tages ab.
 

Am darauffolgenden Tag stand gleich zu Beginn Physik auf dem Plan. Hierzu hatten sich erneut 15 Kinder im Jugendraum versammelt, um durch physikalische Versuche zu lernen, wie Dinge funktionieren, wie sich Wirkungen gegenseitig beeinflussen und warum manche Gegenstände so plötzlich ihre Form verändern. Zum Abschluss erfuhren die Kinder am Nachmittag, dass Chemie gar nicht so langweilig ist wie oft behauptet. Neue, interessante und lustige Versuche aus dem Chemiebaukasten begeisterten die Kinder, Mitmachen und selbst Ausprobieren standen hier an erster Stelle.

Alle Veranstaltungen wurden von dem erfahrenen Referenten Johannes Rech von „Young scientists“ geleitet. Sämtliche Experimente und Versuche waren natürlich völlig ungefährlich, und damit die Kleidung keinen Schaden nahm, bekamen die Kinder Schutzkleidung übergezogen. Sowohl der Jugendpfleger Helder Machado als auch die teilnehmenden Kindern waren mit dem Verlauf der beiden naturwissenschaftlichen Tage hoch zufrieden. An zwei Tagen wurde von der Jugendpflege in Kooperation mit „young scientists“ ein interessanter Einblick in verschiedene Spektren der Naturwissenschaften gegeben und auf einfache verständliche Art den Kindern nahegebracht.

Abschließend wies Helder Machado darauf hin, dass die nächsten Wochen noch eine Vielzahl an Aktivitäten, teilweise in Kooperation mit der Jugendpflege Selters/Brechen, angeboten werden. So ging es gestern zum Hessischen Rundfunk, und am morgigen Donnerstag startet der Vectus-Erlebnistag, Sicherheitskurs für Kinder im Inline Skating auf dem Vereinsgelände der Leichtathletikfreunde Villmar stehen am 11. Juli auf dem Programm, und eine große Kanutour findet am 29. und 30. Juli statt. Für nähere Infos zu dem gesamten Programm steht die Jugendpflege Villmar, Helder Machado, unter Telefon:  (0 64 82) 60 77 17 zur Verfügung. (hvo)

 


 

NNP, 01.07.2008

Villmar. Das Villmarer Gemeindeparlament hat die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Eckgrundstück Weilburger Straße/Struther Weg beschlossen. Damit werden die planerischen Voraussetzungen für die Ansiedlung eines Supermarktes auf dem Gelände der ehemaligen Steinmetzfirma Engelbert Müller geschaffen, wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) auf NNP-Anfrage berichtete.

Ob und wann der Supermarkt tatsächlich kommt, sei allerdings unklar, so der Bürgermeister. Die Gemeinde schaffe mit der Ausweisung eines Sondergebiets „Lebensmittelmarkt“ lediglich die Grundlage dafür. In einem Abweichungsverfahren mit den überörtlichen Planungsbehörden müsse im Zuge der Bauleitplanung noch geklärt werden, ob hier ein weiterer Lebensmittelmarkt überhaupt zulässig ist, sagte Hepp. In Unterzentren wie Villmar dürften Märkte lediglich zur Versorgung der eigenen Bevölkerung errichtet werden.

Geprüft wird außerdem der Bau einer eigenen Linksabbiegespur von der Weilburger Straße, die vom Amt für Straßen- und Verkehrswesen Dillenburg (ASV) noch zu genehmigen ist. Die Kosten von geschätzten 70 000 Euro gehen laut Bürgermeister Hepp ausschließlich zu Lasten des Investors. Über eine Mitfinanzierung durch die Gemeinde könnte allenfalls nachgedacht werden, wenn Besucher des Friedhofs den gegenüberliegenden Parkplatz nutzen könnten und der Verkehr auf dem Struther Weg verringert würde. (goe)



NNP, 01.07.2008

Bushaltestelle verlegen

Villmar-Weyer. Neben einigen verkehrsregelnden Maßnahmen in den einzelnen Ortsteilen befasste sich der Gemeindevorstand unter anderem mit der Verkehrssituation in der Lahnstraße in Aumenau. Hier wurde beschlossen, aufgrund der bisher nicht verbesserten Parksituation das Parken in Parkbuchten zu prüfen. Weiterhin wurde einem Elternantrag zur Verlegung der Schulbushaltestelle in Weyer entsprochen. Aus sozialverträglichen Gesichtspunkten sprach sich der Gemeindevorstand für eine Verlegung in den Bereich des Festplatzes an der Untergasse aus. Diese Möglichkeit möchte die Gemeinde nunmehr über den Landkreis von der lokalen Nahverkehrsgesellschaft prüfen lassen. (nnp)


 

Marktflecken, 25.06.08

 

Lahnstraße in Aumenau und Schulbushaltestelle in Weyer

 

Neben einigen verkehrsregelnden Maßnahmen in den einzelnen Ortsteilen befasste sich der Gemeindevorstand unter anderem mit der Verkehrssituation in der Lahn-straße in Aumenau. Hier beschloss der Gemeindevorstand auf Grund der bisher nicht verbesserten Parksituation das Parken in so genannten Parkbuchten zu prüfen.

 

Weiterhin wurde einem Elternantrag bzgl. einer Verlegung der Schulbushaltestelle im Ortsteil Weyer entsprochen. Aus sozialverträglichen Gesichtspunkten  sprach sich der Gemeindevorstand für eine Verlegung in den Bereich des Festplatzes in der Untergasse aus. Diese Möglichkeit möchte die Gemeinde nunmehr über die zuständige Stelle beim Landkreis von der lokalen Nahverkehrsgesellschaft (LNG) prüfen lassen.

 



NNP, 09.06.08

Villmar. Die Kommunalpolitische Vereinigung Limburg-Weilburg (KPV) lädt alle CDU-Mandatsträger zum zweiten Teil des Seminars „Doppische Haushaltsführung“ für Freitag, 13. Juni, 18 Uhr, in die König-Konrad-Halle nach Villmar ein.

Hans-Dieter Wieden, ehemals Leiter des Finanzamtes Weilburg, der den ersten Teil des Seminars durchgeführt hat, freut sich auf den zweiten Teil. Wieden, der Vorsitzender der ACDJ im Lahn-Dill-Kreis ist, arbeitet eng mit der Hessischen Akademie für politische Bildung in Hessen zusammen. Doppische Haushaltsführung ist ein komplexes Thema und gewöhnungsintensiv für die ehrenamtlichen Mandatsträger im Landkreis. Kreisvorsitzender Eberhardt H. Spilke würde sich freuen, wenn wieder viele ehrenamtliche Mandatsträger teilnehmen. (nnp)



NNP, 30.05.08

 

Feldwege in einem guten Zustand

 

Wie Bürgermeister Hepp gegenüber unserer Zeitung berichtete, sind gerade die bituminös ausgebauten Feldwege in einem guten Zustand.

 

In den letzten Jahren wurden hier durch die Mittel der Jagdpacht über 10 Km Feldwege aus der Zeit der Flurbereinigung erneuert. So stellt die Gemeinde ihren Anteil aus der Jagdpacht, überwiegend aus der Waldfläche resultierend, in voller Höhe für die Feldwegeerneuerung zur Verfügung. Im Durchschnitt der letzten Jahre wurde dadurch ein jährlicher Betrag in Höhe von ca. 35.000,-- € in die Feldwege investiert.

 

Die noch verbleibenden Erneuerungswünsche müssen aus der Jagdpacht der nächsten Jahre in Angriff genommen werden. In Übereinstimmung mit den Jagdgenossenschaften ist sich der Bürgermeister im Klaren, dass nicht alles in einem Jahr erledigt werden kann. Anträge im Einzelnen sind an die Jagdgenossenschaften der jeweiligen Ortsteile zu richten.

 


 

NNP, 29.05.08
 

 

Villmar. Wieviel Wasser fließt gerade in den Hochbehälter Villmar? Ein Blick auf den Computer, und der Wassermeister ist sofort im Bild. Die moderne Fernwirkanlage der Gemeinde Villmar sorgt dafür, dass viele relevanten Daten aus dem Versorgungsgebiet in Echtzeit in der Zentrale im Brotweg abrufbar sind. Das schafft Sicherheit und beugt Ausfällen vor. Denn auch eine Störung wird per Datenleitung umgehend an die Zentrale gemeldet – die Mitarbeiter der Gemeinde können sofort eingreifen. Es kostet aber auch eine Menge Geld, so die SPD-Gemeindevertreter René Khestel aus Weyer, zugleich Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses, und Ulrich Aumüller, Villmar. Das System werde seit Jahren ausgebaut und verschlinge einiges an Geld. Eine Vielzahl neuer Überwachungspunkte könne man an den Richtfunkantennen an Straßenlaternen und Verkehrsschildern erkennen, aber noch nicht alle Punkte werden überwacht, so die SPD-Vertreter.

Die SPD-Fraktion möchte deshalb von der Gemeinde wissen, so der Sprecher Ulrich Aumüller, was die Fernüberwachung bisher kostete und was noch in den nächsten Jahren auf die Gemeinde zukommt. Außerdem soll der Gemeindevorstand Aussagen zu den dadurch erreichten Einsparungen machen. (nnp)

 


 

Villmar, 28.05.08

 

Parkett soll saniert werden

 

In seiner jüngsten Sitzung konnte sich der Gemeindevorstand ein Bild vom Parkettboden der Volkshalle Weyer machen. Der bereits im Jahr 1953 verlegte Boden wurde in den Folgejahren des öfteren saniert; zuletzt vor 10 Jahren. Auf Grund des derzeit schlechten Parkettzustandes in der Halle und im Vereinsraum, ließ sich der Gemeindevorstand fachtechnisch beraten. Verlautbarungen, wonach der Hallenboden nicht mehr sanierungsfähig sei, wurde eine klare Absage erteilt.

Mit der Vorlage des Haushalts 2009 werden entsprechende Haushaltsmittel veranschlagt, so Bürgermeister Hermann Hepp. Es sei erforderlich, dass der Boden in der Halle sowie im Vereinsraum abgeschliffen und eine Rollgrundierung aufgetragen wird. Anschließend soll der Boden mehrmals lackiert werden. Bereits im laufenden Jahr sollen als zusätzlicher Bodenschutz an allen Stühlen und Tischen so genannte Filzgleiter angebracht werden.

 


 

Villmar, 28.05.08

 

Neue Försterin

 

Weiterhin beschäftigte sich der Gemeindevorstand mit der Neubesetzung der Revierförsterstelle für die seit der Forstreform zusammengelegten Reviere Villmar und Limburg. Mit Wirkung zum 01.02.2009 wird der bisherige Revierleiter, Herr Forstammann Kurt A. Walter, in den Vorruhestand treten. Nach einer internen Stellenausschreibung seitens Hessen-Forst wurden den Kommunen Villmar und Limburg Bewerbungen vorgelegt. Nach den Vorstellungsgesprächen, an welchen auch das Forstamt Weilmünster, teilnahm, sprachen sich sowohl der Magistrat der Stadt Limburg als auch der Gemeindevorstand des Marktfleckens Villmar dafür aus, die Revierleiterstelle der Forstbeamtin Nadine Ströbele zu übertragen. Der Vorschlag der beiden Kommunen wird nunmehr Hessen-Forst vorgelegt, so Bürgermeister Hermann Hepp.

 


 

Villmar. Der Beigeordnete Lothar Frost (CDU) wird ab sofort in Villmar bis zur Rückkehr von Thomas Werner (CDU) als offizieller erster Vertreter von Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) fungieren. Dies hat der Gemeindevorstand einstimmig beschlossen. Nach Informationen der NNP soll auch Stefan Lorber (SPD) aus Aumenau für diesen Posten vorgeschlagen worden sein, was dieser jedoch dementierte.

Lothar Frost (55), Postbeamter im Ruhestand aus Weyer, wurde von der CDU vorgeschlagen. Nach NNP-Informationen sollen auch die Beigeordneten von SPD, FWG und AAV mit dieser Regelung sofort einverstanden gewesen sein. Die CDU hatte die Auffassung vertreten, dass ein stellvertretender Bürgermeister, der von der CDU gestellt werde, auch von einem CDU-Mann vertreten werden solle. Fraktionsvorsitzender Dieter Scheu wäre aber ebenfalls mit der Regelung zufrieden gewesen, dass kein offizieller Vertreter gewählt wird, sondern bis Werners Rückkehr von Fall zu Fall entschieden wird, wer Bürgermeister Hepp bei Verhinderung vertritt.

„Ich gehe sowieso davon aus, dass Thomas Werner in vier Wochen wieder im Dienst ist“, betonte Scheu sagte Scheu dieser Zeitung. Der Erste Beigeordnete befindet sich nach einem Schlaganfall nach CDU-Angaben wieder auf einem guten Wege der Besserung und hat in Königstein mit der Rehabilitation begonnen. Frost erklärte, dass er die Vertretung nicht aus Eigennutz angenommen habe. Schließlich sei diese Aufgabe in erster Linie mit viel Arbeit verbunden. Er sei aber der einzige der in Frage kommenden Beigeordneten gewesen, der tagsüber Zeit habe, Termine wahrzunehmen, so Frost. Die Bestimmung eines Stellvertreters für einen länger kranken Ersten Beigeordneten ist für die Großgemeinde Villmar nicht der erste Fall. Schon in der letzten Wahlperiode war Wolfgang Schön (SPD) für den an Krebs erkrankten und daran mittlerweile verstorbenen Bürgermeister-Stellvertreter Günther Zanner (SPD) eingesprungen.

Bürgermeister Hepp sagte, dass er es für Termine in offiziellen Gremien für nötig erachte, für eine Übergangszeit einen festen Vertreter für einen Stellvertreter zu benennen. Im übrigen sei die Stellvertreterwahl in der Hessischen Gemeindeordnung klar geregelt. (rok)
 

 

NNP, 20.05.08

 

Alte Mauern unterm Asphalt

Von Lydia Aumüller

 

Villmar. Überraschender Fund in Villmar: Bei Tiefbauarbeiten im Schulgässchen und in der Zehntenstraße sind Arbeiter auf Reste einer bisher unbekannten historischen Mauer gestoßen.

Bekanntlich werden derzeit die Kanäle im Schulgässchen und in der Zehntenstraße saniert. Den Aufmerksamkeiten des Poliers der ausführenden Fachfirma Feikert, Reinhard Stoll, ist es zu verdanken, dass bereits zu Beginn der Maßnahmen im Schulgässchen die bisher unbekannte Mauer entdeckt und bilddokumentarisch gesichert wurde. Die etwa 1,30 Meter breite Schalsteinmauer musste in 1,50 Metern Tiefe zur Kanalisierung durchgebrochen werden. Wahrscheinlich handelt es sich hier um Reste einer Mauer, die als Stütze der alten Stadtmauer diente. Diese historische Mauer stand nicht in direkter Verbindung mit der Lahnpforte oder deren Zwinger (heute Ecke Zehntenstraße/Burgstraße). Es handelt sich um eine vorgelagerte Mauer, die ein dreieckiges Grundstück mit Baumbewuchs umschloss, heute Parkplatz, wie auf der Karte von Tranchot und von Müffling von 1819 vor Abriss der Ringmauer zu sehen ist.

Sie führte von dem damaligen Gefangenenturm, heute Ecke König-Konrad- Straße/Limburger Straße,
bis zum Eingang der heutigen Leonhardstraße. Die Nordwest-Mauer dieses Bereichs bildete dabei die südliche Mauer des Zwingers. Nach Osten schloss die eigentliche – heute noch erhaltene – Ringmauer ab. Nach Süden, etwa vier Meter parallel zur heutigen König-Konrad-Straße, verlief dann die jetzt aufgefundene Mauer. Diese vorgelagerte Bastion erscheint interessanterweise nicht auf dem Plan des damaligen kurfürstlichen Ingenieurs Philipp Ravenstein vom Mai 1699. Sie dürfte also später errichtet worden sein.

Bei weiteren Baggerarbeiten in der Zehntenstraße, früher „Schulstraße“, konnten von Reinhard Stoll am Haus Nummer 6, unterhalb einem Meter Erdoberfläche, Fundamente der alten Ringmauer aus dem 13. Jahrhundert, in etwa vier Metern Länge und rund 1, 30 Metern Breite gesichtet und kartiert werden. An der Nordseite des besagten Gebäudes sind heute noch ein Teil der alten Stadtmauer mit Ringbögen bis zum alten Lehrerwohnhaus (heute Gemeindebauamt) vorhanden.

 

 

 

 

 

 

Diese historische Karte zeigt

den Fundort der alten Mauerreste

 


 

NNP, 17.05.2008

 

Villmarer Parteifreunde fordern CDU in Berlin zu mehr Profil auf

 

Villmar. In der großen Koalition mehr Profil zeigen. Keine so aggressiven Wahlkämpfe mehr wie bei der Hessentagswahl. Und die Sorgen der kleinen Leute wieder mehr ernst nehmen, wie Robert Hippert meinte. Das waren Wünsche, die der CDU-Gemeindeverband Villmar dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Holger Haibach bei einer Diskussion in der Gaststätte „Zum Rathauseck“ mit 25 Interessenten mit auf den Weg gab.

Auf die Frage des Villmarer CDU-Fraktionsvorsitzenden Dieter Scheu, wie man den Bürgern draußen neue Diätenerhöhungen der Abgeordneten vermitteln solle, sagte Haibach, dass er sich über seinen eigenen Verdienst nicht zu beklagen brauche. Er wies aber darauf hin, dass er einen Teil seiner Einnahmen an die Partei abführe und viel bei Terminen im Wahlkreis unterwegs sei. Das koste nicht nur viel Spritgeld. Überall würden die Abgeordneten zudem in erster Linie eingeladen, um einen Scheck mitzubringen. „Alleine dafür gebe ich im Jahr eine stattliche fünfstellige Summe aus“, berichtete Haibach.

Zur Hessenwahl meinte der Abgeordnete, dass die Christdemokraten in Wiesbaden eine gute Politik machen würden und sicher eine bessere, als eine Landesregierung mit Beteiligung von Grünen und Altkommunisten. Zur Situation ein Jahr vor der Bundestagswahl sagte Haibach, gute jetzige Umfragewerte bedeuteten wenig, da die jüngsten Wahlen gezeigt hätten, dass sich viele Wähler mittlerweile erst im letzten Moment entscheiden. Er sagte auch, Kanzlerin Angela Merkel habe es nicht leicht. Sie könne ja schlecht als Kanzlerin Koalitionsergebnisse verkünden und diese einen Tag später dann als CDU-Vorsitzende wieder kritisieren. Die Rolle des Gewissens müssten folglich andere spielen.

Haibach bedauerte beispielsweise den Rückzug von Friedrich Merz, der so wie kein anderer anschaulich habe Wirtschaftspolitik verkaufen können. Dieter Scheu meinte, die Bundestagswahl sei nur zu gewinnen, wenn die Parteioberen wieder mehr auf die Sorgen der kleinen Bürger schauten, die jeden Cent drei Mal umdrehen müssten. „Wie wäre es, mal eine Rentenerhöhung zu machen, wo jeder den selben Betrag mehr bekommt“, schlug Scheu vor. Denn bei Erhöhungen nach Prozenten werde wieder der, der sowieso schon mehr habe, besser gestellt, als der normale Bürger. Bürokratie abbauen und den Mittelstand stärken nannte Scheu als weitere Hausaufgaben für die CDU-Bundespolitik.

Haibach sagte, alles sei in der Praxis nicht einfach umsetzbar. „Jeder redet von Bürokratieabbau. Aber wenn ich aus einer Diskussion komme, habe ich oft 20 neue Vorschläge, was die Politik alles zusätzlich noch regeln sollte“, berichtete er aus seiner Alltagserfahrung. Zur allgemeinen Situation Deutschlands sagte er, dass die mit sinkenden Arbeitslosenzahlen und einem gesunden Wirtschaftswachstum keineswegs schlecht sei. Das Problem sei, dass die Grundkosten der Menschen durch höhere Preise für Lebensmittel oder Energie steigen würden. Die CDU versuche aber, den Mittelstand zu stärken. So wisse er als Weilroder mit überwiegend Auspendlern, wie wichtig die Pendlerpauschale sei. Und jemand, der einen Betrieb übernehme, solle auch steuerlich entlastet werden. Haibach glaubt, die CDU werde nur weiter eine erfolgreiche Volkspartei bleiben, wenn sie weiter ihre konservativen, liberalen und religiösen Wurzeln gleichermaßen pflege.

Franz Krotzky kritisierte, als Rentner spüre er an der eigenen Tasche, dass Ältere sich in Deutschland immer weniger leisten könnten. Von daher sei der Gebrauch des Begriffs „Rentenerhöhung“ ein großer Schwindel. Die Armut in Deutschland nehme hohe Ausmaße an. Haibach sagte, dass man jetzt die Fehler von früher ausbaden müsse, als Leute jung in Rente geschickt worden seien, um Stellen für Jüngere zu schaffen. Für eine christliche Partei wie die CDU dürfe es aber trotz aller Finanzierungsprobleme des Rentensystems keine Diskussion darüber geben, ob man Rentnern künftig Operationen noch bezahle. Haibach sagte, dass es nicht nur ein Problem der Politik sei, ob unsere Gesellschaft kinder- und seniorenfreundlich sei. „Aber helfen müssen wir natürlich denen, die es nötig haben“, so Haibach.

Jakob Höhler erklärte, dass er bei der Landtagswahl bei der CDU einen Umgangsstil ausgemacht habe, den die Menschen nicht wollten. Aus Hochmut und Überheblichkeit habe sich die Partei mit allen angelegt, anstatt anständig mit den Leuten umzugehen. Haibach gab Höhler Recht. Bei ihm in Weilrod sei die CDU von einem Stimmenanteil von zunächst nur 20 Prozent mittlerweile stärkste Fraktion, „weil wir uns immer so verhalten, dass es den anderen die Möglichkeit lässt, unsere Ideen mit zu unterstützen“.(rok)

 

 

 

 

Bundestagsabgeordneter Holger Haibach (links stehend)

bei der CDU-Diskussion in Villmar mit (von links)

dem Fraktionsvorsitzenden Dieter Scheu, dem Villmarer

Bürgermeister Hermann Hepp und Franz Krotzky. Foto: Klöppel


 


 

NNP, 17.05.2008

Villmar. Der Pfarrgemeinderat von St. Peter und Paul lädt alle Bürgerinnen und Bürger für den Fronleichnamstag, 22. Mai, nach der Prozession zum traditionellen Pfarrfest rund um die Pfarrkirche ein. Auf Anregung des damaligen Pfarrers Klaus-Dieter Meurer wurde am 9. Juni 1977 das erste Pfarrfest begangen. In den Jubiläumsjahren der Kirchen- und der Zivilgemeinde wurde auf die Ausrichtung eines Pfarrfestes verzichtet, so dass in diesem Jahr das 30. Pfarrfest gefeiert wird. Aus Anlass dieses runden Geburtstages haben sich der Pfarrgemeinderat sowie die kirchlichen Vereine einiges einfallen lassen, die kleinen und großen Besucher zu unterhalten. So werden Tombola-Lose angeboten, ein Karussell dreht seine Runden. Kinderspiele, Kinderschminken, Basteln, Torwandschießen und Wurfbude stehen auf dem Programm. Bücherflohmarkt, Bilderbuchkino, Märchenstunde und Geschichten in Nassauer Mundart komplettieren das Angebot. Als Höhepunkt des Unterhaltungsteils wird das Kabarett „Die unpassenden Schonbezüge“ angekündigt, das ab 17 Uhr im Pfarrsaal einen Teil seines Programmes darbietet. Das alles soll aber nur der Rahmen sein für persönliche Begegnungen und ein gemütliches Miteinander. Zur Gemütlichkeit tragen Speisen und Getränke bei, die zu zivilen Preisen angeboten werden. Der erwirtschaftete Überschuss wird karitativen Zwecken zugute kommen. Begonnen wird der Feiertag auf dem alten Schulhof um 9 Uhr mit einem Amt, das mitgestaltet wird vom Bläserensemble und dem Kirchenchor. Die anschließende Prozession nimmt den Weg über die König-Konrad-Straße, Peter-Paul-Straße, Breitenweg, Kalkstraße, Weilburger Straße, wieder König-Konrad-Straße zur Pfarrkirche. Nach Tedeum und dem Schlusssegen beginnt dann das Pfarrfest mit dem Mittagessen. (meg)


 

NNP, 06.05.2008

 

Die neue Zehntenstraße

 

Villmar. Eine riesige Asphalt-Fräse reißt seit gestern Morgen die Fahrbahndecke der Zehntenstraße im Villmarer Ortskern auf. Schon nach wenigen Stunden hat die mächtige Baumaschine die Oberfläche der etwa 450 Meter langen Straße in kleine und kleinste Teerbrocken verwandelt. Erstmals wird in Kern-Villmar eine Straße im Rahmen der so genannten „Eigenkontrollverordnung“ des Landes Hessen (EKVO) komplett saniert, wie Bauamtsleiter Stephan Funk der NNP erläuterte.

Komplett bedeutet: Kanäle und Wasserleitungen, einschließlich der Hausanschlüsse werden ausgetauscht, anschließend folgt die Erneuerung der Straßenoberfläche. In der Zehntenstraße sei der Handlungsbedarf am größten, so Funk. Bei Untersuchungen des Kanalnetzes der Gemeinde Villmar mit Kameras habe sich herausgestellt, dass die fast 100 Jahre alten Kanäle der Zehntenstraße kurz vor dem Zusammenbruch standen. Bis August, so Stephan Funk, sollen die Arbeiten an Kanälen und Wasserleitungen abgeschlossen sein. Nach der Villmarer Kirmes Mitte September geht es mit den Asphaltarbeiten weiter. Läuft alles nach Plan, dann wird die Zehntenstraße Ende dieses Jahres fertiggestellt sein.

Die Kosten bezifferte Funk auf 490 000 Euro, dazu kommen rund 30 000 Euro für Vermessungsarbeiten. Die Anlieger zahlen gemäß der Straßenbeitragssatzung 50 Prozent der Kosten für den
Straßenbau sowie vollständig ihre eigenen Hausanschlüsse. Die Höhe der Gebühr hängt von der Größe der Grundstücke ab. Die Erneuerung von Kanal und Wasserleitungen zahlt die Solidargemeinschaft über die Wasser- und Abwassergebühren. Dazu gibt es Zuschüsse des Landes Hessen. Mit den Bauarbeiten wurden zwei in der Region heimische Unternehmen beauftragt: Die Erneuerung von Kanal und Wasser führt das Gaudernbacher Unternehmen Feickert aus; die Straßenarbeiten besorgt das Weilmünsterer Unternehmen Jost.

Nach dem EKVO-Einstieg in der Zehntenstraße sollen im kommenden Jahr zwei weitere Villmarer Gemeindestraßen komplett saniert werden, nämlich die Hoch- und die Kapellenstraße. Auch diese beiden Straßen gelten als besonders marode. Die Erneuerung der Hochstraße wird knapp eine Million Euro kosten, die Kapellenstraße wird mit rund 740 000 Euro zu Buche schlagen. Die Aufträge seien bereits erteilt worden, so Funk. Ausführende Firmen seien wiederum das Gespann Feickert/Jost. Für die Sanierung aller drei Straßen zahlt das Land Hessen dem Marktflecken einen Zuschuss von 604 000 Euro, bei voraussichtlichen Gesamtkosten von rund 2,24 Millionen Euro. (goe)


Mit dem Aufriss der Zehntenstraße und damit dem Einstieg

in die EKVO in Kern-Villmar wurde gestern begonnen. Foto: Goeckel

 


 

NT, 06.05.2008

 

Seelbach hängt am sicheren Hahn

Wasserleitung von Aumenau soll Versorgungsengpass verhindern

 

Villmar. Der Schreck war heilsam. Künftig sollte sich nicht wiederholen, dass Seelbach achtzehn Stunden auf dem „Trockenen“ sitzt. Wie im März 2004. Damals war den Kontrolleuren der Süwag entgangen, dass kein Wasser mehr durch die Leitungen in den Villmarer Ortsteil floss. Erst als die Feuerwehr von Aumenau aus eine Notleitung legte, konnten die Seelbacher die Hähne wieder aufdrehen. Denn Seelbach wird (wie auch Villmar) vom Wasserverband „Georg Joseph“ beliefert und die Süwag-Mitarbeiter hatten nicht bemerkt, dass der Hochbehälter in Wirbelau leer gelaufen war. Und so beschloss kurz darauf das Villmarer Gemeindeparlament, eine Verbindung zwischen Aumenau und Seelbach herzustellen, damit sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen kann. Jetzt, vier Jahre später, fließt nun erstmals Wasser aus dem Aumenauer Hochbehälter durch die neuen Leitungen nach Seelbach. Peter Caspari, der zusammen mit seinen Kollegen Norbert Köbel und Klaus Jung vom Villmarer Bauhof gestern noch die letzten Außenarbeiten vornahm, erzählt, dass im Moment die Aussiedlerhöfe zwischen Aumenau und Seelbach versorgt würden. Caspari: „Als nächstes kommt dann der Wickengarten an die Reihe und dann testen wir den ganzen Ort. Auf jeden Fall kann jetzt in Seelbach nichts mehr passieren“.

 

Ein Anschluss für Wasser aus der Grube Falkenstein ist auch schon gelegt

Das Wasser im Aumenauer Hochbehälter stammt aus der früheren Eisenerzgrube „Lisette“ im Leistenbachtal unterhalb von Langhecke. Für den Anschluss nach Seelbach mussten neue Kreiselpumpen eingebaut und fünf Meter Leitung verlegt werden, die an die bereits bestehenden Rohre in Richtung Seelbach angeschlossen wurde. Vor dem Einbau der Pumpen wurde der Hochbehälter im vergangenen Jahr saniert. Zuvor war bei Reinigungsarbeiten an der äußeren Bauwerksfuge zwischen den Wasserbehälterkammern und dem anbetonierten Pumpenhaus Undichtigkeiten festgestellt worden. Eine Gefährdung des Trinkwassers hat aber nicht bestanden. Insgesamt ist das Projekt nach Aussage von Villmars Bauamtsleiter Stefan Funk mit 35 000 Euro veranschlagt. Als letzte kleine Maßnahme wird nach Funks Worten noch ein Zaun um den Hochbehälter gezogen. Ob damit allerdings die Schmierereien am 1966 im Wald oberhalb von Aumenau erbauten Hochbehälter-Gebäude verhindert werden können, ist auch für Funk sehr fraglich. Weitsicht hat man auf jeden Fall auch damit bewiesen, dass bereits eine Verbindungsleitung in den Hochbehälter für Wasser aus der früheren Eisenerzgrube Falkenstein gelegt wurde. So muss bei einem möglichen Anschluss nicht der ganze Berg wieder aufgegraben werden. Die 4240 Quadratmeter große frühere Eisenerzgrube Falkenstein hatte die Gemeinde Villmar im Herbst 2006 für 6300 Euro von der Firma Buderus gekauft. Nach Schätzungen von Experten könnten aus der in den 20er Jahren stillgelegten Grube bis 700 000 Kubikmeter Wasser im Jahr gefördert werden. Der jährliche Verbrauch der Großgemeinde Villmar liegt derzeit bei rund 330 000 Euro. Allerdings müssten zuvor mehrere hunderttausend Euro investiert werden, um das Wasser zu fördern und in das Aumenauer Leitungsnetz einzuspeisen. Daher hat die Gemeinde das „Projekt Falkenstein“ auf unbestimmte Zeit auf Eis gelegt.

 

Peter Caspari überprüft die neuen Kreiselpumpen im Aumenauer Hochbehälter. An der hinteren Wand befindet sich unten die Leitung nach Seelbach, der Anschluss darüber ist für eine mögliche Leitung von der Grubenstein Falkenstein gedacht

 

 


 

NT, 05.05.2008
 

CDU schlägt kürzere Ruhefristen vor

In Villmar soll ein Konzept für alternative Bestattungsmethoden erarbeitet werden

 

Villmar (zi). Im Zusammenhang mit der Neufassung der Friedhofsordnung hat die CDU Fraktion im Gemeindeparlament in einem Brief an den Gemeindevorstand eine Reihe von Punkten angeschnitten, die ihrer Meinung nach bei den Beratungen bedacht werden sollten. Einer der Kernpunkte ist eine mögliche Reduzierung der Ruhefristen von derzeit 30 auf 20 Jahre.

Weiter wären eine Anpassung und Vereinheitlichung der Fläche von Ruhestätten auf den gemeindlichen Friedhöfen und vor allem ein Konzept für alternative Bestattungsmethoden für die örtlichen Friedhöfe zu bedenken. Bei den Ruhefristen solle abgewogen werden, ob eine Reduzierung möglich und angemessen sein könne. Die Pflege von Familiengräbern über Jahrzehnte stelle eine große Herausforderung an die Hinterbliebenen dar, zumal nicht in allen Ortsteilen Tiefengräbermöglich sind. Auch die Größe von Urnengräbern sei diskussionswürdig und eine Verkleinerung erscheine auch hier möglich und angemessen. Wünschenswert und einfach machbar seien Grabfelder, in die Urnen in einem Grasfeld ins Erdreich bestattet werden könnten. Die Grabstätte könne mit einer bodengleichen Gedenktafel versehen werden, so dass eine leichte Pflege durch Mähen möglich werde. Dies habe man etwa in Leun gerade beschlossen. Dazu wäre eine ergänzende Abgrenzung eines Urnenfeldes durch in den Boden versenkte Steine möglich. Ebenso gut vorstellbar seien Urnenfelder, die jeweils mit einem Gedenkstein (Stele) versehen würden, auf dem mit entsprechenden Namenstafeln die Namen der Bestatteten genannt würden. Auch hier gibt es in Nachbargemeinden Beispiele, wie in Selters.


Stufen sind ein Problem


Diese Möglichkeiten würden auf Jahre hinaus eine zahlenmäßig weitaus höhere Alternative zu Urnenwänden bieten. Die CDU-Fraktion begrüße die Einladung des Bürgermeisters zu einem Ortstermin in dieser Frage. Denn das Parlament habe 6000 Euro für eine Urnenwand bereits gestellt, dieser von der SPD eingebrachte Antrag sei auf Antrag der CDU ergänzt und um alternative Bestattungsmethoden erweitert worden. Hintergrund der in der Bevölkerung andauernden Diskussionen sei der Wunsch, sich bereits zu Lebzeiten für eine Bestattungsform entscheiden zu können, die möglichst wenig Folgeverpflichtungen für Hinterbliebenen mit sich bringen. In ihrem Brief machte die CDU auch auf ein Problem auf dem Friedhof in Villmar aufmerksam. Denn rund um die Leichenhalle seien Stufen. Sie seien für gehbehinderte oder im Rollstuhl sitzende Menschen schwer zu überwinden. Diese Beeinträchtigungen könnten mit geringen Mitteln durch den Bau von Rampen oder Anschrägungen abgestellt werden.

 


NNP, 03.05.2008

 

Premiere im „Hochzeitsgärtchen“

 

Villmar. Strahlender Sonnenschein begleitete gestern die Premiere des „Hochzeitsgärtchens“ vor dem Standesamt. Erstmals konnte dort ein frisch getrautes Ehepaar nach der offiziellen Trauungszeremonie anschließend mit Verwandten und Freunden mit einem Umtrunk den Start ins Eheleben feiern.

Susanne und Christian Holm waren die ersten, die im neu geschaffenen „Hochzeitsgärtchen“ zum Umtrunk einladen konnten. Die Idee für das Gärtchen entstand Anfang des Jahres. Die Standesbeamtin Ingrid Pohl hatte sich schon immer geärgert, dass nach der Trauung ein Empfang vor dem Standesamt vor abgestellten Mülltonnen stattfinden musste.

Da kam ihr die Idee, das gegenüber des Standesamtes gelegene und ungenutzte kleine Gartengrundstück, das der Gemeinde gehört, für diesen Zweck umzugestalten. Im März stellte sie ihre Pläne vor und im April erfolgte die Umgestaltung, wobei der Gemeindebauhof und hier vor allem Gärtner Norbert Köbel maßgeblich beteiligt waren. Es wurde eine Pergola aufgebaut, darin eine Sitzbank. Die Pergola wird sich noch mit wildem Wein bewachsen. Bei der Premiere gestern begrünten Efeuranken das Ensemble. Die Mitte des Platzes ziert ein mit Steinen umfasstes Herz, in dessen Mitte zwei Ringe aus Buchsbaum angepflanzt wurden, dazwischen weiße Marmorkiesel, das Ganze eingerahmt von lilafarbenem Phlox. Den Eingang zum „Hochzeitsgärtchen“ ziert ein Rosenbogen, der gestern mit einer Buchsbaumgirlande geschmückt war. Die Rosen sind zwar schon gepflanzt, werden aber noch einige Zeit brauchen bis sie sich am Gitter hochgerankt haben. Dafür stehen aber noch zwei Hochstammrosen im Gartenbereich, die schon ihre Blüten öffnen.

Unter den Gästen von Susanne und Christian auch ein Abordnung der Theatergruppe Villmar, die nicht nur ihrer Mitspielerin und ihrem Ehemann mit Rosen gratulierten. Franz Witterhold überreichte im Namen der Theatergruppe auch einen Scheck in Höhe von 1500 Euro an den Ersten Beigeordneten der Gemeinde Villmar, Thomas Werner. Das Geld ist zweckgebunden für die Gestaltung des „Hochzeitsgärtchens“ bestimmt. Thomas Werner bedankte sich bei der Theatergruppe für die großzügige Spende und wies auf das Engagement der Truppe hin, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiern kann. In den letzten zehn Jahren hat die Theatergruppe immer wieder nach ihren Aufführungen Projekte der Kirchen- sowie der Zivilgemeinde in Villmar mit Spendengeldern unterstützt.

Freunde der Theatergruppe dürfen sich schon im August auf ein Wiedersehen mit den Spielerinnen und Spielern freuen. Dann gibt es am Wochenende 8. bis 10. August wieder „Theater im Hof“. Bereits 2004 hatte die Theatergruppe im Hof des Anwesens Leber an drei Abenden ihr Publikum begeistert. So soll es auch dieses Jahr wieder werden. Die Proben haben bereits begonnen. (eg)
 


 

NNP, 03.05.2008

Villmar. Im Zusammenhang mit der geplanten Schaffung alternativer Bestattungsmethoden im Marktflecken Villmar hat die CDU-Fraktion im Gemeindeparlament eine Änderung oder Ergänzung der bestehenden Friedhofssatzung in mehreren Punkten angeregt. Dies geht aus einem Schreiben des Fraktionsvorsitzenden Dieter Scheu an den Gemeindevorstand hervor.

Überlegt werden sollte nach Scheus Auffassung, wie Flächen wiederbelegt werden können, die konsequente Einhalten der Ruhefristen gewährleistet und womöglich auch von derzeit 30 Jahren auf die gesetzliche Vorgabe von 20 Jahre reduziert werden können.

Außerdem sollten die Größen von Ruhestätten auf den gemeindlichen Friedhöfen angepasst und dort, wo es notwendig erscheint, auch reduziert werden. Nicht ausgeklammert werden sollen laut CDU alternative Bestattungsmethoden, zu denen auch anonyme Bestattungen gehören.

Bei Besichtigungen vor Ort sei aufgefallen, dass Ruhestätten in den Ortsteilen unterschiedlich groß seien. Die Pflege von Familiengräbern über Jahrzehnte stelle eine Herausforderung an die Hinterbliebenen dar, zumal nicht in allen Ortsteilen Tiefengräber möglich seien, schreibt Scheu. Auch die Größe von Urnengräbern sei diskussionswürdig, und eine Verkleinerung erscheine auch hier möglich und angemessen.

Wünschenswert und einfach machbar seien Grabfelder, in die Urnen in einem Grasfeld ins Erdreich bestattet werden können. Die Grabstätte könne mit einer bodengleichen Gedenktafel versehen werden, so dass eine leichte Pflege durch Mähen dieser Grasfläche möglich werde. Eine ergänzende Abgrenzung eines Urnenfeldes durch in den Boden versenkte Steine sei ebenfalls möglich.

Gut vorstellbar seien Urnenfelder, die jeweils mit einem Gedenkstein (Stele) versehen werden, auf dem mit entsprechenden Namenstafeln die Namen der Bestatteten genannt werden. Diese Möglichkeiten biete auf Jahre eine weitaus umfangreichere Alternative zu Urnenwänden, wie die SPD vorgeschlagen hat.

Die CDU-Fraktion begrüßt die Einladung des Bürgermeisters zu einem Ortstermin Anfang Mai, mit dem Ziel des Angebots von zukunftsorientierten Lösungen. Die Ergebnisse dieses Ortstermins werde eine Grundlage für die Änderung und Überarbeitung der Friedhofssatzung und -gebührenordnung sein.

Weiterhin bittet die CDU um Lösung eines Problems, das vor allem gehbehinderte Menschen betrifft. So stellten beim Besuch der Aufbahrungsräume und der Trauerfeier Stufen ein großes Hindernis dar. Ein Rollstuhlfahrer, der an der Lorettokapelle auf dem Parkplatz für Angehörige geparkt hat, müsse über den hinteren neuen Teil des Friedhofs fahren oder gefahren werden, um in die Friedhofshalle zu kommen. Problematisch sei auch der Weg zum derzeit ausgewiesenen Urnengrabfeld. Die CDU bittet hier um Abhilfe. (nnp)

 


 

NNP, 26.04.2008

 

Villmar. Das Gemeindeparlament hat am Donnerstagabend der Übernahme einer Kreditausfall-Bürgschaft über jeweils 60 000 Euro für den TuS Aumenau und den RSV Weyer mehrheitlich zugestimmt. Thomas Caspari (FWG) stimmte als Einziger dagegen.

Damit kann der TuS Aumenau, wie geplant, seinen Kunstrasenplatz bauen, während der RSV Weyer sein Vereinsheim erweitern möchte. Finanziert werden beide Projekte zum großen Teil mit Hilfe von öffentlichen Zuschüssen.

Während SPD, CDU und AAV die Bedeutung beider Vereine in ihren jeweiligen Orten betonten, hielt Thomas Caspari das Risiko der Bürgschaften für den Gemeindehaushalt für zu hoch. Spätestens mit Einführung der Doppik zum kommenden Jahr werde die Last, die solche Bürgschaften für die Gemeinde bedeuteten, sichtbar. Banken könnten dann bei der Kreditvergabe vorsichtiger werden, befürchtete Caspari. Dagegen gab Axel Paul (AAV) zu bedenken, dass die Vereine ohne Bürgschaft überhaupt keinen Kredit erhalten würden. Frank Weidl (CDU) meinte, dass Bürgschaften auch eine Art der Vereinsförderung seien. Hartmut Meuser (SPD) wies auf das ansonsten solide Finanzierungskonzept und die engagierte Jugendarbeit der beiden Vereine hin. (goe)
 


 

NNP, 26.04.2008

 

Villmar. Das Gemeindeparlament hat mit Mehrheit beschlossen, einen Bagger für den Gemeindebauhof auf Leasing-Basis zu kaufen. Der im Jahr 2005 für 9000 Euro angeschaffte Bagger ist nach diversen Reparaturen nun endgültig defekt, wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) erklärte. Der neue Bagger kostet nach Hepps Angaben insgesamt 83 000 Euro.

Der SPD-Gemeindevertreter René Khestel sprach angesichts der Reparaturkosten von rund 16 000 Euro in nur drei Jahren von einem wirtschaftlichen Desaster und kritisierte, dass der Gemeindevorstand die vom Parlament seinerzeit bewilligten 30 000 Euro gesplittet und zum Kauf eines Radladers (21 000 Euro) und eines Baggers verwendet hatte, anstatt nur ein Baugerät mit der entsprechenden Qualität zu beschaffen. Dieses Vorgehen sei „verfassungsmäßig fragwürdig“, meinte Khestel. Gleichwohl werde der Bagger zweifellos dringend gebraucht, deshalb stimmten er und seine Fraktion dem Kauf zu.

Dagegen verteidigte Hermann Hepp das Vorgehen des Gemeindevorstands, für das es ein Mandat gegeben habe. Thomas Caspari (FWG) sagte, der Gebrauchtbagger sei immer noch billiger als ein neuer gewesen. (goe)


 

NNP, 26.04.2008

 

Villmar. Das Gemeindeparlament hat der Rückübertragung der alten Schule vom Kreis auf die Gemeinde zugestimmt und damit den Weg für einen Verkauf des Geländes an den Limburger Investor Hans Schmitt freigemacht. Der Kaufpreis beträgt 320 000 Euro, davon erhält der Kreis 150 000 Euro. Die Kaufsumme soll in zwei Raten bis 31. Dezember 2010 bezahlt worden sein.

Ob Schmitt das 1954 errichtete Gebäude am Ende abreißt, werden die nächsten Monaten zeigen, denn der Limburger Investor hat der Gemeinde in einem Schreiben, das ein Bestandteil des Parlamentsbeschlusses ist, versichert, er werde nicht vor dem 31. März 2009 mit dem Abriss beginnen. Vorher will er prüfen lassen, ob sich hier Ferienwohnungen einrichten lassen. Sollte sich dies aber nicht rechnen, wird die alte Schule abgerissen.

Mit diesem Kompromiss zeigte sich auch der AAV-Fraktionsvorsitzende Axel Paul zufrieden. Er kündigte an, auf das angekündigte Bürgerbegehren zu verzichten. Allerdings nicht ohne noch einmal darauf zu beharren, dass die von dem Villmarer Architektenehepaar Müller präsentierten Alternativen zum Erhalt der alten Schule mit „falschen Zahlen“ kaputt gemacht worden seien. Er bleibe dabei, dass die von der Verwaltung errechneten angeblichen Mindereinnahmen von 200 000 Euro unrichtig seien. Der jetzt gefundene Weg sei aber konstruktiver als ein Bürgerbegehren, an dessen Ende auch kein Investor gestanden hätte. Zwar sei nicht auszuschließen, so Paul, dass ein „grandioser Bluff“ vorliegt. Ein „großer Erfolg“ sei aber ebenfalls möglich. Um noch einmal den Willen der Bürger zu dokumentieren, will die AAV das jetzt beschlossene Prüfungskonzept in den heimischen Lebensmittelläden auslegen.

„Die Zeit der Scharfmacher und Utopien läuft ab, Realismus setzt sich durch – und das ist gut so“, meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Aumüller. Bei aller Diskussion der vergangenen Monate sei die Eigentumsfrage offenbar falsch eingeschätzt worden: Nicht die Gemeinde ist Eigentümerin der alten Schule, sondern der Landkreis. Alle wirtschaftlich sinnvollen Nutzungsalternativen hätten sich zerschlagen; der Vorschlag, Ferienwohnungen einzurichten, sei kaum mehr als ein Strohhalm, an den sich die Gemeinde klammere. Viel Hoffnung habe er nicht, sagte Aumüller. Der Kritik von Axel Paul hielt er entgegen, dass die Mindereinnahmen für das „Modell Müller“ schon deshalb realistisch sei, weil der Quadratmeter-Preis für die umliegenden Grundstücke deutlich niedriger anzusetzen wäre, wenn die alte Schule in ein Mehrfamilienhaus umgewandelt worden wäre. Die SPD-Fraktion lege Wert auf die Erhaltung der Marmorausstattung. Außerdem soll der Kaufvertrag dem Parlament nach Abschluss vorgelegt werden.

Viele Menschen, so Markus Werner (CDU) fühlten sich mit der alten Schule emotional verbunden. Doch sei ein Erhalt nur mit einer wirtschaftlich sinnvollen Umnutzung möglich. Alle Variationen seien diskutiert und abgewogen worden – ohne Ergebnis.

Er werde der alten Schule keine Träne nachweinen, sagte Thomas Caspari, Vorsitzender der FWG-Fraktion. Er selbst verbinde mit dem Gebäude viele unerfreuliche Erlebnisse. Und schließlich seien in Villmar schon viele Gebäude abgerissen worden, die heute niemand mehr vermisse.

Vor dem Parlamentsbeschluss hatte Bürgermeister Hermann Hepp noch einmal einen Überblick über die Initiativen der vergangenen Monate zum Erhalt des Gebäudes verschafft. Zuletzt sei die Idee einer Jugendherberge und Tagungsstätte für Wissenschaftler und Botaniker der Frankfurter Senckenberg-Gesellschaft ebenso gescheitert wie die Vorschläge einer touristischen Nutzung durch „Lahn-Tours“ oder eines mit Runkel und Brechen betriebenen Kinder- und Mütterzentrums. (goe)


 

NNP, 25.04.2008

 

Halle im Struther Weg

Dittmann: Rückkehr nach 3 Jahren

 

Villmar. Drei Jahre nachdem „Feinkost Dittmann“ in Villmar seine Tore geschlossen und seine damalige Produktion nach Südeuropa verlagert hat, ist das Taunussteiner Unternehmen vor einigen Wochen in sein altes Firmengebäude im Struther Weg zurückgekehrt. Wie Marketingleitern Petra Sommerfeld gestern auf NNP-Anfrage berichtete, wird in Villmar die bisher in Diez beheimatete „Gourmet Factory“, das ist der „Event- und Catering-Service“ von Dittmann, untergebracht. In Diez waren die Räumlichkeiten zu eng geworden, erläuterte Sommerfeld.

Kein Wunder, handelt es sich bei Gourmet-Factory doch um einen deutschlandweit, ja sogar international tätigen Gastronomie-Service, der sich vor allem darauf spezialisiert hat, Großveranstaltungen mit Speisen und Getränken zu versorgen. Zur illustren Kundschaft gehört zum Beispiel das ZDF, dessen Wetten-Dass-Sendung auf Mallorca, aber auch Thomas Gottschalks neue „Musical-Show“ von Dittmann beliefert wurden. Zur festen Kundschaft gehört auch die Ballsporthalle in Höchst mit den Spielen des Basketball-Bundesligist „Frankfurt Skyliners“. Dort werden die Gäste der Halle künftig ebenso von Villmar aus versorgt wie der gesamte „VIP-Bereich“, so Petra Sommerfeld. Die nächste größere Herausforderung ist der Kirchentag im Juni in Rüsselsheim.

Fünf Personen sind dauerhaft im Struther Weg beschäftigt, wobei die Personaldecke bei Bedarf „hochgefahren“ werden könne. Nicht nur Großveranstaltungen, auch kleinere, privat Events von 50 Personen können von „Gourmet-Factory“ beliefert werden.

Dittmann hatte seinen Standort in Villmar vor drei Jahren aufgegeben und seitdem versucht, das Gelände zu vermarkten. Ohne Erfolg. Niemand wollte die Immobilie haben, weil der ehemalige Abfüllbetriebs nur eingeschränkt verwendbar gewesen wäre. „Jetzt sind wir glücklich, dass wir den Standort wieder nutzen können – und zwar dauerhaft“, so Petra Sommerfeld. Dabei braucht der Catering-Service vor allem eines, das auf dem Firmengelände in Villmar ausreichend vorhanden ist: Platz. Die gesamte Catering-Ausrüstung „von A bis Z“ werde hier gelagert. In der vorhandenen großen Küche werden die Speisen zubereitet und anschließend fix und fertig ausgeliefert. Daneben werde auch das Bürogebäude weiter gebraucht, so Sommerfeld. Nach einigen Umbauten soll der Standort Villmar schon bald voll einsatzbereit sein.

Hepp: Ein Leerstand beendet

Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) zeigte sich erfreut, dass mit der Rückkehr von Dittmann ein Leerstand in Villmar beendet werden konnte. Dies passe in das Gesamtkonzept der Gemeinde, leerstehende Immobilien wieder mit Leben zu füllen. (goe)

 


 

NNP, 23.04.2008

 

Villmar. Nach der Absage der Senckenberg-Gesellschaft, die alte Schule in der Villmarer Sudetenstraße zu nutzen, gibt es im Rathaus neue Überlegungen, eine Verwendung für das Gebäude zu finden. Wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) gestern mitteilte, gab es ein Treffen zusammen mit Hans und Werner Schmitt aus Limburg, die als mögliche Investoren für eine Nutzung des Geländes zur Verfügung stehen. Die neue Idee: Die alte Schule soll für Ferienwohnungen genutzt werden. Die Investoren werden die Nutzung nun prüfen, das haben sie nach Angaben von Hepp mitgeteilt.

In dem Gespräch machten die Limburger Architekten jedoch auch klar, dass sie unternehmerisch handeln müssen. Das heißt, es muss sich alles rechnen, die Vermarktung läuft mit dem Ziel, einen Gewinn zu erzielen. Nach dem vorliegenden Konzept der Investoren ist ein Abriss der Schule im ersten Quartal des kommenden Jahres vorgesehen. Bis zu diesem Zeitpunkt wollen die Investoren überprüfen, ob eine Nutzung der Schule mit Ferienwohnungen wirtschaftlich machbar ist. Dabei geht es nicht nur um mögliche Kosten für einen Umbau des Gebäudes, sondern auch um die Möglichkeit der Vermarktung des übrigen Areals. Mögliche Bewerber von Baugrundstücken wollen wissen, wie die Nutzung und Bebauung in ihrer Nachbarschaft aussieht, so der Hinweis der Investoren an Hepp.

Die Rückübertragung des Schulgrundstücks an die Gemeinde steht morgen, Donnerstag, auf der Tagesordnung der Gemeindevertretung. Stimmt sie entsprechend der Vorlage des Gemeindevorstands zu, dann kann das Grundstück nach Angaben von Hepp an die Investoren veräußert werden. Bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres dürfe der Abriss der Schule nicht vorgenommen werden. Sollten die noch zu erstellenden Konzepte für eine Nutzung der Schule mit Ferienwohnungen nicht umsetzbar sein, dann werde das Gebäude anschließend abgerissen und die Bebauung auf zwölf Wohngrundstücken könne beginnen.

Hans Schmitt steht schon seit Jahren als möglicher Investor für eine Bebauung des rund 7500 Quadratmeter großen Areals zur Verfügung – die einzige Konstante in der Diskussion. In den vergangenen Wochen war auch nach Möglichkeiten Ausschau gehalten worden, die Schule für den Lahntourismus zu nutzen. Allerdings gab es von den Unternehmen nur Absagen.

Nachdem sich abzeichnete, dass die letzte Stunde der Schule naht, hatte Axel Paul von der AAV Anstrengungen unternommen, ein Bürgerbegehren zu starten. Sein Ziel: das leer stehende Gebäude erhalten. Dabei wird unter anderem auch auf die Schutzwürdigkeit verwiesen, zumal im Innenbereich noch Marmor aus Villmar verarbeitet ist.

Vor zwei Jahren gab es auch kurzzeitig die Diskussion, ob das Gebäude als Standort des Lahn-Marmor-Museum dienen kann. Doch diese Nutzung scheidet aus, ebenso wie eine Verwendung durch die Senckenberg-Gesellschaft, die auch über eine eigene „Jugendherberge“ oder eine Außenstelle der Botaniker nachgedacht hatte. Für das Lahn-Marmor-Museum wird inzwischen der Bahnhof als Standort „gehandelt“. (jl)
 


 

Marktflecken, 15.04.2008

 

22 Jugendliche in Weyer diskutierten mit Bürgermeister Hermann Hepp unter der Begleitung von Jugendpfleger Helder Machado über Möglichkeiten erfolgreicher Jugendarbeit

 

Grund waren wiederholte Vorkommnisse zur nächtlichen Stunde, was zu Beschwerden von Bürgern des Ortsteils Weyer führte.

 

Heranwachsende Jugendliche brauchen ihre Freiräume, müssen aber lernen, mit den Spielregeln der Gesellschaft klarzukommen. Nur durch das "miteinander sprechen" können gemeinsame Ziele der Jugendarbeit aufzeigen. Bürgermeister Hepp und Jugendpfleger Machado sehen sich als Begleiter der Jugend und bestimmt nicht als Gegner. Das Einsehen, dass Aufenthalte auf dem Friedhof in der Nacht sowie das mutwillige Zerstören des Allgemeineigentums tabu sind, ist das Ergebnis des Gespräches vom 14.04.2008.

 

Die Jugendraumführung unter Hauke Beek und Steffen Kujajewski tritt für eine erweiterte Öffnungszeit an 3 bis 4 Tagen ein. Eine Abstimmung wird mit Helder Machado vereinbart.

 

Eine Säuberungsaktion im Preußenrothsgraben seitens der Jugendlichen ist ebenfalls Ergebnis des Treffens mit den Jugendlichen.


 

NNP, 11.04.2008

 

Mehr Leben für den Langhecker Dorfkern

 

Villmar-Langhecke. „Ein altes Haus zu sanieren muss nicht teurer als ein Neubau sein. Teuer sind nur Fehler durch mangelnde Beratung“, betonte Architekt Stephan Dreier vom gleichnamigen Brechener Planungsbüro am Mittwochabend bei einer Bürgerversammlung im Langhecker Pfarrzentrum. Dort wollte die Gemeinde Besitzer alter Bausubstanz unter dem Motto „Unserem Dorf mehr Leben geben“ animieren, ihre Anwesen sanieren zu lassen. Ziel sei es, das Ortsbild zu verschönern und dem Ausbluten des Dorfkernes entgegenzuwirken. Deshalb solle in Langhecke auch kein zusätzliches Neubaugebiet ausgewiesen werden, betonte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU). Für die fünf noch zur Verfügung stehenden Bauplätze gebe es derzeit sowieso keine Interessenten. Hepp sagte, wer seine alte Bausubstanz in Schuss bringen wolle, der könne sich im Bauamt bei Ute Schwarz, Telefon:  (0 64 82) 60 77 11 oder E-Mail ute.schwarz@villmar.de, für eine kostenlose Beratung anmelden. Diese sei als finanzielle Förderung der Gemeinde anzusehen.

Dreier hatte zuvor betont, dass es noch nicht sicher sei, ob für Projekte in Langhecke private Investoren Landeszuschüsse erhalten könnten. Der Fachplaner gab aber den Tipp, dass viele der alten Gebäude in Langhecke unter Denkmalschutz stünden und es hierfür Möglichkeiten für steuerliche Sonderabschreibungen gebe. So könne man für eine 30 000 Euro teure Dachsanierung durchaus 4 000 Euro „herausholen“. Prinzipiell bestehe auch die Möglichkeit, Gebäude noch unter Denkmalschutz stellen zu lassen.

Bürgermeister Hepp meinte, das Thema, der Ausblutung der Ortskerne entgegenzuwirken, gehe alle an. Das Problem sei, dass lange Zeit junge Familien von den Ortskernen in die Neubaugebiete gezogen und in den alten Ortskernen überwiegend nur die älteren Mitbürger wohnen geblieben seien. Hinzu komme, dass die Gesamtbevölkerung im Landkreis bis 2020 um vier Prozent zurückgehen werde. Dreier lobte zwar, dass die Bevölkerung in Langhecke überraschenderweise eine gesunde Altersstruktur aufweise. Allerdings gebe es beispielsweise im Bereich um die frühere Brauerei auch eine Fläche von 3000 Quadratmetern, in der sämtliche Häuser leer stehen. Für diesen Bereich sollte, so Dreier, ein Ideenwettbewerb für Architekten gestartet werden, ebenfalls für das Projekt ehemaliges Altenheim. Da eine Umnutzung aber schwierig und teuer sei, könne hier am Ende auch ein Abriss stehen. Dreier bedauerte, dass ein großes Problem von Langhecke („Das ist ein reiner Schlafort“) die verlorengegangene Infrastruktur sei. Es gebe lediglich ein Restaurant, einen Betrieb mit fünf Arbeitsplätzen, und einen Bäcker, der zwei Mal pro Woche mit einem Verkaufswagen durch den Ort fahre. Zum Einkaufen müssten die Langhecker nach Aumenau fahren. Zum Glück könnten aber über eine intakte Nachbarschaftshilfe die Senioren mit Lebensmitteln versorgt werden. Kirche und Feuerwehr leisteten eine gute Jugend- und Seniorenarbeit. Das Vereinsleben sei noch intakt, so der Planer.

Hepp zeigte sich durchaus optimistisch, dass die Gemeinde mit ihrer Kampagne zur Belebung der Ortskerne Erfolg haben könne. Villmar sei weit genug von Frankfurt entfernt, um eine gute Wohnqualität zu bieten, aber auch nahe genug dran, um dorthin zur Arbeit zu fahren, warb Hepp. Dreier sagte, dass die Villmarer Ortsteile sehr unterschiedliche Strukturen aufwiesen. In Langhecke sei die deutliche räumliche Trennung zwischen altem Ortskern und Neubaugebiet auffällig. Ebenfalls, dass die teilweise mehr als 200 Jahre alten Wohnhäuser oft sehr klein seien. Langhecke sei eine typische Bergarbeitersiedlung gewesen. Da die Gebäude oft auf sehr engen Grundstücke stünden, sei eine bauliche Verdichtung im alten Ortskern kaum noch möglich, sagte der Architekt nach einer Untersuchung und Kartierung des Dorfes. Vor allem in den bergigen Seitenstraßen der Ortsdurchfahrt sei alles sehr eng. Dreier forderte deshalb die Besitzer leerstehender Gebäude auf, nicht durch überzogene Preisvorstellungen eine Sanierung der Objekte durch neue Käufer zu verhindern. Oft besäßen die Immobilien wirklich nur noch den Wert des Grundstücks abzüglich der Abrisskosten für das Altgebäude. Anwesende Bürger befürchteten freilich, dass einige Besitzer eher das Haus verfallen lassen als es günstig zu verkaufen.

Hepp meinte, man könne die Leute nicht zur Sanierung zwingen. Dreier erklärte dazu, dass ein Eigentümer es sich gründlich überlegen solle, ob er ein Haus wirklich verfallen lasse. Denn wenn es irgendwann eine Sicherheitsgefahr für die Bürger darstelle, dann könne es für den Betroffenen wirklich teuer werden. Zwischenzeitlich hat sich im Ort auch eine Bürgerinitiative „Langhecker für Langhecke“ gegründet. In den Arbeitskreisen „Dorfmittelpunkt“, „Verbesserung des Ortsbildes“, „Verkehrssicherheit“ und „Erstellung eines Wanderwegekonzeptes“ sollen Ideen entwickelt werden, wie der Wohnwert für alle Bürger verbessert werden kann. Immerhin 30 Interessenten kamen zur letzten Sitzung. Wer noch in den Arbeitskreisen mitwirken möchte, kann sich bei Stefanie Laubach, Günter Autenrieth oder Wolfgang Gilberg melden. (klo)

 


 

NNP, 10.04.2008

 

Sanierungdes Kanals beginnt

Villmar. Mit der Kanalsanierung geht es in Villmar in Kürze los. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeindevorstand die Sanierungsarbeiten (Kanal, Wasser und Straße) für die Zehnten-, Kapellen- und Hochstraße an die Bietergemeinschaft Feickert und Jost vergeben. Die Zehntenstraße soll noch im Jahr 2008 und die Kapellen- und Hochstraße im Jahr 2009 saniert werden. Erfreut zeigte sich Bürgermeister Hermann Hepp (CDU), dass die Kostenschätzungen der Verwaltung durch das Submissionsergebnis nicht überschritten wurden. Zunächst stehen von Anfang Mai bis Ende September die Kanal- und Wasserleitungsarbeiten an, so Hepp nach einem Abstimmungsgespräch mit der Bietergemeinschaft. Anschließend folgt die Fertigstellung der Straße. Über den genauen Zeitablauf werden die Anlieger der Zehntenstraße umgehend schriftlich informiert, teilte Hepp mit. Sichergestellt sei auch, dass die Kirmes im September auf dem alten Schulhof, der zwischenzeitlich teilweise als Lagerstätte fungiert, stattfindet. Die Anlieger und alle Bürger werden um Verständnis für Beeinträchtigungen ab Mai gebeten. (nnp)


 

NNP, 10.04.2008

In Aumenau: Parkende Autos sind ein Problem

Villmar-Aumenau. In der letzten Zeit haben sich die Beschwerden über parkende Fahrzeuge im Bereich der Lahnstraße, Ortsteil Aumenau, gehäuft. Dies nahm der Gemeindevorstand zum Anlass, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Die Lahnstraße, die nicht nur eine reine Anliegerstraße darstellt, sondern auch eine Geschäftsstraße (Kreissparkasse, Apotheke) ist, liegt im alten Ortskern von Aumenau. Die nicht gerade breite Straße wird durch parkende Autos noch mehr eingeengt. Dies führt für den fließenden Verkehr zu erheblichen Behinderungen. Dass das Kurzzeitparken weiterhin die Möglichkeit gegeben wird, sowohl die Kreissparkasse als auch die Apotheke anzufahren, sieht der Gemeindevorstand dabei als selbstverständlich an. Allerdings appellierte er gleichzeitig an die Anlieger, in diesem Bereich ihre Fahrzeuge doch auf ihrem Grundstück oder in ihrer Garage abzustellen – und nicht auf der engen Straße. Dadurch würde ein großer Beitrag zu einem reibungslosen Straßenverkehr geleistet, ist der Vorstand überzeugt. Aus diesem Grund werden die Anlieger der Lahnstraße durch die Gemeindeverwaltung auch nochmals schriftlich informiert, teilte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) mit. .
 


 

NNP, 09.04.2008

Villmar. Der Marktflecken Villmar will der Jugend der Gemeinde ein neues Domizil zur Verfügung stellen, teilte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) jetzt mit. Vorgesehen ist der künftige Jugendraum in der König-Konrad-Hall, wo derzeit Räumlichkeiten leer stehen, die früher der Schachclub König Konrad gemietet hatte. Da der Verein schon vor längerer Zeit seine Aktivitäten eingestellt hat, könnten sie nun der Jugend zur Verfügung gestellt werden, erklärte Hepp. Dies sei mit dem Vereinsvorsitzenden Jürgen Maiwald so abgesprochen.

Mit ihren Jugendraum-Plänen knüpft die Gemeinde an eine Tradition von Mitte der 80er Jahre an. Denn schon damals befand sich in der Konrad-Halle ein Treffpunkt für die Jugend, bis später der Schachclub die Räume bezog. Zwischenzeitlich hat die katholische Kirchengemeinde an der Bücherei einen Raum für wöchentliche Jugendtreffs zur Verfügung gestellt. Dieser Treff soll auch weiter bestehen bleiben.

Der Marktflecken Villmar, so Bürgermeister Hepp, sei daran interessiert, dass durch die Jugendlichen unter Mitwirkung des Jugendpflegers Helder Machado ein Konzept über die künftige Nutzung der Räumlichkeiten als Jugendraum erarbeitet wird. Mit dieser Vorgehensweise würden einerseits die Jugendlichen verantwortungsvoll in die Gestaltung des Jugendraums eingebunden und andererseits könnten leerstehende Räumlichkeiten wieder mit Leben gefüllt werden. „Aus diesem Grund würde ich mich freuen, wenn viele Jugendliche zu dem geplanten ersten Treffen kommen“, so Hermann Hepp .

Der Marktflecken Villmar lädt daher alle interessierten Jugendlichen aus Villmar für kommenden Freitag, 11. April, 18 Uhr, zu einer Besprechung in die König-Konrad-Halle ein. Alle Jugendlichen seien aufgerufen, sich den Raum erst einmal anzuschauen und dann ihre eigenen Ideen einzubringen, was man daraus machen könnte, so Hepp. (goe)

 


 

NNP, 07.04.2008

Wandern auf dem „Lahnsteig“
von Johannes Laubach

Limburg-Weilburg. Das Lahntal lockt Radler und Kanufahrer. Nun soll es auch für Wanderer ein erlebenswertes Ziel werden. Von der Quelle im Rothaargebirge bis zur Mündung bei Lahnstein in den Rhein soll sich künftig der „Lahnsteig“ über rund 300 Kilometer links und rechts des Flusses erstrecken. Wenn alles klappt, dann könnte im Herbst kommenden Jahres über diesen Weg gewandert werden. Das ist zumindest die Hoffnung von Reinhold Hasselbächer, Geschäftsführer des Ferienlandes Westerwald-Lahn-Taunus und beim Kreis zuständig für den Tourismus.

Ob der Weg, der über 62 Kilometer quer durch den Kreis verläuft, künftig auch einmal den Namen „Lahnsteig“ führen wird, ist noch gar nicht klar. Zumindest laufen die bisherigen Planungen unter diesem Arbeitstitel. Aber mit der Bezeichnung „Steig“ sind nach Angaben von Hasselbächer auch gewisse Erwartungen verbunden. Und diese könnten zumindest in einigen Teilbereichen der Strecke nicht erfüllt werden.

Es gibt bereits Wege entlang des Flusses. Lahnhöhenwege jeweils auf der Taunus- und der Westerwaldseite, den Rad- und Wanderweg, eine Route für Jakobs-Pilger sowie unzählige lokale Wanderwege. Die Ausweisung ist dabei keineswegs abgeschlossen, wie der jüngst vorgestellte Geo-Pfad rund um den Villmarer Ortsteil Seelbach beweist. Also warum noch ein Weg?

Die bestehenden Lahnhöhenwege, sagt Hasselbächer, sind teilweise in einem Zustand, der die Wanderer allein lässt. Über Teilabschnitte seien die Wege schlecht gepflegt und auch ungenügend beschildert. Zum anderen könne der bestehende Rad- und Wanderweg, der in direkter Nähe des Flusses verlaufe, nicht noch zusätzliche Wanderer vertragen. Das führe zu einer Überlastung.

Und schließlich geht es Hasselbächer auch um Qualität. Der künftige „Lahnsteig“ soll das Siegel „Wanderbares Deutschland“ erhalten. Das ist nicht nur ein einfaches Etikett, sondern beim Marketing ein wichtiges Kriterium. Das Gütesiegel für Wanderwege des Deutschen Wanderverbands stellt Qualitätsansprüche an die Wege selbst (je weniger Asphalt umso besser), an die Wegweisung und Markierung sowie an Natur und Landschaft. Wie der künftige Weg durch den Kreis führen soll, ist nach Angaben von Hasselbächer dabei schon sehr genau festgelegt worden. Dies geschah in enger Absprache mit den betroffenen Kommunen. So ganz frei wählbar ist der Verlauf des „Lahnsteigs“ natürlich nicht. Vor allem die „Übergabestellen“ sind dabei wichtig. So kommt der Weg aus dem Lahn-Dill-Kreis kommend auf der Taunusseite zwischen Hirschhausen und Bermbach auf dem Kreisgebiet an. Auf der Taunusseite befindet sich auch die Übergabe an den Rhein-Lahn-Kreis in den Staffeler Wiesen. Dazwischen führt der Weg zwischen Weilburg und Runkel auf der Westerwaldseite entlang. Immer wieder kommt es dabei auch zu größeren Abständen zum Fluss. Das ist nach Angaben von Hasselbächer beabsichtigt, um die touristische Belastung zu entzerren.

In Villmar wurde dabei auch schon der Vorwurf erhoben, den Ort quasi links liegen zu lassen, denn der „Lahnsteig“ soll auf der Westerwaldseite verlaufen. Wie Hasselbächer sagt, ist die Entscheidung für die Führung des Weges nach einer intensiven Diskussion gefallen. Der Weg über den Villmarer Tunnel, das Naturdenkmal Unica-Bruch und die Ibach-Eiche wurde dabei als sehr hoch bewertet. Wie Hasselbächer weiter ausführt, gibt es zudem nur in Aumenau die Möglichkeit, die Lahn vor Villmar zu überqueren. Doch der Weg im Anschluss an die Brücke in Richtung Villmar sei problematisch. Zudem weist der Fachmann darauf hin, dass es neben dem Hauptweg stets die Möglichkeit von Sonderrouten gibt. So sei zum Beispiel am „Lahnsteig“ in Aumenau auf den ehemaligen Schieferabbau in Langhecke hinzuweisen, in Villmar selbst könne es zum Beispiel Sondertouren zum Lahn-Marmor-Museum und zur Kirche oder anderen lohnenden Zielen geben.

Auch wenn es zu den Zielen abseits des „Lahnsteigs“ immer wieder Sondertouren gibt, bei der Verwirklichung des Projekts ist ein gemeinsames Vorgehen angesagt. Der „Lahnsteig“ braucht über die gesamte Strecke ein gemeinsames Qutfit. Beschilderung, Informationstafeln, Ruhebänke und mehr sollen entlang des Weges überall gleich sein. Das Land Hessen wird das Projekt ebenso finanziell wie das Land Rheinland-Pfalz unterstützen.

Bis zur Hälfte der Kosten können es sein, aber erst dann, wenn es von den Kreisen Marburg-Biedenkopf, Gießen, Lahn-Dill und Limburg-Weilburg ein hessisches Gesamtpaket gibt. Wie Hasselbächer weiter sagt, werden auch die Kommunen zur Kasse gebeten. Daher geht es nicht nur um die notwendigen Investitionen vor dem Start, sondern auch um die Nachhaltigkeit des Projekts.

Seit dem Jahr 2003 laufen die konkreten Vorbereitungen für den „Lahnsteig“. Das ist schon eine lange Vorbereitungszeit. Aber es gilt auch vieles unter einen Hut zu bringen. Der Wanderweg wird einmal durch drei Bundesländer (Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz) führen. Daneben gilt es bei der Führung des Weges Landschaft, Natur, Kultur, Technik, Geschichte und öffentlichen Personennahverkehr miteinander zu verknüpfen.


 

NNP, 05.04.2008

Limburg-Weilburg. Ausgehend von der so genannten Häufigkeitszahl (Fälle pro 100 000 Einwohner), ist es in Sachen Kriminalität in der Gemeinde Villmar am sichersten. Die Gemeinde kommt auf eine Häufigkeitszahl von 2691 und liegt damit deutlich unter dem Kreisdurchschnitt von 5718. In der Gemeinde wurden 195 Fälle registriert, die Aufklärungsquote liegt bei 45,6 Prozent. Eine beruhigende Nachricht für die Bürger, die sich durch andere Verlautbarungen nicht scheu machen lassen sollten. Die weitere Reihenfolge der Städte und Gemeinden (Häufigkeitszahl, Fälle, Aufklärungsquote): Hünfelden 2934/297/60,6 %; Löhnberg: 3204/175/53,6 %; Weinbach: 3293/157/61,8 %; Brechen: 3298/218/54,1 %; Waldbrunn: 3369/200/55,5 %; Selters: 3396/279/62,7 %; Runkel: 3491/340/61,5 %; Mengerskirchen: 3511/209/56,5 %; Dornburg: 3571/303/57,1 %; Weilmünster: 3676/342/64,3 %; Elbtal: 3683/93/65,6 %; Merenberg: 3996/137/52,6 %; Beselich: 4476/256/55,5 %; Elz: 5188/414/58,2 %; Bad Camberg: 5432/781/56,9 %; Hadamar: 5559/684/68,6 %; Weilburg: 7333/999/58,5 % und Limburg 11634/3936/54,2 Prozent. (jl)


 

NNP, 04.04.2008

 

Villmar will Brautpaaren mehr Romantik bieten

 

Villmar. Etwas mehr Romantik möchte die Villmarer Standesbeamtin Ingrid Pohl den von ihr getrauten Brautpaaren verschaffen. Deshalb entwickelte sie jetzt den Plan eines „Hochzeitsgärtchens“ gleich neben dem alten Lehrerwohnhaus, in dem unter anderem das Standesamt des Marktfleckens untergebracht ist. Dort sollen sich die frisch vermählten Paare in angenehmer Atmosphäre zu einem Umtrunk und für die ersten Hochzeitsbilder treffen können.

Inspiriert wurde Ingrid Pohl von einer Hochzeitsfeier, die mehr als ein Jahr zurückliegt. Arbeitskollegen der Braut hatten einen Tisch mit Sonnenschirm und Strohballen auf dem Wiesenstück vor dem Standesamt aufgebaut. Eine malerische Szenerie, die Ingrid Pohl zum Anlass nahm, Skizzen und Entwürfe für ein kleines Hochzeitsgärtchen anzufertigen. Denn bisher macht das Ambiente vor dem Bau- und Standesamt nicht viel her, wie sie findet. In einer Art gepflastertem Hinterhof müssen sich die frischgebackenen Eheleute derzeit zwischen Mülltonnen zum Umtrunk treffen. Kein geeigneter Ort für den Start ins gemeinsame Eheleben, meint Ingrid Pohl.

Vor allem die frei stehenden Mülltonnen sollten ihrer Meinung nach verschwinden, indem sie in eine passende Holzverkleidung eingehaust werden. Dort, wo zwei Stufen auf die Wiese führen, könnte ein Rosenbogen und zur Hauswand hin eine Pergola mit zwei Bänken errichtet werden. Weiter sehen ihre Pläne eine geschwungene Fläche vor, die gepflastert werden sollte – eingefasst in das Grün der umgebenden Wiese. Eine Hecke soll ringsherum für den notwendigen Sichtschutz sorgen, erläutert Ingrid Pohl ihren Entwurf, den auch Bürgermeister Hermann Hepp gutheißt.

„Noch 2008“, so der Bürgermeister, „sollten wir das Hochzeitsgärtchen realisieren, damit die Brautpaare in Villmar mehr Romantik an diesem für sie doch ganz besonderen Tag erleben können.“ Ohnehin müsse das gemeindeeigene Wiesenfleckchen gepflegt werden, und da könne man auch gleich ein ansprechendes Ambiente für die Brautpaare schaffen, meinen Hepp und Ingrid Pohl. Kosten soll das Vorhaben nicht viel: Pflastersteine seien im Bauhof bereits vorhanden, Bänke könnte die Forstwerkstatt bauen, so Revierförster Kurt Walter. Auch einen Flechtzaun könnten Bauhof oder Forstwerkstatt beisteuern. Dennoch sucht Ingrid Pohl noch nach Sponsoren für ihr Projekt Hochzeitsgärtchen. Die Theatergruppe Villmar, der sie angehört, habe zum Beispiel bereits ihre finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. (goe)

 


 

NNP, 03.04.2008

Ein Arboretum für Villmar

Villmar. Mitarbeiter des Forstreviers Villmar haben in diesen Tagen gleich neben dem Waldspielplatz auf der Struth mit der Anlage eines so genannten „Arboretums“ begonnen. Dabei, so Revierförster Kurt Walter, handelt es sich um eine Sammlung verschiedenster Pflanzenarten, die dort auf einem insgesamt fast zwei Hektar großen Gelände der Öffentlichkeit gezeigt werden sollen. Vor allem den Kindern des nahe gelegenen Kindergartens und der Schule soll das Arboretum eine pädagogisch wertvolle Bereicherung anbieten, wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) ergänzte.

Bepflanzt wird eine Fläche, die in den letzten Jahren von Stürmen und anschließendem Käfer-Fraß arg gebeutelt wurde, so Walter. So sei eine riesige Lichtung entstanden, die ohnehin wieder aufgeforstet werden musste. Was also lag näher, als die Pflicht mit der Kür zu verbinden. 23 Jungbäume haben die Mitarbeiter des Forstreviers in den letzten Tagen bereits gepflanzt, allesamt heimische Laubgehölze. Insgesamt sollen in diesem Jahr bis zu 220 Bäume neu gesetzt werden, wobei jede Baumart in Zehnergruppen stehen wird. Kostenpunkt für die Pflanzen: 660 Euro. Finanziert wird das Ganze im Forsthaushalt der Gemeinde Villmar.

In den nächsten Jahren soll das Arboretum dann fortlaufend erweitert werden, bis schließlich 100 bis 120 verschiedene Baum- und Straucharten gepflanzt sind. Eine hohe Artenvielfalt auf verhältnismäßig engem Raum soll so entstehen. Nicht nur „gängige“ Baumarten wie Eiche, Buche, Ahorn werden in dem künftigen Arboretum zu sehen sein, auch seltenere Bäume wie Ulme, Ross- und Esskastanie, Winter- und Sommerlinde, Speierling oder Elsbeere seien geplant, so Revierförster Walter. „Wir wollen der Jugend ein breites Spektrum der heimischen Wälder zeigen“, meint Bürgermeister Hepp.

Auf beschrifteten Tafeln können sich die Besucher später informieren, um welche Baumart es sich jeweils handelt. Was auch dringend notwendig sei, wie Kurt Walter meint. Denn das botanische Wissen der Jugend sei nach seiner Erfahrung auf einem erschreckend niedrigen Niveau. (goe)

 


 

NNP, 02.04.2008

 

Erneuerung von Aumenau ist gestartet

 

Villmar-Aumenau. Mit der Dorferneuerung in Aumenau ist gestern offiziell begonnen worden. Neun Jahre lang haben nun die Hausbesitzer im Ortskern des Lahnortes die Möglichkeit, eigene Sanierungsvorhaben vom Land Hessen finanziell bezuschussen zu lassen. Vorausgesetzt, dass sie sich vorher fachgerecht beraten lassen, wie Bürgermeister Hermann Hepp beim Besuch der ersten „Dorfnerneuerungsfamilie“ Utina und Bernd Horz in der Brückenstraße erklärte. Mit den kostenlosen Beratungen wurden der Brechener Architekt Stefan Dreier und Hans-Joachim Egenolf vom Fachbereich Bauen, Umwelt und ländlichen Raum bei der Kreisverwaltung Limburg-Weilburg, betraut.

In den Gesprächen wird an Ort und Stelle geklärt, welche Baumaßnahmen im Einzelnen geplant sind und ob diese auch förderfähig sind. Bezuschusst werden nach Hepps Information bis zu 30 Prozent der „förderfähigen Kosten“ bei einer Obergrenze von 30 000 Euro für ein Projekt. Der Gemeinde gehe es bei der Dorferneuerung auch darum, den Charakter der Gebäude im Ortskern zu erhalten oder wiederherzustellen. So stellte Architekt Dreier beim Ehepaar Horz zum Beispiel fest, dass das 1931 gebaute Haus eine original Schieferbedachung besitzt, die im Zuge anstehender Sanierungsarbeiten am Dach unbedingt erhalten werden und nicht etwa durch Betondachsteine ersetzt werden sollte. Außerdem will Familie Horz ihr Haus neu verputzen lassen.

Insgesamt haben sich in Aumenau nach Auskunft von Ute Schwarz vom Bauamt Villmar bereits 18 Interessenten für ein Beratungsgespräch angemeldet. Welche Grundstücke zum Dorferneuerungsbereich gehören, wurde von der Gemeinde genau festgelegt; Auskunft erteilt das Bauamt.

Ziel der Dorferneuerung, so Hermann Hepp, ist es, dem Ausbluten der Ortskerne im Zeichen einer schrumpfenden Bevölkerungszahl entgegenzuwirken. Die Erfolge, die mit der Dorferneuerung in den letzten Jahren in seinem eigenen Wohnort Weyer erzielt worden seien, machten Mut, dass es in Aumenau ebenfalls positiv laufen wird. Beispielsweise habe sich – trotz einer generell zurückgehenden Bevölkerungszahl – die Zahl der Kinder im Weyerer Kindergarten erhöht. Denn ein Zuzug in den Ortskern dort sei auch für junge Familien wieder attraktiv geworden, meinte Hepp. Der Bürgermeister zeigte sich zudem optimistisch, dass die neuen Richtlinien für die Dorferneuerung, die in Aumenau angewendet werden sollen, in spätestens drei oder vier Wochen von der Landesregierung vorgelegt werden.

Hans-Joachim Egenolf von der Kreisverwaltung freute sich, dass die Dorferneuerung endlich in Aumenau angekommen ist. Der Erfolg des Projekts ruhe auf drei Säulen: Gemeinde, Fachverwaltung und vor allem die Bürger. Egenolf appellierte an alle Hauseigentümer, die ihr Gebäude sanieren wollen, sich fachlich beraten zu lassen. Nur so könne eine ortstypische Sanierung gelingen. Neben der privaten Dorferneuerung werden Aumenauer Bürger in den nächsten Monaten ein Konzept erstellen, das die Richtschnur für die Erneuerung der öffentlichen Gebäude und Anlagen sein wird, wie Hans-Joachim Egenolf erläuterte.(goe)

 


 

NNP, 20.03.2008

 

Zuwachs im Gewerbegebiet „Brotweg II“

 

Villmar. Über zwei Ansiedlungen im Gewerbegebiet „Östlich des Brotweges II“ auf einem 1217 Quadratmeter großen Grundstück freut sich Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) bei einem Ortstermin. Allerdings handelt es sich bei beiden Betrieben um keine echten Neuzugänge für Villmar. Der Malermeisterbetrieb Ordonez ist bereits seit 1995 in Villmar im Sperberweg ansässig. Zurzeit hat die Firma, die acht Mitarbeiter beschäftigt, eine Halle für Lagerzwecke angemietet. Jetzt baut sie für 100 000 Euro in der Unicastraße eine eigene, die Anfang Mai fertiggestellt sein soll. Die Firma Kissel Bedachungen und Bauspenglerei zieht es ins Gewerbegebiet, weil es am alten Standort in Seelbach keine Gewerbeflächen zur Erweiterung gibt. Im Juni sollen die neuen Räumlichkeiten für 280 000 Euro bezugsfertig sein. Auch wenn der Standort Seelbach erhalten bleiben soll, werden aus Platzmangel dort Verwaltung und Lagerhalle sowie eine Betriebswohnung nach Villmar ausgelagert.

Bürgermeister Hepp freute sich, dass von den 4,6 Hektar im Bereich „Östlich des Brotweges II“ zur Verfügung stehenden Gewerbeflächen bereits 2,9 Hektar verkauft seien, die restliche Fläche von 17 000 Quadratmetern sei noch nicht erschlossen. Zunächst würden durch eine Bebauungsplanänderung im vereinfachten Verfahren die Straßenführung und der Zuschnitt der Parzellen geändert. Abschluss des Verfahrens sei Mitte diesen Jahres. Dann wolle in den „Brotweg II“ ein weiteres Dachdeckergeschäft aus Weyer umsiedeln. „Die zentrale Lage des Gewerbegebietes in unmittelbarer Nähe der angrenzenden Wohngebiete und die direkte Anbindung an die Landesstraße begründet hauptsächlich dessen Attraktivität“, sagte Hepp. Das breite Spektrum der Leistungsfähigkeit aller Betriebe und Geschäfte soll nach dem Wunsch des Bürgermeisters anlässlich eines „Tages der offenen Tür“ im Spätsommer der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Der Fortbestand der Firma Kissel, die derzeit elf Mitarbeiter beschäftigt und dieses Jahr ihr 15-jähriges Bestehen feiert, ist nach Angaben der Inhaber Petra und Bruno Kissel gesichert. da Tochter Nadine 2003 die Meisterprüfung für das Dachdeckerhandwerk ablegte. Sohn Sebastian ist seit Sommer letzten Jahres Geselle in diesem Handwerk. Die Firma Kissel sei spezialisiert auf Altbausanierung inklusive der vorgeschriebenen Wärmedämmung, die Sanierung von Terrassen und Balkonen sowie Naturschieferarbeiten, so Bruno Kissel. Die Firma Ordonez ist, wie der spanische Inhaber José Ordonez berichtete, ein mittelständisches Unternehmen, das Restaurierung von denkmalgeschützten Gebäuden, Fassaden-Check-Ups, Analayse von Betonbauwerken als Grundlage für Instandsetzung sowie individuelle Farbgestaltung an Fassaden, in Treppenhäusern und Räumen aller Art anbietet. (klo)

 


 

NNP, 06.03.2008
 

Dorf-Belebung auf die Sprünge helfen
 

Von Rolf Goeckel

Villmar. Unserem Dorf mehr Leben geben – dieses Ziel verfolgt die Gemeinde Villmar seit gut zwei Jahren, passiert ist seitdem allerdings wenig. Ein „Standortmanager“ soll der vom Gemeindeparlament beschlossenen Ortskernbelebung nun auf die Sprünge helfen. 20 000 Euro stehen dafür im Haushaltsplan für 2008 bereit, versehen allerdings mit einem Sperrvermerk, den der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) aufheben könnte. 60 Prozent würde das Land Hessen als Zuschuss zahlen. Die kurze Diskussion in der jüngsten Sitzung des Villmarer Parlaments zeigte: Mit dem Begriff „Standortmanagement“ wusste niemand so recht etwas anzufangen.

Am Anfang, so Bürgermeister Hermann Hepp und „Standortmanager“ Bernd Schönfeld aus Weilburg gestern in einem Pressegespräch, steht die Einsicht, dass die Ortskerne zunehmend überaltern und allmählich auszubluten drohen. Gleichzeitig haben sich in den letzten Jahrzehnten in der dörflichen Peripherie Neubaugebiete gebildet, in die vorwiegend junge Familien ziehen. Wachstum und Niedergang gehen in ein und demselben Ort oftmals nebeneinander her – eine widersprüchliche Situation, die es zu beenden gilt, so Hepp. Längst hat die Gemeinde erkannt, dass sie keine neuen Baugebiete mehr ausweisen kann, wenn sie dem Trend zum Wegzug aus den Ortskernen Einhalt gebieten will. Für die kommenden zehn Jahre, so der Beschluss, soll es in Villmar keine neuen Bauplätze mehr geben. Doch das ist längst nicht alles.

Neue Wege in der
Dorferneuerung


Mit der bevorstehenden Dorferneuerung in Aumenau will die Gemeinde neue Wege gehen, die über die bisherige Praxis der reinen Fassadenverschönerung hinausgeht, so Hepp und Schönfeld. Vorhandene Flächen, alte Immobilien oder auch Freiflächen sollen aktiv gemanagt, das heißt vermarktet werden. Über alledem steht das Ziel, mehr Menschen dazu zu bringen, sich in den alten Ortskernen niederzulassen und sie von der Qualität des Lebens im Dorf zu überzeugen. Dazu bedarf es laut Schönfeld eines ganzen Bündels geeigneter Maßnahmen, angefangen mit einer Bestandsaufnahme (Ortskernkartierung), wie sie für Villmarer und Weyer bereits erstellt worden ist. Welche Immobilien gibt es in den Dorfkernen, in welchem Zustand befinden sie sich, wer wohnt dort, welche Häuser stehen leer?“ Aber auch die „Einwohnerstruktur“, das heißt die Zusammensetzung der im Ort lebenden Bevölkerung soll ermittelt werden, um auf dieser Grundlage Konzepte für die Belebung des Orts zu entwickeln. Die Bevölkerung, so Schönfeld sei in diesen Erneuerungsprozess aktiv einzubinden, wobei auch unpopuläre Maßnahmen nicht gänzlich auszuschließen seien. Unter Umständen müssten Immobilien auch von der Gemeinde angekauft, abgerissen und „plattgemacht“ werden, um auf der betroffenen Fläche weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Immobilienbörse und
Architekten-Wettbewerb


Die herkömmlichen Mittel des Planungsrechts, so Schönfeld, reichen nach seiner Einschätzung nicht mehr aus, um das Problem der vielerorts schon heute ausblutenden Ortskerne zu bewältigen. Eine umfassende Beratung, die bauliche wie finanzielle Aspekte umfasst, sei erforderlich, um Menschen dafür zu interessieren, sich in einer alten Immobilie niederzulassen. Der „Standortmanager“ stehe – im Auftrag der Gemeinde – als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung. Flankierend sei ein Architekten-Wettbewerb geplant, um Gestaltungskonzepte für einzelne Häuser oder auch ganze Straßenzüge zu entwickeln. Auf dieser Grundlage sollen Immobilien mit Hilfe einer dörflichen „Immobilienbörse“ aktiv vermarktet werden. Schönfeld: „Wir werden die demografischen Probleme mit der Bauleitplanung alleine nicht in den Griff bekommen.“

Beispiel für die Notwendigkeit eines aktiven Flächenmanagements ist laut Hepp das alte Kino in der Villmarer Peter-Paul-Straße, das zusammen mit anderen Immobilien zusammengefasst und für die Gewerbeansiedlung oder hochwertiges Wohnen genutzt werden sollte.

Der künftige Villmarer Standortmanager, wenn er denn vom HFA genehmigt werden sollte, wäre für die ganze Großgemeinde Villmar zuständig, wobei ein Hauptaugenmerk auf der Dorferneuerung in Aumenau liegen wird. Anders als bisher wird die Dorferneuerung allerdings nicht auf Aumenau beschränkt bleiben, sondern auch die angrenzenden Orte Seelbach und Falkenbach einbeziehen. Es gehe darum, über den Tellerrand hinauszusehen, so Hepp, und einen Ort mit seinen sämtlichen Beziehungen nach Außen zu betrachten. Vorbehaltlich der genauen Förderrichtlinien, die derzeit noch nicht vorliegen, wird es wohl auch möglich sein, dass dorthin Fördermittel des Landes fließen werden, so Hepp. Voraussetzung sei allerdings die Bewilligung des „Standortmanagers“, der nach Freigabe der Mittel im Parlament beim Land beantragt werden muss. Noch in diesem Jahr soll dieser seine Arbeit aufnehmen.

 


 

NNP, 05.03.2008

 

Villmar-Seelbach. In einer Informationsveranstaltung der Gemeindeverwaltung in der Seelbachtalhalle stellten interessierte Bürger nächste Weichen für eine mögliche Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Die mit gemischten Gefühlen erschienenen rund 40 Teilnehmer entschieden sich nach Informationen durch Bürgermeister Hermann Hepp und den Architekten Stephan Dreier einstimmig bei vier Enthaltungen von Skeptikern dafür, die Dinge zunächst im Vereinsring zu erörtern und bei positivem Ausgang eine Kommission zu bilden, welche die Dinge voranbringen soll.

Einleitend wies der Bürgermeister auf den demographischen Wandel in der Bevölkerung hin, die auch vor den Ortsteilen der Gemeinde Villmar nicht Halt mache und ihre Ortsteile vor besondere Herausforderungen stelle. Es erhebe sich die Frage, ob Seelbach auf Dauer seine 700 Einwohner halten könne, wenn sich das Dorf nicht weiter entwickle, um jungen Familien Anreiz zu geben, sich hier einzubürgern. Es sei deutlich, dass der Ortskern langsam überaltere, es etliche Leerstände gebe und die Gehöfte ehemaliger landwirtschaftlicher Betriebe kaum an den Mann zu bringen seien. Andererseits sagten die Prognosen voraus, dass sich im Landkreis Limburg-Weilburg an gewissen Stellen, am ICE-Halt Limburg oder an der B 49 bei Beselich, Siedlungsschwerpunkte bilden.

 

Die Gemeinde habe mit der Dorferneuerung in Weyer gute Erfahrungen gemacht und sei jetzt froh, Aumenau als Schwerpunkt ins Programm bekommen zu haben. Jetzt sollen die Ortsteile Seelbach, Falkenbach und Langhecke ins Visier genommen werden, wobei sich die beiden kleineren Orte wenig für die Teilnahme am Wettbewerb eigneten, Seelbach aber infolge der noch vorhandenen Infrastruktur und Bausubstanz sowie dem bei der 850-Jahr-Feier gezeigten Gemeinschaftsgeist gute Chancen bei einer Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ habe.

Nach der vom Architekturbüro Stephan Dreier (Niederbrechen) vorgenommenen „Städtebaulichen Voruntersuchung“ weist Seelbach von den vier untersuchten Ortsteilen mit Abstand die bedeutendste Bausubstanz mit einem gut erhaltenen historischen Ortskern auf, erläutere Dreier bei der Vorstellung der Untersuchung. Umso schmerzlicher mute die schleichende Zerstörung an, die ungebremst durch unsachgemäß vorgenommene bauliche Veränderungen zu beobachten sei. Die so wichtigen Details wie historische Türen und Fenster verschwänden nach und nach aus dem anmutigen Ortsbild.

Der Kernbereich des Wiederaufbaus nach dem letzten Großbrand 1873 stehe als bauliche Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Die geräumigen Drei- und Vierseithöfe seien meist zwischen zwei Straßen oder Gassen gelegen und wiesen ansprechende Wohnbauten sowie Scheunen stattlicher Größe auf. Obwohl alle Gebäude in Fachwerkbauweise errichtet seien, waren die Wohnhäuser stets mit einem schützenden Putz überzogen. Zu den besonders guten Beispielen der charakteristischen Haus- und Hofformen zählen die Objekte Rathausstraße 5 und 7.

Bemerkenswert ist, dass der Anteil der über 60-Jährigen mit 22,6 Prozent knapp unter dem Anteil in der Gesamtgemeinde Villmar und dem Landesdurchschnitt liegt. Dem gegenüber stehen jedoch der relativ hohe Anteil von Kindern und Jugendlichen bis 20 Jahre, der deutlich über dem Anteil in der Gesamtgemeinde und dem Landesdurchschnitt liegt. Per saldo halten sich die bis 20-Jährigen mit den über 60-Jährigen die Waage, so dass der Ort rein statistisch noch nicht an Überalterung leidet. Allerdings belegt die Altersstatistik für den Ortskern, dass hier durchaus eine Überalterung der Bevölkerung zu verzeichnen ist. (mhz)
 


 

NNP, 04.03.2008

 

Feuerwehr feiert ihren 75. Geburtstag
 

Villmar-Weyer. Das Jahr 2008 steht bei der Feuerwehr Weyer ganz im Zeichen des 75-jährigen Bestehens. Wie Vorsitzender Erol Lintner in der Hauptversammlung im Feuerwehrhaus berichtete, findet Gründonnerstag die Jahreshauptversammlung der Großgemeindefeuerwehren in Weyer statt. Am 1. Mai ist eventuell eine gemeinsame Feier mit dem MGV „Eintracht“ geplant. Für 10. Mai ist ein Rockabend mit Roy Hämmer zusammen mit dem RSV vorgesehen. Am 8. Juni gibt es wieder einen Brandschutztag. Das eigentliche Festwochenende soll vom 4. bis 6. Juli stattfinden. Unter dem Motto „Das Leben ist kein Vatertag“ startet es mit einem Comedy-Abend mit Bernhard Westenberger und A-cappella-Musik von „Die Bembelsänger“. Tags darauf ist der Festkommers, Sonntag dann zum Abschluss nach einem Festgottesdienst ein Festumzug durch das Dorf. Es schließen sich ein Funlauf am 20. Juli und ein Grilltag am 24.

 

„Ich möchte mich einmal bei allen bedanken, die in den verschiedenen Ausschüssen zum Fest tätig sind, wo die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen“, so Lintner. Beim Fest werde die Hilfe jedes Einzelnen benötigt. Das Festjahr habe mit der Silvesterparty bereits gut begonnen, bei der 170 Besucher ihren Spaß gehabt hätten. Geplant sei fürs laufende Jahr noch der Ausbau des alten Gerätehauses, was dann für die Jugendarbeit als Bastel- und Abstellraum genutzt werden könne. Dabei gebe es aber leider unerwartete Probleme, da der Holzwurm im Gebälk nage, so der Vorsitzende. Mit der Mitgliederentwicklung kann Vorsitzender Lintner jedoch zufrieden sein. Drei Austritten standen 19 Neueintritte gegenüber, so dass der aktuelle Mitgliederstand 313 beträgt. 22 Aktive seien in der Einsatzabteilung, zwölf in der Alters- und Ehrenabteilung, 17 in der Jugendfeuerwehr und 46 Kinder in der Bambinigruppe „Firekids“. Gut angenommen werde im Ort die Mitte des Vorjahres gestartete Aktion der Wehr, jedem Neugeborenen einen Rauchmelder zu schenken. Die Einsatzabteilung bezeichnete Lintner als „tolle Truppe, die der Feuerwehrverein gerne weiter finanziell unterstützt“. Im letzten Jahr seien ein Rettungsrucksack sowie weitere Werkzeuge und Ausrüstungsgegenstände angeschafft worden.

Wehrführer Jörg Sonntag berichtete, dass Jürgen Eißmann sämtliche der 30 Übungen im Vorjahr absolviert habe. Auf Platz zwei komme er selbst mit 26 besuchten Übungen, auf dem dritten Lintner. Sonntag sagte, dass seine Aktiven an neun Lehrgängen teilgenommen und zudem Brandschutzfrüherziehung im Weyerer Kindergarten angeboten hätten. Befördert wurden Jörg Sonntag zum Hauptlöschmeister, Volker Bayer zum Oberlöschmeister, Erol Lintner zum Hauptfeuerwehrmann, Jürgen Eißmann, Dominik Gilberg, Markus Höpp, Oliver Weidl und Lutz Sonntag zum Oberfeuerwehrmann und Patrick Nickolay zum Feuerwehrmann.

Zwölf Einsätze seien, so der Wehrführer, im letzten Jahr zu absolvieren gewesen. Von einem Brand in Villmar über die Bergung eines abgestürzten Hundes bis zu der eines Ölfasses aus dem Bach. Jugendwart Torben Thorn berichtete, dass ein Jugendlicher in die Einsatzabteilung gegangen sei, vier weitere ausgetreten seien. Drei Mitglieder seien neu in die Jugendfeuerwehr gekommen. 65 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 33 Stunden allgemeine Jugendarbeit hätten auf dem Programm gestanden. Interessierte Kinder ab zehn Jahren können gerne einmal unverbindlich donnerstags von 18.30 bis 20 Uhr bei den Übungen im Feuerwehrhaus vorbei schauen. Die Bambini-Gruppe für die Vier- bis Neunjährigen trifft sich einmal monatlich.

Karten für den Comeydabend gibt es bereits für 9.50 Euro, also 1,50 Euro günstiger als an der Abendkasse, in der Bäckerei Laux und der Gaststätte „Zum Zapfhahn“ in Weyer, im Tankshop Villmar, in der Tankstelle Gläser in Niederbrechen, bei Papier- und Schreibwaren Brück in Bad Camberg, im Tabakshop Limburg sowie per E-Mail unter comedy@freiwillige-feuerwehr-weyer.de. Anmeldungen als Helfer oder Zugteilnehmer: Erol Lintner, Telefon:  (0 64 83)35 31.(klo)

 


 

Villmar. Das Gemeindeparlament hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend eine Entscheidung über Abriss oder Erhalt der alten Schule vertagt. Hintergrund sind überraschende Pläne der Gemeinde, mit der Frankfurter Senckenberg-Gesellschaft über die Einrichtung eines Lahn-Marmor-Museums in dem ungenutzten Schulgebäude zu verhandeln. Die Gemeinde, so Bürgermeister Hermann Hepp (CDU), greift damit Pläne aus dem Jahr 2006 auf, die damals an fehlenden Geldgebern gescheitert waren.

Am 20. März, so berichtete Hepp dem Parlament, will der Vorsitzende der Senckenberg-Gesellschaft, Professor Volker Mosbrugger, die alte Villmarer Schule persönlich besichtigen. Ziel sei es, zu prüfen, ob das Gebäude als Außenstelle des berühmten Frankfurter Johann-Christian-Senckenberg-Museums geeignet ist. Die Verbindung zwischen dem Villmarer Marmor und dem Namen Senckenberg-Schule habe das Interesse des Frankfurter Wissenschaftlers geweckt, sagte Hepp, der den Kontakt zu Mosbrugger vor wenigen Tagen hergestellt hat.

 

Wie groß die Chancen für einen Erhalt der alten Schule tatsächlich sind, ist laut Hepp derzeit schwer abzuschätzen. Dreh- und Angelpunkt eines neuen Museums sei letztlich die Finanzierung, die von der Gemeinde Villmar alleine nicht zu stemmen sei. Externe Geldgeber seien deshalb gefragt. Hepp denkt dabei an die Einbindung in das überregionale Geopark-Projekt, das aus dem europäischen Fördertopf für die ländlichen Regionen („ELER“) finanziert werden soll. Eine weitere Fördermöglichkeit für ein neues Lahn-Marmor-Museum sieht Hepp in dem Bundesprogramm „soziale Stadt“, an dem auf Anregung des SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Frank Schmidt (Löhnberg) die ganze Oberlahn-Region teilnehmen könnte. Erste Gespräche mit seinem Weilburger Amtskollegen Hans-Peter Schick aber auch mit Eckhard Mascus vom Amt für den ländlichen Raum in Limburg habe er bereits geführt, sagte Hepp der NNP. Jetzt müsse geprüft werden, ob ein Lahn-Marmor-Museum in Villmar in diese Förderprogramm passt.

Laut Hepp stehen auch die Fraktionsvorsitzenden des Villmarer Gemeindeparlaments hinter den Museums-Plänen, die bereits vor zwei Jahren in einem von ihm selbst angeregten Ideen-Workshop ausführlich diskutiert worden seien. Teilnehmer an der Diskussionsrunde waren seinerzeit prominente Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Lahn-Marmor-Museums-Verein Villmar. Das Projekt Museum mit angeschlossenem Café und Shop sei damals zwar allgemein begrüßt worden, an der Frage der Finanzierung dann aber gescheitert.

Hepp macht auch darauf aufmerksam, dass dem Kreis als Eigentümer der alten Schule eine Schlüsselrolle zufällt. Bisher hatte der Kreis auf einem Eigenanteil am Verkaufserlös von 150 000 Euro bestanden. Deshalb müsse vor allem auch mit Landrat Manfred Michel über die Museumspläne gesprochen werden. Hepp: „Ohne den Kreis läuft gar nichts.“

Das Thema alte Schule soll voraussichtlich zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am 24. April erneut auf die Tagesordnung kommen. Sollten sich die Museums-Pläne bis dahin zerschlagen haben, stünde die Empfehlung des Gemeindevorstands, das Schulgebäude abzureißen und dort Wohnhäuser zu errichten weiterhin auf der Tagesordnung. Der Limburger Investor Hans Schmitt sei auch weiterhin am Erwerb des Geländes interessiert, so Hermann Hepp. (goe)

 


 

NNP, 01.03.2008

 

Ja zu Kunstrasen und Urnenwand

 

Villmar. Das Gemeindeparlament hat den Haushalt für 2008 bei Enthaltungen der Freien Wähler und des parteilosen Frank-Peter Lautermann einstimmig verabschiedet.

Einen Antrag der Freien Wähler, 200 000 Euro Zuschuss für den Bau eines Kunstrasenplatzes in Aumenau zu streichen, lehnte das Parlament mit großer Mehrheit ab. Lediglich die Aktive Alternative Villmar (AAV) stimmte mit der FWG. Zustimmung gab es für die von der SPD beantragte Urnenwand oder alternative Bestattungsformen auf dem Villmarer Friedhof. Dafür stehen 6000 Euro im Haushalt zur Verfügung. Die AAV stimmte auch hier dagegen. Die vom Gemeindevorstand mit 20 000 Euro vorgeschlagene Finanzierung eines so genannten „Standortmanagers“ wurde auf Antrag von Jörg Mackauer (SPD) mit einem Sperrvermerk versehen. Die Freigabe der Mittel soll nach erneuter Beratung im Haupt- und Finanzausschuss erfolgen. Einen Sperrvermerk verhängte das Parlament auch über die geplante Fahrzeugbeschaffung (5000 Euro) im Bauhof, weil das Parlament hier noch Informationsbedarf sah.

 

Zu einem Schlagabtausch kam es beim Thema Kunstrasenplatz, den etwa 50 Mitglieder des TuS Aumenau auf den Zuschauerstühlen interessiert verfolgten. Thomas Caspari (Freie Wähler) sah sich hier in der Oppositionsrolle. Die hohe Verschuldung der Gemeinde (15,5 Mio. Euro), hohe Ausgaben für die Kanalsanierung in den kommenden Jahren und Unsicherheiten beim Zinsmanagement sprechen laut Caspari gegen den aus seiner Sicht ungewöhnlich hohen Zuschuss für den Verein. Auch die Frage des Lärmschutzes für den Sportplatz in einem Wohngebiet von Aumenau sei ungeklärt. Der Bau eines Rasenplatzes wäre laut Caspari ausreichend gewesen.

Axel Paul schlug in die gleiche Kerbe, indem er die hohen Kosten für den Kunstrasenplatz kritisierte. Die Sanierung des vorhandenen Hartplatzes würde nur 205 000 statt 380 000 Euro kosten und wäre auch seiner Meinung nach ausreichend.

Arnold-Richard Lenz, SPD-Gemeindevertreter aus Aumenau, hielt Caspari und Paul vor, nur die Kosten, nicht aber den Nutzen des Kunstrasenplatzes ins Kalkül gezogen zu haben. Vorteile seien zum Beispiel die größere Nutzbarkeit des Kunstrasens und ein geringerer Pflegeaufwand. Auch dürfe die Entscheidung für oder wider den Kunstrasen nicht davon abhängen, ob der TuS Aumenau in der C-Klasse spielt, was Caspari gegenüber der NNP kritisiert hatte. Zum Thema Lärm merkte Lenz an, dass dieser bei jeder Art von Plätzen gleich sei.

Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) erinnerte daran, dass der Untergrund des bestehenden Hartplatzes für die Anlage eines neuen Rasenplatzes ungeeignet sei. Der Kunstrasenplatz für Aumenau sei eine Investition, die über den Ortsteil hinaus weise.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Scheu meinte, gute Jugendarbeit in Sportvereinen könne nur mit entsprechend guten Sportstätten funktionieren. Er wies darauf hin, dass in Aumenau nicht nur eine Mannschaft spiele, sondern Jugendliche aus allen Ortsteilen, die in der JSG Lahntal zusammengeschlossen sind. Außerdem soll der Aumenauer Kunstrasenplatz künftig auch als Ausweichmöglichkeit Seniorenmannschaften anderer Ortsteile zur Verfügung stehen.

Caspari hielt seinen Kritikern entgegen, die SPD löse nun offenbar ein Wahlversprechen ein, für das die CDU vor der Landtagswahl Geld beim Finanzminister beschafft habe. Ein Kunstrasenplatz für Aumenau könnte Begehrlichkeiten auch in den anderen Ortsteilen wecken, befürchtete Caspari. Schon nächstes Jahr werde Seelbach mit diesem Wunsch kommen“, meint er. Den Vorwurf des Wahlgeschenks wies der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Aumüller zurück: „Das hat nie in unserem Programm gestanden.“

In seiner Haushaltsrede ging Dieter Scheu auch auf den Teilausbau für das Baugebiet Haintgesfeld II ein. Die Tatsache, dass in dem Baugebiet erst 17 von 37 Grundstücken bebaut sind, sah Scheu als Beleg für die Befürchtungen der CDU, dass die extreme Hanglage des Gebiets ein Risikofaktor für die Vermarktung sei. Scheu riet zu einer zügigen Vergabe der Grundstücke. Beim Thema Urnenwand beantragte Scheu, dass der Gemeindevorstand ein Gesamtkonzept für die Friedhofsgestaltung mit alternativen Bestattungsformen erarbeitet. Dem stimmte die Gemeindevertretung mehrheitlich zu.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Aumüller kritisierte die für 2009 geplante Einführung der doppelten Buchführung gemäß einer Vorgabe des Landes. Hier werde viel Geld (150 000 Euro) für Software, Schulungen und Bindung von Mitarbeitern ausgegeben, das anderweitig sinnvoller eingesetzt wäre. Nach wie vor sah Aumüller überzogenen Standards in vielen Bereichen der Gemeinde, die man sich eigentlich gar nicht mehr leisten könne.

Axel Paul kritisierte die geplante Urnenwand, weil die Gemeinde hier in Vorlage treten müsse. Günstiger wäre die Anlage eines Rasengräberfeldes. (goe)

 



Marktflecken, 26.02.2008

 

Präventionskommission des Marktfleckens Villmar nahm ihre Arbeit auf

 

Am 19.02.2008 fand auf Anregung des Gemeindevorstandes und auf Beschluss der Gemeindevertretung vom 14.12.2007 die erste Sitzung der Präventionskommission statt. Bürgermeister Hepp sieht hier eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, denn es ist in jedem Fall besser, Straftaten zu verhindern, als sie zu verfolgen und zu bestrafen.

 

Zur Auftaktveranstaltung waren der Leiter der Polizeidirektion Limburg-Weilburg, Herr Polizeidirektor Volker Pfeiffer (gleichzeitig auch Geschäftsführer der Präventionskommission auf Kreisebene) sowie der Pressesprecher und Jugendkoordinator Bruno Reuscher anwesend und diskutieren mit den Kommissionsmitgliedern.

 

Die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit werden sich an den Belangen der Bürgerinnen und Bürger des Marktfleckens orientieren. So ist es wichtig, in die Ortsteile hinein die Belange der Bevölkerung auf Sicherheit und Ordnung ernst zu nehmen, sie zu hören und auch Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

 

Tenor des ersten Gespräches war es, eine ergebnisoffene Diskussion zu führen. Die Arbeit der Kommission soll sich nicht nur auf die Jugendarbeit beschränken, sondern soll den Bürger von der Jugend bis ins Alter begleiten und so versteht sich die Kommission als Ansprechpartner der Bürger. Gerade im Hinblick auf die Jugend sollten wir den Jugendlichen Gesprächsbereitschaft zeigen. Jederzeit auch die Belange der Jugend zu hören ist eine Zielsetzung der Kommission, dadurch Integration zu fördern, Alkoholmissbrauch zu reduzieren sowie Sachbeschädigungen zu minimieren. Wichtig ist es ebenfalls, gerade im Hinblick auf Jugendarbeit die positiven Ansätze in den Ortsteilen darzustellen. Positive Jugendarbeit in den Vereinen, funktionierende Jugendräume, gelungene Freizeiten sind positive Erfahrungen aus der Jugendarbeit. Jedoch gilt es auch, die Ängste der Bürgerinnen und Bürger ernst zu nehmen.

 

Die Kommission soll eine ständige Einrichtung sein und mit der fachkompetenten Besetzung (aus dem Bereich der Jugendarbeit, Justiz und Polizei) werden wir weiter über die Arbeit und die Erfolge der Kommission berichten. Ein Appell geht an unsere Bevölkerung, diese Kommission zu unterstützen und - so hoffen wir - ein gutes Miteinander im Marktflecken Villmar zu erzielen. Haben Sie Fragen, haben Sie Ängste, haben Sie auch Worte des Lobes, so können Sie diese bei den Mitgliedern der Kommission, aber auch bei dem Bürgermeister des Marktfleckens Villmar äussern unter der Telefonnummer 06482/91210 oder unter der Mail-Adresse gemeinde@villmar.de.

 

Die Kommission setzt sich wie folgt zusammen:

 

Herrn Peter Fink, Aumenau

Herrn Stefan Lorber, Aumenau

Herrn Walter Haas, Villmar

Frau Sabine Günther, Villmar

Frau Cornelia Peter-Beeck, Weyer

Frau Konstanze Dresen, Villmar

Frau Nina Müller, Villmar

Herrn Andreas Hübner, Weyer

Herrn Uwe Eller, Falkenbach

Herrn Jens Wirbelauer, Aumenau

Herrn Michael Riemer, Langhecke

Herrn Oliver Link, Seelbach

 

gez. Hepp, Bürgermeister

 


 

NNP, 18.02.2008

 

Neues Leben auf der ehemaligen Deponie

 

Villmar-Seelbach. Villmarer Ortsteil Seelbach wurde von der Gemeinde rekultiviert. Nach der Verfüllung des Geländes wurden rund 5500 Buchensetzlinge und 500 Kirschbäume im Reihenabstand von zwei Metern durch ein Unternehmen gepflanzt, die Forstarbeiter haben den Zaun zur Sicherung vor Verbiss hinzugefügt.

Revierförster Kurt Walter erläuterte bei einem Ortstermin den Mitgliedern der SPD-Fraktion der Gemeindevertretung Villmar vor Ort jetzt die Maßnahme. Die erste Läuterung soll nach etwa zehn Jahren erfolgen, heiß es dabei. (nnp)
 


 

NNP, 16.02.2008

Villmar. In der Bauausschusssitzung wurde ein Antrag der Energieerzeugung Villmar GmbH & Co. KG auf Durchführung von bauleitplanerischen Maßnahmen zwecks Erweiterung der bestehenden Biogasanlage im Bereich „Am Limburger Weg“ behandelt und befürwortet.

Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Ulrich Aumüller, begrüßt ausdrücklich dabei zur Sprache gekommene Überlegungen, die bisher ungenutzte Abwärme der Anlage ebenfalls zu verwenden bzw. dies entsprechend zu prüfen. Bisher wird die bei der Stromerzeugung durch Biogas entstandene Wärme lediglich zu einem kleinen Teil zur Versorgung anliegender Aussiedlerhöfe genutzt. Die Anlage soll nun erweitert werden, so dass weitere Kapazitäten hinzukommen. Statt die Wärme in die Luft zu blasen, gibt es Überlegungen, zumindest die König-Konrad-Halle dadurch zu versorgen.
 

Entsprechende Wirtschaftlichkeitsberechnungen sollen laut Bauamtsleiter Stefan Funk vorgenommen werden. „Kraft-Wärme-Kopplung ist erst richtig effizient, wenn auch die Wärme in großem Umfang genutzt wird. Die Biogasanlage am Limburger Weg kann so wirtschaftlicher betrieben werden, ein Beitrag zur Kostenreduzierung der Gemeinde und auch ein weiterer Schritt in Richtung einer unabhängigen dezentralen Energieversorgung sein“, betonte Ulrich Aumüller. (nnp)
 


Villmar. Die Gottesdienste zu den kommenden Festtagen an St. Peter und Paul Villmar werden in verschiedener Weise musikalisch gestaltet. Am vierten Adventssonntag (23. Dezember), 9 Uhr, singt die Schola ein lateinisches Choralamt mit dem Introitus „Rorate coeli“, der Choralmesse „Adventus et Quadragesima“, der Communio „Ecce virgo“ und den Hymnus „Conditor alme siderum“. Die Christmette an Heiligabend beginnt mit einer musikalischen Einstimmung um 21.40 Uhr und wird von einem Instrumentalensemble mitgestaltet.

Im Hochamt am ersten Weihnachtstag (25. Dezember), um 9 Uhr bringt der Kirchenchor St. Peter und Paul Werke von J. Schnabel (Transeamus usque Bethlehem), J. S. Bach (Ich steh an deiner Krippen hier)und W. A. Mozart („Jubilate“ aus KV 117) zu Gehör. Die Orgel spielt Dr. Georg Hilfrich. Um 18 Uhr singt die Schola die deutsche Weihnachtsvesper sowie Gesänge aus dem Villmarer Antiphonale von 1750. Zum Fest des heiligen Stephanus (26. Dezember), 9 Uhr, erklingen unter Mitwirkung der Schola unter anderem Teile der „Mass of the Angels and Saints“ von Steven R.Janco. (nnp)

 


 

NNP, 10.12.2007

 

Villmar bot einen Weihnachtsmarkt mit Herz

 

Villmar. Am Samstagnachmittag gab es auf dem Brunnenplatz und vor dem Villmarer Rathaus kein Durchkommen mehr.

Grund hierfür war die Eröffnung des 8. Villmarer Weihnachtsmarktes, zu der zahlreiche Zuschauer den gesamten Bereich um das Rathaus belegten. Ausrichter war wieder der Marktflecken Villmar gemeinsam mit der AGV Villmar (Aktionsgemeinschaft für Handel und Gewerbe).

Die Eröffnung durch Bürgermeister Herrmann Hepp und den Vorsitzenden der AGV, Erik Raab von der Heyde, wurde begleitet durch den Schulchor der Johann- Christian-Senckenberg-Schule. Die Kinder erfreuten durch zahlreiche Lieder, die sie unter der Leitung von Ulrike Hölper darboten, das Publikum. Auch die von Beate Hepp, Elisabeth Kremer und Melanie Brück betreuten Kinder der Flöten AG begleiteten musikalisch die Eröffnung des Weihnachtsmarktes und sorgten so für eine wunderbare weihnachtliche Stimmung unter den zahlreichen Zuhörern.

 

Rund um das Rathaus wurde wieder alles geboten, was das vorweihnachtliche Herz begehrt. Wunderschöne Holzschnitzereien wurden ebenso angeboten wie Adventsgestecke, Mistelzweige, Schmuck und Kerzen. Für den Hunger gab es Süßes, Plätzchen - – sogar im Kilopack, aber auch eine herzhafte Wurst durfte nicht fehlen. So war für jeden Geschmack das Passende dabei. An den festlich geschmückten Häuschen gab es reichlich Glühwein und für die Kinder Kinderpunsch.

Selbstverständlich durfte auch der Nikolaus nicht fehlen. Dieser machte seine Runde und verteilte an Groß und Klein seine Gaben, und für die Kinder bestand die Möglichkeit der Wunschzettelabgabe. Das aufgebaute Kinderkarussell erfreute sich ebenso großer Beliebtheit wie das angebotene Pony-Reiten. Beides wurde von den Kindern ausgiebig genutzt.

Kurt Meteling, Konrektor der Johann-Christian-Senckenberg-Schule, zeigte sich erfreut darüber, dass Kinder der Villmarer Schule zum Gelingen der Weihnachtsmarkt-Eröffnung beigetragen haben. In einem Holzhäuschen wurden von der Schule Getränke und selbst gebackene Plätzchen zum Verkauf angeboten, und der Erlös wird für verschiedene Schulprojekte eingesetzt. Kurt Meteling: „Wir verstehen uns als musikalische Grundschule, das bedeutet mehr Musik zu mehr Gelegenheiten und in mehr Fächern. Sowohl der Schulchor als auch die Flöten AG werden von den Kindern mit Begeisterung angenommen.“

Da zum Glück auch das Wetter mitspielte und es trocken blieb, waren auch am Abend die Stände noch sehr gut besucht, und es herrschte, wohin man auch schaute, eine zufriedene Stimmung bei Jung und Alt. Dass dies mit Sicherheit nicht der letzte Weihnachtsmarkt rund um das Villmarer Rathaus war, darüber waren sich an diesem Abend alle einig. (hvo)
 


 

Villmar, 03.12.2007

 

Kosaken begeisterten

 

Villmar-Weyer. Der „Ural Kosaken Chor“ bewies bei seinem vorweihnachtlichen Konzert in der Weyerer Volkshalle eindrucksvoll, warum er zu den drei berühmtesten Kosakenchören der Welt zählt. Jeder der zwölf Sänger könnte auch als Solist große Karriere machen.

„Ein Weltklassechor“, urteilte nicht zu Unrecht der Vorsitzende des veranstaltenden MGV „Eintracht Weyer“, Burkhard Merz, über die bescheidenen Männer in ihren schlichten Uniformen. Dass der Chor, den Wladimir Koslowski leitete, trotz der Akkordarbeit wie in Weyer tolle Auftritte hinlegt, spricht für die Professionalität des Ensembles. Es sang seine Lieder mit einer scheinbaren Leichtigkeit und Freude, als hätte es nicht schon hunderte solcher Auftritte in den Knochen. Seit 1924 gibt es bereits den „Ural Kosaken Chor“. Emigrierte, zarentreue Kosaken fanden sich unter der Leitung von Andrej Scholuch in Paris zusammen, um die Tradition ihrer Lieder zu pflegen. 1972 gab dieser Chor sein letztes Konzert. 2000 schafften die „Ural Kosaken“ mit neuen Leuten ein Comeback.

 

Die erste Programmhälfte widmete der Chor in der gut besuchten Volkshalle orthodoxen und katholischen Kirchengesängen, unter anderem dem „Mönchsgebet“ und dem „Ave Maria“ sowie Weihnachtsliedern wie „Maria durch ein Dornwald ging“ und „Am Flusse Jordan“. Im zweiten Teil wurden Volksweisen und Kosakenlieder dargeboten. „Schnee verwehtes Russland“, „Der Kosak und sein Pferd“, „Das Frühlingslied vom Baikalsee“, „Wolgaschlepper“ und zuletzt die Hymne des Chores. Als glänzende Solisten präsentierten sich Juri Borsch und Vladimir Sawushkin. Toll zudem die leidenschaftlich spielenden Instrumentalsolisten Igor Besotozniy (Balalaika) und Dimitro Zahorov (Bajan). Zusammen mit dem MGV und dem gemischten Chor der „Eintracht“ wurden zum Abschluss zum ersten Adventswochenende passend „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Abendglocken“ interpretiert. „Sie kamen als Fremde, und gingen als Freunde“, so Burkhard Merz. Viele neue Freunde gewann bei seinem ersten öffentlichen Auftritt ebenso der neue gemischte Chor der „Eintracht“, geleitet vom vor Energie nur so sprühenden Illya Slobodynskyy. Voller Leidenschaft überzeugte er mit „Senore, Dona Maria“, „Ehre sei dem König“ und „Diridonda“. Für einen gelungenen Start in das Konzert hatte zuvor der MGV unter der Leitung von Thomas Roth mit „Vineta“, „Die Rose“ und „Weit, weit weg“ gesorgt. Ein Teil des Konzerterlöses soll für das Projekt „Hilfe für Russland-Kinderkrankenhaus Wladimir“ gespendet werden. (klo)

 


 

27.01.2008

 

Villmarer Ergebnisse zur Landtagswahl 2008

Wahlbeteiligung: 64,4%
Wahlberechtigte: 5.672
Wähler: 3.654

Gültige Wahlkreisstimmen: 3.554 St.

CDU  45,2 %  1.606 St.
SPD  39,1 %  1.389 St.
GRÜNE    3,6 %     128 St.
FDP    6,4 %     227 St.
REP    0,7 %       26 St.
DIE LINKE    3,0 %     106 St.
FREIE WÄHLER    1,4 %       49 St.
NPD    0,6 %       23 St.

Gültige Landesstimmen: 3.579 St.

CDU  42,8 %  1.531 St.
SPD   37,3 %  1.334 St.
GRÜNE     4,4 %     157 St.
FDP     8,3 %     296 St.
REP     0,6 %       20 St.
Die Tierschutzpartei     0,5 %       17 St.
BüSo     0,0 %         0 St.
PSG     0,1 %         2 St.
Volksabstimmung     0,1 %         3 St.
GRAUE     0,0 %         1 St.
DIE LINKE     3,9 %     138 St.
Die Violetten     0,0 %         1 St.
FAMILIE     0,1 %         4 St.
FREIE WÄHLER     1,0 %       37 St.
NPD     0,8 %       30 St.
PIRATEN Hessen     0,2 %         7 St.
UB     0,0 %         1 St.

 


 

NNP, 22.01.2008

Villmar. Die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Ursula Alban (CDU), hat den Antrag des Fraktionsvorsitzenden der AAV, Axel Paul, auf Einberufung einer Bürgerversammlung zum Thema alte Schule abgelehnt. Die Information der Bevölkerung erscheine ihr ausreichend gewährleistet, teilte Alban ihrem Parlamentskollegen schriftlich mit. Auf der Internetseite der Gemeinde Villmar werde über das dem Gemeindevorstandsbeschluss zugrundeliegende Zahlenwerk ausführlich berichtet; auch habe sich der Bürgermeister bereiterklärt, interessierte Bürger zu informieren, so Alban. Die entscheidenden Diskussionen sollten im Parlament und seinen Hilfsorganen, den Ausschüssen, geführt werden. Entscheidungsträger seien letztlich die Mitglieder der Gemeindevertretung.
 

Paul kritisierte diese Entscheidung mit der Frage: „Angst vorm Bürgerwillen – warum?“ Außerdem monierte er erneut die jüngst von den Fraktionsvorsitzenden vorgelegten Zahlen, wonach die „Lösung Müller“ – sie sieht den Umbau der alten Schule zum Wohnhaus vor – insgesamt 200 000 Euro Mindereinnahmen für Kreis und Gemeinde bedeuten würde. Paul verwies darauf, dass laut Kalkulation der Gemeinde der Verkauf an den Investor Schmitt lediglich rund 87 000 Euro Mehreinnahmen, nämlich 320 000 Euro gegenüber 233 000 Euro, erbringen würde. Er glaube auch nicht, dass ein Mehrfamilienhaus den Grundstückspreis – wie von den Fraktionsvorsitzenden vermutet – senken würde. (goe)
 


 

NNP, 19.01.2008

 

Fraktionen stimmen Abriss zu

 

Villmar. Im Villmarer Gemeindeparlament bahnt sich eine breite Unterstützung für den Vorschlag des Gemeindevorstands an, die alte Schule an den Limburger Investor Hans Schmitt zu verkaufen. Schmitt will die alte Schule und die Hausmeisterwohnung abreißen lassen und auf dem Gelände zwölf energiesparende Einfamilienhäuser errichten (die NNP berichtete).

Nach einem Treffen mit Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) am Donnerstagabend haben die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und FWG gemeinsam erklärt, dass sie es für nicht verantwortbar halten, wenn die Gemeinde Villmar auf Mehreinnahmen von rund 200 000 Euro verzichten würde, um die alte Schule in ein Mehrfamilienwohnhaus umzuwandeln, wie es die Pläne des Villmarer Architekten-Ehepaars Müller vorsehen. Hinzu komme, dass das Gebäude sein Aussehen, seine Funktion und seine Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit verlieren würde. Die Grundstücke im Umfeld eines solchen dreistöckigen Mehrfamilienhauses wären aus Sicht der drei Fraktionen nur zu einem geringeren Preis zu vermarkten, als dies die Gemeinde kalkuliert hat. Die Gemeindeverwaltung hatte bei sämtlichen vorgelegten Lösungen einheitlich einen Verkaufspreis von 110 Euro pro Quadratmeter angenommen.

 

Die Fraktionen betonten, dass sie das Gebäude gerne erhalten hätten, wenn dafür eine wirtschaftlich tragbare Grundlage gefunden worden wäre. Dies sei jedoch nicht der Fall. Erhaltenswert seien allerdings die Marmorarbeiten im Inneren des Gebäudes; diese sollten in jedem Falle gesichert werden, um sie an andere Stelle in Villmar zu verwenden.

Scharfe Kritik äußerten die drei Fraktionsvorsitzenden, Dieter Scheu (CDU), Ulrich Aumüller (SPD) und Thomas Caspari (FWG), am Verhalten ihres Parlamentskollegen Axel Paul von der Aktiven Alternative Villmar (AAV). Dessen Vorschlag, dass der Landkreis das Gelände alleine vermarkten könnte, sei „schändlich für Villmar“.

„Der Erhalt der alten Schule wäre sicherlich schön gewesen“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dieter Scheu. „Die Zahlen sprechen aber klar für sich.“ Die Gemeinde könne es sich einfach nicht leisten, auf eine so hohe Summe zu verzichten. „Die Leute würden uns dafür verprügeln.“ Scheu sprach sich für einen raschen Verkauf aus, „damit Geld in die Kasse kommt“. Dies spricht nach seiner Meinung auch gegen eine Vermarktung des Geländes in Eigenregie der Gemeinde, das laut Kalkulation sogar 25 000 Euro mehr Erlös bringen könnte. „Der Verkauf ist die Lösung mit dem geringsten Risiko für die Gemeinde“, so Scheu.

Sachliche Analyse, und nicht etwa Wunschdenken sei gefragt, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Aumüller. Obwohl er die Bürger zu einem Ideenwettbewerb mit dem Ziel des Erhalts der alten Schule – aus seiner Sicht ein reiner Zweckbau – aufgerufen hatte, seien keine zündenden Ideen eingegangen. Der Vorschlag von Bürgermeister und Gemeindevorstand hingegen sei „logisch und nachvollziehbar“. Das Verhandlungsergebnis, das Hermann Hepp mit dem Investor und dem Kreis als Eigentümer erzielt hat, sei als gut zu werten. Dennoch bedauerte Aumüller, dass der Kreis das in der Amtszeit seines Vaters vor 52 Jahren errichtete Gebäude nicht weiter als Schule betrieben wird.

Bei der Frage der Verwendung des Verkaufserlöses für die alte Schule sind sich die Fraktionen allerdings nicht mehr so einig. Während für die örtlichen Mandatsträger der SPD laut Aumüller die Re-Investition des Erlöses im Ortsteil Villmar selbstverständlich ist, mahnt CDU-Chef Scheu zur Zurückhaltung. „Man kann das Fell des Bären erst dann verteilen, wenn er erlegt ist.“ Für ihn habe die Haushaltskonsolidierung Vorrang vor allen Investitionsplänen. „Die Eigenkontrollverordnung wird noch gewaltige Löcher in unseren Haushalt reißen“, erklärte Dieter Scheu.

„Wir kommen an einem Abriss nicht vorbei; das wäre für die Gemeinde ein zu großes finanzielles Opfer“, sagte der FWG-Vorsitzende Thomas Caspari. Ein Erhalt der Schule wäre auch ihm lieber gewesen, aber nur als öffentlich zugängliches Gebäude. „Man muss einfach die Wirtschaftlichkeit im Auge behalten“, sagte Caspari. (goe)
 


 

Marktflecken, 16.01.2008

 

Vermarktungskonzept „Alte“ Schule

 

Der Gemeindevorstand hat sich in seiner letzten Sitzung am 14.01.2008 sehr intensiv und ausführlich mit der weiteren Entwicklung in Sachen „Alte Schule“ beschäftigt. Hierbei legte Bürgermeister Hermann Hepp dem Gemeindevorstand vier Modelle vor. Bei drei Modellen spielt das ehemalige Schulegebäude keine Rolle mehr; in einem Modell findet es hingegen zukünftig Verwendung.

 

Einig war sich der Gemeindevorstand zunächst darüber, dass das Grundstück seitens des Landkreises dem Marktflecken Villmar Rückübertragen und der aus der Vermarktung resultierende Nettoerlös hälftig zwischen Landkreis und Gemeinde geteilt wird.

 

Bei den vier Modellen handelt es sich um ein Vermarktungsmodell in Eigenregie durch die Gemeinde. Hiernach würde das Gebäude wie auch das ehemalige Hausmeisterwohnhaus abgerissen und letztlich das ganze Areal zu Bauland gemacht werden. Nach Abzug aller Kosten würde hierbei ein Nettoerlös von 345.070 € erzielt werden können. Das Vermarktungsrisiko liege aber komplett bei der Gemeinde.

 

Zwei Modelle wurden von Architekturbüros vorgelegt. Hierbei handelt es sich zum einen um ein Vermarktungsmodell des Architekturbüros Müller, welches das Schulgebäude sowie das Hausmeisterwohnhaus berücksichtigt. Im Schulgebäude sollen hiernach im 1. und 2. Obergeschoss Wohnungen geschaffen werden und der Paterrebereich für gewerblich Zwecke vermarktet werden. In diesem Modell würde eine neue Erschließungsstraße durch das jetzige Grundstück entstehen.  Der Nettoerlös in diesem Modell beziffert sich auf 233.849 €. Das Vermarktungsrisiko liegt beim Investor.

 

Zum anderen wurde vom Architekturbüro Schmitt ein Vermarktungskonzept vorgelegt, welches den Abriss des Schul- und Hausmeistergebäudes beinhaltet. Ähnlich wie im Eigenvermarktungsmodell der Gemeinde, würde hier das komplette Areal zu Bauland gemacht. Den Bauherren würden hochwertig Energie sparende „Passivhäuser“ angeboten werden. Der Nettoerlös in diesem Modell beziffert sich auf 320.150 €.  Auch hier liegt das Vermarktungsrisiko beim Investor.

 

Das letzte Modell, welches dem Gemeindevorstand vorgelegt wurde, war ebenfalls ein Vermarktungskonzept, welches den Abriss des Schul- und Hausmeistergebäudes vorsah. Auch in diesem Modell soll das Grundstück zukünftig in Bauland umgewandelt werden. Dieses Konzept wurde von der Hessischen Landgesellschaft (HLG) eingereicht. Der Nettoerlös würde sich bei diesem Konzept bei 254.000 € bewegen. Hinsichtlich des Vermarktungsrisikos ist zu sagen, dass die Gemeinde nach einer bestimmten Zeit (voraussichtlich 10 Jahre) die nicht verkauften Bauplätze zurückkaufen müsste.

 

Alle Modelle basieren auf den gleichen Zahlen und sind von daher auch vergleichbar. Sie wurden im Gemeindevorstand gegenübergestellt und letztlich entschied sich der Gemeindevorstand mit breiter Mehrheit der Gemeindevertretung dem Vermarktungsmodell des Architekturbüros Schmitt zuzustimmen. Nach Beratung dieser Thematik in den Ausschüssen wird sich die Gemeindevertretung mit dieser Beschlussempfehlung in ihrer Sitzung am 28.02.2008 beschäftigen.

  Gesamtüberblick    
  Erlöszusammenstellung    
       
Jahre Modell 1)  Erschließung durch den
Marktflecken Villmar
Modell 2)
Müller
Modell 3)
HLG
Modell 4)
Hans Schmitt
         
2008                                -   €                     -   €                     -   €                                         100.000,00 €
         
2009                                -   €                     -   €                     -   €                                         100.000,00 €
         
2010                 150.000,00 €       100.000,00 €                     -   €                                         120.150,00 €
         
2011                 195.070,00 €       133.849,00 €                     -   €                                                       -   €
         
2012                                -   €                     -   €      254.000,00 €                                                       -   €
         
Gesamt                 345.070,00 €       233.849,00 €      254.000,00 €                                         320.150,00 €
    alternativ
125.609,00 €
  Vermerk: Wird abgesichert durch Bankbürgschaft

Modell 2 (Müller)

Modell 2 (Müller)

Modell 4 (Hans Schmitt)
 


 

NNP, 16.01.2008

 

Votum für Abriss-Lösung

 

Villmar. Der Gemeindevorstand will dem Villmarer Parlament zur nächsten Sitzung am 28. Februar empfehlen, die alte Schule in der Sudetenstraße an den Limburger Investor Hans Schmitt zum Preis von 320 000 Euro zu verkaufen. Dies teilte Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) gestern in einem Pressegespräch mit. Der Vorstandsbeschluss am Montagabend fiel nach NNP-Informationen bei nur einer Gegenstimme.

Damit hat der Gemeindevorstand grundsätzlich grünes Licht für den Abriss der alten Schule gegeben und alternative Nutzungsmöglichkeiten für das seit Jahren leerstehende Gebäude verworfen. Investor Schmitt will nach Beseitigung der alten Schule das Gelände in zwölf Grundstücke aufteilen und Energie sparende „Passivhäuser“ darauf errichten. Überwiegend sollen Einfamilienhäuser, vereinzelt auch Doppelhäuser entstehen. Noch in diesem Herbst könnten laut Schmitt die Bauarbeiten beginnen; mit der Vermarktung würde er schon im Frühjahr beginnen. Die Kaufsumme von 320 000 Euro will Schmitt in drei Raten bis Ende 2010 zahlen, wie Hepp erläuterte. Den Erlös müssten sich der Landkreis als derzeitiger Eigentümer der alten Schule und die Gemeinde Villmar zur Hälfte teilen. Das entscheidende Wort hat allerdings das Gemeindeparlament, das dem Angebot ebenso noch zustimmen muss wie der Kreis.

 

Der große Vorteil der „Lösung Schmitt“ liegt laut Hepp darin, dass die Gemeinde Villmar keinerlei Vermarktungsrisiko zu tragen hätte, weil sie das Schulgelände so wie es ist an den Unternehmer veräußern würde, der dann allein – und auf eigenes Risiko – für Baureifmachung und Vermarktung der 6 665 Quadratmeter großen Fläche sorgen müsste. Im Vorfeld der Vorstandsentscheidung hatten drei weitere Alternativen zur Diskussion gestanden, die allesamt wohlwollend geprüft worden seien, wie Hepp versicherte. Den Ausschlag hätten dann aber Wirtschaftlichkeitserwägungen gegeben.

Das Angebot des Villmarer Architekten-Ehepaars Wolfgang und Mathilde Müller, das einen Umbau der alten Schule zu einem Wohngebäude und die Vermarktung von acht Bauplätzen (4920 Quadratmeter) vorsah, hätte einen Netto-Erlös von nur knapp 234 000 Euro erbracht.

Die Erschließung und Vermarktung durch die Hessische Landgesellschaft hätte mit 254 000 Euro deutlich weniger in die Kasse gebracht, verbunden mit dem Risiko einer späteren Rückübertragung nicht verkaufter Bauplätze an die Gemeinde.

Stärkste Alternative war laut Hepp die Erschließung und Vermarktung durch die Gemeinde Villmar selbst, die dann aber das volle Risiko zu tragen hätte.

Auch eine Nutzung der alten Schule als Verwaltungsgebäude sei geprüft und verworfen worden, so Hepp. Allein der Umbau würde 1,1 Millionen Euro kosten; anschließend stünden das Rathaus und das alte Lehrerwohnhaus leer.

„Die Zahlen sprechen für sich“, sagte Bürgermeister Hepp. Zumal das Angebot Schmitt mit einer Bankbürgschaft abgesichert sei. Er wies darauf hin, dass allen Modellen vom Gemeindebauamt ermittelte Daten zugrunde liegen, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Hepp versicherte, dass der schöne Marmorbrunnen, vielleicht auch einige marmorverzierte Fenster in der alten Schule erhalten und anschließend in der neuen Schule wieder aufgebaut werden. Hepp erklärte sich bereit, die Kalkulationen, die der Vorstandsentscheidung zugrunde liegen, jedem interessierten Bürger zu erklären.

Unterdessen hat der Fraktionsvorsitzende der Aktiven Alternative Villmar, Axel Paul, ein erklärter Gegner einer Abrisslösung, bei der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Ursula Alban (CDU) beantragt, die verschiedenen Verwertungsmodelle in einer Einwohnerversammlung vorzustellen und zu diskutieren. (goe)

 


 

Villmar, 11.01.2008

 

Was lange währt wird endlich gut

 

Der Verbindungsweg zwischen der Mattheiser Straße und der Peter-Paul-Straße ist ab sofort wieder geöffnet und für den Fußgängerverkehr freigegeben. Der Weg war vor fast genau 2 Jahren wegen baulicher Mängel an einer grenzständigen Scheune eines Anliegers vom Kreisbauamt in Limburg gesperrt worden. Nach der Mängelbeseitigung wurde das auf dem Weg stehende Baugerüst entfernt, und somit für die Fußgänger wieder passierbar. Während dieser Zeit waren immer wieder Beschwerden aus der Bevölkerung im Rathaus diesbezüglich eingegangen. Nach einer gründlichen Reinigung des Weges durch den Gemeindebauhof kann der Weg von der Bevölkerung wieder genutzt werden.

 


NNP, 21.12.2007

Limburg-Weilburg. Das hessische Kultusministerium hat dem Entwurf des Schulentwicklungsplans (SEP) für den Landkreis Limburg-Weilburg zugestimmt. Damit ist unter anderem der Weg frei für eine integrierte Gesamtschule in Runkel und Villmar sowie für die Zusammenarbeit der Schulen in Niederbrechen und Eschhofen, die damit auch einen Realschulzweig anbieten sollen. Zum nächsten Schuljahr 2008/2009 treten diese Veränderungen in Kraft.

Ein vorweihnachtlich-froh gestimmter Landrat Manfred Michel (CDU) verkündete gestern die Neuigkeiten aus Wiesbaden. Besonders hob er die Tatsache hervor, dass das Kultusministerium keine Veränderungen an dem Entwurf vorgenommen hat, den der Kreistag im Juni verabschiedet hat. Allerdings stellt die Regierungsbehörde Bedingungen. So muss die zukünftige Gesamtschule mit den beiden Standorten Villmar und Runkel genügend Schüler anziehen, um einen vierzügigen Unterricht, also mit vier Klassen pro Jahrgangsstufe, anbieten zu können.

 

Die Schule in Eschhofen und die Emsbachtalschule in Niederbrechen müssen jeweils mindestens einen einzügigen Haupt- und einen zweizügigen Realschulzweig ermöglichen. „Sollte dieses Ziel im Schuljahr 2008/09 verfehlt werden, muss der Schulträger spätestens im Herbst 2008 die Zusammenlegung beider Standorte – entweder miteinander oder mit einer anderen Haupt- und Realschule – zu jeweils einer Schule mit zwei Standorten beschließen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kultusministeriums. Zudem muss noch der Hauptpersonalrat der Lehrer dem SEP zustimmen, was nach Einschätzung von Landrat Michel aber so gut wie sicher ist. Michel sprach zudem von weiteren Auflagen aus Wiesbaden, die er im Detail aber erst mit den betroffenen Schulleitungen besprechen will, bevor er sie öffentlich bekannt macht.

Michel hob vor allem das Tempo hervor, in dem das Kultusministerium die Genehmigung erteilt habe, nachdem ihm der SEP erst im November zugestellt worden sei. „Fünf Wochen ist für ein solches Werk eine außergewöhnlich kurze Zeit“, sagte der Landrat und lobte den Schulausschuss-Vorsitzenden Joachim Veyhelmann (CDU), der seine Verbindungen in Wiesbaden habe spielen lassen. „Besonders froh sind wir, dass alle Schulstandorte im Landkreis erhalten werden“, betonte wiederum Veyhelmann und verwies darauf, dass die Beteiligten zum Teil heftige Diskussionen in Politik und Schulleitungen hinter sich hätten. Auf den starken Wunsch der Eltern nach einer integrierten Gesamtschule – einem von der Landesregierung nicht gerade bevorzugten Schulmodell – weist Kultusministerin Karin Wolff (CDU) in ihrer Pressemitteilung hin.

Von den beiden „Großprojekten“ Villmar/Runkel und Niederbrechen/Eschhofen abgesehen, wird sich nicht viel ändern. Die im ursprünglichen Entwurf vorgesehene Schließung des Hauptschulzweigs an der Limburger Goetheschule war schon im Sommer aus den Plänen gestrichen worden, ebenso das angedrohte Ende für die Albert-Wagner-Schule in Merenberg.

Die Genehmigung des Kultusministeriums bezieht sich vorerst nur auf die weiterführenden Schulen. Für berufsbildende und Förderschulen, die ebenfalls Gegenstand des SEP sind, rechnet der Landkreis für das Frühjahr mit einem Bescheid aus Wiesbaden. Zudem hat das Ministerium zur Bedingung gemacht, dass der SEP für die Grundschulen bis September 2009 vorliegen soll. Diesen Zeitrahmen will Landrat Michel allerdings nicht voll ausschöpfen, sondern das Zahlenwerk nach Möglichkeit früher fertigstellen lassen. In der Diskussion um den Grundschul-SEP dürften drohende Schul-Schließungen eine größere Rolle spielen. (vt)

 


Villmar. Die Gemeindevertretung hat beschlossen, zwei Kommissionen zu gründen. Der Präventionskommission gehören Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) und die Beigeordneten Lothar Frost, Peter Fink, Stefan Lorber und Walter Haas aus dem Gemeindevorstand an. Aus der Gemeindevertretung kommen hinzu: Sabine Günther (CDU), Cornelia Peter-Beeck (SPD) und Konstanze Dresen (Aktive Alternative – AAV), als sachkundige Bürger Nina Müller, Villmar, Andreas Hübner, Weyer, Uwe Eller, Falkenbach, Jens Wirbelauer, Aumenau, Michael Riemer, Langhecke, und Thomas Dornoff, Villmar, der auch Jugendpfleger in Runkel ist. Hintergrund dieser Kommission sind Gewaltakte der jüngeren Vergangenheit, wie zum Beispiel während der Kirmes in Weyer. Vorbild ist die Arbeit der Präventionskommission des Landkreises, die sich unter anderem mit Jugend- und Drogenkriminalität, Gewalt und Vandalismus, Gewalt in der Familie sowie fremdenfeindliche und extremistische Straftaten befasst.
 

Axel Paul (AAV) sprach sich erneut gegen einen freiwilligen Polizeidienst aus, der aus seiner Sicht mühelos durch mehr Zivilcourage der Bürger zu ersetzen wäre. Auch Bürgermeister Hermann Hepp bekräftigte, dass die Präventionsarbeit kein erster Schritt zum freiwilligen Polizeidienst in Villmar sein werde.

In der Energiekommission, die sich mit dem Einsatz umweltfreundlicher Technologien befassen soll, sitzen die Parlamentarier Thomas Laux (CDU), Ulrich Pohl (SPD) und Axel Paul (AAV). Aus dem Gemeindevorstand werden entsandt: Bürgermeister Hermann Hepp und die Beigeordneten Ludger Müller, Lothar Frost und Rainer Philipp. (goe)

 


 

NNP, 18.12.2007

Villmar. Nach Jahren hoher Investitionen gleitet die Gemeinde Villmar – zumindest finanziell – in ein eher ruhigeres Fahrwasser, wie Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) bei Vorlage des Haushaltsplanentwurfs für 2008 gestern Abend im Gemeindeparlament erklärte. In den vergangenen 20 Jahren seien fast 43 Millionen Euro in den Marktflecken investiert worden, womit die Gemeinde einen erheblichen Beitrag gegen den Bevölkerungsschwund geleistet habe. Sichtbar sei dies in der großen Zahl der ausgewiesenen Baugebiete, erklärte Hepp. Allein dieser Posten habe 11,5 Millionen Euro ausgemacht.

Damit sei es allerdings nun vorbei, wie Hepp verdeutlichte. Denn mindestens in den kommenden zehn Jahren werde Villmar keine neuen Baugebiete mehr ausweisen, sondern verstärkt in die Belebung ihrer Ortskerne investieren. Deren drohendem Ausbluten gelte es nun entgegenwirken. Auftakt dazu ist nach Hepps Worten die Dorferneuerung Aumenau, wo in einem Pilotprojekt aufgezeigt werden soll, dass es attraktiv sein kann, das Haus der Eltern oder Großeltern zu übernehmen, so der Bürgermeister.

 

Als die wichtigsten Maßnahmen des Vermögenshaushalts 2008, dessen Volumen rund 1,9 Millionen Euro beträgt, nannte Hepp:

Sanierung der Zehntenstraße in Villmar (573 000 Euro). Dort sollen Kanäle, Wasserleitungen und die Straße selbst grundhaft erneuert werden.

Sanierung des Hochbehälters Langhecke (142 000 Euro) und der Pumpstation Falkenbach.

Endausbau der Straße Im Haintgesfeld in Weyer 100 000 Euro.

Sanierung des Sportplatzes in Aumenau als Kunstrasenplatz (370 000 Euro) mit folgender Finanzierung: 50 000 Euro Zuschuss des Landes, 15 000 Euro Landkreis, 7500 Euro Landessportbund, 60 000 Euro TuS Aumenau und 200 000 Euro Zuschuss von der Gemeinde Villmar.

Finanziert wird der Vermögenshaushalt laut Hepp ohne neue Schulden. Ziel sei, es die Maßnahmen der Eigenkontrollverordnung ohne neue Schulden abzuarbeiten und auf insgesamt zehn Jahre zu strecken.

Ausgeglichen ist der Verwaltungshaushalt mit einem Volumen von 10,2 Millionen Euro. Trotz der erhöhten Ausgaben für die Kreis- und Schulumlage von mehr als drei Millionen Euro ist laut Hepp ein Abbau von früheren Fehlbeträgen möglich, und zwar um 11 440 Euro auf dann noch knapp 395 000 Euro. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer – ein klassischer Unsicherheitsfaktor in den Kommunen – sei vorsichtig auf rund 800 000 Euro veranschlagt worden. Unverändert bleiben die Hebesätze für die Grundsteuern A und B sowie für die Gewerbesteuer.

Ausführlich ging Hepp in seiner Haushaltsrede auf die Entwicklung der Kosten für die Abwasserbeseitigung ein. Ab 2008 würden erstmals so genannte kalkulatorische Kosten in den Haushalten der Abwasserverbände berücksichtigt, was zu einer Erhöhung der Umlagen für die Mitgliedskommunen führe. Für den Marktflecken mache dies eine Steigerung von 33 800 Euro für die Abwasserverbände Runkel/Villmar und Goldener Grund, in denen die Gemeinde Mitglied ist. Weiterhin wurden erstmals Kosten von 115 000 Euro für die Straßenentwässerung bei der Kalkulation der Benutzungsgebühren berücksichtigt, erklärte Hepp. Der Bürgermeister kündigte eine Nachkalkulation für die Kanalgebühren an, weil derzeit mit einem Mittelwert der Verbräuche der letzten sechs Jahre gearbeitet werde. Die Wasser- und Abwassergebühren müssten künftig kostendeckend kalkuliert sein.

Zufrieden zeigte sich Hermann Hepp mit dem Zustand der Kinderbetreuung im Marktflecken, die zurzeit in fünf altersübergreifenden Gruppen, zwei Tagesstätten, einer geplanten Mittagsverpflegung des kirchlichen Trägers und angepassten Öffnungszeiten angeboten werde. Laut Landesrechnungshof halte die Gemeinde Villmar ein überdurchschnittliches Angebot in ihrem Kindergartenwesen vor.

Der Haushaltsplanentwurf wurde zur weiteren Beratung in die zuständigen Ausschüsse verwiesen und soll Anfang 2008 vom Parlament verabschiedet werden. (goe)
 

Auszug aus der Haushaltsrede 2008 von Bürgermeister Hermann Hepp

 


 

Villmar, 17.11.2007

 

Villmar. Auf Anregung der Mandatsträger Ulrich Aumüller, Hartmut Meuser, Rainer Philipp und Agathe Kiepert hat der Villmarer Bürgermeister Herrmann Hepp gemeinsam mit dem Architekten Stephan Dreier am Samstagvormittag über die abgeschlossene Sanierung des Mattheiser-Turms informiert.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Herrmann Hepp nahm Architekt Stephan Dreier Stellung zu den Behauptungen, die Sanierung sei mangelhaft. Er wies dies mit aller Entschiedenheit zurück und stellte klar, das einige kleinere Mängel vorlagen, diese aber bei der im Oktober erfolgten Endabnahme direkt von Hand beseitigt wurden. Weiter führte er aus, dass die Löcher für die damaligen Gerüststangen bewusst nicht zugeputzt wurden.
 

Stephan Dreier. „Die Ausschreibung erfolgte ausschließlich unter Beteiligung spezialisierter Fachunternehmen. Der günstigste Angebotspreis lag bei 54 000 Euro. Nach Fertigstellung wurde die Maßnahme mit 56 800 Euro schlussgerechnet, es entstanden also gerade mal fünf Prozent Baukostenüberschreitung. Diese Mehrkosten sind dabei ausschließlich auf die Massenmehrungen beim erforderlichen Steinaustausch zurück zu führen.“

Weiter führte Dreier aus, dass die Sanierung alles in allem gut und im Kostenrahmen verlaufen sei. Die Anwohner könnten nun wieder ohne Gefahr den Turm passieren.

Ulrich Aumüller begründete die Notwendigkeit dieses Treffens damit, dass es besser sei, sich qualifiziert aus erster Hand zu informieren, bevor man einfach Behauptungen über angebliche Mängel öffentlich kund tut.

Der CDU-Vorsitzende Dieter Scheu zeigte sich von all dem doch sehr verwundert. Er wusste weder, dass im Oktober die Endabnahme stattgefunden hat, noch dass in diesem Zusammenhang kleinere Mängel beseitigt wurden. Scheu: „Ich bin auch sehr erstaunt, dass der Leiter des Bauamtes heute nicht hier ist. Hier ist doch einiges gelaufen, worüber ich nicht informiert war.“ Hepps Antwort erfolgte prompt: „Anstelle des Bauamtsleiters ist Herr Seibel vom Villmarer Bauamt hier vor Ort.“

Während der Besichtigung hatten sich Nachbarn eingefunden, die von einem noch bestehenden gravierenden Mangel berichteten. Bei Regen läuft das Wasser vom vorderen offenen Teil des Turmes in den Hof der Nachbarn. Hier ist man sich einig, das schnellstmöglich eine Wasserrinne gebaut werden muss.

Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeister Hepp noch einmal bei den Nachbarn für das in der Bauphase aufgebrachte Verständnis und betonte die Erhöhung der Sicherheit im Bereich des Turmes.

Stephan Dreier schloss sich dieser Aussage an und sagte, dass zwar nicht für immer, aber doch für etliche Jahre Ruhe sei und die Sicherheit, wie bereits vom Bürgermeister betont, maßgeblich erhöht wurde. (hvo)


 

Villmar, 15.11.2007

 

Veranstaltungen werden auch in Zukunft gehalten!

 

Auf Einladung von Bürgermeister Hermann Hepp fand am Freitag, dem 09.11.2007 im Feuerwehrgerätehaus eine Aufarbeitung der Vorkommnisse bei der Kirmesveranstaltung 2007 in Weyer statt. Herr Reuscher, Jugendkoordinator bei der Polizeidirektion Limburg, Vereinsvertreter von FFW, MGV, RSV, Gremium und Jugendpfleger Helder Machado, verurteilten einstimmig die Gewaltausschreitungen.

 

Bürgermeister Hepp appellierte an die Vereinsvertreter, durch Vorbereitung von Veranstaltungen sowie durch Präsenz der Ausrichter bei Veranstaltungen einen großen Beitrag zu Sicherheit zu leisten.

 

Herr Reuscher sieht in den Vorkommnissen eine Einmaligkeit, die sich sicherlich in dieser Form bei der eingeleiteten Prävention nicht wiederholen werde. Eine verstärkte Kontrolle bei zukünftigen Veranstaltungen (Fastnacht, Kirmes, Dicos) wurde seitens der Polizei zugesagt. Nach Reuscher´s vorliegender Statistik, liegt der Marktflecken Villmar an vorletzter Stelle in der Häufigkeit von Straftaten und Ausschreitungen im Landkreis Limburg-Weilburg. Sie leben in einem noch sicheren Ort trotz der Vorkommnisse, die bei Beachtung verschiedener in der Vereinsrunde zu diskutierenden organisatorischen Maßnahmen, zu einer für alle Veranstaltungsbesucher sicheren jeweiligen Veranstaltung hinführen, so Reuscher. Da vielfach der Alkohol eine entscheidende Rolle spielt, wurde die schon eingeleitete Maßnahme – keinen Alkohol unter 16 Jahre – vorgestellt durch Thomas Becker (Gremium), begrüßt.

 

Die Ortsvereinsvertreter werden sich auf ihrer nächsten Sitzung hinsichtlich der Vorbereitung für die Fastnachtsveranstaltungen sehr ausführlich mit Präventionsmaßnahmen beschäftigen.

 


 

NNP, 07.11.2007

 

Dorferneuerung in Aumenau und Heckholzhausen

 

Villmar./Beselich. Villmar-Aumenau und Beselich-Heckholzhausen sind in das Dorferneuerungsprogramm 2008 aufgenommen worden, wie Umweltminister Wilhelm Dietzel gestern mitgeteilt hat. Beide Dörfer sind die einzigen Orte im Kreis Limburg-Weilburg, die im kommenden Jahr gefördert werden. In ganz Hessen wurden insgesamt 34 Dörfer neu in das Programm aufgenommen, mit dessen Hilfe sie in den nächsten neun Jahren in „Lebensräume mit sicherer wirtschaftlicher Grundlage und hoher Lebensqualität weiter entwickelt werden sollen“. Derzeit befinden sich 261 hessische Dörfer im Dorferneuerungsprogramm. „Die Erfolgsgeschichte der hessischen Dorferneuerung wird damit fortgesetzt“, erklärte Dietzel.

Die Dorferneuerung zielt nach den Worten des Ministers auch darauf ab, dem demografischen Wandel zu begegnen. So habe zum Beispiel die Innenentwicklung der Dörfer stärkeren Vorrang erhalten, und erstmals könne auch das kommunale Flächenmanagement zur Lenkung von Investitionen in die Ortskerne gefördert werden.

Für die Dorferneuerung stehen laut Dietzel im Jahr 2008 fast 29 Millionen Euro zur Verfügung. Der Höchstbetrag für die Förderung privater Maßnahmen werde von 20 000 auf 30 000 Euro heraufgesetzt. Kommunale Einzelprojekte würden künftig mit 50 statt bisher 65 Prozent gefördert. (nnp)